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Veröffentlicht am 22.06.2025

Beauty and the Bachelor

Beauty and the Bachelor
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"Beauty and the Bachelor" bietet einen faszinierenden Einblick in die Welt einer Dating-Show und kombiniert Romantik mit dem Reiz des Verbotenen. Obwohl nicht alles perfekt ist, sorgt die interessante ...

"Beauty and the Bachelor" bietet einen faszinierenden Einblick in die Welt einer Dating-Show und kombiniert Romantik mit dem Reiz des Verbotenen. Obwohl nicht alles perfekt ist, sorgt die interessante Prämisse für 4 von 5 Sternen.

Die Geschichte beginnt mit Vivian, die ihren Traumjob als Hauptkostümbildnerin bei der Show "Marry Me" antritt. Ihre Leidenschaft für Mode und ihre Freude am Job sind greifbar und herzerwärmend. Auf der anderen Seite steht Sebastian, der widerwillige Star der Show. Um das Familienunternehmen zu retten, muss er gemäß dem Testament seines verstorbenen Vaters heiraten – eine Vorstellung, die dem zynischen Junggesellen, der Frauen oft nur am Geld interessiert sieht, zuwider ist. Seine Mutter und Schwester haben ihn heimlich angemeldet, und so ist er auf der Suche nach einer Braut, auch wenn er nicht an die wahre Liebe glaubt.

Das erste Zusammentreffen von Vivian und Sebastian ist amüsant und schlagfertig. Vivian, die Sebastian direkt auf den Zahn fühlt, erkennt schnell, dass seine mürrische Fassade lediglich eine Schutzmauer ist. Es ist besonders spannend, die Dating-Show aus der Perspektive eines Mitarbeiters zu erleben und die Klischees der Kandidatinnen – von zickig bis geldgierig – zu beobachten.

Leider ändert sich die Dynamik, als Vivian gezwungen ist, selbst als Kandidatin einzuspringen. Obwohl sie das Format kennt, agiert sie überraschend unvorsichtig. Die anfänglich ansprechende Dynamik zwischen ihr und Sebastian bleibt bestehen; ihre hitzigen Dialoge sind unterhaltsam. Während Sebastian nach und nach tiefe Gefühle entwickelt, zögert Vivian und möchte die Show verlassen. Sebastians süße Gesten, um sie zum Bleiben zu bewegen, sind charmant, auch wenn Vivian ihre eigenen Fehltritte erst nach Ermahnungen erkennt.

Ein Schwachpunkt des Buches sind die künstlichen Szenen, die Vivians Großartigkeit unterstreichen sollen. Diese wirkten oft unauthentisch und überzogen. Auch eine "Damsel in Distress"-Szene mit Sebastian als Retter war eher unglücklich. Das Ende empfand ich persönlich als etwas zu kitschig.

Trotz dieser kleinen Makel fesselte der Anfang des Buches durch seine Idee und Umsetzung. Die Charaktere sind ansprechend gestaltet, auch wenn Vivians Darstellung als Kandidatin an Authentizität einbüßt. Insgesamt ist die Liebesgeschichte charmant und die Möglichkeit, hinter die Kulissen einer solchen Show zu blicken, macht das Buch zu einer interessanten Lektüre.

Veröffentlicht am 22.06.2025

Lichterloh - Stadt unter Ruß

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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"Lichterloh - Stadt unter Ruß" ist ein fesselnder Auftakt einer dystopischen Young-Adult-Trilogie, der mich mit seiner atmosphärischen Welt und seiner spannenden Handlung überzeugt hat. Ich vergebe 4 von ...

"Lichterloh - Stadt unter Ruß" ist ein fesselnder Auftakt einer dystopischen Young-Adult-Trilogie, der mich mit seiner atmosphärischen Welt und seiner spannenden Handlung überzeugt hat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen für diese Geschichte, die man förmlich beim Lesen husten lässt.

Wir tauchen ein in eine von Kohle dominierte Welt, in der der Himmel ständig vernebelt ist und ein einziger Funke katastrophale Folgen haben kann. In dieser Rußstadt leben die Schwestern Cleo und Gwynnie. Während Gwynnie heimlich an umweltfreundlichen Lösungen forscht, träumt Cleo davon, Schornsteinfegerin zu werden. Dieser Eliteberuf, der für die Sicherheit der mit Kohle betriebenen Stadt unerlässlich ist, wird innerhalb der Gilde vererbt – ein unerreichbarer Traum für eine einfache Fabrikarbeiterin. Doch Cleo hilft heimlich den Ärmsten, indem sie defekte Geräte repariert, die von den Schornsteinfegern sonst konfisziert würden.

