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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

Ein ruhig erzählter Roman mit viel Liebe zum Detail!

Morgen sind wir wild und frei
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Darum geht es:
Anfang des 20. Jahrhunderts kreuzen sich in Oberammergau die Wege von drei Frauen, die kaum verschiedener sein könnten. Viktoria schlägt sich mühsam als alleinerziehende Mutter und Sekretärin ...

Darum geht es:
Anfang des 20. Jahrhunderts kreuzen sich in Oberammergau die Wege von drei Frauen, die kaum verschiedener sein könnten. Viktoria schlägt sich mühsam als alleinerziehende Mutter und Sekretärin durchs Leben und hat ihre eigenen Träume fast aufgegeben. Agnes gehört zu den ersten Frauen, die Architektur studieren, und muss sich ständig gegen Vorurteile behaupten. Elisabeth, eine junge Schneiderin, sehnt sich nach einem Zuhause, in dem sie ihr Leben selbst bestimmen kann. Gemeinsam beschließen sie, einen heruntergekommenen Berghof zu kaufen und dort frei von den engen gesellschaftlichen Erwartungen zu leben. Doch ihnen fehlt das Geld, und schon bald geraten ihre Pläne durch äußere Ereignisse und persönliche Schicksalsschläge in Gefahr. Trotz aller Widerstände halten sie an ihrer Idee fest. Wird ihr Traum Bestand haben?

Mein Leseeindruck:
Stephanie Schuster überzeugt mit einem sehr genauen und detailreichen Schreibstil. Ihre Beschreibungen wirken lebendig, sorgfältig und gut recherchiert. Besonders die Sehnsucht der drei Frauen nach Bildung, Freiheit und einem eigenen Weg vermittelt die Autorin glaubhaft und authentisch. Für mich hätte die Geschichte jedoch etwas mehr Schwung vertragen. Die Handlung verläuft ruhig, ohne große Höhen und Tiefen, sodass mich nicht alles gleichermaßen fesseln konnte. Auch zu den Hauptfiguren konnte ich emotional nicht ganz den Zugang finden. Sie blieben für mich etwas auf Distanz. Trotzdem lässt sich das Buch angenehm und flüssig lesen. Es ist eine stimmige, gut erzählte Geschichte, die man durchaus mögen kann. Bei mir persönlich hat sie jedoch keinen dauerhaften Nachhall hinterlassen.

Fazit:
3,5/5 Sterne! Ein ruhig erzählter Roman mit viel Liebe zum Detail. Ein schönes Buch für zwischendurch, aber für mich ohne großen Nachhall.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Ein Roman, der sanft berührt und spannend überrasch1t

Remain – Was von uns bleibt
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Darum geht es:
Tate Donovan versucht, nach dem Tod seiner Schwester wieder ins Leben zurückzufinden. Sein bester Freund gibt ihm einen neuen Auftrag als Architekt. Tate soll ein Sommerhaus auf Cape Cod ...

Darum geht es:
Tate Donovan versucht, nach dem Tod seiner Schwester wieder ins Leben zurückzufinden. Sein bester Freund gibt ihm einen neuen Auftrag als Architekt. Tate soll ein Sommerhaus auf Cape Cod entwerfen. Während dieser Zeit wohnt er in einem alten, charmanten Bed & Breakfast, dessen junge Besitzerin Wren ihn sofort fasziniert. Schon bald entwickelt Tate starke Gefühle für sie. Doch auf Wren lastet ein gefährliches Geheimnis aus der Vergangenheit, das ihr Leben bedroht. Tate will die junge Frau unbedingt retten, muss dafür jedoch erst die Wahrheit herausfinden. Dabei stößt er auf etwas Übernatürliches, das alles verändert. Am Ende bleibt die Frage, ob seine Liebe zu Wren so stark ist, dass sie sogar die Grenze zwischen Leben und Tod überwinden kann.

