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Langeweile

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2020

Rachegelüste

Verhasstes Blut
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Inhalt übernommen:

Ein ermordetes Paar, eine vermisste Frau tot unter Zweigen versteckt, ein verstörter Junge, der eine Jacke aus menschlicher Haut trägt: Drei brutale Vorgänge im Thüringer Wald alarmieren ...

Inhalt übernommen:

Ein ermordetes Paar, eine vermisste Frau tot unter Zweigen versteckt, ein verstörter Junge, der eine Jacke aus menschlicher Haut trägt: Drei brutale Vorgänge im Thüringer Wald alarmieren Sonderermittler Ruben Hattinger. Er sieht Ähnlichkeiten mit einem Fall, der fünf Jahre zurückliegt, doch seitdem sitzt der Täter in einer psychiatrischen Klinik. Hat Ruben damals den Falschen überführt?

Eigentlich ein exzentrischer Einzelkämpfer, wird der erfahrene Kommissar zur Teamarbeit gezwungen. Schon bald stößt seine neue Kollegin Eva Lange, die er von früher kennt, zwischenmenschlich an ihre Grenzen. Doch dann geschehen zwei weitere Morde, die alles von den beiden abverlangen.

Meine Meinung:

Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Dem etwas exzentrisch wirkenden Ermittler Ruben Hattinger werden zwei Ermittler zur Seite gestellt,mit denen er sich arrangieren muss,obwohl er eigentlich kein Teamplayer ist.Schnell stellt sich heraus, dass es bei den aktuellen Mordfällen Bezüge zu einem fünf Jahre zurückliegenden Fall gibt.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, die kontinuierlich hin und her wechseln, dadurch bleibt ein durchgehend hoher Spannungsbogen garantiert. Ich habe die ganze Zeit mitgerätselt, wäre aber nie im Leben auf die Lösung, welche ganz am Schluss präsentiert wurde, gekommen.
Es ist sicherlich keine leichte Kost, das ein oder andere Mal lief mir eine dicke Gänsehaut über den Körper. Kommissar Hattinger konnte man nur bewundern, wie er es schaffte, jegliche Emotionen an den gruseligen Tatorten auszublenden und sich voll auf die Ermittlungen zu konzentrieren, was letztendlich dann auch zum Erfolg führte.

Fazit:

Gerne empfehle ich diesen spannenden Thriller weiter und freue mich schon auf neue Fälle mit dem außergewöhnlichen Kommissar.


Veröffentlicht am 09.10.2020

Brutal und spannend

Rache, auf ewig (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 3)
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Inhalt übernommen:

Ein Mann wird in einem Gewächshaus festgehalten. Unter ihm wächst der Bambus, Zentimeter für Zentimeter. Bis ihn die spitzen Sprossen stechen. Bis sie ihn durchbohren. Bis sie ihn ...

Inhalt übernommen:

Ein Mann wird in einem Gewächshaus festgehalten. Unter ihm wächst der Bambus, Zentimeter für Zentimeter. Bis ihn die spitzen Sprossen stechen. Bis sie ihn durchbohren. Bis sie ihn qualvoll töten.

Profiler Jan Grall und Rabea Wyler haben schon viele verstörende Fälle bearbeitet, doch was sie an diesem Tatort vorfinden, treibt sie an ihre Grenzen. Ein albtraumhaftes Spiel gegen die Zeit beginnt, denn „der Erlöser“, wie der Täter sich nennt, wird nicht ruhen, bis seine Rache vollkommen ist.

Meine Meinung:

Das Buch ist nach dem Alphabetmörder und Rapunzel mein ,das dritte Buch des Autors ,in welchem er sich nochmal gesteigert hat.
Nicht nur Profiler Jan Grall und seine Kollegin Rabea Wyler geraten des Öfteren an ihre Grenzen,auch meine Nackenhaare sträubten sich beim Lesen mehrfach. Der Täter geht noch einem genauen Plan und äußerst skrupellos vor. Über seine wirklichen Motive blieb man lange Zeit im Unklaren,dann jedoch wurde sein Geheimnis gelüftet. Die Kaltblütigkeit und Raffinesse in seinem Vorgehen, waren kaum zu überbieten.
Erneut hat mir der schnörkellose und detailgetreue Schreibstil des Autors sehr gut gefallen. Die bereits zu Beginn aufgebaute Spannung wurde durchgehend gehalten und sogar an der ein oder anderen Stelle noch weiter gesteigert.

