Profilbild von Kelo24

Kelo24

Lesejury Star
offline

Kelo24 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kelo24 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2020

Durch Achtsamkeit zum Wohlfühlgewicht

Wohlfühlgewicht
0

Allein die Worte "Wohlfühlgewicht" in unmittelbarer Nähe zu "Diät-Zwang" auf dem Cover haben meine Neugier auf das Buch geweckt. Die ErnährungsmedizinerinFrau Dr. Mareike Awe stellt in diesem Ratgeber ...

Allein die Worte "Wohlfühlgewicht" in unmittelbarer Nähe zu "Diät-Zwang" auf dem Cover haben meine Neugier auf das Buch geweckt. Die ErnährungsmedizinerinFrau Dr. Mareike Awe stellt in diesem Ratgeber ein Ernährungskonzept vor, dass ihr selbst zum persönlichen Wohlfühlgewicht verholfen hat. Sie schildert dabei aus eigener Erfahrung das Wechselbad der Gefühle zwischen Essenslust und Diätfrust. Die persönliche Ansprache hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Außerdem schreibt sie gut verständlich ohne ärztliche Fachbegriffe zu verwenden, was dem Lesefluss aller Nichtmediziner sehr entgegen kommt. Das Buch ist gut strukturiert und in 6 Kapitel unterteilt. Über das (Wieder)-Entdecken des Wohlfühl-Ichs über Grundsätze der intuitiven Ernährung, dem emotionalen Hunger und dem eigenen Körperbild habe ich jede Menge erfahren Einige Fakten waren mir bereits bekannt, aber es gab durchaus auch Neues und jede Menge Wiedererkennungswert eigener Verhaltensmuster. Die einzelnen Kapitel beinhalten auch verschiedene Grafiken und Bilder, die das Gelesene noch besser verdeutlichen und es gibt viele Übungen dazu, z. B. zur Selbstreflexion oder zur Achtsamkeit. Die Achtsamkeit für sich selbst hat eine große Bedeutung in diesem Ratgeber.
Ich bin noch nicht ganz überzeugt davon, dass diese Methode bei mir anwendbar sein wird, denn mit mentalem Training habe ich so meine Schwierigkeiten. Aber ich habe eine Menge Ideen mitgenommen, die sicherlich auch hilfreich sein werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 27.12.2019

Perfekte Lektüre für die (Vor)Weihnachtszeit

Weihnachten in dem kleinen Haus am Meer
0

Weihnachten, das Fest der Liebe, steht vor der Tür und Lizzy Kingham hat die Nase gestrichen voll von ihrer Familie. Sie fühlt sich nur noch ausgenutzt, packt kurzentschlossen die Koffer und flüchtet in ...

Weihnachten, das Fest der Liebe, steht vor der Tür und Lizzy Kingham hat die Nase gestrichen voll von ihrer Familie. Sie fühlt sich nur noch ausgenutzt, packt kurzentschlossen die Koffer und flüchtet in das Strandhaus ihrer Freundin, um sich eine Auszeit zu nehmen.

Als "Weihnachtsflüchtling" ist sie nicht alleine, denn dort stößt sie auf einige andere Personen, die dem weihnachtlichen Trubel aus den unterschiedlichsten Gründen den Rücken zukehren wollen.


Bei diesem Buch habe ich mich sofort in das Cover verliebt und mich durch das Fenster des kleinen Hauses am Meer weggeträumt. Weihnachtsbüchern an sich stehe ich etwas gespalten gegenüber, denn die meisten, die ich angelesen habe, waren mir schnell viel zu kitschig. Dieses, mein erstes Buch von Veronica Henry, war überraschend anders. Es verbreitet sofort eine heimelige Weihnachtsstimmung trotz der schwelenden Probleme, die mich die ganze Lesezeit über begleitet hat Lizzy habe ich sofort ins Herz geschlossen, konnte ich viele ihrer Erfahrungen nur zu gut nachvollziehen und auch die anderen geschilderten Schicksale waren sehr authentisch, ohne zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken. Ich habe mich mit dieser Geschichte sehr wohl gefühlt und die Zeit im kleinen Haus am Meer sehr genossen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2019

Ein Liebesbrief überlebt Jahrhunderte

Der Liebesbrief
0

Der Liebesbrief“ ist nicht nur der Titel des Romans und im Mittelpunkt des Covers abgebildet, er spielt darüber hinaus auch noch eine nicht unerhebliche Rolle im Leben mehrerer Menschen.


