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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2019

Außergewöhnlich!

Jenseits von schwarz
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Als Jo Rheinhart, Chef eines Security-Unternehmens, seine Wachrunde in einer Entzugsklinik dreht, wird er grundlos überfallen. Und am Folgeabend ein weiteres Mal von zwei bewaffneten Männern. Doch diesmal ...

Als Jo Rheinhart, Chef eines Security-Unternehmens, seine Wachrunde in einer Entzugsklinik dreht, wird er grundlos überfallen. Und am Folgeabend ein weiteres Mal von zwei bewaffneten Männern. Doch diesmal war er vorbereitet und wehrt sich.
Rheinhart, genannt Zombie, ist bekannt für seine Aggressionen und gerät unter Mordverdacht. Kommissarin Eddie Beelitz, selbst kein Fan von Rheinhart, nimmt die Ermittlungen ohne Ansehen der Person auf und erkennt bald, das der Fall nicht ganz so einfach ist, wie er zunächst scheint. Der Kreis der Verdächtigen erweitert sich…

Lucie Flebbe schreibt locker, fließend und modern, und so liest sich auch das Buch! Man taucht sofort ein in Eddies und Zombies Welt, die die Autorin abwechselnd erzählen lässt. So erschließt sich dem Leser die Situation aus zwei Perspektiven, Details werden offenbart und auch die Gefühle kommen nicht zu kurz.
Zwei liebenswerte Protagonisten, die sich – jeder auf seine Weise – durch den Alltag kämpfen, stoßen hier aufeinander, könnten unterschiedlicher nicht sein, und harmonieren doch.

Die Story ist spannend, sehr realistisch und lässt den Leser schmunzeln, gibt aber auch Anlass zum Nachdenken. Ein Krimi, der sich wie im Fluge lesen lässt, fesselnd und unterhaltsam – absolut empfehlenswert! Nach 317 Seiten kann man einfach nicht glauben, dass er schon zu Ende ist… mehr davon!

Veröffentlicht am 05.07.2019

Böse, düster, absolut fesselnd!

Küstenstill
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Hardy Finkel war 20 Jahre beim BKA und kommt, nachdem seine Welt zusammengebrochen ist, wieder auf die Füße. Mit seiner Freundin Lara und deren Sohn Benni lebt er in Greifswald und muss sich nun in sein ...

Hardy Finkel war 20 Jahre beim BKA und kommt, nachdem seine Welt zusammengebrochen ist, wieder auf die Füße. Mit seiner Freundin Lara und deren Sohn Benni lebt er in Greifswald und muss sich nun in sein neues Kommissariat einleben und an die neuen Kollegen gewöhnen. Bereits an seinem ersten Arbeitstag werden er und seine Partnerin Greta Silber mit einer grausam verstümmelten Leiche konfrontiert. Kaum starten die Ermittlungen, wird eine zweite, brutal ermordete Frauenleiche gefunden. Ein Serienmörder, der selber rätselhafte Hinweise hinterlässt? Hardy und Greta sind dem Täter auf der Spur und obwohl sie sich gerade erst kennen gelernt haben, macht ihnen so schnell keiner was vor…
Elias Haller schreibt flüssig, lässig, gut verständlich und sehr detailreich (großes Kopfkino!). Die Protagonisten sind sympathisch und durchwegs authentisch, man schließt eigentlich beide gleich ins Herz und erfährt im Laufe der Ermittlungen, dass sie beide keine einfache Vergangenheit hatten und an den daraus resultierenden Nachwirkungen knabbern.
Ein Thriller, der den Atem nimmt, unheimlich dicht und ohne Unterlass spannend ist! Und dabei voller unvorhersehbarer Wendungen und Überraschungen strotzt! Bis zuletzt ist der brutale und grausame Mörder nicht auszumachen!
Fesselnde Lektüre, absolut empfehlenswert und wahrlich hinterhältig!

Veröffentlicht am 02.07.2019

Fesselnd, undurchschaubar, absolut spannend!

Die Stille des Todes
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Abend in der Stadt, leere Straßen - das Cover strahlt trotz der Beleuchtung Düsternis aus. „Die Stille des Todes“ verspricht im Klappentext einen spannenden Thriller.
Doppelmorde, die vor zwanzig Jahren ...

