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Veröffentlicht am 13.07.2021

Humorvoll und nachdenklich zugleich

Erben wollen sie alle
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Inhaltsangabe:
Anstatt in ihrer Finca auf Mallorca zu versauern, will es die 75jährige Bianca noch einmal so richtig krachen lassen. Zusammen mit ihrem neuen Freund Wolfgang will sie die ganze Welt bereisen ...

Inhaltsangabe:
Anstatt in ihrer Finca auf Mallorca zu versauern, will es die 75jährige Bianca noch einmal so richtig krachen lassen. Zusammen mit ihrem neuen Freund Wolfgang will sie die ganze Welt bereisen und dabei das Geld mit vollen Händen ausgeben. Ein toller Gedanke, aber lei-der hat sie die Rechnung ohne ihre Familie gemacht. Ihre beiden Kinder Anja und Steffan haben sich nur sporadisch alle Jubeljahre mal bei ihr gemeldet und nun stehen sie urplötz-lich vor Biancas Haustür. Was soll sie davon halten? Sind sie wirklich nur zum Geburtstag angereist oder steckt da vielleicht mehr dahinter? Irgendwann kommt der wahre Grund zum Vorschein: die beiden Kinder sorgen sich um Ihr Erbe!

Erben wollen sie alle von Tessa Hennig ist der neuste Roman, der jetzt im Juli 2021 im Ull-stein Verlag erschienen ist. Nachdem ich schon einige Male mit der Autorin auf Urlaubsrei-sen gegangen bin und mir diese immer so viel Spaß bereitet haben, wusste ich sofort, dass ich auch diese Reise unbedingt buchen musste. Das Buchcover strahlt so viel Humor aus, dass man als Leser sofort weiß, dass es hier lustig werden wird. Ach, ich liebe diese Covers, sie sind ein wahrer Hingucker!

Tessa Hennigs Schreibstil ist leicht und flüssig und lässt den Leser sofort in die Geschichte um Bianca ein und abtauchen. Aber nicht nur der Schreibstil kann mich immer wieder auf ein Neues überzeugen, es ist auch der eingestreute Wortwitz und die dazugehörige Situati-onskomik, die mein Herz immer höherschlagen lassen. Ernste Themen gepaart mit einer humorvollen Leichtigkeit und genau diese Mischung schaffen die allerwenigsten Autoren. Tessa Hennig ist eine davon und kann auch in diesem Roman auf ganzer Linie brillieren. Allerdings ist dies nur ein kleiner Teil, auch mit der Auswahl an ihren Charakteren beweist sie immer wieder ein gutes Händchen. Ob es Bianca, ihre Familie oder die mallorquinischen Freunde sind, sie harmonieren perfekt zusammen. Allesamt wirken sie auf mich, als ob man diese mitten aus dem Leben gegriffen hat – authentisch und lebensnah! Die 75jährige Bian-ca, die mit ihrem neuen Freund Wolfgang etwas Verrücktes unternehmen möchte. Biancas Kinder Anja und Steffen hatten in der Vergangenheit eher selten Zeit für ihre Mutter und so ist das Verhältnis zwischen den drein ein wenig abgekühlt. Luisa, die Anjas Tochter und demzufolge Biancas Enkelin, hat ihre Oma schon oft auf Mallorca besucht und die beiden haben ein tolles Oma-Enkel-Verhältnis. Wolfgang, der neue Freund an Biancas Seite, scheint für Bianca das pure Glück zu sein, denn in seinem Beisein blüht sie regelrecht auf. Alejandro, ist nicht nur Biancas Nachbar, sondern auch ein guter Freund, aber seine Krank-heit schreitet sehr schnell voran.
Die Romanhandlung ist quasi nichts Neues, denn irgendwo passiert sie immer und immer wieder. Die Mutter verliebt sich und plötzlich macht sie Sachen, von denen sie vorher noch nie geträumt bzw. erzählt hat. Diese Entwicklung sehen die Kinder meistens mit Argwohn, denn anstatt sich mit ihrer Mutter zu freuen, dass sie ihr persönliches Glück gefunden hat, bangen sie um ihr Erben. Wie schon in ihren Romanen zuvor, hat sich Tessa Hennig hier auch eine Alltagssituation herausgesucht, um daraus eine Geschichte zu kreieren. Biancas Geschichte, die mit einer gewissen Ernsthaftigkeit, aber auch mit dem einen oder anderen Augenzwickern erzählt wird. Diese bevorstehenden Reisepläne machen das unmögliche Wahr. Anja und Steffen fahren zu ihrer Mutter und was sie dort erwartet, hätte so keiner ge-ahnt. Mehr möchte ich zu dieser Geschichte nicht schreiben, sonst laufe ich Gefahr zu spoi-lern. Das will keiner, denn dieses Buch will bzw. muss gelesen werden.

