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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2022

Generationskonflikte

Zwischen Himmel und Meer
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Ich wähle Bücher auch sehr oft nach dem Cover aus, und auch bei diesem hat mir die abgebildete ländliche Idylle sehr gefallen, dazu noch kombiniert mit einer Familiengeschichte mit 3 Generationen starker ...

Ich wähle Bücher auch sehr oft nach dem Cover aus, und auch bei diesem hat mir die abgebildete ländliche Idylle sehr gefallen, dazu noch kombiniert mit einer Familiengeschichte mit 3 Generationen starker Frauen. Leider hat der Inhalt dann aber doch in vielen Punkten nicht dem Bild entsprochen, das das Cover vermittelt hat.
3 Frauen einer Familie – Großmutter, Tochter und Enkelin – stehen im Mittelpunkt des 1. Bandes der Jahreszeiten-Saga. Alle 3 haben zum Teil schon über viele Jahre Probleme miteinander und daher den Kontakt abgebrochen.
Dank des angenehmen Schreibstils lässt sich die Geschichte der Frauen flüssig lesen. Jedes Kapitel ist einer Person zugeordnet, so dass man zumindest einen kleinen Einblick in ihr bisheriges Leben bekommt. Allerdings gibt es auch einige Wiederholungen, die unnötige Längen verursachen. Ich bin leider mit keiner der drei Frauen so richtig warm geworden. Viele Entscheidungen und Handlungen waren für mich nicht nachvollziehbar.
Mir hat auch der Bezug zum „Frühling“ der Jahreszeiten-Saga gefehlt und vor allem zum Meer, denn das rauschte höchstens im Hintergrund.
Das Ende hat ja noch viele Fragen offen gelassen, aber ich bin mir (noch) nicht sicher, ob ich die Folgebände noch lesen werde.
Insgesamt ein Roman, der gut unterhält, meine Erwartungen aber nicht erfüllt hat.

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Veröffentlicht am 07.04.2022

Höhen und Tiefen einer Ehe

Weil ich dich liebe, deine Annie
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Als Annie eine Krebsdiagnose bekommt beschließt sie, Sam vorerst nicht einzuweihen. Stattdessen beginnt sie, für ihn einen Wegweiser für alle Eventualitäten des Lebens ohne sie zu schreiben.
Annie und ...

Als Annie eine Krebsdiagnose bekommt beschließt sie, Sam vorerst nicht einzuweihen. Stattdessen beginnt sie, für ihn einen Wegweiser für alle Eventualitäten des Lebens ohne sie zu schreiben.
Annie und Sam sind seit etlichen Jahren zusammen und haben schon so manche Höhen und Tiefen im Laufe ihres Lebens durchschritten. Zweifel, ob sie dies auch gemeinsam geschafft haben, sind mir allerdings im Laufe der Geschichte doch gekommen.
Ach, Annie, habe ich sehr oft gedacht, wenn ich sie aufgrund ihres für mich nicht nachvollziehbaren Verhaltens Sam gegenüber gerne mal durchgeschüttelt hätte. Aber auch Sam steht ihr mit seinem kindischen Verhalten in nichts nach. Beide Protagonisten haben mich Nerven gekostet, da ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Unter Liebe verstehe ich auf jeden Fall etwas Anderes. Der Lichtblick in diesem Buch war für mich die Entwicklung von Ursula, die mich positiv überrascht hat.

Insgesamt guter Durchschnitt

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Veröffentlicht am 05.04.2022

Tödliches Geheimnis

Die Rezeptur: Thriller
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Auch im neuen Band der Zons-Reihe „Die Rezeptur“ war ich bereits nach dem Lesen des Prologs nahezu süchtig nach mehr und habe wieder einmal mit viel Neugier und gespannter Erwartung Oliver Bergmann und ...

Auch im neuen Band der Zons-Reihe „Die Rezeptur“ war ich bereits nach dem Lesen des Prologs nahezu süchtig nach mehr und habe wieder einmal mit viel Neugier und gespannter Erwartung Oliver Bergmann und Bastian Mühlenberg bei ihren Ermittlungen in Zons begleitet.

Im gegenwärtigen Handlungsstrang geht es Schönheitschirurgen an den Kragen, im Zons der Vergangenheit sind es Mönche des Klosters.

