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Veröffentlicht am 20.10.2020

Der Chef der Beatles?

John Lennon
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John Lennons Mutter hatte ihm ein paar Akkorde auf dem Banjo beigebracht, daraufhin gründete er mit ein paar Kumpels 1956 die Band „The Quarrymen“. Ein paar Jahre später nannten sie sich um in „The Silver ...

John Lennons Mutter hatte ihm ein paar Akkorde auf dem Banjo beigebracht, daraufhin gründete er mit ein paar Kumpels 1956 die Band „The Quarrymen“. Ein paar Jahre später nannten sie sich um in „The Silver Beatles“ der Rest ist Musikgeschichte. Sie wurden zur erfolgreichsten Band aller Zeiten und John Lennon zu einer Legende. Er schuf Songs, die jeder kennt und war das Gesicht der Friedensbewegung. Dir Autorin, eine renommierte Rockjournalistin, beleuchtet John Lennons Weg von seiner Geburtsstätte bis in den internationalen Rockolymp. Sie legt einen besonderen Fokus auf die Frauen, die ihn umgaben, sprach mit zahlreichen Freunden und Weggefährten Johns und liefert so eine Charakterstudie, die fasziniert. Es gibt ganz neue Perspektiven auf Lennons Leben und Sterben. Dies Buch ist für alle die den echten John Lennon kennenlernen wollen.

Meine Meinung
Ich muss vorausschicken, dass ich nie ein totaler Beatles-Fan war. Auch wenn ich als kleine Schwester eines drei Jahre älteren Bruders für ihn (als er schon in Arbeit und Brot stand) bestimmte Musik auf Tonband aufgenommen habe. Er konnte das nicht selbst, war ja nicht zu Hause. Natürlich gab bzw. gibt es ein paar Songs der Beatles, die mir auch gut gefielen, wie Hey Jude, Yesterday, Yellow Submarine, Lady Madonna, Penny Lane um nur ein paar zu nennen. Wobei ich, ehrlich gesagt, kein Wort vom Text verstand. Ohne Englischkenntnisse waren englische Lieder für mich böhmische Dörfer. Doch von einigen verstand ich zwar nicht den Text, aber die Musik gefiel mir und die Texte passten irgendwie dazu, so dass sie mir eben gefielen. Ich will damit sagen, dass ich die Beatles durchaus kannte, und als jetzt dieses Buch herauskam, war ich neugierig geworden, was da wohl so alles über John Lennon drinnen stehen würde. Die Autorin beleuchtet Johns Leben detailreich von klein auf bis zu seinem Tod. Die ersten 39 Seiten, übertitelt mit ECHO langweilten mich sehr, da es hier nur um Titel von Liedern ging, zumindest in der Hauptsache. Doch dann wurde es schon interessanter. Ich wusste ja nicht, dass John Lennon ein wirklich aggressiver Typ war ein Chaot ersten Grades, der nur Unruhe stiftete. Auch bei der Band. Man sollte eigentlich - wenn man so gar keine Ahnung hatte – denken, dass die Beatles nicht so uneins waren, wie von der Autorin dargestellt. Aber John pochte immer darauf, dass er der Chef ist, und was der Chef sagt, wird gemacht. Gut John Lennon hat, wie man heute sagt, eine schwere Kindheit, und da auch seine Mutter nicht viel mit ihm anzufangen wusste, wurde er eben so, wie er dann war. Allerdings gab er sich auch nie die Mühe sich zu ändern, zu normalisieren. Seine Tante Mimi war wohl ein bisschen zu streng zu ihm, etwas weniger und John wäre vielleicht doch ‚normaler‘ geworden. Dann wird auf der einen Seite Yoko Ono die Schuld an der Trennung der Beatles zugeschoben, auf der anderen Seite ist sie Johns Rettung. Aber all dies soll der Leser bitte selbst lesen. Gegen Ende des Buches im Anhang gibt es eine Chronik der wichtigsten Ereignisse, dann die Musik und die Lieblingsmusik der Autorin. Auch Meinungen verschiedener Personen über John Lennon. Das Buch ist zum Teil etwas chaotisch aufgebaut, mal Vergangenheit, mal die Zeit an der sie gerade angekommen war. Immer wenn es eine andere Person zu beleuchten galt, sackt es in die Vergangenheit ab. Das fand ich irgendwie schade und es ist dann auch etwas verwirrend, bis man das richtig gecheckt hat. Dieses Buch ist eine Biographie, keine Autobiographie. Es spiegelt die Meinung der Autorin – nach Recherche in verschiedenen Quellen, die am Ende auch aufgeführt sind – wieder. Wenn ich davon ausgehe, dass sie alles richtig gemacht hat, so empfehle ich dieses Buch allen John-Lennon-Fans weiter und vergebe vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 17.10.2020

Ein toller Zeitreiseroman

Mitternacht in Charlbury House
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In dem unheimlichen alten Herrenhaus taucht mitten in der Nacht plötzlich ein Geist auf. Evi bekommt Panik und rennt aus dem Schlafzimmer. Doch wie sieht der Flur aus? Gans anders als sie in Erinnerung ...