Für mich war es eine humorvolle und zugleich nachdenkliche Geschichte, die einige Wen-dungen parat hatte, mit denen ich nie und nimmer gerechnet hätte. Ein perfekter Roman, der mich wieder in seinen Bann ziehen konnte. 5 von 5 Sternen und ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 07.07.2021

Authentisch und emotional

Die Frau im Park
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Inhaltsangabe:
Beruflich kann es für die Schauspielerin Eva Rosenberg nicht besser laufen: sie soll die Hauptrolle in einer Serie bekommen. Leider währt die Freude nicht lange, denn ein schwerer Unfall ...

Inhaltsangabe:
Beruflich kann es für die Schauspielerin Eva Rosenberg nicht besser laufen: sie soll die Hauptrolle in einer Serie bekommen. Leider währt die Freude nicht lange, denn ein schwerer Unfall beendet vorzeitig ihre Karriere. Ihre damals 5jährige Tochter Alisa, die mit ihr im Auto sitzt, wird so schwer verletzt, so dass sie für ihr restliches Leben im Rollstuhl sitzen muss. 15 Jahre lang umsorgt Eva ihre Tochter und nun eröffnet diese, dass sie, mit ihrem besten Freund, fürs Studium nach Berlin ziehen will. Für Eva bricht eine Welt zusammen und ihr Mann Johannes ist hier auch keine große Stütze. Jetzt bleibt die Frage: was soll sie ohne Alisa anfangen? Kann sie noch einmal als Schauspielerin arbeiten? Und wie wird ihre Ehe mit Johannes weitergehen? Um den Kopf ein wenig klarer zu bekommen, macht sie lan-ge Spaziergänge durch den Englischen Garten und dabei trifft sie auf Ben. Er ist ein attrakti-ver Sportlehrer, der immer ein offenes Ohr für Eva hat. Wird sie mit seiner Hilfe ihre Wün-sche und Ziele verwirklichen können?

Die Frau im Park ist der aktuelle Roman von Ella Janek, der im Juli 2021 im Knauer Verlag erschienen ist. Vielen werden mit dem Namen Ella Janek nichts anfangen können, aber viel-leicht mit ihrem Klarnamen Angelika Schwarzhuber, unter dem sie schon zahlreiche Roma-ne veröffentlicht hat. Das wunderschöne Cover und auch der Klapptext haben meine Neu-gierde mehr als nur geweckt.

Der flüssige und leichte Schreibstil hat mich sofort begeistert. Seite um Seite tauchte ich in Evas Geschichte ein und ab. Was mir auch bei den authentischen Charakteren nicht beson-ders schwer fiel. Ella Janek hat hier Figuren erschaffen, in die ich mich sehr gut hineinver-setzen konnte. Die Handlung ist mitten aus dem Leben gegriffen worden. Jedes Elternpaar wird diese Situation schon einmal miterlebt haben bzw. noch erleben. Wenn das eigene Kind auszieht beginnt automatisch ein neuer Lebensabschnitt und der Familienmittelpunkt ver-schiebt sich. Die Autorin hat genau diese Phase perfekt eingefangen und wiedergegeben. Ich durfte miterleben, wie Eva, nach dem Auszug ihrer Tochter, in eine Leere fiel. Zudem merk-te sie auch, wie es um ihre Ehe stand, denn Johannes lebte ausschließlich für seinen Job. Keine Gespräche, keinen Gedankenaustausch und so musste Eva selbst einen Weg aus ihrer „Krise“ finden. Da lief ihr Ben gerade zum richtigen Zeitpunkt über den Weg. Bei ihm fand sie alles, aber war das genau das was sie wollte? Einen neuen Partner?

Die Frau im Park ist eine emotionale Geschichte über Eva, die einen neuen Lebensweg fin-den möchte.
Für mich war dieses Buch ein Lesehighlight und kann es nur weiterempfehlen.
5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Gut Greifenau schliesst (leider) seine Pforten

Gut Greifenau - Sternenwende
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Inhaltsangabe:
In Deutschland spitzt sich die politische und wirtschaftliche Lage immer weiter zu und das bekommt auch das Gut Greifenau zu spüren. Konstantin setzt alle Hebel in Bewegung um das Gut vor ...