Es stehen sich ...

Der Liebesbrief“ ist nicht nur der Titel des Romans und im Mittelpunkt des Covers abgebildet, er spielt darüber hinaus auch noch eine nicht unerhebliche Rolle im Leben mehrerer Menschen.


Es stehen sich zwei Zeitebenen gegenüber. Die Zeit des Unabhängigkeitskriegs um 1780 und das Hollywood von heute. In der Vergangenheit treffen wir auf Esther und Hamilton, die sich bereits seit Kindertagen kennen. Im Laufe der Jahre haben sich die Gefühle aber verändert und Esther steht trotz des Standesunterschiedes und der ablehnenden Einstellung ihres Vaters zu Hamilton, obwohl dieser sich noch sehr schwer damit tut. Dann bricht der Krieg aus und verändert alles.


Im Hollywood der Gegenwart hat sich Chloe´, eine Schauspielerin und „Königin der Sterbeszenen“ in ein Drehbuch verliebt, das auf einer wahren Geschichte basiert, nämlich der von Esther und Hamilton. Zudem ist der Drehbuchautor Jesse ein Nachfahre von Hamilton. Chloe´kämpft um diese Rolle und bekommt sie letztendlich.

Chloe´ ist überzeugt, dass es die einzige, wahre Liebe gibt. Sie hat aber nach vielen Enttäuschungen Trost in ihrem Glauben gefunden. Auch Jesse hat sein ganz persönliches Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen, und wird immer noch von seiner Schuld erdrückt. So sind beide zunächst etwas überfordert, als aus Freundschaft Liebe wird.


Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Jedes Kapitel ist einer Person zugeordnet, was mir sehr gut gefallen und die Zeitsprünge übersichtlicher gemacht hat.


Obwohl mir alle 4 Protagonisten gleich sympathisch waren habe ich Esther besonders in mein Herz geschlossen. Für ihre Zeit finde ich sie sehr fortschrittlich, denn sie spricht offen aus, was sie fühlt und denkt und scheut auch keine Auseinandersetzung mit ihrem Vater.

Allen 4 haben eine Gemeinsamkeit: ihren Glauben, aus dem sie Kraft für ihr Leben schöpfen.


Mehr überzeugt hat mich allerdings der Handlungsstrang um Esther und Hamilton; insbesondere ihr unerwartetes Zusammentreffen nach etlichen Jahren war für mich eine runde Sache, das Happy End der Gegenwart war mir dann doch zu „hollywoodlastig“.



Insgesamt gesehen ein netter Roman, der mich aber nicht wirklich mitreißen konnte

Veröffentlicht am 14.11.2019

Die hohe Kunst des Ausmistens und ihre Folgen

Der ist für die Tonne
0

Ich habe schon einige Bücher von Ellen Berg gelesen. Über dieses habe ich mich besonders gefreut, behandelt es doch eine meiner Schwachstellen: ich kann mich nur sehr schwer von Dingen trennen.
Hannah ...

