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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2021

Leider die Erwartungen nicht erfüllt

Die treue Freundin
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"Die treue Freundin" von Lisa Unger ist mein erster Thriller dieser Autorin. Der Klappentext und das sehr düster gehaltene Buchcover mit Zweigen eines Hagebuttenstrauches weißt auf einen rätselhaften und ...

"Die treue Freundin" von Lisa Unger ist mein erster Thriller dieser Autorin. Der Klappentext und das sehr düster gehaltene Buchcover mit Zweigen eines Hagebuttenstrauches weißt auf einen rätselhaften und undurchsichtigen Thriller hin. Allerdings ließ die große Erwartung bereits nach dem ersten Drittel deutlich nach und die Story zog sich mit Längen hin.
Rain Winter erlitt als Kind ein Trauma, dem sie nur knapp entkam. Als 12-jährige wurde sie gemeinsam mit ihren Freunden Hank und Tess überfallen und entführt. Tess überlebte diesen Angriff nicht. Zu Hank baute sich aufgrund des gemeinsamen Erlebnisses eine besondere Beziehung auf, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte, sonst nehme ich die Spannung hier raus. Viele Jahre später wurde nun genau dieser Täter selbst Opfer eines Verbrechens und die eifrige Journalistin entdeckt deutliche Parallelen. Unter dem Vorwand einer Podcast-Produktion stellt sie Nachforschungen an und auf einmal holt die dunkle Vergangenheit sie wieder ein…
Rain Winter, die Hauptprotagonistin ist verheiratet und geht aktuell regelrecht in ihrer Mutterrolle auf, doch der aktuelle Rachemord lässt ihr keine Ruhe. Sie recherchiert zusammen mit ihrer Kollegin an diesem Fall. Die Autorin wechselt in ihrer Erzählweise noch in die Sichtweise von Hank und gibt dem Leser immer nur kleine Puzzleteilchen zur Aufklärung, die erst am Ende zusammenpassen.
Die Spannung wäre recht hoch, hätte die Autorin nicht ständig die viel zu ausführliche Mutterrolle beschrieben. Zu tief im Detail und zu oft aufgegriffen wurden ihre alltäglichen Probleme als berufstätige Mutter und Ehefrau mit dem Hang zur Dauerkontrolle!

𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥:
Ein Thriller der etwas zarteren Art, der allerdings viele Informationen in die Welt traumatisierter Kinder zeigt. Man kann ihn lesen, muss man allerdings nicht. Von mir deshalb 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.01.2021

spannendes Wiedersehen

Die Lügen jener Nacht
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Mit „Die Lügen jener Nacht“ erleben wir einen psychologischen Spannungsroman der Autorin.
Hauptprotagonistin dieses Thrillers ist Mimi, die von ihrer ehemaligen Freundin Nina aus Studienzeiten zur Hochzeit ...

Mit „Die Lügen jener Nacht“ erleben wir einen psychologischen Spannungsroman der Autorin.
Hauptprotagonistin dieses Thrillers ist Mimi, die von ihrer ehemaligen Freundin Nina aus Studienzeiten zur Hochzeit eingeladen wird. Nach vielen kontaktlosen Jahren entschließt sie sich eher zögernd und mit ungutem Gefühl doch der Einladung zu folgen und reist von Schottland in ihre alte Studienstadt Bonn. Dort trifft sie auch auf all ihre damaligen Freundinnen und alte Erinnerungen werden aufgefrischt.
Am Tag der Hochzeit wird der Bräutigam Casper tot aufgefunden und seine Braut Nina ist verschwunden!
Plötzlich hätte jeder der Studienkolleginnen ein Motiv und jeder steht unter Mordverdacht. Doch was ist nur vorgefallen?
Selbst frisch getrennt und ohne Mittel und Zukunft in Schottland stiehlt Mimi Geld aus einem Geschenkumschlag. Diese Tat und ihre Begeisterung zu Heilkräutern macht sie natürlich extrem verdächtig….. Doch kann Mimi ihre Unschuld beweisen? Und was ist der wahre Grund der Einladung……

Judit Merchant spricht hier wohl eher die weiblichen Leser an, denn durch die Dialoge und Abläufe unter den Studienfreundinnen ist dies eher so ein „Frauenbuch“.
Der Schreibstil ist leicht lesbar und es ist interessant zu erleben, wie Mimi mit ihrer Denkweise die Freundinnen wahrnimmt.

Geschickt hält die Autorin die Spannung bis zum Ende, denn jeder wird verdächtigt und jeder hat irgendwas zu verbergen. Mit meinen Vermutungen lag ich komplett daneben und war somit sehr über das Ende überrascht!

𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥:
Ein wirklich unterhaltsamer spannender Thriller mit vielen überraschenden Wendungen. Ich vergebe hier 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.01.2021

Wie weit darf Klimaschutz eigentlich gehen?

CO2 - Welt ohne Morgen
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In dem Thriller des Autors geht es um eine Gruppe von Menschen, die vor Nichts zurückschrecken und alles für den Stopp des Klimawandels tun würden… auch die Ermordung von Kindern und Jugendlichen.
Wie ...