Inhaltsangabe:
In Deutschland spitzt sich die politische und wirtschaftliche Lage immer weiter zu und das bekommt auch das Gut Greifenau zu spüren. Konstantin setzt alle Hebel in Bewegung um das Gut vor dem Ruin zu bewahren und hofft auf finanzielle Hilfen. Ob er diese bekommen wird ist fraglich. Aber auch in Berlin überschlagen sich die Ereignisse und dies nicht nur aus politischer Hinsicht. Katharina muss einen herben Schicksalsschlag einstecken und als ob dies nicht schon genug wäre, gibt es noch familiäre Streitigkeiten. Wie Katharinas Zukunft aussehen wird, bleibt abzuwarten.

Gut Greifenau „Sternenwende“ von Hanna Caspian ist der sechste und letzte Teil dieser er-folgreichen und großartigen Familiensaga. Eigentlich sollte schon nach dem dritten Band dieser Geschichte um Familie Auwitz-Aarhayn Schluss sein, aber die begeisterten Leser und der Megaerfolg überzeugte die Autorin so sehr, so dass sie letztendlich noch drei Bände fol-gen ließ. Seit der ersten Stunde bin ich ein riesengroßer Fan dieser Saga und mit jedem neu-en Band keimte die Frage auf: wie wird es mit und um das Gut weitergehen? Jedes Mal fie-berte ich dem neuen Buch entgegen und freute mich auf neue Geschichten um die Familie Auwitz – Aarhayn. So auch jetzt…..allerdings auch mit der einen oder anderen Träne im Au-ge, denn hiermit schließt Gut Greifenau endgültig seine Tore.

Wie schon in den vorherigen Bänden ist der Schreibstil der Autorin flüssig und bildhaft, so dass ich ab dem ersten Satz in die Geschichte ein und abtauchen konnte. Wer die ersten fünf Bände gelesen hat, weiß wie ich mich fühle: es ist eine Art nach Hause kommen! Nach etli-chen Monaten freut man sich, die alten Bekannten wiederzusehen. Nach wie vor bin ich im-mer noch fasziniert darüber, in welch zeitaufwendiger und detaillierter Kleinstarbeit Hanna Caspian geschichtliche Ereignisse zusammenträgt und diese in ihre Geschichte verwebt. Wow und genau das ist das Erfolgsgeheimnis, was diese Familiensaga ausmacht: eine fiktive Geschichte wird in wahren politischen Begebenheiten eingebettet und dadurch bekommt sie eine Authentizität, die nicht reeller sein kann. Aber nicht nur die geschichtlichen Ereignisse lassen die Handlung so authentisch erscheinen, sondern auch die Charaktere. Was habe ich in fünf Bänden nicht alles mit ihnen erleben dürfen und manchmal fragte ich mich: kann oder wird da noch was passieren? Prompt ließ die Autorin Buch für Buch ihre „Kinder“ neue emotionale und spannende Episoden erzählen. Auch in Band 6 reißen die Ereignisse um die Gutsbewohner und deren Familien nicht ab. Konstantin, der sich um sein Gut mehr Sorgen macht als um seine Familie. Rebecca, die um ihre kleine Familie kämpft. Katharina, die sich nach einem Schicksalsschlag, um ihre Zukunft und die ihrer Kinder sorgt. Albert Sonntag, der endlich sein Glück finden darf. Alexander, der nach einem schweren Unfall wieder neu anfangen muss. Aber nicht nur bei den Gutsbewohnern pulsiert das Leben, auch bei den Dienstboten überschlagen sich die Ereignisse. Leider musste ich mich von einem sehr lieb-gewonnenen Menschen verabschieden, aber auch die freudigen Botschaften ließen nicht all-zu lange auf sich warten. Wie schon oben erwähnt, hat die Autorin politische und wirtschaft-lichen Hintergrundinformationen gesammelt, um diese in die Geschichte einzuweben. In diesem Band werden die Jahre 1928 bis 1932 behandelt. Ausführlich und detailliert be-schreibt sie die Situation, denen die Menschen damals ausgesetzt waren. Wie sich die Nazis und deren Politik immer weiter ausbreitete und der Judenhass bundesweit seine Kreise zog. Auch mit welchen Nöten und Sorgen die Gutsherren zu kämpfen hatten, um ihre Höfe nicht zu verlieren. Wer jetzt denkt, dass genau dieser Teil langweilig werden wird, der irrt sich gewaltig. Dieser Teil ist das berühmte I -Tüpfelchen auf dem Ganzen. Ich habe mit den Be-wohnern mitgefiebert, gelitten und auch gefreut, wenn es aufwärts ging oder freudige Ereig-nisse bevorstanden.
Am 31.12.1932 endet diese Geschichte und genau mit diesem Tag schlossen sich auch die Pforten von Gut Greifenau. Schade, aber wie heißt es so schön: wenn es am Schönsten ist, sollte man gehen. Danke liebe Hanna Caspian für diese ereignisreiche, spannende und wun-derbare Familiensaga. Ich werde diese Familie Auwitz-Aarhayn und ihre Dienstboten ver-missen.

