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Veröffentlicht am 08.09.2019

Ricarda - eine Frau geht ihren Weg

Die Ärztin: Das Licht der Welt
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Inhalt übernommen :
Brandenburg, 1876: Aufgewachsen auf Schloss Freystetten, als Tochter des Gärtners, scheint der Weg der 13-jährigen Ricarda vorgezeichnet.
Ihr Schicksal ändert sich schlagartig, als ...

Inhalt übernommen :
Brandenburg, 1876: Aufgewachsen auf Schloss Freystetten, als Tochter des Gärtners, scheint der Weg der 13-jährigen Ricarda vorgezeichnet.
Ihr Schicksal ändert sich schlagartig, als sie der Tochter des Grafen das Leben rettet. Zum Dank darf das Mädchen bei Komtess Henriette in Berlin leben.
In ihrem imposanten Domizil Unter den Linden gehen die Damen der Gesellschaft ein und aus. Aber schon bald lernt Ricarda die Schattenseiten der Kaiserstadt kennen.
In den Armenvierteln kommen Kinder in schmutzigen Hinterhöfen zur Welt, erkrankte Frauen können sich keine Behandlung leisten. Mit der Zeit wächst in Ricarda der Wunsch, jenen zu helfen, um die sich kein Arzt kümmert.
Ein Medizinstudium ist Frauen in Deutschland verboten, doch Ricarda will für ihren Traum kämpfen. Da macht ihre Liebe zu einem Studenten plötzlich alles noch komplizierter...

Meine Meinung:

Die im Mittelpunkt stehende Protagonistin Ricarda, ist eine starke Frau, die sich gegen alle Widerstände ihren Weg im Leben erkämpft.
Die Autorin hat mich durch ihren leichten und eingängigen Schreibstil sofort in die Geschichte hineingezogen. Ich habe voller Spannung Ricardas Weg, der von etlichen Schwierigkeiten gezeichnet ist, verfolgt. Man macht sich heute manchmal gar nicht wirklich bewusst, wie wenig Rechte, dafür aber reichlich Pflichten, die Frauen in der damaligen Zeit hatten.
Ricarda steht stellvertretend für viele Frauen, die dafür kämpften, dass sie einen angemessenen Platz in der Gesellschaft bekommen.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich bin schon voller Vorfreude auf die Fortsetzung.

Fazit:
Von mir gibt es eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Ein Jahr im Leben der Madame Jeanne

Die kleine Welt der Madame Jeanne
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In diesem Buch begleitet man die 90-jährige Jeanne während eines gesamten Jahres.
Nach Jahreszeiten gegliedert, vertraut sie ihre Erlebnisse einem Tagebuch an. Sie berichtet über die kleinen und großen ...

In diesem Buch begleitet man die 90-jährige Jeanne während eines gesamten Jahres.
Nach Jahreszeiten gegliedert, vertraut sie ihre Erlebnisse einem Tagebuch an. Sie berichtet über die kleinen und großen Ereignisse, die ihr Leben bietet.
Für eine Frau ihres Alters ist sie noch relativ fit, fährt Auto, besucht regelmäßig den Gottesdienst und trifft sich mit ihren Freunden/Freundinnen, wobei das eine oder andere Glas Wein genossen wird.
Der leichte und lockere Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen,sodass ich das Buch mit großem Vergnügen an einem nachmittag gelesen habe.

Fazit:

Ein lesenswertes Buch, was von den kleinen und großen Ereignissen eines langen Lebens berichtet.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Sehr gelungenes Debüt

Kranichland
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Inhalt übernommen:

Die Groen-Schwestern wachsen im Ost Berlin der sechziger Jahre heran. Unterschiedlicher könnten die beiden Mädchen nicht sein: Charlotte, die ältere, brennt ebenso für den Sozialismus ...