Abend in der Stadt, leere Straßen - das Cover strahlt trotz der Beleuchtung Düsternis aus. „Die Stille des Todes“ verspricht im Klappentext einen spannenden Thriller.
Doppelmorde, die vor zwanzig Jahren stattgefunden haben, werden nun kopiert: Tote gleichaltrige Paare werden auf ungewöhnliche und brutale Weise ermordet und nackt an historischen Orten drapiert. Doch der Mörder sitzt im Gefängnis… Inspector Ayala und seine Kollegin Inspectora Gauna nehmen die Spur auf.
Ganz ehrlich: für mich war das der beste Thriller seit Langem! Trotz der etwas gewöhnungsbedürftigen baskischen Namen nimmt er den Leser sofort gefangen, ist flüssig geschrieben und sorgt durch detailreiche Beschreibungen und viel Lokalkolorit für großes Kopfkino! Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab, man erfährt (und erahnt) Stück für Stück, wie aus einem Menschen ein Mörder werden kann, und kann ihn doch nicht entlarven.
Eva García Sáenz hat einen wunderbaren Stil, Gefühle kommen nicht zu kurz und die Ergebnisse der Ermittler nehmen den Leser mit auf eine düstere Achterbahnfahrt: kaum meint man, dem Mörder auf die Spur zu kommen, ergibt sich eine überraschende Wendung. Und bis zum Schluss bleibt der Täter im Dunklen…
Ich kann diesen Thriller nur wärmstens empfehlen und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung! Absolut gut gelungen, spannend, fesselnd und undurchschaubar bis zum Ende!

Veröffentlicht am 22.06.2019

Witzig, unterhaltsam, spannend und klug durchdacht!

Nur Uschi kochte schärfer
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Das Cover erinnert entfernt an die Eberhofer-Krimis – der Untertitel „Dorfkrimi“ macht die Liebhaber von Regionalkrimis neugierig!
Was den Leser dann erwartet, ist allerdings mehr: ein handfester Krimi ...

Das Cover erinnert entfernt an die Eberhofer-Krimis – der Untertitel „Dorfkrimi“ macht die Liebhaber von Regionalkrimis neugierig!
Was den Leser dann erwartet, ist allerdings mehr: ein handfester Krimi mit einem hochengagierten „Ermittlerteam“, das sich unbedingt aufeinander verlassen kann – und akribischer Spurensuche, die schnell zum Erfolg führt!
Eingebettet in eine Geschichte, die voller Sprachwitz erzählt wird, vor überraschenden Wendungen nur so strotzt und vor allem ganz besonders liebenswerte Protagonisten beschreibt. Familie Jupp Backes kommt vielleicht anfangs ein bisserl einfältig und naiv daher – aber die Drei haben es faustdick hinter den Ohren! Kein Detail entgeht ihnen, kein kleinster Hinweis wird übersehen…
Ein absolut kurzweiliger und unterhaltsamer Krimi, der den Leser an den umfang- und trickreichen Ermittlungen teilhaben lässt, für jede Menge Schmunzelmomente sorgt und trotzdem völlig schlüssig und perfekt durchdacht ist!
Eine Geschichte für Leser, die es nicht unbedingt so blutrünstig brauchen, sondern viel Spaß an klugen Ideen und witzigen Dialogen haben und sich an einer einfallsreichen Ermittlungsarbeit erfreuen!

Veröffentlicht am 10.06.2019

Wirklich mega-spannend!

Das Haus der Mädchen
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Das Cover ist ein Hingucker – der Bezug zum Titel perfekt: „Das Haus der Mädchen“ beeindruckt schon auf den ersten Blick.
Leni, die eine schlimme Jugend auf dem Land verbracht hat, wagt ihre ersten Schritte ...

Das Cover ist ein Hingucker – der Bezug zum Titel perfekt: „Das Haus der Mädchen“ beeindruckt schon auf den ersten Blick.
Leni, die eine schlimme Jugend auf dem Land verbracht hat, wagt ihre ersten Schritte in die Unabhängigkeit: sie hat eine Stelle als Praktikantin in einem schicken Hamburger Verlag ergattert und glücklicherweise auch ein bezahlbares Zimmer in einer großen WG gefunden. Selbst schüchtern, unsicher und unerfahren, trifft sie schon bei Ihrer Ankunft auf die wunderschöne und lebenslustige Vivienne. Gegensätze ziehen sich an und die beiden werden schnell zu Freundinnen. Doch Vivienne verschwindet nach einer Verabredung spurlos. Und die korrekte Leni fühlt sich verpflichtet, die Suche aufzunehmen. Ungeahnt begibt sie sich in tödliche Gefahr…
Es ist ganz fantastisch, wie Andreas Winkelmann es versteht, den Leser einerseits in die „heile Welt“ der Normalität zu entführen, und andererseits ein Bild des Grauens zeichnet. Beide Realitäten werden so raffiniert verknüpft, dass die Spannung nicht abreißt, man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Selbst blutigste Verbrechen sind so realistisch dargestellt, das man sich die Szenerie richtig vorstellen kann, das erzeugt Gänsehaut! Und andererseits fühlt man mit der sympathischen Leni mit, rätselt, und hofft auf einen guten Ausgang. Überraschende Wendungen nicht ausgeschlossen! Ein gelungener Thriller, den man unbedingt empfehlen kann!