Wer steht da wirklich vor der Tür?
Don't Believe HerDie Idee hat mich sofort gepackt. Beste Freundin verschwindet spurlos. Zwölf Jahre später steht sie plötzlich wieder vor der Tür. Und ausgerechnet jetzt ist Ellie mit dem Bruder der Vermissten verlobt. ...
Die Idee hat mich sofort gepackt. Beste Freundin verschwindet spurlos. Zwölf Jahre später steht sie plötzlich wieder vor der Tür. Und ausgerechnet jetzt ist Ellie mit dem Bruder der Vermissten verlobt. Das ist Stoff, den ich gern lese.
Der Einstieg war wirklich stark. Ich wollte einfach nur wissen, was damals passiert ist. Doch als Carla zurückkommt, kippt alles. Ellie glaubt nicht, dass es wirklich ihre alte Freundin ist. Und ich wusste lange selbst nicht, ob ich ihr trauen soll oder ob sie langsam den Verstand verliert. Dieses Spiel mit Wahrheit und Täuschung kann die Autorin gut.
Leider haben mich die Figuren irgendwann nur noch genervt. Kaum jemand wirkt wirklich greifbar. Viele reagieren unlogisch. Ich habe oft gedacht, dass ich in der Situation ganz anders handeln würde. Das hat es mir schwer gemacht, mitzufiebern.
Das Tempo zieht dann im letzten Drittel nochmal deutlich an, plötzlich überschlagen sich die Wendungen. Manche haben funktioniert, andere wiederum waren mir zu extrem oder schlicht unglaubwürdig. Für das Finale braucht man eine große Portion guten Willen. Mir war es am Ende einfach zu konstruiert.
Trotzdem habe ich das Buch schnell gelesen. Es ist kurzweilig, dramatisch und perfekt, wenn man den Kopf ausschalten will. Kein Highlight für mich, aber solide Unterhaltung für zwischendurch.