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Veröffentlicht am 30.05.2025

Wenn Funken fliegen und Flammen auflodern – eine Drachenwelt voller Emotionen

Burning Crown
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Drachen, Magie, Konflikte zwischen Gut und Böse – Burning Crown hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich liebe Geschichten mit Drachen sowieso, aber hier kam noch dieses besondere Element des Verwandlungsaspekts ...

Drachen, Magie, Konflikte zwischen Gut und Böse – Burning Crown hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich liebe Geschichten mit Drachen sowieso, aber hier kam noch dieses besondere Element des Verwandlungsaspekts dazu, was ich einfach richtig spannend fand. Es war mein erstes Buch von Marie Niehoff, und ganz ehrlich: Ich bin begeistert!

Die Welt, die sie erschaffen hat, ist unglaublich atmosphärisch und durchdacht. Es gibt so viele Schichten – politische Spannungen, gesellschaftliche Machtverhältnisse und diese ganze Frage, wie Drachen eigentlich behandelt werden sollten. All das hat mich beim Lesen wirklich zum Nachdenken gebracht, ohne dabei jemals zu schwer oder langatmig zu wirken.

Die beiden Hauptcharaktere haben mir richtig gut gefallen. Beide sind auf ihre Art stark, stur, verletzlich und absolut liebenswert. Klar, es gab immer wieder Reibungen – aber genau das hat ihre Beziehung so glaubwürdig gemacht. Ich habe mit ihnen mitgefiebert, mitgelitten und mich oft gefragt, wie das jemals gut ausgehen soll. Und dann kamen die Wendungen... wow. Eine bestimmte Enthüllung zwischen den beiden hat mich völlig erwischt – so cool, wie das eingeflochten wurde!

Emotional war das Buch sowieso ein ziemlicher Ritt. Schon recht am Anfang gab es Momente, die mich traurig gemacht haben, und es hörte einfach nicht auf. Manchmal wollte ich das Buch einfach nur kurz zuklappen, tief durchatmen und dann direkt weiterlesen. Und dieses Ende? Ich hatte so ein Gefühl, dass etwas in der Richtung passieren könnte, aber als es dann wirklich so kam... ich war schockiert, wütend, sprachlos – und trotzdem total begeistert.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Wenn der Nerd das Herz der Außenseiterin heilt – eine Geschichte voller Wärme und echter Nähe

Feel Again
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Ich bin ganz ohne übertriebene Erwartungen an Feel Again herangegangen – zumindest nicht mehr, als man nach zwei großartigen Vorgängerbänden eben haben kann. Schließlich war mir Sawyer bereits aus den ...

Ich bin ganz ohne übertriebene Erwartungen an Feel Again herangegangen – zumindest nicht mehr, als man nach zwei großartigen Vorgängerbänden eben haben kann. Schließlich war mir Sawyer bereits aus den vorherigen Teilen bekannt, und ich war unglaublich neugierig, endlich hinter ihre Fassade zu blicken. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil: Dieses Buch hat sich zu meinem bisherigen Liebling der Reihe entwickelt.

Sawyer und Isaac – was für ein Duo! Zwei Welten, die aufeinandertreffen und trotzdem so perfekt harmonieren. Mona Kasten hat es wieder einmal geschafft, eine Beziehung aufzubauen, die sich echt, nachvollziehbar und dabei trotzdem einfach zum Dahinschmelzen anfühlt. Ich liebe, wie unterschiedlich die beiden sind – sie die toughe, kühle Außenseiterin mit Vergangenheit, er der liebevolle, ruhige Nerd mit einer unfassbar herzlichen Familie. Und diese Familie! Der Geburtstag des Großvaters – ich war hin und weg. So viel Wärme, so viel Gefühl, und endlich öffnet sich Sawyer ein Stück weit. Das war für mich einer der emotionalsten Momente im Buch.

Natürlich gibt es auch den ein oder anderen kleinen Aufreger – wie immer in New-Adult-Romanen: Die Kommunikation ist zwischendurch wieder ein kleines Drama für sich. Aber seien wir ehrlich, ein bisschen Chaos gehört einfach dazu. Was mich tatsächlich ein wenig gestört hat, war die Nebenfigur (deren Namen ich leider verdrängt habe), die Sawyer wegen eines längst vergangenen One-Night-Stands unbedingt das Leben schwer machen wollte – unnötig, nervig und einfach too much. Auch Sawyers Schwester hatte ihre Momente, bei denen ich mir dachte: „Okay, warum sagst du es nicht einfach direkt?“ Statt klare Worte zu finden, hat sie Sawyer im Dunkeln tappen lassen – und das hat die Situation unnötig verkompliziert.

