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Veröffentlicht am 15.12.2024

Jahreshighlight - Academy trifft Gestaltenwandler und Magie

Shifter Island - Die Akademie der Wölfe
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Shifter Island - Die Akademie der Wölfe von Leia Stone und Raye Wagner
Nai lebt mit ihrem Rudel, dem Crescent-Rudel, im Exil, der Menschenwelt. Als sie überraschend ein Jahr zu früh ihre Einladung in die ...

Shifter Island - Die Akademie der Wölfe von Leia Stone und Raye Wagner
Nai lebt mit ihrem Rudel, dem Crescent-Rudel, im Exil, der Menschenwelt. Als sie überraschend ein Jahr zu früh ihre Einladung in die Akademie bekommt, die alle Alphas besuchen müssen, wird sie direkt mit Großaufgebot abgeholt - nämlich von ihren Feinden vom Midnight-Rudel, den vier Brüdern, die sie so überhaupt nicht leiden kann.
Auf der Insel, auf der die Akademie liegt, gibt es dann die nächste Überraschung: Eigentlich hätte Nai dieses Jahr noch gar nicht auf die Akademie kommen sollen. Die Einladung stammte nicht vom König und der ist alles andere als begeistert über Nais Anwesenheit. Nai erfährt viel Abneigung und muss einiges durchmachen, da ihr Clan verbannt worden ist und ihr Ansehen daher sehr niedrig ist. Neben ihr gibt es nur noch ihren Cousin, der selbst allerdings plant, das Rudel zu übernehmen und ihr daher alles andere als eine große Hilfe ist. Unterstützung bekommt sie aber dennoch von einer neuen Freundin und ihrem Seelengefährten, den sie auf einem Maskenball findet - und der seine Identität ihr gegenüber geheim hält. Und so tut sie alles, um gegen die Widrigkeiten anzukommen, die ihr in den Weg gelegt werden in ihrem ersten Halbjahr.

Der Schreibstil des Buches ist flüssig, leicht zu lesen und geht insgesamt gut von der Hand. Es gibt eigentlich keine Stelle, wo man ins Stocken kommt oder die man mehrmals lesen müsste, um sie zu verstehen. Die Sätze sind einfach gebildet, ohne zu viel ausgeschmückt zu sein und trotzdem genug zu beschreiben, um eine Vorstellung zu bekommen. Gerade durch die Perspektive aus der Ersten-Person fühlt man sich dem Hauptcharakter (Nai) sehr nahe und erlebt gut mit, was sie fühlt und selbst erlebt.
Die Charaktere sind gut gestaltet und in die Story mit eingebracht. Gerade Nai, die man in diesem Buch begleitet, ist ein nahbarer Charakter, mit dem ich persönlich mich gut identifizieren konnte. Sie ist witzig, sarkastisch und trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen, nur um Konflikten zu entgehen. Nein, eher im Gegenteil. Sie weiß, was sie will und sie hat kein Problem damit, Opfer für ihre Freunde zu bringen oder sich selbst vielleicht sogar in Gefahr zu begeben, um ein paar Antworten zu bekommen. Auch gerade den Umgang mit ihrem Seelengefährten, der seine Identität nicht preisgeben wollte, fand ich sehr gut, weil sie nicht immer direkt auf ihn zu ist, sobald sich die Chance gegeben hat, sondern für sich selbst eingestanden ist. Das ist ein gutes Vorbild, von dem sich der ein oder andere Autor definitiv eine Scheibe abschneiden könnte. Ihre Beziehung zu ihrer besten Freundin Kaja war etwas schnell aufgebaut, aber auch Kaja ist ein sehr gut gestalteter Support-Charakter, den man einfach ins Herz schließen muss. Die vier Midnight-Brüder und Nais Seelengefährte sind ebenfalls gut in die Story eingebracht und gerade den Humor mit ihren Namen und Eigenschaften ist schon ein absolut positiver Punkt. Ich liebe es, wie sie immer wieder versuchen auf Nai zuzugehen, auch wenn die gerne mal etwas kratzbürstig ist und eigentlich Abstand sucht.
Die Handlung des Buches gefällt mir alles in allem auch sehr gut. Es gab einiges in dem Buch, was schon sehr ersichtlich ist und was einem als Leser relativ schnell klar gewesen ist. Aber es gab auch einige Überraschungen, mit denen ich tatsächlich nicht gerechnet habe. Ich mochte es, dass die Autoren versuchen, die Leser ein bisschen zu verunsichern, was die Gefährten angeht. Man glaubt, man weiß es, aber tut man das wirklich? Man will eine Bestätigung, aber die bekommt man dann doch erst sehr spät. Was mir in der Handlung ebenfalls gut gefallen hat, weil ich mich konkret nicht daran erinnern kann, schon mal ein Buch in der Hand gehabt zu haben, wo der Fokus so darauf lag: Das Magiesystem. Gestaltenwandler mit Magie, die sie lernen in einer Akademie zu nutzen? Für mich auf jeden Fall etwas Neues und Interessantes. Und die ganzen Geheimnisse um Nai und ihre Familie - ihre Mutter, das Exil, ihre Elemente. Das Buch gibt viel zum Nachdenken über die Story und Nai, ohne dass man das Gefühl hat, dass es mit Rätseln überladen ist. Es bleibt von Anfang bis Ende spannend.