In dem Thriller des Autors geht es um eine Gruppe von Menschen, die vor Nichts zurückschrecken und alles für den Stopp des Klimawandels tun würden… auch die Ermordung von Kindern und Jugendlichen.
Wie viele weitere Jugendliche ist die fünfzehnjährige Hannah eine engagierte Umweltaktivistin und hofft mit ihren Aktionen einen großen Beitrag für den drohenden Klimawandel entgegen zu wirken. Zusammen mit elf weiteren jungen Aktivisten unterschiedlicher Nationen reist sie in ein „Klima-Camp“ nach Australien, um dort Zeichen zu setzen. Allerdings wird sie wie auch andere zuvor, von den Campleitern entführt und als Druckmittel an den aktuell stattfindenen Klima-Gipfel benutzt. Gehen die Politiker nicht auf die Forderungen der Entführer ein, stirbt jede Woche ein Kind!
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Tom Roth hat es geschickt verpackt, zwei Geschichten in verschiedenen Zeitebenen in einen rasant spannenden Thriller mit komplexen und logischen Abläufen zu verbinden. Viele Handlungsstränge mit unterschiedlichen Perspektiven von Hannah, ihrer Mutter, der Bundeskanzlerin, Hannahs Onkel und vielen weiteren machen diese Story abwechslungs- und facettenreich. Auch wenn die über 500 Seiten erstmal langatmig wirken, sind die Kapitel doch recht kurz gehalten und man springt ständig in die unterschiedlichen Schauorte, und Geschehnisse. Diese Erzählweise lässt den Plot stets interessant wirken. Das brandaktuelle Thema des Klimawandels mit Forderungen der Entführern, der Drohung von Ermordungen an Kindern hielten die Spannung des Thrillers stets auf hohem Niveau und am Ende wurde ich mit einem unvorhergesehenen Höhepunkt und einem schlüssigen Ende unerwartet überrascht.

𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥:
Ein spannender Thriller über ein Thema, welches uns alle bewegt und die Frage lautet „Wie weit darf Klimaschutz gehen?“… von mir gibt es hierfür 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.01.2021

eher ein Krimi....

Als die Nacht begann
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Bei "Als die Nacht begann" handelt es sich bereits um den 7. Fall des Ermittlerteams um Jan Tommen. Ich hatte bisher keine der Vorgängerbände gelesen und auch keinerlei Probleme in die Geschichte zu kommen. ...

Bei "Als die Nacht begann" handelt es sich bereits um den 7. Fall des Ermittlerteams um Jan Tommen. Ich hatte bisher keine der Vorgängerbände gelesen und auch keinerlei Probleme in die Geschichte zu kommen. Jan Tommen ist ein sympathischer und natürlich dargestellter Ermittler, aber auch sein engstes Team um Max, Zoe und Chandu sind angenehme und manchmal auch witzige Charaktere. Die Story wird in 16 Kapiteln erzählt, der Schreibstil des Autors ist locker leicht und man hat die insgesamt 299 Seiten des Taschenbuches recht schnell durch.

Der spannende Beginn ließ allerdings in der Mitte etwas ab und kam erst im letzten Drittel wieder auf. Die undurchschaubare Handlung ist sehr abwechslungsreich allerdings für mich doch hin und wieder recht "weit" hergeholt! Auch die Ermittlungsarbeit empfand ich eher als realitätsfremd.



Jan Tommen steht mit seinem Team vor einem Rätsel, denn scheinbar ohne Grund werden Menschen aus der Entfernung getötet. Es beginnt mit dem Mord an einer Studentin und während den Ermittlungen wird ein weiteres Opfer gefunden... wieder ein Heckenschütze und wieder der gleiche Tathergang. Die Ermittler sind ratlos, denn es gibt keinerlei Zusammenhänge unter den Opfern und sie müssen sich beeilen, bevor der Täter wieder zuschlägt......



𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥:

Ein Plot, den ich eher in das Genre "Krimi" zuordnen würde. Die Story ist und auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände gut zu lesen und auf wer auf Humor in Thrillern steht ist hier gut unterhalten. Von mir gibt es hier 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.01.2021

Ein modernes Märchen

Die Rabentochter
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Wir treffen hier auf Rachel, die nach einer Selbsteinweisung seit 15 Jahren in einer Psychiatrie ihr Trauma aus der Kindheit verarbeiten möchte. Sie glaubt ihre Mutter erschossen zu haben! Doch dann beginnt ...

Wir treffen hier auf Rachel, die nach einer Selbsteinweisung seit 15 Jahren in einer Psychiatrie ihr Trauma aus der Kindheit verarbeiten möchte. Sie glaubt ihre Mutter erschossen zu haben! Doch dann beginnt sie an ihrer Schuld zu zweifeln nachdem sie zufällig Einblick in die Polizeiakte erhält.

Wir erleben den Plot in unterschiedlichen Zeitebenen. Die Kapitel erzählen abwechselnd in der Gegenwart aus Rachels Sichtweise und in der Vergangenheit von Rachels Mutter Jenny. Das Familienleben in der Natur sollte ein behütetes und freies Aufwachsen der Kinder ermöglichen, doch es wurde aufgrund der älteren Schwester Dianas und ihrer später festgestellten Verhaltensstörung zur großen Belastung.

Es kommt immer wieder zu unerklärlichen Vorfällen, die anfangs eher Kleinigkeiten und Zufälle zu seien scheinen… doch mit der Zeit immer mehr zur großen Gefahr für Rachel und ihrer Familie wurde……

Ich hatte ein paar Seiten gebraucht bis ich in die Story richtig reinkam, doch dann war ich wirklich gefesselt!
Die Autorin schaffte es mit ihrem gut lesbaren und bildlichen Schreibstil eine kühle und düstere Stimmung bei mir zu erzeugen. Ich hatte stets das Gefühl mich mitten in der Natur zu befinden und konnte den Wald förmlich riechen.

𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥:
Ein Psychothriller, der an ein modernes Märchen erinnert und mich nach anfänglichen Schwierigkeiten doch noch begeistern konnte.

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