Fazit:

Eine absolute Empfehlung für Thrillerfans mit starken Nerven.

Veröffentlicht am 07.10.2020

Liebe mit Anlaufschwierigkeiten

Warten auf den Wind
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Inhalt übernommen:

Südafrika, 1976: Das Leben von Katrien Neethling ist behütet und vorhersehbar – bis eine schreckliche Tragödie die Familie erschüttert. In dieser schwierigen Situation findet Katrien ...

Inhalt übernommen:

Südafrika, 1976: Das Leben von Katrien Neethling ist behütet und vorhersehbar – bis eine schreckliche Tragödie die Familie erschüttert. In dieser schwierigen Situation findet Katrien in ihrer Familie nicht den Halt, den sie braucht. Als aufmüpfiger Teenager eckt sie überall an und fühlt sich schließlich als Außenseiter. Als sie hört, dass in den Townships die Polizei auf schwarze Schulkinder schießt, wird ihr Urvertrauen in die Welt endgültig erschüttert. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war ... Polen, 1980: Der Student Wladek Kowalski will seinem Land zur Unabhängigkeit verhelfen. Er schließt sich der wachsenden Gewerkschaftsbewegung um Lech Walesa an und geht schließlich in den Untergrund. Aber er fliegt auf und muss fliehen. Sein Weg führt ihn nach Südafrika, zu seinem Onkel Jakob und dessen Frau Grietje. Dort begegnet er der Aktivistin Katrien Neethling …

Meine Meinung:

In diesem Buch hat die Autorin mehrere Themen erfolgreich verarbeitet. Es geht um Rassismus (ein leider immer noch aktuelles Thema), Apartheid ,die Schwierigkeiten rund um die Gewerkschaftsbildung von Lech Walesa und natürlich auch um Liebe.
Katrin war mir von Beginn an sympathisch,ihre kämpferische Art entwickelte bei mir immer einen gewissen Beschützerinstinkt.
Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, auch wenn es zu Anfang an einigen Stellen etwas zähflüssig war.
Zu Wladek habe ich erst später einen Zugang gefunden, dann jedoch hat er mir sehr gut gefallen. FürKatrien war er mehr als einmal der Fels in der Brandung,da sie sich durch ihre Hilfsbereitschaft,aber auch ihre Naivität öfter in Gefahr brachte.
Die Aufarbeitung der verschiedenen Themen gefiel mir gut, obwohl ich mir an manchen Stellen etwas mehr Ausführlichkeit erwartet hätte.

Fazit

Ein Buch, was ich trotz kleiner Schwächen, sehr gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 27.09.2020

Drei Familien - drei Schicksale

Und die Welt war jung
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Inhalt übernommen:

Januar 1950: In Hamburg, Köln und San Remo begrüßt man das neue Jahrzehnt. Das letzte hat tiefe Wunden hinterlassen: in den Städten, in den Köpfen und in den Herzen. Gerda und Heinrich ...

Inhalt übernommen:

Januar 1950: In Hamburg, Köln und San Remo begrüßt man das neue Jahrzehnt. Das letzte hat tiefe Wunden hinterlassen: in den Städten, in den Köpfen und in den Herzen. Gerda und Heinrich Aldenhovens Haus in Köln platzt aus allen Nähten. Heinrichs Kunstgalerie wirft längst nicht genug ab, um all die hungrigen Mäuler zu stopfen. In Hamburg bei Gerdas Freundin Elisabeth und deren Mann Kurt macht man sich dagegen weniger Sorgen um Geld. Als Werbeleiter einer Sparkasse kann Kurt seiner Familie eine bescheidene Existenz sichern. Nach mehr Leichtigkeit im Leben sehnt man sich aber auch hier. Schwiegersohn Joachim ist noch immer nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Margarethe, geborene Aldenhoven, hat es von Köln nach San Remo verschlagen. Das Leben an der Seite ihres italienischen Mannes scheint sorgenfrei, doch die Abhängigkeit von der Schwiegermutter quält Margarethe. So unterschiedlich man die Silvesternacht verbracht hat - auf Jöck in Köln, still daheim in Hamburg, mondän in San Remo -, die Fragen am Neujahrsmorgen sind die gleichen: Werden die Wunden endlich heilen? Was bringt die Zukunft?

