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Veröffentlicht am 19.10.2025

Ein gefühlvoller und weihnachtlicher Roman, der einen tief berührt

Der Weihnachtssee
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Inhaltsangabe:

Wie alle Jahre zuvor will Jana auch dieses Weihnachtsfest wieder bei ihren Eltern im Bayrischen Wald verbringen. Allerdings hat sie die Pläne ohne ihre Schwester gemacht und genau jene ...

Inhaltsangabe:

Wie alle Jahre zuvor will Jana auch dieses Weihnachtsfest wieder bei ihren Eltern im Bayrischen Wald verbringen. Allerdings hat sie die Pläne ohne ihre Schwester gemacht und genau jene hat für die Eltern eine ganz spezielle Überraschung geplant, die aber ohne Jana stattfinden soll. Jetzt will Jana die Feiertage in ihrer Münchner Wohnung verbringen und als sie dorthin aufbricht, setzt ein heftiger Schneesturm ein. Ihre Reise endet vorzeitig im Graben. Ihre Rettung ist ein abgelegenes Haus, wo sie auf den ehemaligen Schulfreund Tom und dessen Neffen Finn trifft. Allerdings bleibt sie nicht der einzige Gast. Während des Tages stranden noch vier Personen bei Tom und einer unter ihnen ist ihr Ex- Verlobter Stephan, denn sie seit der Trennung nie wiedergesehen hat. Dank des schlechten Wetters ist ein vorzeitiger Aufbruch unmöglich und so müssen alle den Heilig Abend zusammen verbringen. Nicht nur für Jana wird Weihnachten zu einem ganz besonderen Erlebnis werden.

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. „Das Weihnachtsherz“ oder „Das Weihnachtslied“) hat Angelika Schwarzhuber nun ihr neues Werk „Der Weihnachtssee“, dass im September 2025 im Blanvalet - Verlag erschienen ist, vorgelegt. Seit Jahren gibt es für mich nichts Schöneres als die Vor- Weihnachtszeit mit einem stimmungsvollen Roman von dieser Autorin einzuläuten. Letztes Jahr gab es leider nicht die Möglichkeit und das war für mich wie ein Weihnachtsfest ohne Weihnachtsbaum. Meine Freude war riesengroß, als ich erfuhr, dass es diesmal wieder ein Weihnachtsroman gibt und so ging meine Reise in den bayrischen Wald, der mit einer einmaligen tiefverschneiten Winterwunderlandschaft beindruckte.

Wer schon das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß den leichten und flüssigen Schreibstil sehr zu schätzen. Hinzu kommt noch der bildhafte Erzählstil, der mein Kopfkino anwarf. Bereits ab der ersten Seite war ich so tief in die Handlung versunken, wie Janas Auto, dass im Straßengraben stand. Diesen Roman einfach so aus den Händen war einfach schier unmöglich, seine magische Anziehungskraft wusste dies zu verhindern. Während des Lesens hatte ich zudem das Gefühl, ein Teil der Geschichte sein zu dürfen. Nicht nur dass die Handlung so lebendig erzählt worden ist, nein, auch die authentischen und sehr lebensnahen Charaktere und die bezaubernde Kulissenbeschreibung trugen sehr viel dazu bei. Leider durfte ich nur buchtechnisch dabei sein, aber so ein improvisiertes Fest würde ich gerne auch mal erleben.

Zu der Handlung möchte ich nicht mehr schreiben, sonst würde ich vermutlich viel zu viel verraten. Dennoch kann ich verraten, dass es hier um Freundschaft, Liebe, Trauer, Vertrauen, Zusammenhalt und Familie geht und obendrauf gibt es ein stimmiges und wundervolles Happy End!!!

