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Veröffentlicht am 18.01.2020

Emotionsloser, oberflächlicher New-Adult-Roman

Ich darf dich nicht lieben
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Jessy zieht von Kalifornien an die Ostküste der USA, um dort ein Studium zu beginnen und ihrer Vergangenheit zu entfliehen. Hier möchte sie erst einmal ihr Leben ordnen, ganz ohne Männer. Doch sie hat ...

Jessy zieht von Kalifornien an die Ostküste der USA, um dort ein Studium zu beginnen und ihrer Vergangenheit zu entfliehen. Hier möchte sie erst einmal ihr Leben ordnen, ganz ohne Männer. Doch sie hat die Rechnung ohne den älteren Alex gemacht, den sie gleich nach Ankunft kennenlernt.

Leider hat mir dieser Roman überhaupt nicht gefallen. „Forbidden Feelings – Ich darf dich nicht lieben“ ist der erste Roman einer Reihe, in welcher es – wie der Name schon sagt – um verbotene Beziehungen geht. Dementsprechend war ich gespannt, was mich hier erwartet, doch bereits nach etwa 140 Seiten musste ich mich fragen, wo hier eigentlich das Problem liegt. Für mich gab es keines. (Um nicht zu spoilern, gehe ich nicht näher darauf ein.) Etwa zum gleichen Zeitpunkt war zwischen den Protagonisten Jessy und Alex bereits so viel abgehandelt, dass ich mir Gedanken machte, was denn nun auf den nächsten 200 Seiten noch passieren sollte.
Das College-Flair, auf das ich mich gefreut hatte, kam überhaupt nicht bei mir an, genauso wenig wie die Charaktere der Protagonisten. Jessy ist eine 20-jährige Studentin, stellt sich allerdings in ihrem überdramatisierenden Verhalten wesentlich jünger dar. Mehr als einmal hätte ich sie gerne zur Therapie geschickt, ich war nur genervt. Den Gegenpart Alex habe ich auch nicht richtig verstanden, einerseits zeigt auch er nicht das reife Verhalten eines 33-Jährigen, andererseits spricht er mit Jessy wie ein Vater mit seinem Kind. Prickelnde Spannung konnte ich zwischen den beiden nicht wahrnehmen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich die Geschichte ziemlich oberflächlich und emotionslos erlebt habe. Zwar wird immer wieder betont, wie besonders oder einzigartig sich die beiden gegenseitig finden und hin und weg voneinander sind. Von mir ernteten diese kitschigen Abschnitte stets ein Augenrollen, begleitet mit der Frage: Warum? Die Protagonisten kennen sich überhaupt nicht!
Immer mal wieder hatte ich den Eindruck, dass etwas in der Handlung übergangen wurde oder Informationen fehlen. Außerdem war alles schon mal dagewesen, ich hätte mich über einen Touch Originalität gefreut.
Der Schreibstil der Autorin ist zwar flüssig, war mir aber zu einfach. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich es beschreiben soll. Vielleicht wäre unausgereift ein guter Ausdruck.

Kurz und gut, ich habe mich sehr gelangweilt. Die Charaktere fand ich uninteressant und nervig, die Dialoge zwischen den Protagonisten waren mir viel zu kitschig und theatralisch. Die Handlung zu konstruiert. Ich habe das Buch nicht beendet. Meiner Meinung nach gibt wesentlich bessere Romane dieses Genres.

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Veröffentlicht am 17.01.2020

Thriller plus+

Die Stille des Todes
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Inspector Ayala und seine Kollegin Inspectora Gauda müssen sich mit einem äußerst rätselhaften Fall befassen. Ein Serienmörder, der zwanzig Jahre zuvor eine Reihe von rituellen Morden beging, führt plötzlich ...

