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Veröffentlicht am 26.07.2022

Kurzer und intensiver Roman

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Die Geschichte wird aus Sicht von Kayleigh in Form eines Schreiben an einen Anwalt erzählt.

Laut Titel und Klappentext geht es in dem Buch um die Arbeitsbedingungen bei HEXA und was diese Arbeit bei ...

Die Geschichte wird aus Sicht von Kayleigh in Form eines Schreiben an einen Anwalt erzählt.

Laut Titel und Klappentext geht es in dem Buch um die Arbeitsbedingungen bei HEXA und was diese Arbeit bei den Mitarbeitern psychisch anrichtet. Jedoch rutscht meiner Meinung nach die Geschichte immer mehr bzw. zu sehr ins Privatleben von Kayleigh ab und am Ende ist der Bezug zu dem Schreiben an den Rechtsanwalt irgendwie nicht mehr zu finden. Ausserdem ist das Ende einfach viel zu abrupt und unabgeschlossen. Ich verstehe die Intention der Autorin dahingehend schon, dass sie vieles den Interpretationen des Lesers überlässt, aber für meinen Geschmack war das zu viel des Guten. Vielleicht ist auch die alleinige Sichtweise der Protagonistin Kayleigh nicht ausreichend, sondern es hätte dem Buch mehr genützt, wenn zum Beispiel noch aus Sicht einer weiteren Person wie Sigrid die Dinge dargestellt worden wären. Auch ist der Schreibstil sehr aggressiv und stellenweise krass, was wiederum nicht jedermanns Sache ist. Ich hab nicht gezählt, wie oft das Wort masturbieren in dem Buch vorkommt. Aber es war sehr oft.

Fazit: Ein kurzer, intensiver Roman, der auch etwas länger nachhallt. Jedoch wurden meine Erwartungen nicht wirklich erfüllt.

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Veröffentlicht am 21.07.2022

Giftmischende Apothekerin

Die versteckte Apotheke
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Zuallererst muss ich das wirklich wunderschöne Cover erwähnen. Es sieht sehr edel aus und die Apothekerflasche ist perfekt gewählt.

In dem Buch gibt es zwei Handlungsstränge. Zum einen befinden wir uns ...

Zuallererst muss ich das wirklich wunderschöne Cover erwähnen. Es sieht sehr edel aus und die Apothekerflasche ist perfekt gewählt.

In dem Buch gibt es zwei Handlungsstränge. Zum einen befinden wir uns im Jahre 1791 in London: Nella betreibt seit dem Tod ihrer Mutter deren Apotheke weiter. Seit einer schicksalhafte Wendung in ihrem Leben verrichtet sie ihre Abreit mehr denn je im Verborgenen, denn sie bietet nunmehr auch tödliche Arzneien für Frauen in Not an.

London in der Gegenwart: Caroline tritt die Reise nach London anlässlich ihres 10. Hochzeitstages allein an, nachdem sie von der Affäre ihres Mannes erfährt. Dabei schließt sie sich einer Mudlarking-Gruppe an, die Schätze im Schlamm der Themse suchen. Caroline findet ein kleines Apothekerfläschen mit einem Bärenmotiv drauf und um sich von ihren Eheproblemen abzulenken, möchte sie mehr über dieses Fundstück herausfinden.

Die zweistrangige Handlung wird im Wechsel von den Hauptprotagonistinnen in der Ich-Form erzählt.  Die Geschichte in der Vergangenheit wird dabei sogar aus Sicht von 2 Personen wiedergegeben. Die Erzählweise hat mir dabei sehr gut gefallen. Der Text liest sich sehr flüssig und bildlich. Die Handlung in der Vergangenheit hat mir im Vergleich besser gefallen, denn Caroline blieb mir letztlich etwas oberflächlich und vage. Im London des Jahres 1791 geht die Geschichte mehr in die Tiefe und ist vielschichtiger.

Ich hätte mir von dem Buch eigentlich mehr Spannung erwartet. Die erste Hälfte war zwar interessant, aber besonders in der Gegenwart nicht sehr fesselnd.  Wirklich Spannung kam erst nach mehr als der Hälfte auf und hielt dann aber glücklicherweise bis zum Ende des Buches an.

Fazit: Interessanter Roman, der auf zwei verschiedenen Zeitschienen erzählt wird. Leider machen die fehlende Spannung in der ersten Buchhälfte und die etwas vagen Figurenausarbeitungen dieses Buch nicht zu einem Highlight. Eine Leseempfehlung spreche ich trotzdem gerne aus.

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Tolles Vorlesebuch über die Vielfalt von Familien

So sind Familien
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"So sind Familie" ist ein 128 Seiten umfassendes Vorlesebuch mit insgesamt  14 Geschichten über sehr unterschiedliche Familien. Wir haben das Buch abends als Gute-Nacht-Geschichten gelesen und dabei jeweils ...

"So sind Familie" ist ein 128 Seiten umfassendes Vorlesebuch mit insgesamt  14 Geschichten über sehr unterschiedliche Familien. Wir haben das Buch abends als Gute-Nacht-Geschichten gelesen und dabei jeweils 1-2 Erzählungen je Abend geschafft. Zu Beginn jeder Geschichte gibt es ein beschriftetes Bild mit allen zur Familie zugehörigen Mitglieder und auch zwischendurch sind immer mal wieder ein paar Bilder zu finden. Der Textanteil überwiegt hier jedoch deutlich.