Mein Fazit ist durch und durch positiv. Alle, die Werwölfe, Gestaltenwandler und Magie mögen, für die ist das Buch ein absolutes Muss. Ebenso natürlich für alle Romantasy-Fans, denn auch wenn der Seelengefährte erst spät einen Namen bekommt, bekommen wir trotzdem die ein oder andere süße Szene, die das Romantasy-Herz eindeutig höher schlagen lässt. Auch Action kommt nicht zu kurz, denn Nai findet sich in dem ein oder anderen Kampf wieder, nicht nur unter ihresgleichen.
Und bei dem Ende des Buches bleibt mir nur zu sagen: Ich kann es nicht erwarten, bis der zweite Band erscheint, denn ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht!

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Veröffentlicht am 10.06.2024

Süße Romanze im K-Drama-Stil

Once upon a K-Prom
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Elena Soo ist eigentlich ein normales Schulmädchen, der das Leben gerne mal Steine in den Weg legt. Wenn sie nicht gerade unsichtbar ist oder nur als Anhängsel ihres Bruders angesehen wird, dann ist es, ...

Elena Soo ist eigentlich ein normales Schulmädchen, der das Leben gerne mal Steine in den Weg legt. Wenn sie nicht gerade unsichtbar ist oder nur als Anhängsel ihres Bruders angesehen wird, dann ist es, weil sie sich in einer peinlichen Situation wiederfindet. Gerade jetzt versucht sie Geld für das Gemeindezentrum, in dem sie mehr sein kann als nur jemandes Anhängsel, zusammenzutreiben, da die Gelder gestrichen worden sind und das Zentrum kurz vor der Schließung steht. Leider sind ihre Mitschüler gar nicht empfänglich, gerade weil sie Elenas Spendenkampagne als Bedrohung für ihren Abschlussball ansehen.
Und dann lädt ausgerechnet ihr ehemals bester Freund aus Kindertagen sie zum Ball ein – nur dass er nicht mehr der kleine Junge ist, sondern ein international bekanntes Idol. Und als er mit Pauken und Trompeten kommt, um seine Einladung kundzutun, ist Elena absolut überfordert und verschreckt. Kann das wirklich ihr Freund aus Kindheitstagen sein, der das Versprechen seines Zehnjährigen Selbst einhalten will oder steckt da etwas anderes hinter?
Das Cover und der Farbschnitt sind wirklich schön und ansprechend geworden und passen meiner Meinung nach gut zu dem ganzen K-Pop-Thema, um das das Buch aufgebaut ist. Das Cover war tatsächlich auch der erste Grund, weshalb ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin und es überhaupt in die Hand genommen habe.
Der Klappentext hat mich – als K-Pop- und K-Drama-Fan – natürlich dann auch soweit abgeholt, dass ich es gekauft habe. Inhaltlich hat es mich auch nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist leicht und flüssig geschrieben. Die Kapitel haben eine gute Länge und ich habe mich immer gut geführt gefühlt.