Inspector Ayala und seine Kollegin Inspectora Gauda müssen sich mit einem äußerst rätselhaften Fall befassen. Ein Serienmörder, der zwanzig Jahre zuvor eine Reihe von rituellen Morden beging, führt plötzlich nach dieser langen Zeit seine Mordserie fort. Komisch ist nur, dass sich der Täter bereits verurteilt wurde und sich zur Zeit noch in Haft befindet. Hat man damals etwa den falschen verhaftet? Denn der vermeintliche Mörder hat einen Zwillingsbruder... Die Ermittler sind besorgt, denn die Mordserie folgt einem gnadenlosen Zeitplan.

Was dieses Buch angeht, bin ich ziemlich hin-und hergerissen. Die Idee der rituellen Serienmorde und deren Aufklärung fand ich spannend, die Einarbeitung der baskischen Kultur war mir allerdings zu viel. An für sich mag ich es, wenn ein Buch mein Interesse für ein bestimmtes Thema weckt. Auch hier habe ich im Anschluss verschiedene Medien genutzt, um das Baskenland etwas kennen zu lernen. Während des Lesens hat mich die Fülle an Informationen über die dortige Kultur jedoch etwas vom eigentlichen Thema, den Serienmorden und den Ermittlungen dazu, abgelenkt. Mein Lesefluss war deutlich eingeschränkt, vor allem wegen der vielen baskischen Namen, an die man sich erst einmal gewöhnen musste.
Das Ermittlerduo fand ich sympathisch, trotzdem blieben mir die beiden Inspectoren weitgehend fremd. So richtig warm wurde ich mit den Figuren nicht. Auch die Liebe zwischen Unai und seiner Vorgesetzten Alba, fand ich roh und viel zu schnell entwickelt. Es fühlte sich manchmal etwas fehl am Platze an.
Die Geschichte ist wirklich spannend, aber nicht fesselnd. Ich hätte mir mehr Tempo gewünscht, denn der für die Ermittlungen betonte Zeitmangel wurde nicht gezeigt.

Dieser Thriller ist anders, eine Mischung zwischen Thriller, Kulturführer und Familiendrama. Obwohl mich dieses Buch nicht hundertprozentig überzeugt hat, werde ich den Folgeband lesen. Das gewisse Etwas ist nämlich definitiv vorhanden. /3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Konnte mich emotional überhaupt nicht berühren

Finde mich. Jetzt
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Mal wieder hat sich für mich gezeigt, dass man nicht jedem Hype um ein Buch nachgeben muss! Diese Geschichte hat mich emotional leider überhaupt nicht erreicht.
Gegen den flüssigen Schreibstil habe ich ...

Mal wieder hat sich für mich gezeigt, dass man nicht jedem Hype um ein Buch nachgeben muss! Diese Geschichte hat mich emotional leider überhaupt nicht erreicht.
Gegen den flüssigen Schreibstil habe ich nichts einzuwenden, es fehlten mir allerdings die zwischenmenschlichen Töne, und auch die Entwicklung der Beziehung beider Protagonisten kam für mich absolut zu kurz. Die Idee dahinter, einen unschuldig in Haft genommenen Teenager nach Jahren wieder auf die Welt loszulassen, in der er sich integrieren muss, fand ich super interessant. Im Nachhinein ist in der Story aber nicht viel passiert, nur das ewige hin-und-her in Liebesdingen. Ich habe wirklich mehr erwartet. Vor allem, und das passiert mir wirklich selten, konnte ich mir bis zum Schluss kein richtiges Bild von Tamsin und Rhys machen, optisch und auch ihre Persönlichkeiten betreffend. Gefühlt waren die beiden keine jungen Erwachsenen, sondern ältere Kinder. So manches Verhalten konnte ich einfach nicht nachvollziehen, und dann rezitieren doch beide mal so ganz nebenbei Zeilen aus literarischen Texten. (Wer kann sowas??) Die Brücke, die es gebraucht hätte, um diese Diskrepanz zu überwinden, konnte meiner Meinung nach von der Autorin nicht geschaffen werden. Die Handlung an sich fand ich letztendlich nicht wirklich spannend, stellenweise konstruiert, zu einfach gelöst und vorhersehbar. / 2,5 Sterne

Für Band 2 kann ich mich höchstwahrscheinlich nicht erwärmen.

