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Veröffentlicht am 07.02.2026

Herausforderungen, Herz und nordisches Wetterchaos

Der kleine Pferdehof am Deich - Gegen den Sturm
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Der kleine Pferdehof am Deich – Gegen den Sturm setzt die Geschichte von Lara und André fort – diesmal mit mehr Herausforderungen, Herz und nordischem Wetterchaos. Nach ihren ersten gemeinsamen Schritten ...

Der kleine Pferdehof am Deich – Gegen den Sturm setzt die Geschichte von Lara und André fort – diesmal mit mehr Herausforderungen, Herz und nordischem Wetterchaos. Nach ihren ersten gemeinsamen Schritten als Hofbesitzer stehen sie nicht nur finanziell, sondern auch emotional vor der nächsten großen Prüfung. Ein Investor und wachsende Zweifel drohen ihren Traum vom Pferdehof an der Nordsee ins Wanken zu bringen, und ein Filmprojekt zur Rettung des Hofs bringt zusätzliche Spannungen in ihre Beziehung.

Was diesen zweiten Band besonders macht, ist seine Warmherzigkeit und Bodenständigkeit. Susanne Ziegert schreibt flüssig und authentisch, mit einem Blick für die Details des Hofalltags und den Umgang mit Pferden, die hier mehr als nur Nebenfiguren sind – sie prägen Atmosphäre und Emotionen gleichermaßen. Der Küstenwind weht durchs Textbild und lädt ein, die salzige Luft selbst zu spüren.

Lara und André wirken als Paar nahbar und verletzlich: Sie wachsen an ihren Konflikten, machen Fehler, schreiten aber auch gemeinsam voran. Die Geschichte ist weniger ein Action-Roman als vielmehr eine Gefühlsgeschichte über Verantwortung, Gemeinschaft und das Ringen um einen gemeinsamen Traum, der genauso stürmisch sein kann wie das Wetter am Deich.

Sprachlich und strukturell ist der Roman leicht lesbar und eignet sich hervorragend als Wohlfühllektüre mit Tiefgang: Er hört nicht bei der romantischen Beziehung auf, sondern greift auch Themen wie Lebensziele, Vertrauen, Verlust und Neubeginn auf.

Fazit: Eine atmosphärische, emotionale Geschichte mit Pferden, Wind und Herz – ideal für alle, die bodenständige, gefühlvolle Romane mit nordischem Flair mögen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Gefühlvolle Hockey-Romance mit starker Chemie und hohem Spaßfaktor

Shameless Puckboy
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Shameless Puckboy ist eine hockey-Romance, die Humor, Hitze und Herzensmomente kombiniert. Im Mittelpunkt stehen Oskar Voyjik, ein NHL-Star, der mit seinem lauten Party-Image regelmäßig Schlagzeilen macht, ...

Shameless Puckboy ist eine hockey-Romance, die Humor, Hitze und Herzensmomente kombiniert. Im Mittelpunkt stehen Oskar Voyjik, ein NHL-Star, der mit seinem lauten Party-Image regelmäßig Schlagzeilen macht, und Lane Pierce, der neue PR-Manager, der ihn aus Ärger und Fettnäpfchen heraushalten soll.

Der Roman lebt von starken Gegensätzen: Oskars ungezügelte Lebensfreude versus Lanes professioneller Ernst, öffentliche Eskapaden versus private Verletzlichkeit. Aus diesem Spannungsfeld entsteht ein funkelndes Knistern, das schnell mehr wird als nur berufliche Verstrickung.

Was mir besonders gut gefallen hat:

Charakterdynamik – Oskar ist laut, wild und provokativ, aber hinter der Fassade steckt eine überraschend zarte Verletzlichkeit. Lane dagegen ist bodenständig, konsequent … und gerade deshalb eine starke Ergänzung zu ihm. Chemie – die Balance aus Witz, Reibung und emotionalem Wachstum macht die Beziehung überzeugend, selbst wenn sie manchmal stereotyp beginnt. Atmosphäre – die Mischung aus Sportwelt, Tabloid-Chaos und queerer Community verleiht der Geschichte Leichtigkeit und Wärme.

Kritisch betrachtet bleibt die Handlung stellenweise formelhaft und vorhersehbar, und Oskars Exzentrik polarisierte mich – für manche mag sie charmant frech sein, für andere zu übertrieben.

Fazit: Eine unterhaltsame, heiße Hockey-Romance mit viel Herz, starken Figuren und genug Humor, um auch konventionelle Tropen frisch wirken zu lassen. Perfekt für alle, die Contemporary-Romance mit sportlichem Setting und queerem Fokus mögen, auch wenn sie kein episches Drama erwarten.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Starke, atmosphärische Fantasygeschichte, mit viel emotionaler Tiefe und Originalität

Tale of Sun and Night (Tale of Sun and Night 1)
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Tale of Sun and Night ist nicht nur außergewöhnlich schön gestaltet, sondern überzeugt auch durch eine starke, atmosphärische Fantasygeschichte, mit viel emotionaler Tiefe und Originalität. Licht und Dunkelheit ...

Tale of Sun and Night ist nicht nur außergewöhnlich schön gestaltet, sondern überzeugt auch durch eine starke, atmosphärische Fantasygeschichte, mit viel emotionaler Tiefe und Originalität. Licht und Dunkelheit sind hier nicht nur Motive, sondern tragende Elemente der gesamten Erzählung.