Trotzdem: Das Buch hat mein Herz berührt. Es ist gefühlvoll, authentisch, witzig und gleichzeitig voller Tiefe. Der Schreibstil ist wie gewohnt wunderbar leicht – ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Und das Ende? Hach. Genau richtig. Nicht übertrieben kitschig, sondern einfach schön und rund. Auch das gemeinsame Projekt von Isaac und Sawyer hat für mich nochmal richtig Herz gezeigt

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Ein frostiges Märchen zwischen Magie, Emotionen und einer überraschenden Wendung

The North Wind – Reich aus Eis und Schatten (The Four Winds 1)
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Obwohl mir die Autorin vorher nicht bekannt war, bin ich mit recht hohen Erwartungen an The North Wind herangegangen – vor allem, weil das Buch im Vorfeld sehr positiv beworben wurde, besonders durch viele ...

Obwohl mir die Autorin vorher nicht bekannt war, bin ich mit recht hohen Erwartungen an The North Wind herangegangen – vor allem, weil das Buch im Vorfeld sehr positiv beworben wurde, besonders durch viele Creator auf Social Media. Und auch wenn nicht alle Erwartungen vollständig erfüllt wurden, hat mich die Geschichte insgesamt überzeugt und positiv überrascht.

Die märchenhafte Atmosphäre, inspiriert von Die Schöne und das Biest, ist in meinen Augen wunderbar umgesetzt. Besonders das düstere, eisige Setting verleiht der Geschichte eine ganz eigene Magie, die sich durch das gesamte Buch zieht. Auch der Fantasy-Aspekt mit den dunklen Wesen (deren Namen mir leider entfallen ist) war spannend und kreativ – genau die Art von Welt, in die man gerne abtaucht.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken vielschichtig, auch wenn ich persönlich manchmal mit der Protagonistin Wren gehadert habe. Ihr Verhalten war stellenweise kindisch oder etwas unverständlich, was mich hier und da gestört hat. Trotzdem ist ihre Entwicklung nachvollziehbar, und gerade im Zusammenspiel mit Boreas, dem männlichen Protagonisten, entsteht eine fesselnde Dynamik.

Auch die Nebenfiguren haben mein Interesse geweckt – Elora, Wrens Schwester, fand ich zunächst sehr spannend, leider wurde sie im Verlauf der Handlung kaum weiterentwickelt und blieb eher negativ in Erinnerung. Zephyr, Boreas' Bruder, ist für mich ein echtes Rätsel: einerseits faszinierend, andererseits schwer greifbar. Genau das macht ihn aber auch so interessant – ich bin gespannt, wie sich sein Charakter im zweiten Band entfalten wird.

Was mich etwas überrascht hat, war der Verlauf der Geschichte. Der Plot ist sehr "slow burn", entwickelt sich langsam, was nicht schlecht ist – aber gerade das Ende kam dann doch recht abrupt. Trotz der Geschwindigkeit fand ich das Finale jedoch emotional, überraschend und insgesamt sehr gelungen.

Ein Punkt, den ich noch ansprechen möchte: Das Buch wird teils als „spicy“ beworben – das trifft es in meinen Augen nicht wirklich. Wer hier mit hohen Erwartungen in Richtung Romance-Drama startet, sollte wissen, dass sich dieser Teil erst sehr spät im Buch entfaltet. Das ist sicherlich Geschmackssache – für mich war es aber völlig in Ordnung.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Ein frostiges Märchen zwischen Magie, Emotionen und einer überraschenden Wendung

The North Wind – Reich aus Eis und Schatten (The Four Winds 1)
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Obwohl mir die Autorin vorher nicht bekannt war, bin ich mit recht hohen Erwartungen an The North Wind herangegangen – vor allem, weil das Buch im Vorfeld sehr positiv beworben wurde, besonders durch viele ...

Obwohl mir die Autorin vorher nicht bekannt war, bin ich mit recht hohen Erwartungen an The North Wind herangegangen – vor allem, weil das Buch im Vorfeld sehr positiv beworben wurde, besonders durch viele Creator auf Social Media. Und auch wenn nicht alle Erwartungen vollständig erfüllt wurden, hat mich die Geschichte insgesamt überzeugt und positiv überrascht.