In dem unheimlichen alten Herrenhaus taucht mitten in der Nacht plötzlich ein Geist auf. Evi bekommt Panik und rennt aus dem Schlafzimmer. Doch wie sieht der Flur aus? Gans anders als sie in Erinnerung hat. Auch trägt sie selbst andere Kleidung. Sie ist im Jahr 1814 gelandet und nun gezwungen, ihre Arbeit als Dienstmädchen zu tun, Boden und Töpfe schrubben, Nachttöpfe ausleeren etc. Und nur wenn sie das Familiengeheimnis löst, kann sie in ihre Gegenwart zurückkehren.

Meine Meinung
Bücher über Familiengeheimnisse und Zeitreisen habe ich schon immer gerne gelesen, denn hier gibt es meistens Spannung pur. So auch in diesem Buch, das sich durch den angenehm unkomplizierten Schreibstil – keine Unklarheiten im Text - auch leicht und flüssig lesen ließ. Ich kam ohne Probleme in die Geschichte rein, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Evi, die, obwohl als Dienstbote misshandelt, der Tochter des Hauses helfen wollte. Und die in ihrer Kollegin Polly in der Vergangenheit eine Freundin fand. In Polly, die Evi anlernen sollte, und die sich über vieles, was Evi so sagte, wunderte. Gegen Ende des Buches gab es auch noch eine Überraschung, doch die muss der geneigte Leser selbst herausfinden. Es war ein wirklich fesselndes, spannendes und auch unterhaltsames Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Es gab Spannung vom Anfang bis zum Ende. Ich habe es sehr gerne gelesen und es bekommt von mir eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 15.10.2020

Ein wunderschönes Kinderbuch

Super reich
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Rupert ist zehn Jahre alt und kommt aus einer armen und sehr kinderreichen Familie. Sogar Mutter und Vater verlieren den Überblick über ihre Kinder, müssen überlegen, wie sie heißen. Rupert möchte gerne ...

Rupert ist zehn Jahre alt und kommt aus einer armen und sehr kinderreichen Familie. Sogar Mutter und Vater verlieren den Überblick über ihre Kinder, müssen überlegen, wie sie heißen. Rupert möchte gerne seiner Familie wirklich helfen. Da kommt er eines Tages mit einer unermesslich reichen Familie zusammen….
Polly Horvat erzählt phantasiereich, unnachahmlich und doppelbödig von herrlichen Charakteren und Abenteuern!

Meine Meinung
Dieses Buch ist ein Kinderbuch, das merkt man auch an der Schreibweise. Ich denke, die Amazon-Empfehlung ab neun Jahren ist gerechtfertigt. Der Schreibstil ist angenehm unkompliziert, es gibt keine Unklarheiten im Text. Ich lese ab und zu sehr gerne Kinderbücher, man sollte schließlich wissen, was man den Kindern in der Bibliothek empfehlen kann, wenn sie mal fragen. Ich denke, ich werde unserer Leitern den Kauf dieses Buches empfehlen. Doch nun zum Buch, das durchaus Spannung aufweist. Denn man überlegt, was passiert, nachdem Rupert, wie im Klappentext erwähnt, mit dieser so superreichen Familie in Berührung gekommen ist. Der Schluss ist überraschend ich finde ihn gut. Das Buch hat mich, obwohl ein Kinderbuch, sogar gefesselt und auch sehr gut unterhalten. Ich habe mich gefreut, es lesen und rezensieren zu dürfen. Es hat auch eine Erkenntnis gebracht, doch diese werde ich hier nicht verraten, sie wird dem Leser bestimmt auch kommen. Ich kann es wirklich empfehlen und vergeben die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 14.10.2020

Besser als Band eis

Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach
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Immer wieder hat er ihr gesagt, dass man die Vergangenheit nicht ändern kann. Doch sie muss es tun, denn andernfalls sind sie alle verloren.
Elaine lebt in einer Welt, die von Vortexen erschaffen wurde. ...