Die Story selbst war einfach aufgebaut, ein wenig Klischeebehaftet und hat sich leider etwas weniger mit den Idols und ihrer Kultur auseinandergesetzt, als ich mir erhofft hatte. Insgesamt war die Handlung grundsätzlich vorhersehbar, was bei einer süßen Romanze meiner Meinung nach aber auch überhaupt nicht weiter tragisch ist, sondern mir persönlich auch einen gewissen Komfort gibt, zu wissen, worauf ich mich einstellen kann.
Das Buch wird ganz grundsätzlich aus der Perspektive von Elena geschrieben. Dadurch wird man gut in die Story mitgenommen und auch mit ihrer Gefühlswelt vertraut gemacht. Hierbei hat die Autorin es wirklich auch geschafft, mich am Ende mit einem kleinen Clou zu überraschen, der sich durch die Erzählerperspektive der ersten Sicht ergibt, den ich so eigentlich nicht weiter auf dem Schirm hatte. Es wird einiges zum Ende hin durch kurze, aber wichtige Gespräche mit einigen Nebenfiguren erläutert, was dem ganzen Buch ein wenig mehr Tiefe bietet. Neben Elenas Ich-Perspektive kriegen wir als Leser auch einen kleinen Einblick in kurze Kapitel, die sich mit Robbie befassen. Diese sind in der dritten Person geschrieben und grenzen sich so sowohl inhaltlich als auch emotional klar von Elenas Kapiteln ab. Mir persönlich gefällt diese kurze Einsicht in Robbies Sicht sehr gut, da sie den Spannungsbogen ein wenig vorantreibt und einige Informationen gibt, die sein Verhalten erklären. Insgesamt hätte ich mir trotzdem ein wenig mehr von Robbie gewünscht. Manchmal wirkt er auf mich auch nur wie eine Nebenfigur in seiner eigenen Story.
Die richtigen Nebenfiguren, wie Elenas beste Freundin Josie, den Leuten aus dem Gemeindezentrum, ihre Feindinnen Caroline und Felicity und ihre Familie, inklusive ihrem Bruder Ethan, bleiben insgesamt am Rande der Story, so dass es ihnen teilweise etwas an Tiefe mangelt oder manche Entscheidungen oder Handlungen dieser Figuren Verwirrung stiftet. Auch wenn es am Ende aufgeklärt wird, hätte ich mir schon früher mehr Tiefe und Dynamik in der Geschwister-Beziehung mit Ethan und Elena gewünscht, insbesondere da immer wieder von Beginn der Story an auf diese Beziehung eingegangen wird.
Obwohl es mir bei den Nebenfiguren an Tiefe handelt und auch Robbie ein wenig mehr Licht hätte bekommen können, finde ich das Drama und die Wendepunkte gelungen. Es wirkt nicht übertrieben und auch nicht zu aufgesetzt, sondern folgt einer guten Entwicklung der Handlung.
Alles in allem würde ich das Buch jedem empfehlen, der Lust auf eine süße Teenie-Romanze mit ein bisschen Drama hat. Das Buch geht leicht von der Hand und Robbie und Elena sind einfach nur süß zusammen. Ihre Unbeholfenheit und die Hilfe, die sie von fast allen Seiten benötigen, bringen dazu noch eine Prise Humor mit rein, die mich als Leser immer wieder zum Lächeln bringt.
Ich werde in Zukunft auf jeden Fall wieder zu Kat Cho greifen und vielleicht bringt sie ja noch eine Fortsetzung heraus, in der es um die anderen Idols geht. Auch wenn bis jetzt, soweit ich weiß, nichts dazu angekündigt ist.