Mit „Der Weihnachtssee“ hat Angelika Schwarzhuber erneut bewiesen, dass sie zu Recht zum Kreis der Bestsellerautorinnen gehören darf. Für mich erzählt sie keine Geschichten, nein, sie nimmt ihre Leserschaft auf eine emotionale und stimmungsvolle Reise mit, die wirklich jedes, aber auch jedes Herz zu tiefst berührt und dies nicht nur zu Weihnachten. Jedes Mal, wenn ich einen ihrer Romane gelesen habe, denke ich mir, dass kann Angelika Schwarzhuber nie und nimmer toppen, aber sie kann. Auch wenn ich letztes Jahr auf ihren Roman verzichten musste, so hat sich die Warterei mehr als nur gelohnt. Für mich hat dieses Buch alle bisherigen Romane in den Schatten gestellt und ist für mich das Lesehighlight 2025 (auch wenn das Jahr noch nicht vorüber ist!!!)

Wer nach dem Lesen Lust auf das eine oder andere Gericht haben sollte, der findet am Ende des Buches diverse Rezepte, die man ausprobieren kann. Wünsche gutes Gelingen!!!

5 von 5 Sternen (gefühlte 10 Sterne) und ein absolute Leseempfehlung. Wer Weihnachtsgeschichten liebt, wird diese hier ebenfalls lieben.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 09.10.2025

Der Traum vom Rosenhag geht weiter

Die Frauen vom Rosenhag. Sehnsucht nach Freiheit
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Inhaltsangabe:
Marlene und Liv haben es geschafft ihren Traum wahr werden zu lassen. Mit dem Haus Rosenhag haben sie eine Zufluchtsmöglichkeit für Frauen erschaffen, wo ihnen nicht nur geholfen wird, sie ...

Inhaltsangabe:
Marlene und Liv haben es geschafft ihren Traum wahr werden zu lassen. Mit dem Haus Rosenhag haben sie eine Zufluchtsmöglichkeit für Frauen erschaffen, wo ihnen nicht nur geholfen wird, sie helfen sich auch untereinander. Doch der Traum währt nicht lange, denn Livs Ehemann versucht mit allen Mitteln dieses Haus zurückzubekommen. Wird er sein Ziel erreichen? Obwohl bei Marlene, dank Oskar, der Himmel voller Geigen hängt, ziehen dunkle Wolken über das Liebesglück. Ein unbekannter Mann, der ihr aber sehr vertraut erscheint, bringt ihr Leben mächtig ins Wanken. Nur wer ist diese Person und was will er in Karlskrona?

Nach zahlreichen Veröffentlichungen hat Corina Bomann nun ihr neustes Werk „Die Frauen vom Rosenhag – Sehnsucht nach Freiheit“, dass im August 2025 im Penguin-Verlag erschienen ist, vorgelegt. Bereits im März dieses Jahres durfte ich den ersten Teil dieser grandiosen Dilogie lesen und seitdem wartete ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Endlich war es so weit und reiste (buchtechnisch) nach Karlskrona.

Wer schon das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß ihren flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Aber nicht nur dieser kann überzeugen, sondern auch ihr bildhafter Erzählstil, der mich immer wieder in seinen Bann ziehen kann. Obwohl seit dem ersten Teil einige Monate vergangenen sind, so habe ich, dank des nahtlosen Übergangs, sofort in die Geschichte hineingefunden. Alles wirkte wieder so vertraut: die authentischen und lebensnahen Charaktere, ihr Leben samt Schicksal und auch die vertraute Umgebung. Bereits mit den ersten Zeilen entfachte das Kopfkino, dass bis zum letzten Satz anhielt. Was ich an Corina Bomann so schätze, ist, dass man mit den Personen mitfiebern darf. Alle guten und schlechten Momente waren auch die meine. Dies ist nur ein weiterer Punkt warum ich die Romane so liebe. Allerdings besitzen sie auch Suchtpotenzial. Kaum das ich mit diesem Buch begonnen habe, fiel es mir sehr schwer, den Roman vorzeitig aus den Händen zu legen. Was natürlich auch an den kurzen Kapiteln lag, die mich irgendwie dazu „überredeten“ immer noch das eine oder andere dran zu hängen. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es hier mit Marlene und Liv weitergehen wird. Während des Lesens entstand das Gefühl, dass ich nicht nur Leserin bin, sondern ein Teil dieser Geschichte wäre.

