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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2026

Neugierige & mutige Protagonistin

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
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Irida und das Rätsel der Ruine ist ein spannendes Abenteuer, das mich vor allem mit seiner atmosphärischen Kulisse und der neugierigen, mutigen Protagonistin überzeugt hat. Irida ist keine Heldin, die ...

Irida und das Rätsel der Ruine ist ein spannendes Abenteuer, das mich vor allem mit seiner atmosphärischen Kulisse und der neugierigen, mutigen Protagonistin überzeugt hat. Irida ist keine Heldin, die blindlings losstürmt. Sie denkt nach, zweifelt, wägt ab. Genau das macht sie greifbar und sympathisch. Ihre Entschlossenheit, das Geheimnis der Ruine zu entschlüsseln, wirkt nie überzogen, sondern ehrlich erarbeitet.

Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Rätsel, leiser Spannung und dieser unterschwelligen Magie, die sich nach und nach entfaltet. Die Geschichte lebt nicht von reiner Action, sondern von Entdeckungen. Man spürt beim Lesen dieses vorsichtige Vortasten in eine Welt, die größer ist, als sie zunächst scheint. Die Ruine selbst ist dabei mehr als nur ein Schauplatz. Sie wirkt fast wie ein eigener Charakter, voller Geschichte und verborgener Hinweise.

Sprachlich ist das Buch angenehm flüssig geschrieben und eignet sich gut für jüngere Leserinnen und Leser, ohne dabei banal zu wirken. Manche Wendungen waren für mich leicht vorhersehbar, dennoch hat mich die Grundidee getragen. Es ist eine Geschichte über Mut, Neugier und den Willen, hinter die Oberfläche zu blicken.

Ein atmosphärisches Abenteuer mit Herz, das Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Ein gelungener Einstieg mit viel Potenzial für die Fortsetzung.

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel
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„Der goldene Schlüssel“ eröffnet die Reihe um Cassandra Morgan mit einer klassisch anmutenden, märchenhaft durchwirkten Fantasy-Atmosphäre. Skye McKenna entwickelt eine Geschichte, die sich deutlich an ...

„Der goldene Schlüssel“ eröffnet die Reihe um Cassandra Morgan mit einer klassisch anmutenden, märchenhaft durchwirkten Fantasy-Atmosphäre. Skye McKenna entwickelt eine Geschichte, die sich deutlich an britischer Erzähltradition orientiert. Geheimnisvolle Artefakte, verborgene Welten und eine Protagonistin, die wider Willen in ein größeres Schicksal hineingezogen wird. Der namensgebende Schlüssel fungiert dabei nicht nur als magisches Objekt, sondern als narrativer Katalysator. Er öffnet buchstäblich und symbolisch Türen in eine andere Realität.

Cassandra ist eine Figur mit Entwicklungspotenzial: neugierig, mutig, stellenweise noch impulsiv, aber glaubwürdig in ihrer Unsicherheit. Besonders gelungen ist die schrittweise Enthüllung der fantastischen Elemente. Die Autorin setzt weniger auf spektakuläre Action als auf Atmosphäre, Rätsel und Entdeckung. Das Tempo ist moderat, was jüngeren Leserinnen und Lesern Raum gibt, die Welt gemeinsam mit der Protagonistin zu erkunden.

Die Illustrationen von Viktoria Gavrilenko ergänzen den Text sehr stimmig. Sie greifen den märchenhaften Ton auf, verleihen Figuren und Schauplätzen visuelle Tiefe und unterstützen die immersive Wirkung des Buches. Gerade für die Zielgruppe im mittleren Lesealter erhöhen sie die Zugänglichkeit und ästhetische Qualität deutlich.

Insgesamt ist „Der goldene Schlüssel“ ein atmosphärischer Auftaktband mit klarer Zielgruppenorientierung, starkem Worldbuilding-Ansatz und klassischem Fantasy-Flair. Wer geheimnisvolle Internatssettings, magische Gegenstände und eine behutsam wachsende Heldin schätzt, wird hier fündig.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Magisch, spannend und perfekt für gemeinsame Lesemomente

Lucia 1. Flüsterin der Flammen
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„Lucia – Flüsterin der Flammen“ habe ich gemeinsam mit meiner Nichte gelesen und genau dadurch war es für mich etwas ganz Besonderes. Dieses Buch lebt von seiner Magie, aber noch mehr von den Momenten, ...

„Lucia – Flüsterin der Flammen“ habe ich gemeinsam mit meiner Nichte gelesen und genau dadurch war es für mich etwas ganz Besonderes. Dieses Buch lebt von seiner Magie, aber noch mehr von den Momenten, die beim gemeinsamen Lesen entstehen: Staunen, Mitfiebern, Fragen stellen, weiterblättern wollen.