Mein Leseeindruck:
Ich habe schon lange keinen Roman mehr von Nicholas Sparks gelesen, weshalb ich besonders gespannt auf sein neues Projekt war. Der Roman ließ sich unglaublich angenehm lesen. Der Schreibstil von Sparks ist wie gewohnt flüssig und sorgt dafür, dass man mühelos durch die Seiten fliegt. Die Figuren, vor allem Tate und Wren, sind sehr liebevoll und klar gezeichnet. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre Gefühle und Beweggründe nachvollziehen. Überraschend fand ich den übernatürlichen Aspekt der Geschichte. Obwohl ich zunächst nicht damit gerechnet hatte, wirkte er keineswegs kitschig, sondern fügte sich harmonisch in die Handlung ein. Was mir im Vergleich zu anderen Sparks Romanen ein wenig gefehlt hat, waren die typischen Schmetterlinge im Bauch. Dieses ganz bestimmte Gefühl, das man sonst so oft mit seinen Liebesgeschichten verbindet. Dafür bringt der Roman jedoch einige Thriller-Elemente mit, die der Handlung eine spannende und unerwartete Dynamik verleihen. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen und mich durchgehend neugierig gehalten. Auch das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen und rundet die Geschichte stimmig ab.
Fazit:
4/5 Sterne! Insgesamt ein Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und der zeigt, dass Nicholas Sparks auch auf neuen erzählerischen Wegen überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Ein solider Abschluss!

Dirty Diana: Die Antwort
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Darum geht es:

Nach einer Phase der Distanz wollen Diana und Oliver ihre Beziehung retten. In der Paartherapie nehmen sich beide vor, den Funken zwischen ihnen wiederzufinden. Doch der Rat der Therapeutin ...

Darum geht es:

Nach einer Phase der Distanz wollen Diana und Oliver ihre Beziehung retten. In der Paartherapie nehmen sich beide vor, den Funken zwischen ihnen wiederzufinden. Doch der Rat der Therapeutin überrascht sie: kein Sex! Statt Leidenschaft stehen nun gemeinsame Abende, Gespräche und kleine Gesten im Mittelpunkt. Allmählich kehren Nähe und Vertrautheit zurück. Doch Diana verschweigt immer noch ihre Website, auf der sie die erotischen Fantasien anderer Frauen sammelt. Bald stellt sich die Frage, wie viel Offenheit und Ehrlichkeit ihre Ehe aushalten kann.



Mein Leseeindruck:

Mit diesem Band endet die Dirty-Diana-Trilogie, und auch wenn mich das Finale insgesamt gut unterhalten hat, bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück. Für mich war dieser dritte Teil deutlich stärker als sein Vorgänger, der zweite Band. Die Geschichte wirkt runder, etwas fokussierter und in sich stimmiger. Trotzdem konnte sie mich emotional nicht wirklich packen. Ich hatte mir mehr Spannung, mehr Gefühl und vor allem mehr von diesem kleinen Funken erhofft, der beim Lesen kribbelt und nachhallt. Leider ist das bei mir nicht passiert. Auch in dem Finale konnte ich weder zu Diana noch zu Oliver eine wirkliche Bindung aufbauen. Die Charaktere blieben für mich zu oberflächlich, ihre Konflikte oft vorhersehbar und ihre Entwicklung nur bedingt greifbar. Was mir dagegen sehr gut gefallen hat, ist der Schreibstil: klar, flüssig und eingängig. Man liest sich leicht und schnell durch die Kapitel. Stilistisch ist das Buch wirklich angenehm, und genau das sorgt dafür, dass ich trotz aller Kritikpunkte gern bis zum Ende drangeblieben bin.

Fazit:

3,5/5 Sterne! Unterm Strich war das Finale für mich ein solider Abschluss einer Reihe, die mich nicht immer mitgerissen, aber durchweg begleitet hat.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Eine einfühlsame und berührende Geschichte über Selbstfindung, Freundschaft und Liebe!

Ein ganz besonderer Ort
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Darum geht es:

Suzanna Peacock führt auf den ersten Blick ein geordnetes Leben. Sie ist verheiratet mit Neil und lebt in der Nähe ihrer Familie. Doch innerlich fühlt sie sich leer und unruhig. Die ungelöste ...

Darum geht es:

Suzanna Peacock führt auf den ersten Blick ein geordnetes Leben. Sie ist verheiratet mit Neil und lebt in der Nähe ihrer Familie. Doch innerlich fühlt sie sich leer und unruhig. Die ungelöste Vergangenheit, besonders das Fehlen ihrer leiblichen Mutter, lässt sie nicht los. Aus dem Bedürfnis heraus, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben und etwas Eigenes zu schaffen, eröffnet sie das Peacock Emporium, ein Café und Laden, das schnell zum Mittelpunkt des Ortes wird. Dort findet Suzanna neue Freundschaften und beginnt, sich selbst besser zu verstehen. Als sie Alejandro begegnet, wird ihr klar, dass sie ihr Leben und ihre Gefühle ordnen muss.



