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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2023

Begegnungen in Südfrankreich

Nachts erzähle ich dir alles
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Mit dem Roman 'Nachts erzähle ich dir alles' hat die Autorin Anika Landsteiner trotz höchst ernsten, traurigen und brisanten Themen einen sommerlichen Wohlfühlroman geschaffen, der einen ein kleines bisschen ...

Mit dem Roman 'Nachts erzähle ich dir alles' hat die Autorin Anika Landsteiner trotz höchst ernsten, traurigen und brisanten Themen einen sommerlichen Wohlfühlroman geschaffen, der einen ein kleines bisschen aus dem Alltag mit an die Côte ďAzur fliehen lässt.
Léa hat genau das vor...fliehen, vor ihrem stressigen Leben als selbstständige Café Besitzerin, dem Ende einer Beziehung und der Frage was Sie eigentlich von ihrem Leben erwartet. Ihre Mutter bestärkt Sie und Léa fährt nach Südfrankreich in das Familienanwesen. Lange war Sie nicht dort gewesen und wird nun herzlich von Claire empfangen. Claire, die in dem Feriendomizil immer nach dem Rechten schaut und Léas Mutter haben sich vor vielen, vielen Jahren angefreundet, einiges miteinander erlebt und nie ganz den Kontakt abbrechen lassen. Diese Verbindung hat ungeahnte Tiefen. Am ersten Abend der kleinen Auszeit lernt Léa Alice kennen, eine kurze Begegnung die eine Menge an Ereignissen und ein ganz besonderes Kennenlernen nach sich zieht [ Émile ♡ ].
Im Klappentext wird ja schon einiges erwähnt und zuviel mehr möchte ich auch gar nicht verraten 😊. Lest es selbst.
Ich mochte diesen Roman, seine Personen, diese schöne Sprache und den bildhaften Schreibstil unheimlich gerne. Es kommen so wichtige Themen darin vor und trotzdem verliert dieses Buch nicht seine Leichtigkeit, diesen Spagat muss man erstmal hinkriegen.
Ich hatte eine wirklich schöne Lesezeit mit tollen Südfrankreich Vibes.

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Veröffentlicht am 18.07.2023

Eine Frau geht ihren Weg

Der Frühling ist in den Bäumen
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In dem Roman 'Der Frühling ist in den Bäumen' erzählt die Autorin Jana Revedin von ihrer Mutter Renina und deren Ehe mit dem äußerst brutalen Fred Dietrich, dem Neffen der großen Marlene Dietrich.
Renina ...

In dem Roman 'Der Frühling ist in den Bäumen' erzählt die Autorin Jana Revedin von ihrer Mutter Renina und deren Ehe mit dem äußerst brutalen Fred Dietrich, dem Neffen der großen Marlene Dietrich.
Renina steckt mit ihren blutjungen 24 Jahren mitten in der Vorbereitung der ersten Ausgabe ihrer neuen und zu der Zeit innovativen Frauenzeitschrift 'Lady'.
Am 1.Mai 1953 überschreitet Fred eine unverzeihbare Grenze und Renina zieht die Reißleine...nicht ohne Konsequenzen.
Sie lernte die interessante Erika kennen und findet in ihr eine gute neue Freundin und Unterstützung in einer für sie turbulenten Zeit.
Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, da es durch die vielen Dialoge recht kurzweilig ist. Einige mal habe ich allerdings auch 'quergelesen' da sich an (für mich) relativ uninteressanten Ereignissen zu lange aufgehalten wurde. Bei ihrem Ausritt mit dem befreundeten Basil zum Beispiel ging es um Feinheiten des Dressurreitens, gar nicht meine Welt.
Trotz des kurzweiligen Schreibstils war mir das Buch etwas zu langweilig.

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Veröffentlicht am 15.07.2023

Verpflanzung

Elternhaus
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Als erstes ist mir das schöne Cover ins Auge gesprungen und nach dem durchlesen des Klappentextes war ich absolut überzeugt. Das möchte ich lesen.
In 'Elternhaus' ist der Titel Programm. Wir ...