Meine Meinung:

Obwohl ich mich von Anfang an in die Geschichte hineingezogen fühlte, hatte ich zu Beginn Probleme, die verschiedenen Personen den einzelnen Familien und Schauplätzen zuzuordnen. Zum Glück gab es am Beginn des Buches ein Personenregister mit einer Kurzbiografie, welches sehr hilfreich war. Nach kurzer Zeit jedoch konnte ich der Handlung mühelos folgen.
Am Schicksal der drei Familien war deutlich nachzuvollziehen, welche Wunden durch diesen unseligen Krieg geschlagen wurden und mit welchen Traumata die einzelnen Personen, auch Jahre nach Kriegsende, noch zu kämpfen hatten.
Es war jedoch auch deutlich die Hoffnung zu spüren, den Blick nach vorne zu richten und dem Schicksal die Stirn zu bieten.
Obwohl ich schon sehr viele Bücher gelesen habe, welche sich mit diesem Zeitraum der deutschen Geschichte beschäftigen, habe ich auch hier wieder einige Einzelheiten erfahren, die mir bis dahin unbekannt waren.
Der sehr emotionale Schreibstil machte es leicht, sich mit den einzelnen Personen zu beschäftigen und quasi ein Stück weit an ihrem Leben teilzunehmen.
Der Cliffhanger am Ende weckt meine Vorfreude auf den nächsten Teil.

Veröffentlicht am 24.09.2020

Das ungewöhnliche Ermittlerduo ist wieder im Einsatz

Totengräbertal: Englischer Tanz
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Inhalt übernommen:

Ein toter Engländer? Ist nur der Anfang. Eddi, der Totengräber der fränkischen Kleinstadt Ochsenfurt, stolpert über Leichen und rätselhafte Botschaften. Mit dabei: Seine Freundin, deren ...

Inhalt übernommen:

Ein toter Engländer? Ist nur der Anfang. Eddi, der Totengräber der fränkischen Kleinstadt Ochsenfurt, stolpert über Leichen und rätselhafte Botschaften. Mit dabei: Seine Freundin, deren Eltern und Mesut, der selbsternannte Dönerdealer der alten Stadt am Main. Und während die Kripo ihre Jagd nach einem Mörder aufnimmt, spürt man im Schatten aktueller Todesfälle gemeinsam einem Rätsel nach, das vor über 800 Jahren seinen Anfang nahm. Ein Zeitenspiel um ein Geheimnis. Zu fantastisch, als dass es real sein könnte. Eigentlich.

Meine Meinung:

Bereits das erste Buch dieser Reihe hat mich ziemlich begeistert, deshalb war ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.Immer wenn im eher beschaulichen Städtchen Ochsenfurt etwas passiert ,sind Eddi und Mesut nicht weit und stürzen sich mit Feuereifer in die Ermittlungen.Diesmal haben sie noch Verstärkung von Eddis Schwiegereltern in spe ,die gerade zu Besuch weilen.Wie auch im vergangenen Buch ist es über weite Strecken nur mäßig spannend,was jedoch das Lesevergnügen überhaupt nicht mindert.Es gibt sehr viel geschichtliche Fakten zu erfahren, die äußerst interessant sind. Außerdem lebt das Buch von den einzigartigen Dialogen zwischen Mesut und Eddi.Zum Schluss zieht der Spannungsbogen an und es kommt zu einer schlüssigen Aufklärung.Bitte weiter so.