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Veröffentlicht am 07.04.2024

Magisch, Humorvoll, Sexy - zauberhafte Mischung

Ex Hex
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Vivi ist eine unscheinbare Hexe, die mit ihrer Cousine und ihrer Tante in dem beschaulichen Graves Glen lebt und dort eine Stelle an der örtlichen Universität hat. Sie hat in ihrem Alltag nicht wirklich ...

Vivi ist eine unscheinbare Hexe, die mit ihrer Cousine und ihrer Tante in dem beschaulichen Graves Glen lebt und dort eine Stelle an der örtlichen Universität hat. Sie hat in ihrem Alltag nicht wirklich viel mit Magie zu tun, sondern verlässt sich lieber auf ihre normalen Fähigkeiten.
Rhys steht mit beiden Beinen im Leben und hat eine Reise-Agentur, der er mit seiner Magie hier und da unter die Arme greift, um seinen Kunden das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Bis sein Vater ihn nach Graves Glen schickt, um den familiären Pflichten als Gründerfamilie nachzukommen.
Das Problem: Vivi hat Rhys nach einer verpatzten Romanze in einem Sommer ihrer Jugend verflucht und dieser Fluch entfaltet sich, als Rhys nun Graves Glen betritt. Seine Magie beginnt verrückt zu spielen. Damit nicht genug, nicht bloß Rhys scheint verflucht zu sein, sondern die gesamte Stadt. Um wieder Kontrolle über die Magie zu bekommen, müssen Vivi und Rhys zusammenarbeiten und dabei kommen sie sich näher, als sie anfangs erwartet haben.

Also: Willkommen in Graves Glen. Einer süßen Stadt, die gerade in ihren Halloween Vorbereitungen steckt und somit das perfekte Setting bietet für Hexen, Zauber, Flüche und Geister. Die Stadt ist so süß und mit genügend Detail beschrieben, aber ohne zu sehr aufzutragen. Ich kann mir die Stadt vorstellen, auch wenn es viele erzählerische Freiheiten gibt. Eine perfekte Mischung aus dem, was notwendig ist, um die Geschichte in einen guten Ort zu setzen und dem, was man aus der Fantasie gestalten kann.
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, wechselt aber trotzdem die Sichtweisen zwischen Rhys und Vivi. Ich bin jemand, der gerade bei wechselnder Perspektive lieber Geschichten in der ersten Person liest, deshalb brauchte ich einige Seiten, um mich in dem Lesefluss einzufinden. Davon ab lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und man stolpert an keiner Stelle über irgendwelche Ungereimtheiten, unpassende Wortwahl oder zu lange Sätze, die den Fluss unterbrechen.
Die Geschichte plätschert harmonisch vor sich her. Dadurch ist der Spannungsbogen vielleicht nicht so intensiv, wie er hätte sein können, aber es lässt sich entspannt lesen und eignet sich damit als absolutes Wohlfühlbuch für stressige Tage. Ich liebe Vivi und Rhys einfach beide, da man sie genügend kennen lernt, ohne wirklich tief in ihre Vergangenheit eintauchen zu müssen. Es passiert einfach so nebenbei.
Ich liebe es wirklich, mit welchem Humor Erin Sterling schreibt. Rhys ist einfach der perfekte Beweis dafür und ich habe mich mehrfach mit einem Lächeln auf dem Gesicht erwischt, wenn er wieder über Vivi nachgedacht hat oder seine Probleme nicht ernst genommen hat. Und Vivi, die langsam einsehen muss, dass sie der Magie in ihrem Leben doch nicht entkommen kann – und dass die Magie gar nicht so schlimm ist, wie sie sich immer eingeredet hat. Sie wächst ganz langsam in ihre Rolle hinein und überrascht am Ende doch mit einer gewissen Kreativität bei der Problemlösung.
Vivi und Rhys haben eine wahnsinnige Chemie und passen einfach perfekt zueinander, was durch die kleinen Details zwischen ihnen immer deutlicher wird. Die Sommernacht, die immer wieder Erwähnung findet, gepunktete Kleidung, die eine kleine Rolle übernimmt. Außerdem geht es auch gut zur Sache, was mich tatsächlich etwas überrascht hat, da ich das bei der Beschreibung zunächst nicht unbedingt angenommen habe. Das ist tatsächlich ein kleiner Kritikpunkt, den ich an diesem Buch habe, da der Fokus gerade im letzten Drittel des Buches für mich zu sehr auf dem Gefummel der beiden lag und weniger auf dem eigentlichen Problem. Es hätte gerne eine Szene weniger sein dürfen und dafür vielleicht ein Problem mehr, das sie gemeinsam hätten lösen müssen.