Als erstes ist mir das schöne Cover ins Auge gesprungen und nach dem durchlesen des Klappentextes war ich absolut überzeugt. Das möchte ich lesen.
In 'Elternhaus' ist der Titel Programm. Wir lernen die Familie des schmalen Elternhauses kennen...Mutter, Vater und die drei erwachsenen Töchter. Sanne ist die Macherin, die die alles in die Hand nimmt, die Entscheidungen trifft, die deren Leben scheinbar perfekt verläuft. Gitte ist die lockere, die es leicht nimmt und mit läuft, Sie lernen wir kaum kennen. Petra ist die introvertiert, die Denkerin die sich gerne raus hält.
Sanne beschließt das die Eltern verpflanzt werden müssen, raus aus dem selbstgebauten Häuschen und rein ins altersgerechte Wohnen. Damit tritt Sie was los, weniger bei den Eltern als bei sich selber. Petra bekommt wenig von allem mit, Sie wird bei so schwerwiegenden Entscheidungen gerne vergessen und hat gerade mit sich selbst genug zu tun. Zwischen Sanne und Petra spürt man eine Spannung, aber genau das ist was mir an dem Buch gefehlt hat...es wird nicht mehr in die Tiefe gegangen und vieles nicht zuende oder auserzählt.
Die Thematik und auch die von der Autorin geschaffene Familie bietet soviel Potenzial das meines Erachtens nicht ausgeschöpft wurde. Ich mochte die Sprache und den Schreibstil gerne. Auch Sannes Phase des psychischen Zusammenbruchs fand ich sehr interessant, das offene Ende allerdings nicht.
Mein Fazit:
Mir kam zu wenig Gefühl rüber, ich wollte das mehr in den Schmerz reingegangen wird und dieses ungemütliche Thema für die Eltern irgendwann entscheiden zu müssen/sollen/dürfen mehr Platz einnimmt und ausdiskutiert wird.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Virginia und Vita

Die Liebenden von Bloomsbury – Vita und der Garten der Liebe
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Auch der dritte Teil 'Der Liebenden von Bloomsbury' von der Autorin Stefanie H. Martin hat mir gut gefallen. In 'Vita und der Garten der Liebe' dreht es sich, wie schon der Titel verrät, um Vita Sackville-West ...

Auch der dritte Teil 'Der Liebenden von Bloomsbury' von der Autorin Stefanie H. Martin hat mir gut gefallen. In 'Vita und der Garten der Liebe' dreht es sich, wie schon der Titel verrät, um Vita Sackville-West und Virginia. Alle anderen der Bloomsbury Group spielen diesmal kaum eine Rolle. Das war das einzige was ich etwas schade fand. Es wurde zum Ende hin ein winziges bisschen langatmig und ich hätte gerne noch etwas über Vanessa etc gelesen. Aber das ist meckern auf hohem Niveau.
Die gut situierte Schriftstellerin und Dichterin Vita und die eigensinnige Schriftstellerin Virginia Woolf lernen sich durch Clive, Virginias Schwager, kennen und erliegen recht schnell der gegenseitigen Anziehung.
Ab da beginnt ein behutsames herantasten der verheirateten Damen und Virginia erlebt zum ersten Mal die Leidenschaft zwischen zwei Menschen.
Vita hat ein sehr flatterhaftes Wesen und unterhält trotz ihrer großen Liebe zu ihrem Mann Harold einige Affären.
Virginia hat nach wie vor schwer mit ihrer kränklichen Konstitution zu kämpfen und daran ändert auch die flotte Vita oder ihr aufoperungsvoller Ehegatte Leonard nichts.
Am Ende erfahren wir noch in kurzen Sätzen wie das restliche Leben der einzelnen Bloomsburys weiterging, das war auch sehr interessant zu lesen.
Eine schöne und informative, biographische Triologie geht zu Ende und ich würde empfehlen alle Teile zu lesen um komplett in die Erzählung rund um die Bloomsbury Group einzutauchen.

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Veröffentlicht am 25.06.2023

Das Ende einer gelungenen Wohlfühl Triologie

Gretas Versprechen
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So, nun ist die Triologie rund um die Winzerin Greta beendet und hat mir wirklich gut gefallen.
Tatsächlich empfand ich diesen dritten Teil als den schwächsten, aber lesenswert allemal.
In diesem Teil ...

So, nun ist die Triologie rund um die Winzerin Greta beendet und hat mir wirklich gut gefallen.
Tatsächlich empfand ich diesen dritten Teil als den schwächsten, aber lesenswert allemal.
In diesem Teil nimmt Greta eine etwas kleinere Rolle ein, aber wie immer ist Sie trotzdem sehr präsent. Die nächsten zwei Generationen werden hier vorgestellt und erzählt und das rundet die Lebensgeschichte schön ab. Ich mochte die Story rund um Gretas Verschwinden nicht, das war mir etwas zu inszeniert.
Das Ende hat mir gut gefallen und somit ist 'Gretas Versprechen' ein gelungener Abschluss einer schönen Wohlfühl-Triologie.

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