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Veröffentlicht am 11.01.2020

Viel mehr als eine Liebesgeschichte

Cassia & Ky -- Die Auswahl
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Stell dir vor, du lebst in einer Gesellschaft, die alles überwacht – ALLES. In der Zeit, in der Poesie, Worte und Wissen so wertvoll sind und vor allem selektiert werden, es so schwer ist (...)„gegen die ...

Stell dir vor, du lebst in einer Gesellschaft, die alles überwacht – ALLES. In der Zeit, in der Poesie, Worte und Wissen so wertvoll sind und vor allem selektiert werden, es so schwer ist (...)„gegen die Strömung der Gesellschaft anzuschwimmen“(...), steht die junge Cassia zwischen zwei jungen Männern, und beiden bringt sie Gefühle entgegen. Eine Wahl treffen darf sie offiziell nicht, dies übernehmen Funktionäre des Systems für sie. Wen von beiden liebt sie wirklich, oder liebt sie etwa beide?

Gleich zu Anfang ist mir der Schreibstil positiv aufgefallen. Sehr zart und vorsichtig, fast schon poetisch erzählt Ally Condie die Geschichte von Cassia und Ky, die sich durch eine Verwechslung im Zuge der hochoffiziellen Verpaarung von Cassia näher kennen lernen.
Mit der Handlung hatte ich in den ersten Kapiteln so meine Schwierigkeiten. Diese dystopischen Welt und deren Bewohner empfand ich als erschreckend nüchtern und eintönig. Naja, kontrolliert eben. Von Kapitel zu Kapitel und Entdeckung zu Entdeckung, entwickelt sich dort aber nicht nur eine romantische Liebesgeschichte, sondern auch ein tiefes (Ein-)Verständnis hinsichtlich eines stillen Aufstandes für den Traum einer selbstbestimmten Zukunft.
Cassia und Ky verlieben sich ohne Erlaubnis des restlos kontrollierenden Systems ineinander, dürfen dies im Außen aber nicht zeigen, da ihnen ansonsten Sanktionen drohen. Darum spielt sich so vieles im Verborgenen ab. Was im Außen nicht blühen darf, entsteht tief im Inneren. Und genau dies hat die Autorin durch Ihren Erzählstil wunderbar transportieren können. Es war mir, als entwickle ich mich mit, als stünde ich auf und kämpfte selbst für meine Würde und meine Entscheidungsfreiheit. Dieses Buch hat mich sehr berührt.
Unzureichend dargestellt fand ich den Punkt, an dem Cassias Interesse an Ky aufflammt. Ich habe lange darüber nachgedacht, warum die Protagonistin ihr Herz so unwiderruflich an Ky verloren hat. Zwischenzeitlich empfand ich die Charaktere außerdem als ziemlich flach, doch in einer Gesellschaft, in der alles unter Kontrolle steht, kann man sich auch nicht entfalten oder Gefühle zeigen. Im Nachhinein fand ich es sogar sehr stimmig.

Ein Buch über die Liebe, über die menschliche Würde, Zusammenhalt und Vertrauen. Für mich überraschend tiefsinnig mit einem herzzerreißenden Ende.

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Veröffentlicht am 03.01.2020

Alles schon mal dagewesen

Herz in Reparatur
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Das Buch hat mich ziemlich gelangweilt, die Story war zu vorhersehbar und von dieser makellosen Protagonistin brauchte ich ab und an eine Pause. Zu oft war ich genervt von den platten Sprüchen und bemüht ...

Das Buch hat mich ziemlich gelangweilt, die Story war zu vorhersehbar und von dieser makellosen Protagonistin brauchte ich ab und an eine Pause. Zu oft war ich genervt von den platten Sprüchen und bemüht witzigen Passagen, das war so gar nicht meins. Die Figuren werden nur oberflächlich angerissen und manchmal hatte ich das Gefühl, dass Situationen oder Begegnungen mitten in der Handlung einfach gekappt wurden.
Wem es gefällt, dem sei es gegönnt....

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