In dem Buch wird schön und anschaulich die Diversität der Familienformen dargestellt: Mama und Papa, getrennte Eltern, 2 Mamas oder 2 Papas, Alleinerziehende, kleine und grosse Familien, Familien mit ausländischen Wurzel, etc. Auch werden Behinderungen und Beeinträchtigungen wie zum Beispiel ein Rollstuhl, Hörgerät, Beinprothese oder Gipsbein als etwas Alltägliches dargestellt, ohne in der Geschichte darauf nochmal einzugehen. Man entdeckt es nur auf den Bildern und dies gibt ebenso einen schönen Anreiz, um darüber mit dem Kind zu reden.

Fazit: Ein schönes Vorlesebuch über meist alltägliche Geschichten der verschiedenen Familien. Mit dem Carlsen Verlag kann man eigentlich nichts falsch machen. Klare Vor-/Leseempfehlung von uns!

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Superhelden haben keine Angst

SamSam Band 1
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SamSam lebt mit seinen Eltern auf dem SamPlaneten und als Superhelden kümmern sie sich um allerlei Probleme. Aber SamSam hat auch ganz alltägliche Freuden und Sorgen. Am Tag geht er mit SamTeddy spielen, ...

SamSam lebt mit seinen Eltern auf dem SamPlaneten und als Superhelden kümmern sie sich um allerlei Probleme. Aber SamSam hat auch ganz alltägliche Freuden und Sorgen. Am Tag geht er mit SamTeddy spielen, macht Ausflüge oder Unsinn und nachts begegnen ihn zum Beispiel Traummonster. Aber als kleiner Superheld hat er keinerlei Angst.

Das Buch ist so aufgebaut, dass sich auf jeder Doppelseite eine Kurzgeschichte in Form eines Comics mit jeweils 12 Bildern befindet. Der Text ist dabei leicht und verständlich. Im Verhältnis zu den Bildern ist der Textanteil eher gering, was ja das Typische von Comics ist.

Ich finde es etwas schade, dass die einzelnen Geschichten nicht wirklich aufeinander aufbauen oder einer Chronologie folgen. Jede Geschichte steht somit für sich allein. Dabei kommen jedoch Wiederholungen im Text vor bzw. einige Erzählungen ähneln sich stark. Insgesamt sind es nur 20 Geschichten und somit war das Buch schnell durchgelesen und angeschaut.

Ich habe das Buch mit meinem fast 7-jährigen Kind gelesen. Ich würde denken, dass das Buch nicht unbedingt schon für Kinder ab 5 Jahre geeignet ist, da die Pointe bzw. die Botschaft der einzelnen Geschichten in dem Alter oftmals noch nicht ganz erfasst und verstanden werden kann. Ich kenne weder die Fernsehserien noch den Film von SamSam. Daher kann ich dahingehend leider keinen Vergleich bzw. keine Beurteilung vornehmen.

Fazit: Ein Buch voller Comic-Geschichten mit wenig Text und vielen Bildern zum Betrachten. Wir hatten einen schönen Lesenachmittag, doch letzten Endes blieb es unspektakulär. Ich würde es als guten Einstieg für Comic-Fans empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.07.2022

Toller Fotoband mit einer Geschichte drumherum

Gwendolin
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Dieses Buch ist nicht nur für Kinder gedacht, sondern auch ein schöner Fotoband für alle Altersgruppen. Die Nahaufnahmen der Tiere sind wirklich gut gelungen, interessant und sehenswert.

Das Vorwort ...

Dieses Buch ist nicht nur für Kinder gedacht, sondern auch ein schöner Fotoband für alle Altersgruppen. Die Nahaufnahmen der Tiere sind wirklich gut gelungen, interessant und sehenswert.

Das Vorwort des Autors liest sich bereits wie eine kleine Geschichte und erzählt davon, wie es zu dem Buch kam. Der Autor möchte damit den Kindern den Kosmos der Insekten näherbringen. Schön ist auch, dass es am Ende des Buches noch einige Erläuterungen zu ein paar von den im Buch beschriebenen Insekten gibt.

Der Autor ist Schweizer und daher gibt es in dem Buch neben dem Wort Heugümper auch noch andere schweizerdeutsche Begriffe zu finden wie Pfüdi, Schnüggel, Luusmeitli und Speuz, die der Geschichte einen charmanten Ton verleihen. Teilweise haben wir diese Wörter gegoogelt. Die Idee, dass man dazu kleine Fußnoten schreiben könnte, würde ich unterstützen.
Es war jetzt aber nur halb so schlimm und aus der Geschichte heraus hab ich meist schon die richtige Übersetzung erahnt.

Die Idee, um eine Fotoserien herum eine Geschichte zu erzählen, finde ich sehr toll.
Mir ist als Vorlesende jedoch aufgefallen, dass die Geschichte nicht wirklich schlüssig aufeinander aufbaut. Zum Beispiel auf Seite 38, als ein grosser blauer Vogel vorbei fliegt und so Gwendolin vor der Eidechse rettet. Schön wäre hier gewesen, wenn auf der Folgeseite auch der Vogel abgebildet gewesen wäre. Ausserdem finde ich manchmal, dass die vermenschlichten Tiere zueinander netter hätten sein können.

Das Buch sieht sehr hochwertig aus, nur riecht es zwischen den Seiten lange ziemlich stark. Ich hoffe, dass lässt mit der Zeit noch etwas nach.

Fazit: Das Buch "Die Abenteuer des Heugümpers Gwendolin" ist eine tolle Fotoserie von Insekten mit einer dazu passend ausgedachten Geschichte für Kinder ab 3 Jahre, aber eigentlich kann das Buch für alle Altersgruppen empfohlen werden.

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