Immer wieder hat er ihr gesagt, dass man die Vergangenheit nicht ändern kann. Doch sie muss es tun, denn andernfalls sind sie alle verloren.
Elaine lebt in einer Welt, die von Vortexen erschaffen wurde. Die Menschen dort wurden mit Feuer, Wasser, Luft und Erde vermengt. Sie dachte, sie hätte diese Welt gerettet. Doch was ein Sieg sein sollte, droht zu einem furchbaren Krieg zu werden. Ihr Widersacher Varus Hawthorne schickt seine Vortexläufer zurück in die Vergangenheit und ihr bleib keine andere Wahl, sie müssen ihnen folgen. Doch in jeder Zeit gibt es neue Geheimnisse. Dann erfährt Elaine etwas, was ihr Vertrauen zu Bale erschüttert und ihr wird klar, dass die Liebe über das Schicksal entscheiden wird.

Meine Meinung
Zuerst möchte ich sagen, dass ich diesen zweiten Band der Vortex-Trilogie besser als den ersten fand. Ich konnte gleich von Anfang an voll in das Buch eintauchen, denn es war von Beginn an spannend. Durch den angenehmen unkomplizierten Schreibstil der Autorin ließ es sich auch leicht und flüssig lesen, es gab keine Unklarheiten im Text. In die Protagonisten konnte ich mich gut hineinversetzen. Ich konnte Elaine verstehen, die in der Eiswüste ein Verbrechen verhinderte. Allerdings wirkte sich das nicht zum Vorteil für ihre Gruppe aus. Wieder lernte sie mit ihrer ganzen Gruppe Vermengte kennen, doch nicht alle trauten ihnen. Sie trafen Vermengte, wie Susie einst eine war. Auch hier hatte Elaine ihre Ängste, wieso das soll der Leser selbst lesen. Noch weiter in der Vergangenheit löste sie etwas aus, was sie so nicht gewollt hatte. Und das Ende, ja es ist nicht sehr schön, und ich verrate weiter nichts darüber, ist ja klar. Aber es gibt ja noch einen vierten Band auf den man sich freuen kann. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf. Das Buch war spannend vom Beginn bis zum Ende. Es hat mich gefesselt, was der erste Band nicht so ganz ge3schafft hatte, und hat mich gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 13.10.2020

Ein guter Kluftinger

Funkenmord (Kluftinger-Krimis 11)
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Es war ein grausames Verbrechen, damals. Es blieb ungesühnt, denn ein Unschuldiger saß dafür jahrelang im Gefängnis. Doch Kluftinger ist fest entschlossen, den Fall wieder aufzurollen, allerdings zeigen ...

Es war ein grausames Verbrechen, damals. Es blieb ungesühnt, denn ein Unschuldiger saß dafür jahrelang im Gefängnis. Doch Kluftinger ist fest entschlossen, den Fall wieder aufzurollen, allerdings zeigen seine Kollegen wenig Interesse daran. Doch die neue Mitarbeiterin Lucy Beer. hilft ihm bei der Suche nach dem wirklichen Täter. Der Kommissar ist beeindruckt von der jungen Frau. Sie bringt frischen Wind ins Kommissariat. Kluftis Frau Erika ist krank und Dr. Langhammer hat sie von jeglicher Arbeit freigestellt. So muss er selbst Hand anlegen. Und das gerade jetzt, wo die Taufe seines Enkelkindes ansteht. Der muss also beides machen: Hausmann spielen und den Mörder finden.

Meine Meinung
Dies ist der elfte Kluftinger-Krimi des Autoren-Duos Klüpfel/Kobr. Wie die anderen vorher ließ sich auch dieser, dank des angenehm unkomplizierten Schreibstils der Autoren, denn es gab keine Unklarheiten im Text, leicht und flüssig lesen. Ich war wieder schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Vor allem natürlich in Kluftinger, der fast verzweifelt darüber war, dass er damals den Falschen verhaftet hatte und dieser für etwas verurteilt worden war, das er nicht getan hatte. Durch seine akribische Arbeit versuchte er jetzt dem wahren Mörder auf die Spur zu kommen. Und am Ende war ich selbst auch etwas überrascht. Was ich an diesen Romanen auch so liebe ist, dass es nicht immer bierernst zugeht, dass es auch hie und das amüsante Momente gibt, wo ich hellauf lachen muss. Ich denke nur an den Thermomix. Aber das soll der Leser selbst lesen und sich – so hoffe ich – auch amüsieren. Auf jeden Fall habe ich dieses Buch wieder mit Begeisterung gelesen. Es war fesselnd und von Anfang an spannend. Es hat mich hie und da eben auch amüsiert und mich sehr gut unterhalten. Gerne empfehle ich es weiter und für Kluftinger-Fans ist es eigentlich ein MUSS. Von mir dafür die volle Bewertungszahl. Ach ja, liebe Autoren macht weiter so.