Düster, atmosphärisch und undurchsichtig, ein wahrer Grusel-Krimi!
WolfskälteWeitab vom schottischen Festland liegt die einsame Insel Eadar. Wind, Wetter und Wellen ausgesetzt, leben hier nur rund zweihundert Einwohner, die sich hauptsächlich vom Fischfang ernähren. Als ein junger ...
Weitab vom schottischen Festland liegt die einsame Insel Eadar. Wind, Wetter und Wellen ausgesetzt, leben hier nur rund zweihundert Einwohner, die sich hauptsächlich vom Fischfang ernähren. Als ein junger Mann tot unter dem Leuchtturm aufgefunden wird, sieht sich die Glasgower Polizeiinspektion genötigt, zwei ihrer Inspektoren zur Aufklärung der Situation zu entsenden. Bei Sturm und gefährlich hohem Wellengang treffen Georgina Lennox und ihr Kollege Richard Stewart auf der Insel ein und werden freundlich empfangen. Doch das Blatt wendet sich, und bald stellt sich Frage, ob die Gerüchte und Sagen aus der Vergangenheit doch bis ins Heute reichen?
Die Bucht auf dem Cover sieht recht friedlich aus, im Kriminalroman dagegen geht es hoch her. Nicht nur das ungemütliche, ja bedrohliche Wetter umtost die Insel und sorgt für eine düstere Atmosphäre, auch die beiden Inspektoren bekommen es mit unheimlichen Geschehnissen, unerklärlichen Phänomenen und letztendlich auch zunehmend verschlossenen Inselbewohnern zu tun. Sehr ungewöhnlich sind die Reaktionen, Mauern des Schweigens werden errichtet und Georg wie auch Richie stoßen an scheinbar ausweglose Grenzen. Es hat mich sehr beeindruckt, wie lebendig und intensiv Laura McClusky das Setting wie auch die unheimlichen Ereignisse schildert. Man ist gefangen und gefesselt, wird reichlichst in die Irre geführt und auch wenn mich der atemberaubende Showdown und die Aufklärung des Falles nicht hundertprozentig überzeugen konnte, war der Kriminalroman doch so unheimlich und schaurig, dass er unbedingt fünf Sterne verdient!