Inhalt übernommen:

Die Groen-Schwestern wachsen im Ost Berlin der sechziger Jahre heran. Unterschiedlicher könnten die beiden Mädchen nicht sein: Charlotte, die ältere, brennt ebenso für den Sozialismus wie ihr Vater Johannes, der am Ministerium für Staatssicherheit Karriere macht.
Die künstlerisch begabte Marlene dagegen eckt überall an und verliebt sich Hals über Kopf in den Pfarrerssohn Wieland, der die DDR kritisch hinterfragt. Mit jedem Tag wächst die Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit. Als das Paar beschließt, in den Westen zu fliehen, trifft Marlenes Vater eine Entscheidung – mit fatalen Folgen...

Meine Meinung:

Mit ihrem Erstlingswerk ist es der Autorin gelungen, ein sehr emotionales Buch zu schreiben.
Eingebettet in historische Ereignisse, die im Jahre 1936 beginnen und bis in die heutige Zeit reichen, wird auf wechselnden Zeitebenen ,eine dramatische Familiengeschichte erzählt.
Sie beinhaltet mehrere Liebesgeschichten, die alle in einer Verbindung zueinander stehen, was nach und nach aufgelöst wird.
Der Schreibstil der Autorin hat mich von Anfang an in die Geschichte hinein gezogen, ich habe sie in relativ kurzer Zeit gelesen und bin schon gespannt auf das neue Buch von ihr Der Schreibstil der Autorin hat mich von Anfang an in die Geschichte hinein gezogen, ich habe sie in relativ kurzer Zeit gelesen und bin schon gespannt auf das neue Buch.

Fazit:

Von mir eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Außergewöhnlich und sehr schön

Der Gesang der Flusskrebse
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Inhaltlich übernommen:

Chase Andrews stirbt und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cover sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen ...

Inhaltlich übernommen:

Chase Andrews stirbt und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cover sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sand beenden. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya
sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen.

Meine Meinung:

Auf eine sehr schöne, leise und gefühlvolle Weise schildert die Autorin das Leben dieses außergewöhnlichen Mädchens.
Sie behandelt dabei in gleicher Weise die Liebe Kyas zu Natur und Pflanzen, als auch ihr Leben, dass größtenteils ohne Liebe und Fürsorge verläuft. Bis auf wenige Menschen in Ihrer Umgebung, die es gut mit ihr meinen und auf die sie auch in schweren Zeiten zählen kann, ist sie schon in frühester Jugend auf sich alleine gestellt.
Mich hat das Buch von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ich habe die Geschichte dieses außergewöhnlichen Mädchens mit atemloser Spannung verfolgt.

Fazit:

Ein Buch,was sich deutlich von der Masse abhebt ,nachdenklich macht und berührt. Von mir eine Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Rassendiskriminierung - leider immer noch aktuell

Ein anderer Takt
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Als in einem fiktiven Ort in den Südstaaten ein Farbiger sein Vieh tötet ,seine Felder vernichtet, sein Haus zerstört und mit seiner Familie den Ort verlässt und die gesamte schwarze Bevölkerung ihm folgt,sind ...

Als in einem fiktiven Ort in den Südstaaten ein Farbiger sein Vieh tötet ,seine Felder vernichtet, sein Haus zerstört und mit seiner Familie den Ort verlässt und die gesamte schwarze Bevölkerung ihm folgt,sind die anderen Anwohner fassungslos.
Wer soll denn jetzt die Arbeit verrichten ,für welche sich die Weißen zu schade sind, ist nur eine der Fragen, die man sich stellt.
Die Kluft zwischen Farbigen(Ich benutze ausdrücklich nicht das Wort Neger, obwohl es in diesem Buch mehrmals auftaucht),wird deutlich zum Ausdruck gebracht. Das Buch spielt in den 50 er Jahren, einige Relikte haben sich aber leider bis in die heutige Zeit erhalten.
Ich musste mich zuerst in den etwas ungewöhnlichen Schreibstil hereinfinden,dann jedoch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Es macht betroffen und regt zum Nachdenken an.