Alles in allem ist das Buch ein absolutes Wohlfühlbuch für gemütliche Abende zum Entspannen, wenn man eine unterhaltsame, aber weniger anspruchsvolle Lektüre lesen möchte, bei der es Details gibt, die einen zum Lächeln bringen, man aber nicht super konzentriert jedes einzelne Detail aufsaugen muss, um die Handlung zu verstehen. Es ist schön leicht geschrieben und plätschert bequem vor sich her. Ich freue mich schon darauf, den zweiten Band bald zu lesen.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Spicy Vampir zum Anbeißen

King of Battle and Blood
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King of Battle and Blood von Scarlet St. Claire - für alle Fans der "Blood and Ash"-Reihe ein unbedingtes Muss, aber auch für Fans, denen das etwas too much war

Isolde, eigentlich Issi genannt, hat genau ...

King of Battle and Blood von Scarlet St. Claire - für alle Fans der "Blood and Ash"-Reihe ein unbedingtes Muss, aber auch für Fans, denen das etwas too much war

Isolde, eigentlich Issi genannt, hat genau ein Ziel: Sie will Königin werden. Ohne einen Mann an ihrer Seite. Darauf arbeitet sie schon sehr lange hin und darauf ist sie ihr Leben lang vorbereitet worden. Doch dann begegnet sie Adrian, dem König von Revekka. Dem Feind, der ihr Land beanspruchen wird. Um das Überleben der Bewohner zu sichern, bietet Issis Vater, der noch amtierende König, dem Vampirkönig friedliche Verhandlungen an. Für Adrian ist von dem ersten Moment klar, was er haben will: Isolde. Als seine Königin.
Doch kann die Liebe bestehen zwischen eigentlich verfeindeten Völkern? Die Vampire sind allseits gefürchtet und haben bereits ganze Länder unter ihrer Herrschaft. Issi hasst die Vampire für das, was sie tun. Doch Adrian hat eine Anziehungskraft auf sie und schon bald muss sie lernen, dass nicht alles so ist, wie es ihr immer beigebracht worden ist. Wie sie es fest in ihren Gedanken verankert hat.