Mein Leseeindruck:

Der Roman ist eine Geschichte, die auf fast 500 Seiten viel Raum für Gefühle, Figuren und Entwicklungen bietet. Der Einstieg fiel mir zunächst sehr schwer. Die vielen Zeitsprünge und die Vielzahl der Figuren erforderten viel Konzentration und haben mich zeitweise verwirrt. Doch ab der Mitte veränderte sich alles. Die Figuren wurden greifbar, ihre Geschichten berührten mich, und die Ereignisse überraschten mich immer wieder. Jojo Moyes Schreibstil ist dabei das Herzstück des Buches. Warm, feinfühlig und sinnlich, durchzogen von ihrem charmanten britischen Humor. Man spürt ihre Liebe zum Detail und zu den kleinen, menschlichen Momenten, die die Geschichte lebendig machen. Besonders gefallen haben mir die zentralen Themen: Die Suche nach den eigenen Wurzeln und der Wunsch, den eigenen Platz im Leben zu finden. Das Ende wirkte für mich sehr realistisch und rund, nicht übertrieben romantisiert, sondern glaubwürdig und versöhnlich. Insgesamt ist „Ein ganz besonderer Ort“ eine berührende Geschichte, die Trost und Geborgenheit schenkt, gleichzeitig aber auch zum Nachdenken über das eigene Leben anregt. Auch wenn man sich anfangs ein wenig durchkämpfen muss, wird die Geduld reich belohnt.

Fazit:

4/5 Sterne! Der Roman ist eine einfühlsame und berührende Geschichte über Selbstfindung, Freundschaft und Liebe, die trotz eines etwas schwierigen Einstiegs mit Wärme und Authentizität überzeugt.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Ein stiller, bewegender Roman über Angst, Mut und den langen Weg in die Selbstbestimmung.

Nest
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Darum geht es:

Das Leben von der schwangeren Ciara Fay wird zunehmend von Angst und Kontrolle geprägt. Ihr Ehemann ist die Ursache dafür. An einem Frühlingstag fasst sie den Entschluss, ihr Zuhause in ...

Darum geht es:

Das Leben von der schwangeren Ciara Fay wird zunehmend von Angst und Kontrolle geprägt. Ihr Ehemann ist die Ursache dafür. An einem Frühlingstag fasst sie den Entschluss, ihr Zuhause in Dublin zu verlassen. Gemeinsam mit ihren zwei kleinen Töchtern flieht sie vor ihrem bisherigen Leben. Ohne finanzielle Sicherheit versucht sie, fern von Familie und Freunden, sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Während sie einen Unterschlupf sucht und nach einem Ort ringt, den sie endlich zuhause nennen kann, wird die junge Mutter immer wieder von Zweifeln heimgesucht, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Wird es ihr diesmal gelingen, wirklich frei zu bleiben?

Mein Leseeindruck:

In dem Roman begleiten wir Ciara Fay, eine Frau, die unter der emotionalen und psychischen Gewalt ihres Mannes leidet. Sie hat zwei kleine Kinder, ist erneut schwanger und hat in den vergangenen Jahren kaum mehr getan, als zu funktionieren und zu überleben. Ihr Alltag besteht aus Kontrolle, Angst und innerer Erschöpfung, und doch wächst in ihr langsam der Wunsch nach Freiheit - für sich selbst und ihre Kinder. Die Autorin erzählt diese Geschichte mit einer bemerkenswerten Ruhe. Es gibt keine großen Dramen, keine überzogenen Wendungen stattdessen entfaltet sich das Geschehen leise, beinahe unscheinbar, und gerade das macht es so eindringlich. Man spürt in jeder Zeile, wie tief Ciara in ihrem inneren Kampf gefangen ist. Im Mittelteil hatte ich stellenweise das Gefühl, dass sich die Handlung etwas zieht. Doch rückblickend passt auch dieses gemächliche Tempo zu Ciaras Geschichte. Trotz dieser kleinen Längen habe ich das Buch insgesamt sehr gerne gelesen, und besonders das Ende hat mich zufrieden und mit einem Gefühl leiser Hoffnung zurückgelassen.

Fazit:

4/5 Sterne! Ein stiller, bewegender Roman über Angst, Mut und den langen Weg in die Selbstbestimmung. Sehr ruhig erzählt, aber mit einer Kraft, die nachhallt.

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