Besonders hervorzuheben ist das außergewöhnlich originelle Magiesystem, das sich spürbar von klassischen Fantasykonzepten abhebt. Magie wirkt in dieser Welt nicht wie ein bloßes Werkzeug, sondern wie ein natürlicher Bestandteil des Seins. Eng verknüpft mit inneren Zuständen, Entscheidungen und Konsequenzen. Dadurch fühlt sie sich nicht beliebig oder übermächtig an, sondern konsequent, begrenzt und bedeutungsvoll.

Die Figuren stehen klar im Mittelpunkt. Ihre emotionale Entwicklung ist ruhig, glaubwürdig und frei von unnötiger Dramatisierung. Gefühle werden nicht erklärt, sondern entstehen zwischen den Zeilen. Gerade in Kombination mit dem Magiesystem verstärkt das die Tiefe der Charaktere. Magie wird hier nicht nur angewendet, sondern erlebt, und fordert ihren Preis.

Auch der Weltenbau bleibt bewusst reduziert und intim. Statt epischer Schauplätze liegt der Fokus auf dem Innenleben der Protagonistin. Das verleiht der Geschichte eine fast meditative Qualität, die Raum lässt zum Mitfühlen und Nachdenken. Wer schnelle Plot-Twists sucht, wird hier vielleicht nicht fündig, wer emotionale Dichte und Substanz schätzt, dafür umso mehr.

Sprachlich ist der Roman klar und flüssig, stellenweise poetisch, ohne sich zu verlieren. Die Symbolik von Sonne und Nacht zieht sich konsequent durch Handlung, Magie und Charakterentwicklung und unterstreicht die zentrale Aussage: dass Licht ohne Dunkelheit keine Bedeutung hat und umgekehrt.

Tale of Sun and Night ist kein Buch für nebenbei. Es ist eine Geschichte für Leser:innen, die sich auf leise Fantasy, ein durchdachtes Magiesystem und emotionale Tiefe einlassen möchten. Wer Charakterentwicklung, Atmosphäre und Originalität über Tempo stellt, wird hier eine besondere Lektüre finden.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Düstere Romantasy mit Piraten-Setting

Nightweaver
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Nightweaver ist düstere Romantasy mit starkem Piraten-Setting, gefährlicher Magie und einer Romance, die bewusst auf slow burn setzt. Die Geschichte folgt Aster, die nach einem einschneidenden Verlust ...

Nightweaver ist düstere Romantasy mit starkem Piraten-Setting, gefährlicher Magie und einer Romance, die bewusst auf slow burn setzt. Die Geschichte folgt Aster, die nach einem einschneidenden Verlust aus ihrem bisherigen Leben gerissen wird und sich in einer Welt wiederfindet, in der Macht, Monster und Moral eng miteinander verwoben sind. Die sogenannten Nightweaver sind dabei keine simplen Antagonisten, sondern Teil eines komplexeren, bedrohlichen Systems.

Besonders gelungen ist die Atmosphäre: salzige Seeluft trifft auf gothic-düstere Schauplätze, was dem Buch einen eigenen Ton verleiht. Aster überzeugt als Protagonistin, weil sie weder naiv noch überzeichnet stark ist. Sie handelt aus Loyalität, Schmerz und Trotz heraus, was ihre Entscheidungen nachvollziehbar macht. Die Romance lebt weniger von schnellen Gefühlen als von Spannung, Misstrauen und emotionaler Reibung; Fans von Enemies to Lovers und morally grey Love Interests kommen hier klar auf ihre Kosten.

Kritisch anzumerken ist das Erzähltempo: Mit rund 500 Seiten nimmt sich die Geschichte viel Raum, vor allem im Mittelteil.

Fazit: Nightweaver ist ein starker Auftakt mit Sog, Atmosphäre und emotionalem Potenzial, der nicht perfekt, aber sehr wirkungsvoll ist – besonders für Leser:innen, die gern tief in eine Welt eintauchen.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Science-Fantasy-Dystopie mit Herz und Hoffnung.

Das Monarchfalterkind
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Das Monarchfalterkind von Carlotta Schmitt ist eine düstere, aufgeladene Science-Fantasy-Dystopie mit Herz und Hoffnung.

In einer verwüsteten Welt versuchen Menschen, den Planeten zu heilen und experimentieren ...

Das Monarchfalterkind von Carlotta Schmitt ist eine düstere, aufgeladene Science-Fantasy-Dystopie mit Herz und Hoffnung.

In einer verwüsteten Welt versuchen Menschen, den Planeten zu heilen und experimentieren am eigenen Sein. Camille, durch eine genetische Verbindung mit einem Monarchfalter zu etwas Neuem geworden, trägt die Sehnsucht nach Versöhnung in sich. Doch als Liebe und Verlust sie in den Strudel von Macht, Konzernen und moralischer Grauzone reißen, wird ihr klar: Hoffnung ist kein Geschenk, sondern ein Kampf.

Ich mochte:
🔥 originelle Mischung aus Dystopie, New Adult und romantischer Spannung
🔥 starke emotionale Prämisse: Heilen als moralischer Konflikt
🔥 persönliches Wachstum zwischen Liebe und Verantwortung

Teilweise wirken bekannte Genre-Elemente vertraut, die Tiefe einzelner Ideen hätte stellenweise mehr Raum vertragen können.

Fazit: Für dich, wenn du intensives Setting + emotionalen Kampf + Hoffnung trotz Ruinen willst. Die Geschichte bleibt im Kopf – wie Flügelschlag und Widerstand zugleich.

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