Die märchenhafte Atmosphäre, inspiriert von Die Schöne und das Biest, ist in meinen Augen wunderbar umgesetzt. Besonders das düstere, eisige Setting verleiht der Geschichte eine ganz eigene Magie, die sich durch das gesamte Buch zieht. Auch der Fantasy-Aspekt mit den dunklen Wesen (deren Namen mir leider entfallen ist) war spannend und kreativ – genau die Art von Welt, in die man gerne abtaucht.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken vielschichtig, auch wenn ich persönlich manchmal mit der Protagonistin Wren gehadert habe. Ihr Verhalten war stellenweise kindisch oder etwas unverständlich, was mich hier und da gestört hat. Trotzdem ist ihre Entwicklung nachvollziehbar, und gerade im Zusammenspiel mit Boreas, dem männlichen Protagonisten, entsteht eine fesselnde Dynamik.

Auch die Nebenfiguren haben mein Interesse geweckt – Elora, Wrens Schwester, fand ich zunächst sehr spannend, leider wurde sie im Verlauf der Handlung kaum weiterentwickelt und blieb eher negativ in Erinnerung. Zephyr, Boreas' Bruder, ist für mich ein echtes Rätsel: einerseits faszinierend, andererseits schwer greifbar. Genau das macht ihn aber auch so interessant – ich bin gespannt, wie sich sein Charakter im zweiten Band entfalten wird.

Was mich etwas überrascht hat, war der Verlauf der Geschichte. Der Plot ist sehr "slow burn", entwickelt sich langsam, was nicht schlecht ist – aber gerade das Ende kam dann doch recht abrupt. Trotz der Geschwindigkeit fand ich das Finale jedoch emotional, überraschend und insgesamt sehr gelungen.

Ein Punkt, den ich noch ansprechen möchte: Das Buch wird teils als „spicy“ beworben – das trifft es in meinen Augen nicht wirklich. Wer hier mit hohen Erwartungen in Richtung Romance-Drama startet, sollte wissen, dass sich dieser Teil erst sehr spät im Buch entfaltet. Das ist sicherlich Geschmackssache – für mich war es aber völlig in Ordnung.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Emotionen, die leise bleiben

The Summer We Fell
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The Summer We Fell ist ein Roman, der sprachlich auf jeden Fall überzeugt – der Schreibstil ist angenehm und flüssig, was das Lesen leicht macht. Trotzdem hatte ich persönlich große Schwierigkeiten, mich ...

The Summer We Fell ist ein Roman, der sprachlich auf jeden Fall überzeugt – der Schreibstil ist angenehm und flüssig, was das Lesen leicht macht. Trotzdem hatte ich persönlich große Schwierigkeiten, mich richtig in die Geschichte hineinzufinden. Vor allem die ständigen Wechsel zwischen „Damals“ und „Heute“ haben mich über weite Strecken eher gestört als begeistert. Sie nehmen manchen Entwicklungen die Spannung und reißen emotional aus dem Lesefluss.

Auch die Figuren konnten mich leider nicht ganz überzeugen. Die drei zentralen Charaktere – Luke, Danny und Juliette – blieben für mich schwierig greifbar. Ich hatte Mühe, mit ihnen mitzufühlen oder ihre Entscheidungen wirklich nachzuvollziehen. Gerade in den Beziehungen untereinander gibt es viele moralisch komplizierte Situationen, die für mich nicht gut aufgelöst wurden oder eher zum Frust geführt haben. Das emotionale Potenzial ist da, und gegen Ende gab es durchaus berührende Momente – aber so richtig tief berührt hat es mich nicht. Ein paar Tränen sind zwar geflossen, aber es blieb insgesamt distanziert.

Inhaltlich ist die Grundidee stark und bringt ernste Themen zur Sprache, doch die Ausführung hat mich nicht vollkommen abgeholt. Es bleiben Fragen offen, manche Handlungen der Charaktere wirken unausgesprochen oder werden nicht abschließend geklärt – was man mögen kann, mir persönlich aber nicht gereicht hat.

Alles in allem würde ich sagen: kein schlechtes Buch – sprachlich schön und mit viel emotionalem Potenzial. Für mich persönlich haben aber die Erzählstruktur und die Charakterzeichnung den Zugang erschwert. Wer jedoch gerne in dramatische Liebesgeschichten mit komplexen Beziehungen eintaucht, könnte hier trotzdem fündig werden.

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