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Veröffentlicht am 12.06.2021

Plan B für Leonie

New Chances
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Ich habe schon zwei Bücher von Julia Hanel gelesen, und war beide Mal extrem begeistert von ihrem Schreibstil, aber auch von der Kreativität der Plotlines und der Entwicklung der Liebesgeschichten, die ...

Ich habe schon zwei Bücher von Julia Hanel gelesen, und war beide Mal extrem begeistert von ihrem Schreibstil, aber auch von der Kreativität der Plotlines und der Entwicklung der Liebesgeschichten, die nicht schablonenhaft waren.

Als ich erfuhr, dass sie auch hinter dem Pseudonym Lilly Lucas steckt, wollte ich auch diese gern lesen. "New Chances" ist zwar bereits den 5. Band einer Serie, das tut dem Verständnis allerdings überhaupt keinen Abbruch. Man weiß dann zwar auch, welche Liebespaare sich in den vorherigen Bänden ergeben haben - aber seien wir mal ehrlich, das weiß man auch so nachdem man auch nur den Klappentext des jeweiligen Buches gelesen hat.

Hier geht es also um die Deutsche Leonie, die ein Praktikum in einer amerikanischen Brauerei machen wollte. Als ihr großer Traum ganz plötzlich verpufft, bietet ein Job als Nanny ihr immerhin die Möglichkeit, noch eine Weile legal im Land zu bleiben und eventuell irgendwo anders eine neue Stelle zu ergattern. Also nimmt sie dieses Angebot an - auch wenn sie nicht weiß, wie sie damit klar kommen soll Tür an Tür mit dem attraktiven Sam zu wohnen.

Der Plot an sich ist typisch für Kleinstadt-New Adult-Novels heutzutage würde ich sagen, da geht Lucas keine Experimente ein sondern greift auf ihre etablierte Kleinstadt zurück. Allerdings macht sich in der Entwicklung der Liebesgeschichte wirklich Hanels / Lucas' Talent bemerkbar, denn diese ist für mich absolut authentisch beschrieben worden. Zudem verzichtet Lilly Lucas auf nervige innere Monologe, die wieder und wieder die innere Zerrissenheit der Protagonisten durchkauen. Das ist nämlich einer der Punkte, der mich in der Vergangenheit an New Adult Büchern regelmäßig genervt hat. Sie verzichtet sogar komplett auf das in diesem Genre so beliebten Stilmittel der zwei Perspektiven und beschränkt sich komplett auf Leonies Blickwinkel. Der ist völlig ausreichend.

Ich habe "New Chances" als Hörbuch gehört. Dabei fiel mir bald auf, dass die Sprecherin nicht nur in entsprechenden Dialogen, in denen es vielleicht gut gepasst hätte, sondern durchgängig eine sehr langsame Sprechweise hatte, und vor allem unnötige Pausen mitten in den Sätzen einlegte. Klar soll man eine gute Intonation haben und Pausen erzielen auch einen dramatischen Effekt. Aber wenn man das nach jedem 3. Wort tut (nein, ich übertreibe nicht), dann nutzt es sich ab. Vor allem aber wirkt dadurch alles von Leonie als Ich-Erzählerin entweder schüchtern-zögerlich oder lasziv, die stimmliche Entsprechung des Schlafzimmer-Blicks quasi. So habe ich bei diesem Hörbuch das erste Mal von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Vorlese-Geschwindigkeit zu erhöhen.

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Veröffentlicht am 10.06.2021

Mit Mut + Power in den neuen Lebensabschnitt

Der Sommer hat doch Meer zu bieten
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Ausgesucht hatte ich mir dieses Buch vor allem, weil es auf dem Darß spielt (wo auch ich ein paar Sommerurlaube in meiner Kindheit und Jugend verbracht habe), und weil die Sache mit den Pralinen sehr nett ...

Ausgesucht hatte ich mir dieses Buch vor allem, weil es auf dem Darß spielt (wo auch ich ein paar Sommerurlaube in meiner Kindheit und Jugend verbracht habe), und weil die Sache mit den Pralinen sehr nett klang. Gefallen hat mir am Ende am besten aber die Protagonistin Julia.

Die erwischt ihren beruflich sehr erfolgreichen - und deshalb kaum zu Hause anwesenden - Mann Hannes inflagranti mit der Praktikantin, die es sich auch schon richtig gemütlich gemacht hat in ihrem Penthouse in der Stadt. In das Penthouse, in das Julia eigentlich zusammen mit ihrem Mann ziehen wollte, sobald Tochter Nele wegen eines Studiums eh das häusliche Nest verlässt. Aber nun - aus der Traum! Da muss wohl ein neuer her.

Doch Julia ist kein 'graues Hausmütterchen', das jetzt erstmal lernen muss, Selbstbewusstsein und Wertschätzung der eigenen Person gegenüber zu haben. Nein, sie ist von Anfang an stark, weiß was sie will und was zu tun ist um das zu erreichen. Ich finde es gut, dass das Autorenehepaar, das hinter Barbara Erlenkamp steckt, uns hier nicht das Klischee vom kleinen häßlichen Entlein präsentiert haben sondern gleich den stolzen Schwan.

Trotzdem läuft natürlich auch bei Julia nicht gleich alles rund, besonders mit Tochter Nele, die sich heftig in der Pubertät befindet, gibt es ordentlich Ärger. Was sich dann so alles entwickelt habe ich sehr gern verfolgt - und dabei ständig Appetit auf die so köstlich beschriebenen Pralinen gehabt!

