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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2020

Da ist noch Entwicklungspotential

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
3

Cold cases interessieren mich sehr, denn ich finde es faszinierend, auf welche Art und Weise nach etlichen Jahren noch Hinweise auf mögliche Täter gefunden werden können. Aus diesem Grund hat mich natürlich ...

Cold cases interessieren mich sehr, denn ich finde es faszinierend, auf welche Art und Weise nach etlichen Jahren noch Hinweise auf mögliche Täter gefunden werden können. Aus diesem Grund hat mich natürlich dieses Buch neugierig gemacht.

Tess Hjalmarsson leitet das Cold-Case-Team aus Überzeugung, denn sie möchte den Angehörigen die Ungewissheit über das Schicksal der Opfer nehmen. Mit ihrer Partnerin Maria bildet sie ein eingespieltes Duo. Für die Suche nach einem Serienmörder unterstützen beide die Abteilung "Gewaltverbrechen" und finden im Zuge der Ermittlungen Hinweise zu einem alten Vermisstenfall, dem MÄdchen Annika.

Der Prolog an sich war schon sehr spannend, danach folgte zunächst aber eine kleine Durststrecke durch das Vorstellen sämtlicher Ermittler. Tess und Maria waren mir von Anfang an sympathisch; die anderen Ermittler habe ich zum Teil nur als Randfiguren wahrgenommen. Die Ermittlungen nehmen langsam wieder Fahrt auf. Es gibt zwei parallel verlaufende Handlungsstränge zu den gegenwärtigen Ermittlungen sowie zu den letzten Tagen von Annika. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass der Cold Case um Annika mehr im Fokus steht. Mir ist er aber hier zu sehr in den Hintergrund gerutscht. Die Spannung bleibt fast die ganze Zeit über auf einem gleichbleibenden Niveau ohne weitere Höhen und Tiefen, und der letzte Teil kam mir etwas komprimiert vor. Einige Fragen sind offen geblieben und so ganz konnte ich mich mit dem Ende auch nicht anfreunden. Aber es war ein grundsolider Krimi mit Entwicklungspotential und ich werde dem Folgeband sicherlich noch eine Chance geben.

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  • Erzählstil
Veröffentlicht am 22.01.2020

Durch Achtsamkeit zum Wohlfühlgewicht

Wohlfühlgewicht
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Allein die Worte "Wohlfühlgewicht" in unmittelbarer Nähe zu "Diät-Zwang" auf dem Cover haben meine Neugier auf das Buch geweckt. Die ErnährungsmedizinerinFrau Dr. Mareike Awe stellt in diesem Ratgeber ...

Allein die Worte "Wohlfühlgewicht" in unmittelbarer Nähe zu "Diät-Zwang" auf dem Cover haben meine Neugier auf das Buch geweckt. Die ErnährungsmedizinerinFrau Dr. Mareike Awe stellt in diesem Ratgeber ein Ernährungskonzept vor, dass ihr selbst zum persönlichen Wohlfühlgewicht verholfen hat. Sie schildert dabei aus eigener Erfahrung das Wechselbad der Gefühle zwischen Essenslust und Diätfrust. Die persönliche Ansprache hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Außerdem schreibt sie gut verständlich ohne ärztliche Fachbegriffe zu verwenden, was dem Lesefluss aller Nichtmediziner sehr entgegen kommt. Das Buch ist gut strukturiert und in 6 Kapitel unterteilt. Über das (Wieder)-Entdecken des Wohlfühl-Ichs über Grundsätze der intuitiven Ernährung, dem emotionalen Hunger und dem eigenen Körperbild habe ich jede Menge erfahren Einige Fakten waren mir bereits bekannt, aber es gab durchaus auch Neues und jede Menge Wiedererkennungswert eigener Verhaltensmuster. Die einzelnen Kapitel beinhalten auch verschiedene Grafiken und Bilder, die das Gelesene noch besser verdeutlichen und es gibt viele Übungen dazu, z. B. zur Selbstreflexion oder zur Achtsamkeit. Die Achtsamkeit für sich selbst hat eine große Bedeutung in diesem Ratgeber.
Ich bin noch nicht ganz überzeugt davon, dass diese Methode bei mir anwendbar sein wird, denn mit mentalem Training habe ich so meine Schwierigkeiten. Aber ich habe eine Menge Ideen mitgenommen, die sicherlich auch hilfreich sein werden.

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Perfekte Lektüre für die (Vor)Weihnachtszeit

Weihnachten in dem kleinen Haus am Meer
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Weihnachten, das Fest der Liebe, steht vor der Tür und Lizzy Kingham hat die Nase gestrichen voll von ihrer Familie. Sie fühlt sich nur noch ausgenutzt, packt kurzentschlossen die Koffer und flüchtet in ...

Weihnachten, das Fest der Liebe, steht vor der Tür und Lizzy Kingham hat die Nase gestrichen voll von ihrer Familie. Sie fühlt sich nur noch ausgenutzt, packt kurzentschlossen die Koffer und flüchtet in das Strandhaus ihrer Freundin, um sich eine Auszeit zu nehmen.

Als "Weihnachtsflüchtling" ist sie nicht alleine, denn dort stößt sie auf einige andere Personen, die dem weihnachtlichen Trubel aus den unterschiedlichsten Gründen den Rücken zukehren wollen.