Ich habe schon einige Bücher von Ellen Berg gelesen. Über dieses habe ich mich besonders gefreut, behandelt es doch eine meiner Schwachstellen: ich kann mich nur sehr schwer von Dingen trennen.
Hannah ist Wohnungsentrümplerin und bringt systematisch Ordnung in jedes Chaos. Ihr nächster Auftrag ist sehr speziell: sie soll die zugerümpelte Villa der neusten Flamme ihrer Freundin Tess bewohnbar und aus dem flodderigen Hippielook des Angeschmachteten eine Augenweide machen. Es folgt ein aberwitziges Ringen um jedes Stück Inventar zwischen Pascal und Hannah, das mir beim Lesen schon die eine oder andere Lachträne in die Augen getrieben hat, und ein überraschender Leichenfund sorgt zudem für Aufregung.
Dieses Buch ist wie ein Überraschungsei: es ist Ratgeber, Frauenroman, Liebesroman und softer Krimi in einem und regt zur Selbstreflexion an. Der Schreibstil ist wie immer flüssig, lässt sich angenehm lesen, hat die richtige Dosis Humor und ist äußerst amüsant. Ich bin sofort in die Handlung eingetaucht, weil mir die Protagonisten und auch die Nebenfiguren fast durchweg sympathisch waren. Mit Hannah habe ich nach Lösungen gesucht, sich nicht in den Freund der besten Freundin zu verlieben; bei Pascals sinnlichen Ausführungen über Wein habe ich gebannt an seinen Lippen gehangen; Marie-Lus spirituelle Lebensweisheiten sind teilweise sicherlich Ansichtssache und Tess als drama-queen … ohne Worte.
Ellen Berg hat wieder einmal alles richtig gemacht und mir unterhaltsame Lesemomente geschenkt. Danke dafür.

Veröffentlicht am 30.10.2019

Ein Händchen für guten Kaffee

Der Duft der weiten Welt
1

Mina Deharde entspricht so gar nicht dem gängigen Frauenbild Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie weiß sehr genau, was sie nicht möchte: „nur“ ein Leben als Ehefrau und Mutter. Ihr Ziel ist es, im Kaffeekontor ...

Mina Deharde entspricht so gar nicht dem gängigen Frauenbild Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie weiß sehr genau, was sie nicht möchte: „nur“ ein Leben als Ehefrau und Mutter. Ihr Ziel ist es, im Kaffeekontor ihrer Familie zunächst mitzuarbeiten, um es später einmal zu leiten. Zur damaligen Zeit ein schwerer, wenn nicht gar unmöglicher Plan.

Diese mutige junge Frau mit einem starken Willen ist die sympathische Protagonistin in der dreiteiligen Familiensaga um die Familie Deharde, die in der Hamburger Speicherstadt erfolgreich mit Kaffee handelt.
Der erste Teil spielt in den Jahren 1912-13 und gibt Einblicke in das Familienleben der Dehardes, das Leben und den Kaffeehandel in der Speicherstadt, Minas erste Liebe zu Edo, einem Angestellten ihres Vaters, aber auch einige Schicksalsschläge, die die ganze Familie betreffen.
Trotz der sehr kurzen Zeitspanne erlebt man die Entwicklung Minas vom „Backfisch“ zu einer jungen Frau, die trotz ihrer Jugend erstaunlich reif wirkt und sich nicht scheut, Entscheidungen zu treffen, die zwar zum Wohle der Familie sind, sie selbst aber nicht wirklich glücklich machen.
Neben Mina gibt es noch weitere interessante Charaktere, von denen ich einige schon ins Herz geschlossen habe, und natürlich dürfen auch die Umsympathen dabei nicht fehlen.


Fenja Lüders hat einen sehr angenehmen Schreibstil, so dass die Kapitel nur so dahingeflogen sind. Sie schildert die Geschehnisse dabei immer so realistisch, dass sehr schnell ein Kopfkino entsteht. Insbesondere die Schilderungen der Speicherstadt haben mir sehr gut gefallen. Die dort und im Hafen herrschende Atmosphäre ist schon eine besondere.

Der erste Teil war für meinen Geschmack viel zu schnell beendet und dann mit so einem Cliffhanger. Aber so steigt die Vorfreude auf den zweiten Teil.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
  • Thema