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Kindgerechte Übersicht

Alles, was wir wissen und was nicht
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Das, was ich in Christopher Lloyds "Einfach alles!" zu kritisieren hatte - nämlich dass es für Kinder und Jugendliche zu textlastig ist und mangels Zwischenüberschriften oder anderen Einteilungsmöglichkeiten ...

Das, was ich in Christopher Lloyds "Einfach alles!" zu kritisieren hatte - nämlich dass es für Kinder und Jugendliche zu textlastig ist und mangels Zwischenüberschriften oder anderen Einteilungsmöglichkeiten schwer als Nachschlagewerk zu nutzen ist - wurde in diesem Buch viel besser umgesetzt. Hier stehen fast schon die Bilder im Vordergrund, dazu gibt es informative aber prägnante Textboxen. Je eine Doppelseite ist einem Thema gewidmet, das mal sehr konkret ist wie zB "Dunkle Löcher" oder "Wildtiere in der Stadt" oder sehr umfangreich wie "Metalle" oder "Europa im Mittelalter". Dementsprechend mehr oder weniger detailliert sind dann auch die Informationen dazu.

Insofern sehe ich dieses Buch nicht als Ersatz zu "Einfach alles" an, zu dem man greifen kann wenn man nicht so viel lesen möchte, sondern als sehr wertvolle Erweiterung. Schon allein das Durchblättern und Entdecken vieler interessanter Fun Facts macht meinem Sohn unheimlich viel Spaß, und wenn er dann zu einem Thema mehr wissen möchte, wissen wir ja, wo wir dazu nachlesen können.
Der halbe Stern Abzug nur deshalb, weil ich persönlich sehr viel mehr an Geschichte interessiert bin als an Naturwissenschaften, und ersteres hier definitiv das Nachsehen hat gegenüber dem Zweiten.

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Oktonauten auf Umweltmission

Rick Nautilus - SOS aus der Tiefe
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Wer als Kleinkind die "Oktonauten" gern geschaut hat, der wird sicher auch an der Buchreihe "Rick Nautilus" seine Freude haben. Nicht nur erlebt man hier ein sehr spannendes Abenteuer (Rick und seine Freunde ...

Wer als Kleinkind die "Oktonauten" gern geschaut hat, der wird sicher auch an der Buchreihe "Rick Nautilus" seine Freude haben. Nicht nur erlebt man hier ein sehr spannendes Abenteuer (Rick und seine Freunde geraten sogar mehrmals in brenzlige Situationen!) sondern lernt auch etwas über die Meeresbewohner, vor allem über Quallen. Das hat meinem Sohn, der alles Wissen aufsaugt wie ein Schwamm, recht gut gefallen.

Mich hat das 'denkende' Verhalten dieser Quallenschwärme, und die Sache mit dem Krill, zunächst an den "Schwarm" von Frank Schätzing erinnert. Die zwei Bücher sind natürlich nicht miteinander vergleichbar, außer dass wir Menschen mit unserer Lebensweise erheblichen Einfluss auf die gesamte Umwelt nehmen, inklusive der Meere, und die Tiere dort immer mehr in Bedrängnis geraten und ums Überleben kämpfen müssen. Und das beinhaltet eben auch 'Angriffe' auf die Menschen.

Ganz so ernst ist es nun aber nicht in "Rick Nautilus", es ist immerhin ein Kinderbuch. In absolut altersgerechter (ab 8 Jahre) Sprache verfasst und vor allem auch mit sehr schönen Illustrationen versehen!

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Ich gebe diesem Buch dreieinhalb Sterne

Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?
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John Green hat zu Beginn seiner schriftstellerischen Laufbahn hunderte von Buchkritiken geschrieben. Dabei aber nie das Wort "Ich" verwendet. In diesem Buch voller Reviews bespricht er kein einziges Wort, ...

John Green hat zu Beginn seiner schriftstellerischen Laufbahn hunderte von Buchkritiken geschrieben. Dabei aber nie das Wort "Ich" verwendet. In diesem Buch voller Reviews bespricht er kein einziges Wort, erzählt aber stattdessen sehr viele Anekdoten aus seinem persönlichen Leben. Was das Buch auch unterhaltsam macht.
Dazwischen gibt es dennoch immer wieder Kapitel, in denen es keine Gelegenheit zu persönlichen Anmerkungen gab. Doch auch davon fand ich einige äußerst interessant - z.B. das über die Entstehung der modernen Supermärkte wie wir sie heute kennen. Andere widerum wie die über die Hot Dogs weckten nicht wirklich mein Interesse.

Wenn man Spass hat an Fun Facts und unnützem Wissen zu kuriosen und scheinbar willkürlichen Themen, und noch dazu den Schriftsteller John Green besser kennenlernen will, dann hat man sicher seine Freude seinem ersten Sachbuch. Und man 'lernt', dass man anscheinend wirklich alles bewerten kann, sogar den scheinbar langweiligen Rasen vor dem eigenen Haus oder die QWERT-Tastatur. Ich beschränke mich lieber nur auf Bücher, alles andere wäre auch viel zu zeitraubend. Denn John Green hat nicht einfach nur einen Text runtergeschrieben (bzw. ursprünglich für seinen Podcast entwickelt), sondern tatsächlich zu jedem Thema recherchiert. Soll ja alles auch Hand und Fuss haben.

Mir haben wie gesagt die autobiografischen Details gefallen, und fand auch manche der Dinge oder Themen informativ. Insgesamt waren es mir aber zu wenige 'Highlights' für eine bessere Bewertung als 3,5 Sterne.

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