Ich kann und muss diese 6tlg. Familiensaga nur weiterempfehlen. Für mich ist sie nach wie vor ein Lesehighlight und auch für den letzten Band gibt es 5 Sterne (auch wenn er mehr verdient hätte).
Tschüss Gut Greifenau


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Veröffentlicht am 18.06.2021

Ross Antony mal anders

Gute Laune glänzt und glitzert
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Wer kennt Ross Antony nicht? Der charmante, quirlige und stets gut gelaunte junge Mann aus England, der seine Karriere als Musicaldarsteller begann. Sein größter Traum wurde ihm aber 2001 im TV-Format ...

Wer kennt Ross Antony nicht? Der charmante, quirlige und stets gut gelaunte junge Mann aus England, der seine Karriere als Musicaldarsteller begann. Sein größter Traum wurde ihm aber 2001 im TV-Format „Popstars“ erfüllt. Aus zahlreichen Bewerbern wurde er mit 5 an-deren Sänger/innen ausgewählt, die dann zur Band Bro`Sis gehörten. Fünf Jahre lang feier-ten sie einen Erfolg nach dem anderen und erhielten dafür auch zahlreichen Auszeichnungen. Nach Beendigung der Band wusste Ross nicht so lange, wohin sein Weg gehen sollte. Sein Glück kam mit dem Einzug ins RTL Dschungelcamp, dass er als Dschungelkönig verließ. Von diesem Zeitpunkt an, drehte sich sein Leben und es taten sich mehrere Chancen auf. Er wurde nicht nur einer der beliebtesten Schlagersänger, nein, er feiert auch als Moderator seinen Erfolg. 2007 veröffentlichte Ross seine Biografie mit dem Namen „The Inside Man“. Jetzt knapp 14 Jahre später erschien sein neustes Werk mit dem Titel „Gute Laune glänzt und glitzert“. Wer sich jetzt fragt: wie schon wieder eine Biografie, der irrt. Dieses Buch ist eher ein Seelenspiegel, bei dem Ross seine Fans mitnimmt, um ihnen seine Ansichten des Lebens ein wenig näher zu bringen. In 12 Kapitel, die alle nochmals untergliedert sind, er-zählt er wie er zu den Themen Tier- und Umweltschutz, Familie, Freunde, Fans, Konsum-wahn, Karriere und seiner großen Liebe Paul steht. Aber auch emotionale Themen wie sein Missbrauch in der Jugendzeit oder zum Tod seines Vaters finden hier ihren Platz. Mir mach-te es sehr viel Freude seine Sicht zu diesen Themen lesen zu dürfen und ich musste auch feststellen, dass ich in vieler Hinsicht derselben Meinung bin wie er. Auch als er über den Tod seines Vaters berichtete, war ich bei ihm. Wenn ein geliebtes Familienmitglied den ge-meinsamen Weg verlassen muss, ist dies schwer zu verstehen. Auch wenn viele jetzt sagen: so ist das Leben und Abschied nehmen gehört dazu, die Lücke bleibt, denn es fehlt jemand, mit dem man reden und lachen kann oder einfach nur die gemeinsame Zeit genießt.
Trotz einiger Schicksalsschläge hat sich Ross Antony nicht unterkriegen lassen und versucht, das Positive herauszuziehen. Dank seinem Mann Paul, seiner Familie und Freunde konnte er es auch. In diesem Buch gibt er einige Tipp, wie er es geschafft hat und vlt. kann der eine oder andere Leser diese Ratschläge genauso gut umsetzen wie er.
Sehr beeindruckend finde ich es, wie Ross und sein Mann Paul es trotz des großen Erfolges schaffen, ein ganz normales Familienleben führen zu können. Stets betont er es ja auch im-mer wieder, dass sein Privatleben sein Privatleben ist und so soll es auch bleiben. Respekt dafür!
Auch zu dieser schwierigen Zeit namens Corona hat sich Ross ein paar Gedanken gemacht und diese auch niedergeschrieben. Einige Statements kann ich auch hier unterstreichen.
Am Ende des Buches beantwortet er noch 30 Fragen zu verschiedenen Themen und auch hier sind die Antworten sehr interessant und gewähren dem Leser einen kleinen privaten Einblick in sein Leben.