Mit „Die Frauen vom Rosenhag – Sehnsucht und Freiheit“ hat Corina Bomann es geschafft, ihre Dilogie genauso packend weiterzuschreiben, wie sie im ersten Teil endete. Mit bereitete es große Freude Marlene und Liv auf ihren steinigen Weg begleiten zu dürfen und ihnen dabei zu zusehen, wie sie, trotz all der aufkommenden Widrigkeiten, ihr Ziel verfolgten. Ob sie es tatsächlich geschafft haben oder nicht, wer ich nicht verraten, aber eines kann ich schreiben: die Reise ist es mehr als wert, sie zu starten.

Schade nur, dass die 600 Seiten so schnell ausgelesen waren und dies der letzte Teil dieser Reihe war. Wenn es nach mir ginge, hätte es hier auch noch einen dritten Band geben können, aber so heißt es Abschied nehmen vom Rosenhag.

5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Wer emotionale, historische und auch spannende Frauenromane lesen will, der ist hier bestens aufgehoben.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 06.10.2025

Das Kamelienhaus - der Auftakt

Das Kamelienhaus
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Inhaltsangabe:
Lucinde „Lucy“ Riwall kehrt nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium wieder auf die Kamelieninsel zurück, wo sie in die Kosmetikfirma ihrer Mutter einsteigen soll. Kaum ist sie zurück, ...

Inhaltsangabe:
Lucinde „Lucy“ Riwall kehrt nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium wieder auf die Kamelieninsel zurück, wo sie in die Kosmetikfirma ihrer Mutter einsteigen soll. Kaum ist sie zurück, taucht auch schon das erste Problem auf: das dringend benötigte Tsubaki – Öl wird nicht mehr geliefert. Ihre Mutter Sylvia will deshalb nach Japan fliegen, um sich vor Ort zu erkundigen, warum es zu diesem Lieferengpass kommt. Ein familiärer Grund lässt ihre Reise platzen und Lucy muss fliegen. Auf dem Flug lernt Lucy sie den attraktiven Finn kennen und verbringt sogar einen wunderschönen Tag mit ihm. Hals über Kopf hat sie sich in ihn verliebt, aber ist er wirklich der Mann, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellen kann? Aber auch beruflich ziehen dunkle Wolken auf, denn die Kamelienölmanufaktur steht vor dem Aus. Wie wird es nun für Lucys Familie weitergehen? Bedeutet dies auch das Aus für die Kosmetikfabrik?

Nach zahlreichen Buchreihen (wie z.B. „Die Rosenholzvilla“ oder „Die Seidenvilla“) hat Tabea Bach nun ihr neustes Werk „Das Kamelienhaus“, dass im Oktober 2025 im Lübbe Verlag erschienen ist, vorgelegt. Wer sich jetzt fragt: Kamelien? da war doch schon mal was, dem gebe ich recht. Dies ist die Fortsetzung der Trilogie „Die Kamelieninsel, die 2018/19 (ebenfalls im Lübbe- Verlag) erschienen ist. Tipp: Die Reihen kann unabhängig voneinander lesen! Da ich schon seit Jahren ein großer Fan dieser Autorin bin, freute ich mich auf das neuste Werk von ihr. Ihre Romane sind eine schöne Reise in ferne Länder mit Wohlfühlgarantie und so begab ich mich buchtechnisch in die Bretagne bzw. nach Japan.

Allein das Cover und der dazugehörige Farbschnitt des Buches sind ein wahrer Eyecatcher. Nur irgendwie blöd, wenn man es ins Regal stellen will, denn dann hat man auch nichts vom farbenfrohen Buchschnitt. Aber was soll´s. Schön ist er dennoch.

