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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2025

Mein erstes Mal Romantic Suspense

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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„Loverboy“ war mein erstes Mal mit Romantic Suspense – und es wird definitiv nicht das Letzte sein!

Schon seit einer Weile folge ich Antonia Wesseling auf Social Media und war immer mal wieder neugierig, ...

„Loverboy“ war mein erstes Mal mit Romantic Suspense – und es wird definitiv nicht das Letzte sein!

Schon seit einer Weile folge ich Antonia Wesseling auf Social Media und war immer mal wieder neugierig, ob ihr Schreibstil zu mir passt. Jetzt hab ich’s ausprobiert und weiß, dass ich mich jederzeit wieder an ihren Büchern bedienen kann :)

Die Geschichte war richtig spannend, ich war komplett drin. Die Hinweise wurden genau richtig gestreut: So, dass man beim Miträtseln auf die nächsten Wendungen kommen konnte, ohne dass sie einem dabei ins Gesicht sprangen.
Die Charaktere waren zwar anstrengend, aber auf die gute Art: Keine schwarz/weiß-Klischees, sondern komplexe Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten.

Auch das Hörbuch hat gut funktioniert. Die Sprecher:innen waren angenehm gewählt; ihre Lesegeschwindigkeit passte super zusammen, sodass man die Geschwindigkeit zu Beginn anpassen konnte, ohne zwischen den POVs ständig nachjustieren zu müssen.

Einziger Wermutstropfen: Das Cover ist ein absoluter Traum, aber der Farbschnitt … leider gar nicht meins. Also muss ich zunächst auf die zweite Auflage warten, bevor ich mir eine Trophäe fürs Regal holen kann ;)

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Caraval für Erwachsene

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Obwohl ich viel im Gothic-Genre unterwegs bin (sei es bei Büchern, Kleidung oder Musik), muss ich zugeben, dass mich da Cover von "Phantasma" (Kaylie Smith) erstmal eher abgeschreckt hat. Mit dem prominenten ...

Obwohl ich viel im Gothic-Genre unterwegs bin (sei es bei Büchern, Kleidung oder Musik), muss ich zugeben, dass mich da Cover von "Phantasma" (Kaylie Smith) erstmal eher abgeschreckt hat. Mit dem prominenten Totenschädel und den Rosen, dazu in dieser Metallicoptik, war es mir einen Touch too much. Allerdings verriet mir der Klappentext, dass es unsere Protagonistin eine Nekromantin ist und diesbezüglich konnte ich noch nie "Nein" sagen :D
Im Buch selbst waren der Goth alles andere als zu viel. Atmosphäre, Stimmung und Ästhetik waren einfach Chefskiss. Beim Lesen hatte ich insgesamt sehr viel Spaß. Wenn man "Caraval" (Stephanie Garber) kennt, wird man allerdings ziemlich schnell merken, dass hier viele Parallelen gezogen wurden. Nur richtet sich "Phantasma" an ein deutlich erwachseneres Publikum, was man sowohl an den Gewalt- als auch an den Spice-Szenen merkt. Das macht das Buch absolut nicht schlecht - nur halt recht vorhersehbar.
Ein echtes Highlight war die gelungene, zeitgemäße Darstellung von OCD. Auch wenn es immer mehr aufkommt, ist es doch noch immer recht selten, dass psychische Erkrankungen respektvoll und realistisch dargestellt werden. In "Phantasma" hat die Autorin ihre eigenen Erfahrungen verbaut und macht dies ausgezeichnet.
Unterm Strich: Wer Lust auf eine dunkle, ästhetische Geschichte hat und kein Problem damit hat, dass sie nicht gerade das Rad neu erfindet, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Humor top, Loveinterests flop

Blood of Hercules
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Ich bin etwas zwiegespalten, was Blood of Hercules angeht.

Auf der einen Seite: Der Humor ist absolut fantastisch. Ich habe selten so viel beim Lesen gelacht. Trocken, sarkastisch und einfach voll mein ...

Ich bin etwas zwiegespalten, was Blood of Hercules angeht.

Auf der einen Seite: Der Humor ist absolut fantastisch. Ich habe selten so viel beim Lesen gelacht. Trocken, sarkastisch und einfach voll mein Ding. Auch die Welt und die Figuren haben mir grundsätzlich sehr gefallen, insbesondere die Schlange als Sidekick.

Aber dann gibt’s eben auch die andere Seite: Die beiden Hauptloveinterests in diesem Band sind eider maximal unspannend. Nicht nur, dass sie hoch toxisch sind; ihr Verhalten geht auch durchgehend in eine sehr unangenehme und zugleich langweilige Richtung (non-con vibes). Ihre Dynamik mit der Protagonistin ist eher anstrengend als elektrisierend.
Die beiden anderen Loveinterests hingegen wirken sehr anziehend, insbesondere da sie bereits in ihrer Liebe zu einander gefestigt sind. Bete wirklich dafür, dass sie sehr viel mehr Auftritt in Band zwei haben!