Meine Meinung:
Das Buch ist definitiv ein Highlight. Einzelne Passagen ziehen sich etwas von der Handlung her, aber insgesamt lässt sich das Buch flüssig lesen.
Zum Cover kann ich nur sagen: Ich liebe es und es verziert nun mein Regal, damit ich es immer wieder anschauen kann. Das Cover ist im Original sogar noch schöner als es im Internet auf den Bildern wirkt. Die Dornen mit den Rosen passen gut ins Konzept und vor allem die farbliche Gestaltung an den Rändern des Buches ist ein Traum.
Zur Handlung:
Es wird ein plausibler Spannungsbogen über das gesamte Buch hinweg aufgebaut und viele Fragen bleiben noch für den zweiten Band offen. Es bleibt also bis zur letzten Seite absolut spannend. Die Story wird nach und nach entwickelt, auch wenn es bereits von Anfang an ordentlich zwischen Issi und Adrian zu knistern scheint. Wie es sich für einen ordentlich Enemies to Lovers gehört hasst Issi Adrian und alles für das er und die Vampire stehen. Doch sie wird nach und nach eines besseren belehrt. Da ich nicht spoilern möchte, verzichte ich hier auf die genaue Ausführung.
Für alle Freunde des ordentlichen Spices ist auch gesorgt. Es wird eigentlich schon vom ersten Kapitel an angedeutet und zieht sich durch den gesamten ersten Band. An manchen Stellen ist der Spice allerdings etwas störend oder einfach ein wenig unpassend eingebracht. Es stört allerdings nicht die Handlung, sondern befeuert sie eher, weshalb die kleinen störenden Stellen auch nicht weiter ins Gewicht fallen.
Als Hauptcharaktere lernen wird Isolde (Issi) und Adrian insbesondere kennen. Das Buch wird aus Issis Sicht geschildert und beinhaltet damit insbesondere ihre Meinung und Vorstellung. Ihre Sicht lässt sich sehr flüssig lesen, nur manchmal ist sie von ihrer Art her sehr stur und kann daher etwas nervig rüberkommen. Sie zeigt aber immer wieder gerne, dass sie eine geborene Königin ist und dass sie auch in der Lage ist, mit den Vampiren umzugehen. Außerdem lernt sie innerhalb des Buches auch viel über sich selbst und macht zum Ende hin definitiv eine Charakterentwicklung mit. Es bleibt daher spannend, wie sie sich im zweiten Band noch weiter entwickeln wird. Adrian, das liest man sofort, auch wenn sie selbst das nicht so schnallt, ist ihr absolut verfallen und vergöttert sie, auch wenn sie sich anfangs einredet, dass sie nichts für ihn übrig hat. Er ist immer zur Stelle und immer verständnisvoll. Manchmal habe ich mir allerdings gewünscht, dass er sie vielleicht doch mal in ihre Schranken weist, sie ist ihm teilweise schon etwas auf der Nase herumgetanzt.
Neben den beiden gibt es noch eine traumhafte kleine Gruppe Vampire, die wir näher kennenlernen dürfen. Oh und Issis Affäre, der zufällig der Commander ihres Vaters ist. Die Gruppe Vampire, die zu Adrian gehört, lockern den gesamten Handlungsverlauf mit ihrer witzigen, humorvollen Art auf und ich habe mich immer gefreut, wenn sie vorgekommen sind. Der Commander, auch wenn man es nicht glauben sollte, hat auch insgesamt eine Entwicklung die durchaus positiv ist.
Das Ende des Buches war insgesamt schockierend aufgrund einiger Erlebnisse und es bleibt noch vieles offen für den zweiten Band.

Insgesamt ist das Buch also absolut empfehlenswert für alle, die Vampire, Magie und Hexen mögen. St. Claire hat hier wirklich eine tolle Welt geschaffen, in die man super eintauchen kann und eigentlich auch gar nicht mehr auftauchen möchte.

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Veröffentlicht am 26.05.2023

Tragisch wie Romeo und Julia

Neon Gods - Eros & Psyche
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Neon Gods - Eros & Psyche

Psyches Mutter hat ein Ziel: Eine ihrer Töchter zu der neuen Hera machen. Damit einher geht: Zeus zum Mann zu nehmen. Der eigentlichen Kupplerin Aphrodite, die ihre Macht im ...

