Starkes Debüt
Keine Sorge alles gutIch weiß, es ist vielleicht oberflächlich - aber dieses Cover! 😍 Schöner geht es wirklich kaum.
'Keine Sorge alles gut' ist der Debütroman von Malwina Ledniowska - und man spürt auf jeder Seite, dass ...
Ich weiß, es ist vielleicht oberflächlich - aber dieses Cover! 😍 Schöner geht es wirklich kaum.
'Keine Sorge alles gut' ist der Debütroman von Malwina Ledniowska - und man spürt auf jeder Seite, dass hier jemand schreibt, der weiß, wovon er erzählt. Kein Wunder: Die Autorin hat selbst als Pflegekraft in der Psychiatrie gearbeitet. Diese persönlich Erfahrung verleiht dem Roman eine beeindruckende Authentizität.
Wir begleiten Romi Weber durch eine einzige Nachtschicht auf einer unterbesetzten Akutstation einer psychiatrischen Klinik - und erleben den "ganz normalen Wahnsinn" hautnah mit. Personalmangel, Überforderung, Verantwortung: all das schwingt in jeder Szene mit. Besonders schwer lastet auf Romi der Suizid einer Patientin, zu der sie einen engen Draht hatte. Kurz zuvor hatte diese noch um ein Gespräch gebeten - doch Romi hatte keine Zeit. Ein Gedanke, der sie nicht loslässt.
Dieses schmale Buch erzählt eine einzige Nacht - intensiv, atemlos und beinahe wie ein Theaterstück inszeniert. Der gehetzte, drängende Schreibstil überträgt sich unmittelbar auf die Lesenr*innen. Ich habe beim Lesen gemerkt, wie ich selbst immer schneller wurde und mich bewusst bremsen musste.
Sehr authentisch, stellenweise bewusst verwirrend und getragen von einer permanenten Getriebenheit, fliegt man durch diese eindringliche Erzählung. Ein eindrucksvolles Debüt, das nachhallt.