Was sich für mich wirklich gezogen hat, war das Spartaner-Bootcamp. Klar, es soll hart sein, aber das war’s dann auch: "Alles tut weh, alle sind grausam, bitte lasst mich einfach sterben." Und das in Dauerschleife. Vielleicht war das sogar handwerklich clever, immerhin fühlt man mit der Protagonistin. Aber angenehm zu lesen war's nicht.

Am Ende werden einige frühere Szenen noch mal aus anderen Perspektiven gezeigt. An sich cool – aber diese Rückblicke hätten an der ursprünglichen Stelle sehr viel mehr Sinn gemacht. So waren die ursprünglichen Szene leider trocken und nicht wie verhofft spannend.

Fazit: Super Humor, tolle Nebencharaktere, aber leider auch toxische Loveinterests und ein langatmiger Mittelteil. Ich hoffe sehr, dass Band zwei die Stärken stärker ausspielt – das Potenzial ist definitiv da.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Queer in Köln

All the things (s)he said
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Ich habe Inkas TikToks schon öfters in meine Timeline gespült bekommen, dabei jedoch irgendwie nie gerafft, dass sie auch Bücher schrieb.
Erst bei "All the Things (s)he said" wurde ich auf auf ihre schriftstellerische ...

Ich habe Inkas TikToks schon öfters in meine Timeline gespült bekommen, dabei jedoch irgendwie nie gerafft, dass sie auch Bücher schrieb.
Erst bei "All the Things (s)he said" wurde ich auf auf ihre schriftstellerische Karriere aufmerksam und was soll ich sagen? Ich MUSSTE es lesen.
Eine Mittzwanzigerin, die in Köln wohnt und nicht weiß, was sie werden will, während alle anderen schon etwas geworden sind? Dazu noch die ersten Schritte mit Frauen, obwohl man schon seit Jahren weiß, dass man auch auf Frauen steht? Da konnte ich mich sofort identifizieren.
Ich wurde nicht enttäuscht. Man wird in ein Slice of Life geworfen, das für Genreverhältnisse richtig realistisch ist! Einzig die Gaypanic anbetracht der heißen WG nebenan, die einen natürlich zumindest teilweise sofort aufnimmt, war mir etwas zu viel, aber irgendwoher muss man ja auch eine Story bekommen, also ist darüber hinwegzusehen.
Ansonsten liebe ich Skye und ihre Hunde, sowie ihre Suche nach sich selbst. Jeder Schritt war so wundervoll nachvollziehbar, dass es richtig erfrischend war!
Die Sprecherin dazu war ein absoluter Traum. Sie passte wie die Faust aufs Auge, hat den Humor des Buches hervorragend wiedergespiegelt und ließ keinen Wunsch offen.
Gerne mehr davon!

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Starke Welt, schwächelnde Tiefen

Guardian 1. Seelenwächter
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Eins vorweg: Das hier ist eine Rezension aus westlicher Sicht. Leider habe ich nicht viel Ahnung von asiatischen Begebenheiten (weder in der Sprache, noch in der Kultur), also seht es mir bitte nach.

Was ...

Eins vorweg: Das hier ist eine Rezension aus westlicher Sicht. Leider habe ich nicht viel Ahnung von asiatischen Begebenheiten (weder in der Sprache, noch in der Kultur), also seht es mir bitte nach.

Was sofort heraussticht: die Welt. Richtig cool gemacht! Allein schon eine medusa-ähnliche Figur als Nebencharakter? Liebe ich. Auch das ganze Konzept rund um Seelenwächter ist angenehm anders als das, was man sonst so aus westlicher Fantasy kennt. Große Stärke des Buchs!

Leider fehlt’s den beiden Hauptfiguren an Tiefe. Sie sind zwar beide von Anfang an ganz offensichtlich heiß aufeinander, aber das war’s dann auch schon fast mit der Dynamik. Slowburn ist hier Fehlanzeige – außer man ist schon zufrieden, wenn sie’s nicht direkt im ersten Kapitel miteinander treiben.

Die Sprache ist recht simpel gehalten – fast schon so, als wäre das Buch für Kinder oder sehr junge Teenager geschrieben. Das steht für mich im starken Kontrast zu den erwachsenen Themen, die behandelt werden. Vielleicht ist das typisch für Light Novels, da fehlt mir der Vergleich. Aber für meinen Geschmack hat das nicht gut zusammengepasst.

Ein kleiner Übersetzungsfehler ist mir auch aufgefallen: Der Begriff „Nachname“ wurde genutzt, obwohl Familiennamen in der chinesischen Kultur vorne stehen (wie es im Buch auch der Fall ist).

Und dann gibt’s da noch einen Comic-Relief-Charakter mit eigener POV. Die hätte man sich ehrlich sparen können. Seine „witzigen“ Szenen wirken platt, aufgesetzt und unterbrechen den Rest der Story eher als dass sie was beitragen.

Fazit: Tolle Welt, spannende Idee – aber sprachlich und charakterlich leider nicht überzeugend umgesetzt. Wer sich aber an der Oberfläche wohlfühlt und einfach was Frisches sucht, könnte trotzdem seinen Spaß haben.

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