Wer schon das eine oder andere Buch von Tabea Bach gelesen hat, weiß ihren flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Ab der ersten Seite zog er mich auch diesmal in seinen Bann und die Seiten flogen nur so davon. Ihre bildhaften und detaillierten Kulissenbeschreibungen machen die Lesestunden zu wahren Highlights. Für mich schreibt Tabea Bach keine Geschichten, nein, sie nimmt ihre Leserschaft auf eine unvergessliche Reise mit. Sie hat mir die japanische Mentalität, Kultur und natürlich auch die Natur sehr nah gebracht. Einzigartig wie auch brillant sie das Ganze eingefangen und wieder gespiegelt hat. Was mich ein wenig störte, waren die zahlreichen japanischen Begriffe, die man zwar im Glossar (Ende des Buches) nachlesen kann. Natürlich kann ich auch Tabea Bach verstehen, die mit diesen Begriffen die Authentizität der Geschichte unterstreichen will. Mein Lesefluss wurde dadurch ein wenig gestört. Bei den Charakteren bin ich mir diesmal sehr unschlüssig, denn ihre Handlungsweisen haben mich ein wenig kopfschüttelt zurückgelassen. Besonders Lili, die beste Freundin von Lucy hat mich mit ihrem pubertären Verhalten mehr als nur genervt. (Ich bin mir noch nicht im Klaren, welche Rolle sie letztendlich hier spielt).

Der Fokus der Handlung ist Lucy samt japanischer Kamelienölmanufaktur und im Großen und Ganzen ein toller Stoff für einen wunderbaren Wohlfühlroman. Diesmal muss ich leider zugeben, dass mir die Umsetzung nicht so gut gefallen hat, wie bei den vorherigen Büchern, die die Autorin bereits veröffentlich hat. Mir ist schon klar, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichten handelt, aber ein wenig realitätsnah dürfen sie dennoch sein. Einige Situationen liefen mir zu glatt ab. Kaum war ein Problem da und schwups wurde es auch schon gelöst, bzw. war die Lösung greifbar. Irgendwie fehlte mir das berühmte i-Tüpfchen. Da es sich hierbei um eine Trilogie handelt, hätte ich gerne einen Cliffhanger gehabt, der mich neugierig auf den Folgeband macht. Selbst das fehlte mir. Insgesamt finde ich es sehr schade, dass mich die Story nicht so mitnahm, wie z.B. bei der „Rosenholzvilla“.

Trotz alle dem werde ich die beiden Bände, die, wahrscheinlich nächstes Jahr veröffentlicht werden, lesen. Irgendwie möchte ich doch wissen, wie es mit Lucy und Co enden wird.
31/2 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Boris Becker und seine Zeit in Haft

Inside
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Boris Becker, ein Mann, der schon sehr früh im Rampenlicht stand. Mit 17 Jahren wurde er zum jüngsten Wimbledonsieger aller Zeiten und was danach folgte, war eine beispiellose Karriere. David Cup Sieger, ...

Boris Becker, ein Mann, der schon sehr früh im Rampenlicht stand. Mit 17 Jahren wurde er zum jüngsten Wimbledonsieger aller Zeiten und was danach folgte, war eine beispiellose Karriere. David Cup Sieger, Olympiagold im Doppel (Partner Michael Stich), Australian Open oder Sieger der ATP-Weltmeisterschaft, um nur einige seiner vielen Erfolge zu nennen. Dank seiner zahlreichen Turniersiege „flatterten“ ihm einige lukrative Werbeverträge ins Haus. Ab diesen Zeitpunkt könnte man glauben, dass Boris Becker sein Leben lang ausgesorgt hat. Leider ist dem nicht so, denn der junge Mann hat viel Geld für sein luxuriöses Leben ausgegeben und hinzu kamen schlechte Berater, die mehr Geld in ihre Taschen gewirtschaftet haben als in seine. Gescheiterte Beziehungen und schlechte Presse machten die Situation nicht besser. Eher im Gegenteil. Die Presse stürzte wie die Aasgeier, auf jede noch so kleine „Entgleisung“, auf ihn. Seine Insolvenz inkl. Insolvenzverschleppung, war das gefundene Fressen und als sich Boris Becker vor dem britischen Gericht erklären musste, war dies mehr als nur eine Schlagzeile wert. Der Richterspruch lautete: zweieinhalb Jahre Haft und genau über diese Zeit hat Boris Becker das Buch „Inside“, dass im September 2025 im Ullstein EXTRA Verlag erschienen ist, geschrieben.

