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Veröffentlicht am 22.01.2023

Besonders!

Alle Farben meines Lebens
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Gold ist die Farbe der Reinheit, Grün steht für Stabilität und ein bestimmtes Blau für Traurigkeit. Schon als Kind entdeckt Alice, dass sie den Gemütszustand anderer Menschen in Farbe sehen kann. Die Auren ...

Gold ist die Farbe der Reinheit, Grün steht für Stabilität und ein bestimmtes Blau für Traurigkeit. Schon als Kind entdeckt Alice, dass sie den Gemütszustand anderer Menschen in Farbe sehen kann. Die Auren verraten Alice, ob ihr Gegenüber die Wahrheit sagt oder lügt, glücklich ist oder heimlich den Tränen nah. Ihr eigenes Leben in die Farben des Glücks zu tauchen, das gelingt ihr zunächst dennoch nicht. Ausgerechnet die Natur liefert der Großstadtpflanze, die bisher jeden Kaktus kleinkriegt, einen ersten Hinweis. Ihre lebenskluge Nachbarin zeigt ihr die Richtung. Und die Begegnung mit einem Mann, dessen Farben sie überraschenderweise nicht erkennen kann, leitet Alice auf ihrer Suche nach all den bunten, leuchtenden Facetten des Lebens.

„Alle Farben meines Lebens“ ist das neue Buch von Cecelia Ahern. Ich liebe die Bücher der Autorin und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht.
Cecelia Ahern erzählt mit ihrem wundervollen Schreibstil die Geschichte von Alice. Alice wächst mit zwei Brüdern bei einer psychisch kranken Mutter auf und entwickelt eine ganz eigene Form der Synästhesie. Sie kann die Emotionen anderer Menschen als Farben sehen und wird bei Kontakt von ihnen beeinflusst.
Die Geschichte wird aus Alice Sicht erzählt aber der Leser ist eher ein Beobachter ihres Lebens. Die einzelnen Abschnitte springen von ihrer Kindheit und Jugend in die Gegenwart und auch das gibt es ein paar Zeitsprünge. Aber das alles sehr gelungen und gut miteinander verwoben.
Die Autorin hat mir Alice Story viele tiefgehende Themen miteinander verknüpft, wodurch das Buch wirklich besonders wird. Alice steht im Vordergrund, mit ihrer Angst jemanden körperlich wie auch emotional an sich heranzulassen und ihren verzweifelten Versuchen, alle anderen abzublocken und einfach normal leben zu können. Es ist unglaublich spannend aber auch berührend, wie Alice die Menschen wahrnimmt und auch das erkennt, was tief unter der Oberfläche verborgen ist.
Aber es geht auch um die Menschen um Alice herum. Darum, wie Menschen im Umgang miteinander funktionieren und dass viele Menschen von tiefliegenden Dingen beherrscht werden, die nur die wenigsten zu Gesicht bekommen.
Die Geschichte steuert nicht auf ein großes Finale oder Ereignis zu. Sie erzählt in einem ganz eigenen Tempo von Alice Leben, von Anfang bis Ende. Das hat es für mich noch intensiver gemacht.
Alice Entwicklung zu verfolgen hat mich fasziniert und bewegt. So ein Buch habe ich noch nie gelesen und ich finde, es ist im Gesamten unglaublich gut gelungen.

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Veröffentlicht am 19.01.2023

Nicht ganz so gut, wie die Vorgänger

Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts (Die Kinderärztin 3)
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Berlin 1929: Marlene von Weilert genießt ihren Erfolg als Ärztin an der Kinderklinik Weißensee, privat aber leidet sie, weil ihre Ehe mit Maximilian bisher kinderlos geblieben ist. Marlene entscheidet ...


Berlin 1929: Marlene von Weilert genießt ihren Erfolg als Ärztin an der Kinderklinik Weißensee, privat aber leidet sie, weil ihre Ehe mit Maximilian bisher kinderlos geblieben ist. Marlene entscheidet sich schließlich, für die Familienplanung beruflich kürzer zu treten. Doch dann wird das Antibiotikum Penicillin entdeckt, und Marlene brennt darauf, das Wundermittel zu erforschen. Es könnte Tausenden Kindern das Leben retten. Marlene ist hin und hergerissen zwischen beruflicher Pflicht und persönlichem Glück. Ihre Schwester Emma, inzwischen Oberschwester der Kinderklinik, hat Sorgen ganz anderer Art: Ihr Sohn Theodor verbringt immer mehr Zeit mit Freunden, die sich politisch radikalisieren. Theodor droht ihr zu entgleiten, doch Emma ist fest entschlossen, um ihren Sohn und gegen die neuen politischen Kräfte zu kämpfen.

„Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts“ von Antonia Blum, ist der dritte Band der Reihe um die Ärztin Marlene und die Krankenschwester Emma.
Band eins spielt 1911, Band zwei 1918 und dieses Buch 1929. Die Bücher sind zwar in sich abgeschlossen, sollten meiner Meinung nach aber in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, um die Entwicklung der Figuren und der Klinik richtig mitzuverfolgen.
Wer die ersten beiden Bücher kennt weiß, dass die Autorin gut über die jeweilige Zeit recherchiert und immer so einiges Wichtiges aus der Zeit behandelt.
Dieses Mal geht es um die Entdeckung des Penicillins, die stetig steigende Macht der NSDAP, der Wechsel der Denkweise von jungen Frauen und über das Rollen- und Familienbild der damaligen Zeit.
Schade fand ich, dass die Entdeckung und Erforschung des Penicillins nur am Rande behandelt wird und keine so richtig große Rolle spielt. Da hatte ich durch den Klappentext mehr erwartet.
Gut gefallen hat mir der Umgang mit der NSDAP. Die Autorin hat auch in den Bänden zuvor, den Krieg gekonnt aus der Sicht der Daheimgebliebenen behandelt und sich nicht in politische Erläuterungen verstrickt. Auch dieses Mal erleben wir es eher aus der Sicht von Emma und ihrem Sohn Theodor. Theodor gerät immer wieder in Schwierigkeiten, weil Emma und Kurt Sozialdemokraten sind und dies auch an ihre Kinder weitergegeben haben. Um dazuzugehören eignet sich Theodor das Gedankengut aus Hitlers „Mein Kampf“ an und verbringt immer mehr Zeit mit der Hitlerjugend. Die Autorin beschreibt sehr gut, wie die Jugendlichen damals für die Partei gewonnen wurden und sich teils aus Überzeugung und teils durch das Gruppengefühl engagiert haben. Daneben haben wir Emmas Sicht, die als besorgte Mutter zwischen den Stühlen Familie und Arbeit steht.
Ein bisschen übertrieben fand ich es, dass beide Schwestern Eheprobleme haben und beide Ehen kurz vor dem Aus stehen.
Die Probleme der Kinderklinik durch die neue Oberin fand ich spannend, denn so hat die Autorin nebenbei den Wandel der Gedanken von jungen Frauen eingeflochten. Die Selbstdarstellung und das Selbstausleben durch Make-Up, Schmuck und Kleidung wurden damals immer wichtiger. Das wurde gut dargestellt.
Es ist wieder sehr viel in diesem Buch passiert und ich muss gestehen, dass ich manche Erzählstränge nicht unbedingt gebraucht hätte. So war alles ein wenig oberflächlich und sprunghaft. Aber trotzdem war die Geschichte wieder spannend und gut recherchiert. Das Ende hat mir auch gefallen. Ich freue mich schon auf das nächste Buch.

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Gottes Güte schmecken

Gottes Güte schmecken
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Schmecken Sie das Leben! Genießen Sie die Gemeinschaft! Finden Sie Gott! Sie sind herzlich eingeladen!

Wir hungern nach so viel mehr, als nur nach Essen. Wir hungern danach, zu kennen und gekannt zu werden. ...

Schmecken Sie das Leben! Genießen Sie die Gemeinschaft! Finden Sie Gott! Sie sind herzlich eingeladen!

Wir hungern nach so viel mehr, als nur nach Essen. Wir hungern danach, zu kennen und gekannt zu werden. Danach, akzeptiert, verstanden und geliebt zu sein. Könnte es sein, dass Essen nicht nur dazu gedacht ist, um unsere Bäuche zu füllen? Sondern auch, um einen Ort zu schaffen, an dem Gott uns begegnen und unsere Herzen füllen kann?

Machen Sie sich mit Margaret Feinberg auf eine Entdeckungstour durch die Bibel. Sie werden überrascht sein, wie oft sich Gott dadurch offenbart, dass wir sein Wesen schmecken können! Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl - hinein in eine neue Begegnung mit Gott.



Als ich „Gottes Güte schmecken: Das Geheimnis, das Leben mit allen Sinnen zu genießen“ von Margaret Feinberg zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich an ein Kochbuch. Das Cover zeigt so lecker aussehende Speisen und dann noch der Titel. Aber schon beim Lesen des Klappentextes habe ich gemerkt, dass dieses Buch eben kein Kochbuch ist aber sich doch sehr mit dem Essen und mit der dazugehörigen Verbindung zu Gott und der Bibel auseinandersetzt.

Das Buch ist in mehrere Kapitel gegliedert und befasst sich in jedem mit einem Lebensmittel, welches auch in der Bibel seine Heimat hat. So z.B. Fisch, Oliven oder Salz.

Die Autorin schreibt fließend und erzählt lebensnah von ihren eigenen Erlebnissen mit diesen Lebensmitteln. Denn, sie hat zu jedem davon eine ganz eigene Reise unternommen. So ist sie zum Fische fangen an den See Genezareth gereist oder in ein Salzbergwerk gefahren, um die Herkunft des Salzes kennenzulernen.