Beide Zeitebenen bieten Spannung auf durchgehend hohem Niveau und durch beständige Zeitsprünge gibt es immer wieder Cliffhanger am Ende der Kapitel. Das Buch aus der Hand zu legen – nahezu unmöglich! Dafür sorgt allein schon der mitreißende Schreibstil von Catherine Shepherd.
Insbesondere der Teil im mittelalterlichen Zons hat mich dieses Mal besonders gefesselt – das Zusammenfügen der „Puzzleteile“ um die Ingredenzien der Rezeptur war schon eine Heidenarbeit.

Das Ende war für mich wieder überraschend, aber in sich stimmig. Ein gelungener Thriller, der bestens unterhält und 5 Sterne verdient hat.

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Veröffentlicht am 31.03.2022

Fesselnder Abschluss

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein wilder Tanz
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Auch im 3. und leider letzten Teil um die Polizeiärztin Magda Mehring gibt es wieder tiefe Einblicke in das pulsierende Berliner (Nacht-)Leben Mitte der goldenen 20er Jahre. Magda hat zwischenzeitlich ...

Auch im 3. und leider letzten Teil um die Polizeiärztin Magda Mehring gibt es wieder tiefe Einblicke in das pulsierende Berliner (Nacht-)Leben Mitte der goldenen 20er Jahre. Magda hat zwischenzeitlich ihre Praxis für Frauen- u. Kinderheilkunde wieder eröffnet und kann sich über Mangel an Arbeit nicht beklagen. Ermittlungen ihres Mannes Kuno, in die sie als Polizeiärztin mit hineingezogen wird, erweisen sich für die beiden als äußerst gefährlich. Und dann ist da immer noch der Funken Hoffnung, den vor Jahren verschwundenen kleinen Otto wieder zu finden.
Der Titel „Das Leben, ein wilder Tanz“ passt besonders gut zu diesem Band, denn das Leben in Berlin zu dieser Zeit war wirklich wild, schillernd, voller dunkler Abgründe und alles andere als gewöhnlich. Historische Begebenheiten sind wieder gut in die Handlung integriert Wie bereits in den Vorbänden begleiten wir auch dieses Mal wieder die starken Frauen der Pension Bleibtreu bei ihren Vorhaben, ihrer Entwicklung oder der Verwirklichung ihrer Träume und Pläne.
Das Autorenduo hat auch mit diesem Band wieder einen fesselnden Einblick in die Berliner Zeitgeschichte gegeben, der mich fasziniert und bestens unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 29.03.2022

Amüsanter Krimispaß

Mord im Nord-Ostsee-Express
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Um des lieben Ehefriedens willen hat sich Thies zu einem Bildungsurlaub des VHS-Französisch-Kurses durchgerungen. Frühling in Paris sollte es werden. Stattdessen hat sich der Nord-Ostsee-Express im dicken ...

Um des lieben Ehefriedens willen hat sich Thies zu einem Bildungsurlaub des VHS-Französisch-Kurses durchgerungen. Frühling in Paris sollte es werden. Stattdessen hat sich der Nord-Ostsee-Express im dicken Schneegestöber in einer Schneewehe festgefahren. Und als ob das noch nicht genug Aufregung verursachen würde gibt es noch eine Leiche obendrauf. Die unbeliebte Latein-Lehrerin wurde ermordet. Sitzt der Täter etwas noch im Zug?
Thies hat gar keine Wahl – eingeschneit und vom so gut wie ohne Handyverbindung muss er allein ermitteln. Ungefragt wird er dabei von Kursleiter Picon begleitet, dessen Redefluss bei den Befragungen kein Ende nehmen will.
Aber auch in Fredenbüll ist einiges im Argen. Polizeianwärter Ole ist genauso von der Bildfläche verschwunden wie ein Elektroauto, die hochschwangere Nicole muss einspringen, und die hidde Kist wird kurzerhand zur Einsatzzentrale und Produktionsstätte der fischigen Köstlichkeiten (Rezepte gibt’s zum Schluss), die den schneeverwehten Bahnfahrenden per Helikopter zugestellt werden.
Die Kombination von dem friesisch herben, eher wortkargen Thies mit dem dauerquasselnden Picon – formidable, und auch unter den anderen Mitreisenden sind wieder herrlich skurrile Originale.
Ich mag diese Art von Humor und hatte wieder sehr unterhaltsame Lesestunden mit den lieb gewonnenen Fredebüllern.

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