Neon Gods - Eros & Psyche

Psyches Mutter hat ein Ziel: Eine ihrer Töchter zu der neuen Hera machen. Damit einher geht: Zeus zum Mann zu nehmen. Der eigentlichen Kupplerin Aphrodite, die ihre Macht im Zirkel der Dreizehn zu sichern versucht, passt das leider überhaupt nicht. Auf einer Veranstaltung verärgert Psyche Aphrodite und dann trifft sie auch noch auf Eros, ihren Sohn und hilft ihm mit einer Nettigkeit weiter. Das Problem: Die beiden werden zusammen gesichtet und fotografiert. Romeo und Julia - Zwei verfeindete Familien und die Kinder, die sich lieben. Nun, einen Selbstmord gibt es nicht. Aber Aphrodite möchte Psyches Herz. Und zwar nicht bloß symbolisch. Eros ist der Mann, der seiner Mutter diese Wünsche erfüllt. Normalerweise. So lockt er Psyche in eine Bar und ist wieder einmal total überwältigt von ihrer Einstellung und ihrer Wertvorstellung. Eigentlich wollte er sie vergiften. Stattdessen heiratet er sie, um sie so vor seiner Mutter zu schützen. Das ist es zumindest ,was er sich und ihr einzureden versucht.

Meine Meinung:
Das Cover ist genauso hübsch wie das des ersten Bandes und passt farblich super dazu. Auf den ersten Blick habe ich gar übersehen, dass es zwei Bände sind und nicht dergleiche.
Ich liebe Psyche und Eros. Ich würde fast behaupten, dass mir die Charaktere dieses Bandes mehr gefallen haben als die aus dem ersten Teil. Eros und Psyche haben mein Herz mehr berührt als Persephone und Hades. Eros, der sich selbst als böses Monster sieht, zu dem er wegen seiner Mutter wurde und jetzt glaubt, dass es für ihn kein zurück gibt und Psyche, die einfach zu gut für diese Welt ist und gleichzeitig zeigt, dass man sie aber nicht unterschätzen sollte. Eros hat eher weniger für Überraschungen gesorgt, aber Psyche war immer wieder für einen Twist gut. Insbesondere am Ende hat sie mich wirklich umgehauen mit ihrem Plan.
Wie nicht anders zu erwarten gibt es eine tolle Anziehungskraft zwischen Eros und Psyche, die ich als Leser wirklich gut spüren konnte. Anders als bei Persephone und Hades dreht sich aber dieser Band eigentlich nicht darum, dass die beiden Sex haben sollten.
Es gibt eine klare Schwäche im Handlungsablauf. Meiner Meinung nach hätte man aus der eigentlichen Handlung mehr rausholen können. Aphrodite war wenig subtil, ich hätte ihr da noch ein, zwei Manöver mehr zugetraut, bevor es schließlich zu einem sehr spannenden Ende kommt. Oder auch Demeter. Von beiden Müttern hätte ich mehr erwartet. Wir sehen das Ende erst aus der Sicht von Eros, der auch keine Ahnung hatte und genau das war auch sehr gelungen und so spannend.
Außerdem finde ich es toll, dass auch Persephone und Hades einen kleinen Auftritt haben, das Buch aber dennoch nicht wirklich spoilert und der erste Band fürs Verständnis auch nicht gelesen werden musste. Wer also erst diesen Band hier gelesen hat, sollte dennoch wenig Probleme mit der Spannung und der Handlung aus dem anderen Band bekommen. Und ebenfalls gelungen ist die Darstellung von Helena, die ja eine der Protagonistinnen im nächsten Band werden wird. Was mir im ersten Band noch ein bisschen gefehlt hat, was allerdings eindeutig der Isolation von Hades geschuldet war, war das Geflecht der Dreizehn und ihrer Kinder. In diesem Band lernt man nochmal mehr über die Beziehungen untereinander.

Alles in allem ein gelungenes Buch, insbesondere für die Fans, die auch gerne ein bisschen Spice dabei haben. Der Schreibstil ist flüssig und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Einzig wie gesagt hätte die Handlung besser ausgebaut werden können. Da gäbe es noch Luft nach oben.

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