Sie zieht zu jedem Lebensmittel die Verbindung zu den passenden Bibelstellen und gibt spannende Blickwinkel auf die jeweiligen Erzählungen in der Bibel. Dadurch hat sich mir der ein oder andere Gedankengang neu entfacht. Oftmals musste ich schmunzeln, weil ich so noch nie über dieses oder jenes nachgedacht habe. Die Autorin nennt natürlich die Bibelstellen und die passenden Verse dazu.

In den Kapiteln gibt Margaret Feinberg auch noch schöne Anregungen, wie man das Essen als Tätigkeit wieder bewusster in den Alltag einbinden kann.

Am Ende der Kapitel gibt es immer Rezepte, passend zum grade gelesenen.

Alles wird durch eine wirklich schöne Gestaltung und viele tolle Fotos bereichert.

Ich finde, das Buch ist ein gelungenes Werk mit schönen Erzählungen, tollen Bibelversen, leckeren Rezepten (auch wenn es kein Kochbuch ist) und schönen Anregungen, wie man in alldem Gott begegnen und die Beziehung zum Herrn vertiefen und genießen kann. Perfekt zum selber lesen oder verschenken.

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Viele kreative Tipps zum Bibellesen

99 Ideen fürs Bibellesen
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Viele von uns würden gern mehr in der Bibel lesen, aber in der Realität setzt sie dann doch oft Staub an im Regal. Dieses kleine Büchlein lässt das »Ich müsste eigentlich mal wieder in der Bibel lesen ...

Viele von uns würden gern mehr in der Bibel lesen, aber in der Realität setzt sie dann doch oft Staub an im Regal. Dieses kleine Büchlein lässt das »Ich müsste eigentlich mal wieder in der Bibel lesen …« links liegen und findet kreative, neue und überraschende Ideen, die man einfach ausprobieren möchte. Und ehe man sich's versieht, nimmt man die Bibel wieder viel häufiger zur Hand und entdeckt ganz neue Schätze fürs eigene Leben.

„99 Ideen fürs Bibellesen“ von Ulrich Wendel und Tabea Tacke überrascht direkt mit einem hochwertigen Erscheinungsbild. Das Büchlein kommt in einem handlichen Format, als Hardcoverausgabe. So eignet es sich perfekt als Geschenk.
Im Inneren hat mir die Gestaltung sehr gut gefallen. Pro Seite gibt es ein oder zwei Tipps zum Bibellesen. Die Seiten sind richtig schön gestaltet, teilweise sogar optisch passend zum Ratschlag.
Die Tipps sind sehr unterschiedlich, so dass für jeden etwas dabei sein dürfte. Mal sind es leicht umzusetzende Tipps, wie das Lesen von Bibelversen in verschiedenen Sprachen und manchmal sind es etwas aufwändigere bzw. tiefgründigere Vorschläge, bei denen man sich wirklich intensiv mit einzelnen Bibelstellen auseinandersetzen kann.
Mir gefällt das Buch richtig gut und ich werde bestimmt noch öfter darin blättern und den ein oder anderen Tipp ausprobieren.

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Super für Manga-Neulinge

Mixed-up First Love 01
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Was für ein Schultag für Aoki! Zuerst leiht ihm seine Sitznachbarin, für die er heimlich schwärmt, einen Radiergummi und er ist vollkommen aus dem Häuschen. Dann entdeckt er auf dem Radierer den Namen ...

Was für ein Schultag für Aoki! Zuerst leiht ihm seine Sitznachbarin, für die er heimlich schwärmt, einen Radiergummi und er ist vollkommen aus dem Häuschen. Dann entdeckt er auf dem Radierer den Namen seines Mitschülers Ida und ist entsetzt! Und es kommt noch schlimmer: Der Radierer kullert aus seiner Hand und landet direkt vor Ida! Was soll Aoki tun? Etwa den anderen Jungen glauben lassen, dass er selbst in ihn verliebt sei?

„Mixed-up First Love 01“ von Wataru Hinekure und Aruko ist der erste Band der Reihe. Die Kapitel des Mangas sind eigentlich einzeln in einer Zeitschrift erschienen und wurden dann in Sammelbänden zusammengefasst, die jetzt zum Glück übersetzt wurden.
Ich habe zwar schon mal One-Piece gelesen aber bin sonst ein ziemlicher Manga-Neuling. Aber aufgrund des Klappentextes habe ich mich an „Mixed-up First Love“ gewagt und war sofort verzaubert.
Der Zeichenstil ist echt süß und nicht zu überdreht. Die Figuren sind witzig und mir hat es gut gefallen, wie die Emotionen und Gedanken der Figuren rüberkommen.
Die Geschichte ist eine süß-witzige Verwechslungsgeschichte, die ein paar kleine Überraschungen bereit hält.
Ich habe Aoki sehr gerne begleitet und war dadurch auch fix am Ende von Band eins. Umso größer ist dann die Vorfreude auf die weiteren Bände.

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