Bei diesem Buch habe ich mich sofort in das Cover verliebt und mich durch das Fenster des kleinen Hauses am Meer weggeträumt. Weihnachtsbüchern an sich stehe ich etwas gespalten gegenüber, denn die meisten, die ich angelesen habe, waren mir schnell viel zu kitschig. Dieses, mein erstes Buch von Veronica Henry, war überraschend anders. Es verbreitet sofort eine heimelige Weihnachtsstimmung trotz der schwelenden Probleme, die mich die ganze Lesezeit über begleitet hat Lizzy habe ich sofort ins Herz geschlossen, konnte ich viele ihrer Erfahrungen nur zu gut nachvollziehen und auch die anderen geschilderten Schicksale waren sehr authentisch, ohne zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken. Ich habe mich mit dieser Geschichte sehr wohl gefühlt und die Zeit im kleinen Haus am Meer sehr genossen.

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  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 23.11.2019

Ein Liebesbrief überlebt Jahrhunderte

Der Liebesbrief
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Der Liebesbrief“ ist nicht nur der Titel des Romans und im Mittelpunkt des Covers abgebildet, er spielt darüber hinaus auch noch eine nicht unerhebliche Rolle im Leben mehrerer Menschen.


Es stehen sich ...

Der Liebesbrief“ ist nicht nur der Titel des Romans und im Mittelpunkt des Covers abgebildet, er spielt darüber hinaus auch noch eine nicht unerhebliche Rolle im Leben mehrerer Menschen.


Es stehen sich zwei Zeitebenen gegenüber. Die Zeit des Unabhängigkeitskriegs um 1780 und das Hollywood von heute. In der Vergangenheit treffen wir auf Esther und Hamilton, die sich bereits seit Kindertagen kennen. Im Laufe der Jahre haben sich die Gefühle aber verändert und Esther steht trotz des Standesunterschiedes und der ablehnenden Einstellung ihres Vaters zu Hamilton, obwohl dieser sich noch sehr schwer damit tut. Dann bricht der Krieg aus und verändert alles.


Im Hollywood der Gegenwart hat sich Chloe´, eine Schauspielerin und „Königin der Sterbeszenen“ in ein Drehbuch verliebt, das auf einer wahren Geschichte basiert, nämlich der von Esther und Hamilton. Zudem ist der Drehbuchautor Jesse ein Nachfahre von Hamilton. Chloe´kämpft um diese Rolle und bekommt sie letztendlich.

Chloe´ ist überzeugt, dass es die einzige, wahre Liebe gibt. Sie hat aber nach vielen Enttäuschungen Trost in ihrem Glauben gefunden. Auch Jesse hat sein ganz persönliches Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen, und wird immer noch von seiner Schuld erdrückt. So sind beide zunächst etwas überfordert, als aus Freundschaft Liebe wird.


Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Jedes Kapitel ist einer Person zugeordnet, was mir sehr gut gefallen und die Zeitsprünge übersichtlicher gemacht hat.


Obwohl mir alle 4 Protagonisten gleich sympathisch waren habe ich Esther besonders in mein Herz geschlossen. Für ihre Zeit finde ich sie sehr fortschrittlich, denn sie spricht offen aus, was sie fühlt und denkt und scheut auch keine Auseinandersetzung mit ihrem Vater.

Allen 4 haben eine Gemeinsamkeit: ihren Glauben, aus dem sie Kraft für ihr Leben schöpfen.


Mehr überzeugt hat mich allerdings der Handlungsstrang um Esther und Hamilton; insbesondere ihr unerwartetes Zusammentreffen nach etlichen Jahren war für mich eine runde Sache, das Happy End der Gegenwart war mir dann doch zu „hollywoodlastig“.



Insgesamt gesehen ein netter Roman, der mich aber nicht wirklich mitreißen konnte

Veröffentlicht am 14.11.2019

Die hohe Kunst des Ausmistens und ihre Folgen

Der ist für die Tonne
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Ich habe schon einige Bücher von Ellen Berg gelesen. Über dieses habe ich mich besonders gefreut, behandelt es doch eine meiner Schwachstellen: ich kann mich nur sehr schwer von Dingen trennen.
Hannah ...

Ich habe schon einige Bücher von Ellen Berg gelesen. Über dieses habe ich mich besonders gefreut, behandelt es doch eine meiner Schwachstellen: ich kann mich nur sehr schwer von Dingen trennen.
Hannah ist Wohnungsentrümplerin und bringt systematisch Ordnung in jedes Chaos. Ihr nächster Auftrag ist sehr speziell: sie soll die zugerümpelte Villa der neusten Flamme ihrer Freundin Tess bewohnbar und aus dem flodderigen Hippielook des Angeschmachteten eine Augenweide machen. Es folgt ein aberwitziges Ringen um jedes Stück Inventar zwischen Pascal und Hannah, das mir beim Lesen schon die eine oder andere Lachträne in die Augen getrieben hat, und ein überraschender Leichenfund sorgt zudem für Aufregung.
Dieses Buch ist wie ein Überraschungsei: es ist Ratgeber, Frauenroman, Liebesroman und softer Krimi in einem und regt zur Selbstreflexion an. Der Schreibstil ist wie immer flüssig, lässt sich angenehm lesen, hat die richtige Dosis Humor und ist äußerst amüsant. Ich bin sofort in die Handlung eingetaucht, weil mir die Protagonisten und auch die Nebenfiguren fast durchweg sympathisch waren. Mit Hannah habe ich nach Lösungen gesucht, sich nicht in den Freund der besten Freundin zu verlieben; bei Pascals sinnlichen Ausführungen über Wein habe ich gebannt an seinen Lippen gehangen; Marie-Lus spirituelle Lebensweisheiten sind teilweise sicherlich Ansichtssache und Tess als drama-queen … ohne Worte.
Ellen Berg hat wieder einmal alles richtig gemacht und mir unterhaltsame Lesemomente geschenkt. Danke dafür.