Nach einem verheerenden Brand in einem Armenviertel eilt Cleo verbotenerweise zur Hilfe und löscht das Feuer. Überraschenderweise wird sie dafür nicht bestraft, sondern erhält die Chance, selbst Schornsteinfegerin zu werden. Die Geschichte entfaltet sich als eine klassische Heldenreise mit starker Kapitalismuskritik. Die strikte Trennung zwischen Arm und Reich, die Macht der Schornsteinfeger, die Geräte konfiszieren oder reparieren können, und das Ausnutzen dieser Position durch einige von ihnen, sind zentrale Themen. Die Reichen leben in der sauberen Oberstadt, während die Armen in immer rußigeren und ungesünderen Vierteln ums Überleben kämpfen.

Die Autorin schafft eine Welt, in der unsere heutigen elektrischen Geräte noch mit Kohle betrieben werden – ein faszinierender Gedanke über die Auswirkungen von Luftverschmutzung. Es gibt Andeutungen auf Alternativen zur Kohle, die den Mächtigen missfallen würden, was die Spannung für die kommenden Bände erhöht. Mehrere interessante Wendungen deuten darauf hin, dass sich verschiedene Gemeinschaften für ein gemeinsames Ziel zusammenfinden könnten.

Dieses Buch ist eine alte Geschichte im neuen Gewand, die zeitlos funktioniert. Es ist eine dystopische Erzählung, die zum Nachdenken anregt und trotz der ernsten Thematik gut verständlich ist. Basierend auf Inhalt und Gruselfaktor halte ich die Altersempfehlung von 12 Jahren, anstatt der vom Verlag angegebenen 14, für angemessen. Man darf gespannt sein, wie sich die Geschichte weiterentwickelt!

Veröffentlicht am 22.06.2025

Lonely Hearts Club

Lonely Hearts Club. Healing
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"Lonely Hearts Club" ist ein leises und tiefgründiges Buch, das mich besonders durch seine sensible Herangehensweise an Mental-Health-Themen überzeugen konnte. Es behandelt Einsamkeit, Erwartungsdruck ...

"Lonely Hearts Club" ist ein leises und tiefgründiges Buch, das mich besonders durch seine sensible Herangehensweise an Mental-Health-Themen überzeugen konnte. Es behandelt Einsamkeit, Erwartungsdruck und psychische Belastungen auf eine nachvollziehbare und einfühlsame Weise, ohne dabei zu erdrückend oder belehrend zu wirken. Die gelungene Balance zwischen Lovestory, emotionaler Tiefe und Hoffnung macht es zu einem besonderen Leseerlebnis, für das ich 4 von 5 Sternen vergebe.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, mitreißend und bildhaft. Das Setting, das zwischen der rauen französischen Küste und Paris wechselt, empfand ich als erfrischend anders und sehr ansprechend.

Die beiden Protagonisten, Clara und Milly, sind sehr unterschiedlich, wirken aber beide auf ihre Weise authentisch. Milly hat mich mit seiner Reife und reflektierten Art besonders beeindruckt und der Geschichte viel Ruhe und Stabilität verliehen. Clara hingegen blieb für mich stellenweise schwer greifbar, und ihre Entscheidungen waren nicht immer vollständig nachvollziehbar. Das On-Off ihrer Beziehung zog sich an manchen Stellen etwas in die Länge, und Momente mangelnder Kommunikation oder kindlicher Reaktionen störten den Lesefluss leicht.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte hat mich die Geschichte tief berührt. Das Buch erzählt auf sanfte, aber eindringliche Weise von inneren Kämpfen, dem Prozess der Heilung und dem Mut, wieder Vertrauen zu fassen.

"Lonely Hearts Club" ist eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige, emotionale Geschichten mit Tiefgang und einer schönen Atmosphäre schätzen. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und Hoffnung spendet.

Veröffentlicht am 22.06.2025

Braver Than Ever

Braver Than Ever
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"Braver Than Ever" von Larissa Schira, der zweite Band der London-Hope-Reihe, ist eine fesselnde Lektüre, die nicht nur eine zarte Liebesgeschichte, sondern auch ein wichtiges Mental-Health-Thema beleuchtet. ...

"Braver Than Ever" von Larissa Schira, der zweite Band der London-Hope-Reihe, ist eine fesselnde Lektüre, die nicht nur eine zarte Liebesgeschichte, sondern auch ein wichtiges Mental-Health-Thema beleuchtet. Ich vergebe 4 von 5 Sternen für dieses Buch, das mir wunderschöne Lesestunden beschert hat.

Der Schreibstil der Autorin ist bemerkenswert: bildreich, spannend und abwechslungsreich. Diese Wortwahl zieht einen sofort in die Geschichte hinein und lässt die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders gut gefiel mir, dass auch dieser Band aus der Perspektive zweier Personen erzählt wird – der von Alice und der von Josh. Dies ermöglicht einen tiefen Einblick in die Gefühlswelten beider Protagonisten und macht ihre Entwicklung noch nachvollziehbarer.