Auch wenn ich hier mit anderen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin, so muss ich gestehen, dass mich dieses Werk sehr positiv überrascht hat. Mir hat es viel Freude be-reitet, Ross Antonys Meinung zu den verschiedenen Themen nachlesen zu dürfen.
Ich kann dieses Buch, nicht nur an seine Fans, weiterempfehlen und gebe 4 von 5 Sterne.


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Veröffentlicht am 14.06.2021

Die Chance für einen Neuanfang

Sex ist immer noch schön, aber Weihnachten ist öfter
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Inhaltsangabe:
Die Kinder von Anna und Morten sind aus dem Haus und jetzt wäre genau der richtige Zeit-punkt, um das Leben neu zu gestalten. Anstatt gemeinsamen Hobbies nachzugehen oder die Liebe neu für ...

Inhaltsangabe:
Die Kinder von Anna und Morten sind aus dem Haus und jetzt wäre genau der richtige Zeit-punkt, um das Leben neu zu gestalten. Anstatt gemeinsamen Hobbies nachzugehen oder die Liebe neu für sich zu entdecken, fliegen zwischen den beiden schon nach kurzer Zeit. Mor-ten möchte viel lieber eine Auszeit in Dänemark genießen und zwar allein. Davon ist Anna ganz und gar nicht begeistert und nach einigen Diskussionen fahren sie gemeinsam zu der skandinavischen Insel. Dort angekommen ist Anna so von einem Bauernhof angetan, dass sie viel lieber dort ist als die Zeit mit Morten zu verbringen und dies missfällt Morten. Wird dieser Urlaub ein Neuanfang für ihre Ehe sein oder steht gar die Trennung vor der Tür?

Sex ist zwar schön, aber Weihnachten ist öfter ist der neue Roman der Kinder- und Jugend-buchautorin Marie Schwarzkopf. Als ihre eigenen Kinder erwachsen wurde, wollte sie diesen Prozess in einem Buch verarbeiten und so schrieb sie zusammen mit ihrem Mann ihre Erfah-rungen nieder. Ich muss gestehen, dass ich von dieser Autorin noch kein Buch gelesen habe, aber der ausgefallene Buchtitel hat sofort meine Neugierde geweckt und nachdem ich den Klapptext gelesen hatte, wusste ich, dass ich dieses Werk lesen unbedingt muss.

Der flüssige und leichte Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Ab der ersten Seite tauchte ich in das Leben von Anna und Morten ein und ab. Mit der Auswahl ihrer Cha-raktere hat die Autorin eine perfekte Wahl getroffen. Alle Figuren wirken wie aus dem Leben gegriffen. Authentisch, lebensnah und sie können mit ihrem Handeln überzeugen. Dies alles macht es so einfach, sich in die Personen hineinzuversetzen. Die Handlung ist zwar fiktiv, aber sehr schnell merkte ich, dass hier eine Menge persönliche Erfahrungen hineingeflossen sind. Auf humorvoller und zugleich nachdenklicher Art und Weise beschreibt Marie Schwarzkopf wie schwer es ist, den Alltag (wieder) ohne Kinder zu meistern. Wo sich früher fast alles um Kinder und Haushalt drehte, klafft mit dem Auszug der Kinder nun ein großes Loch. Jetzt heißt es wieder Gemeinsamkeiten zu finden, ein neues Lebensziel zu setzen oder einfach mal das Gespräch zu suchen und genau das fehlt vielen Ehepaaren nach so langer Zeit schwer. Genau über diese Lebensphase berichtet die Autorin und sie hat in ihrem Ro-man ein paar gute Ansatzpunkte aufgeführt, die zum Nachdenken anregen könnten. Aber keine Angst: dieses Buch ist kein Ratgeber!

Ich habe Anna und Morten sehr gerne auf ihre Reise zu sich selbst begleitet und es lohnt sich, mal einen komplett neuen Weg zu beschreiten.
4 von 5 Sternen und ich kann und möchte dieses Buch sehr gerne weiterempfehlen!

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