Lucia ist eine starke, mutige Figur, ohne übertrieben perfekt zu sein. Ihre Verbindung zu den Flammen wirkt nicht einfach wie ein cooles Extra, sondern wie etwas, das Verantwortung mit sich bringt. Gerade das fand ich schön. Es geht nicht nur um Kräfte, sondern darum, sie zu verstehen und richtig einzusetzen.

Die Geschichte ist spannend genug, um Kinder wirklich zu fesseln, bleibt aber gleichzeitig zugänglich. Es gibt Abenteuer, Gefahr und emotionale Momente, aber nichts wirkt unnötig düster. Beim Vorlesen haben wir oft Pausen gemacht, um über Entscheidungen oder Gefühle zu sprechen und genau das zeigt für mich, wie gut das Buch funktioniert.

Die Sprache ist klar, bildhaft und lebendig. Man kann sich die Szenen gut vorstellen, was das gemeinsame Lesen noch intensiver macht.

Für mich ist „Lucia – Flüsterin der Flammen“ nicht nur eine schöne Fantasygeschichte, sondern auch eine tolle Erfahrung zum Teilen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Dunkel, wild, naturverbunden

Dire Bound
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„Dire Bound“ hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre bekommen. Schon das Cover macht klar, wohin die Reise geht. Es ist dunkel, wild, naturverbunden. Keine weichgezeichnete Romantasy, sondern eine Geschichte ...

„Dire Bound“ hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre bekommen. Schon das Cover macht klar, wohin die Reise geht. Es ist dunkel, wild, naturverbunden. Keine weichgezeichnete Romantasy, sondern eine Geschichte mit Kanten. Genau das zieht sich auch durch den Roman.

Die Welt wirkt rau und teilweise unbarmherzig. Machtstrukturen, Loyalität, Instinkt, vieles ist hier von einer fast archaischen Energie geprägt. Besonders gelungen finde ich, dass die Bedrohung nicht ständig laut inszeniert wird. Sie liegt unterschwellig über der Handlung, was die Spannung konstant hält. Man merkt schnell, dass es hier nicht nur um äußere Konflikte geht, sondern auch um Identität und Zugehörigkeit.

Die Hauptfigur ist kein naives Mädchen, das zufällig in ein Abenteuer stolpert, sondern bringt innere Stärke und Widerstandskraft mit. Das mochte ich sehr. Gleichzeitig hätte ich mir stellenweise noch etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht. Manche Beziehungen entwickeln sich relativ schnell, wo ich gern noch mehr langsame Intensität gehabt hätte.

Trotzdem funktioniert „Dire Bound“ insgesamt gut. Es ist ein stimmiges Worldbuilding, eine konsequent düstere Stimmung und genug Dynamik, um dranzubleiben. Es ist ein Buch, das nicht durch übermäßige Effekthascherei überzeugt, sondern durch Atmosphäre und ein solides Fundament.

4 von 5 Sternen, stark im Setting und in der Grundspannung, aber mit Potenzial nach oben bei der emotionalen Ausarbeitung.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Intelligent, beklemmend und absolut zeitgemäß.

Happy Head
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„HappyHead“ hat mich auf eine Weise überrascht, wie es nur wenige Jugend-Dystopien schaffen. Die Grundidee wirkt im ersten Moment fast erschreckend simpel: Glück als Pflicht. Doch genau darin liegt die ...

„HappyHead“ hat mich auf eine Weise überrascht, wie es nur wenige Jugend-Dystopien schaffen. Die Grundidee wirkt im ersten Moment fast erschreckend simpel: Glück als Pflicht. Doch genau darin liegt die perfide Stärke dieses Romans. Josh Silver erschafft eine Welt, in der psychische Optimierung nicht als Zwang verkauft wird – sondern als Privileg. Und das ist beunruhigend realistisch.

Der Schreibstil ist direkt, schnell, nah an der Hauptfigur. Man spürt förmlich den inneren Druck, funktionieren zu müssen. Die Atmosphäre ist dicht, teilweise klaustrophobisch, ohne dabei überladen zu wirken. Besonders gelungen finde ich, wie subtil die Manipulationen aufgebaut sind. Es ist kein plakativer „böser Staat“, sondern ein System, das vorgibt, nur das Beste zu wollen. Genau das macht es so intensiv.

Emotional hat mich das Buch vor allem durch die leisen Momente getroffen – die Zweifel, das Hinterfragen, das langsame Erkennen. Für ein Jugendbuch ist die Thematik erstaunlich tiefgehend und gesellschaftskritisch. Themen wie mentale Gesundheit, Leistungsdruck und Identität werden nicht oberflächlich angerissen, sondern konsequent durchdacht.

Für Leser*innen, die Dystopien mit psychologischer Komponente mögen, ist „HappyHead“ eine klare Empfehlung. Intelligent, beklemmend und absolut zeitgemäß.

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