Die Geschichte zeichnet sich durch eine langsam anlaufende Liebesbeziehung aus, die geschickt mit Elementen des Journalismus und der Thematisierung von AD(H)S verwoben ist. Letzteres Thema wird sensibel und authentisch behandelt, was der Erzählung eine besondere Tiefe verleiht. Die Art und Weise, wie die Charaktere mit ihren Herausforderungen umgehen und sich dabei näherkommen, hat mich sehr berührt. Zudem waren die Anspielungen auf Super Mario eine charmante und unterhaltsame Ergänzung, die dem Buch eine zusätzliche, persönliche Note verliehen.

Ich hatte große Schwierigkeiten, dieses Buch aus der Hand zu legen, da die Mischung aus Emotionen, Charakterentwicklung und der thematischen Tiefe einfach fesselnd war. "Braver Than Ever" ist eine klare Empfehlung für alle, die eine Liebesgeschichte suchen, die Herz und Verstand gleichermaßen anspricht.

Veröffentlicht am 07.06.2025

Loving Lucas

Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas
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𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Diesen Brüdern kann niemand widerstehen.
LUCAS PRESTON muss sich um seine fünf jüngeren Brüder kümmern. Täglich um 19 Uhr bringt er den Jüngsten ins Bett. Täglich um Mitternacht klopft er bei Laney ...

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Diesen Brüdern kann niemand widerstehen.
LUCAS PRESTON muss sich um seine fünf jüngeren Brüder kümmern. Täglich um 19 Uhr bringt er den Jüngsten ins Bett. Täglich um Mitternacht klopft er bei Laney – die für ihn längst mehr ist als seine beste Freundin.
LANEY SANDERS war ein einsames Einzelkind – bis sie in das Leben der Preston Family eintauchte und Lucas kennenlernte. Seit Jahren fragt sie sich, ob er dasselbe fühlt wie sie. Doch sie weiß, dass er seit dem Tod seiner Mutter für seine Geschwister da sein muss.

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Dies ist der erste Teil der Reihe "Preston Brothers", der die Geschichte von Lucas Preston und Laney erzählt.

Jay McLeans Schreibstil ist fesselnd und zugänglich. Sie verbindet romantische Elemente gekonnt mit ernsten Themen, wobei sie durch humorvolle Einlagen für eine angenehme Leichtigkeit sorgt. Ihre flüssige und unkomplizierte Sprache macht es dem Leser leicht, sich in die Gefühlswelt der Charaktere hineinzufühlen.

Die Geschichte wird aus Lucas' und Laneys Perspektive erzählt, wobei Rückblenden Einblicke in die Vergangenheit geben.

Die Handlung hat sich für mich stellenweise etwas in die Länge gezogen, teilweise war sie etwas zäh. Vor allem manche Szenen, die in der Vergangenheit, in der Kindheit von Laney und Lucas spielen, waren mir zu detailliert und etwas steif.
Zum Ende hin wurde es dann spannend und die Story hat eine Wendung genommen, die ich zwar kommen sah, die mich aber emotional dennoch gefesselt hat.

Familie Preston hat es mir sehr leicht gemacht, sie zu mögen. Die 7 Geschwister sind wundervoll, quirlig, alle sehr unterschiedlich und haben mich sofort für sich eingenommen.

Für Laney war die Großfamilie der Prestons ein Anker, der es ihr ermöglichte, leichter Vertrauen in ihre neue Umgebung zu fassen. Besonders Kathy spielte eine zentrale Rolle, indem sie Laney den dringend benötigten Mutterersatz bot, der ihr sehr guttat. Die vielfältigen Charaktere der Preston-Jungs trugen maßgeblich zu einer belebten und authentischen Atmosphäre bei, in der sich Laney sichtlich wohlfühlen konnte.
Leider hat mich Laneys Entwicklung im Laufe ihres Erwachsenwerdens etwas enttäuscht.

Das Buch befasst sich mit sensiblen und ernsten Themen wie der Verlust eines geliebten Menschen, häusliche Gewalt und Entfremdung, die von der Autorin jedoch äußerst glaubwürdig und ergreifend behandelt werden. Diese Darstellung verleiht der Geschichte eine bemerkenswerte Tiefe und hinterlässt beim Leser einen nachhaltigen Eindruck.

Ich wurde trotz meiner Kritikpunkte gut unterhalten und konnte den Roman kaum aus der Hand legen. Besonders die verschiedenen Charaktere und die witzigen Szenen innerhalb der Preston-Großfamilie haben mich begeistert und sorgten für ein angenehmes Lesegefühl.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Der Roman ist eine gelungene Geschichte, die es schafft, schwerwiegende Themen auf eine lockere und leichte Weise zu erzählen. Dabei wird die Erzählung immer wieder durch humorvolle Szenen aufgelockert.

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