Obwohl ich kein Fan von Boris Becker bin und auch die damaligen Gerichtsverhandlungen nicht verfolgt habe, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Für mich ist es immer sehr interessant, wie die betreffenden Menschen die Sicht der Dinge sehen und erzählen. Was bewegt Boris? Mit welchen Gedanken setzt er sich auseinander? Was bedeute der Haftaufenthalt für ihn? Wie denkt er über die damaligen Geschehnisse? Empfindet er sowas von Reue? Wo und wie sieht er seine Zukunft? All diese Aspekte wollte ich in diesem Buch erfahren und hoffte, auf die eine oder andere Antwort.

Der Schreibstil ist sehr sachlich gehalten, aber dennoch sehr prägnant. In diesem Buch geht es in erster Linie um den Prozess vor dem britischen Gericht und der dazugehörigen Haftstrafe, die zweieinhalb Jahre beträgt. Info: davon muss Boris Becker nur siebeneinhalb Monate verbüßen und danach erfolgt die Abschiebung nach Deutschland. Was mir besonders gut gefallen hat, dass er immer wieder seine Gedanken auf seine damalige Karriere abschweifen lässt. Er lässt seine aktive Zeit als Tennisspieler Revue passieren. Vieles was damals um ihn herum passiert ist, hinterfragt er wie z.B.: Was wäre gewesen, wenn ich nicht mit 17 Jahren Wimbledon gewonnen hätte, sondern ein paar Jahre später? Oder waren meine damaligen Freundinnen nur mit mir zusammen, weil ich der erfolgreiche deutsche Tennisspieler bin, der auch ein gut gefülltes Bankkonto besitzt? Zwei Fragen, mit denen sich ein heutiger Boris Becker bestimmt schon ein paar Mal beschäftigt hat. Was mich ein wenig verwundert, denn diese Fragen hätte ich mir schon früher gestellt. An dieser Stelle merkte man, dass er mit der damaligen Situation (früher Erfolg, Ruhm und Geld) komplett überfordert war, was sein naives Verhalten ein wenig erklärt. Dies bezieht sich auch auf seine damaligen Berater, denen er viel zu blauäugig vertraute (im Nachhinein ist man fast immer klüger). Seine detaillierten Erzählungen über die Haftstrafe in zwei britischen Gefängnissen wirkten sehr authentisch und glaubwürdig. Besonders seine Ängste, die sich nicht nur auf Übergriffen von anderen Häftlingen bezieht, sondern auch was seine Zukunft anbelangte, waren stets präsent. Seinen mentalen Halt fand er u.a. in seinem Glauben, in seiner neuen großen Liebe namens Lilian und in seinen Kindern, die stets zu ihm hielten und für ihn da waren. Leider musste er auch private Rückschläge hinnehmen. Angebliche Freunde, die er in dieser Krise gebraucht hätte, haben ihn im Stich gelassen. Auch wenn es hart klingt: jetzt weiß er ganz genau, auf wen er sich verlassen kann und auf wen nicht!
Hier und da werden Briefe veröffentlicht, die ihm während seiner Haft erreicht haben. Schade, dass er, uns Lesern, den Brief von Michael Stich vorenthalten hat. Umso mehr freut es mich, dass die „angeblichen Erzrivalen“ (laut Presse) in schweren Stunden zueinander fanden, um Halt zu geben.

Abschließend gibt es einen kleinen Einblick in sein neues Leben, dass er als Ehemann an Lilians Seite in einem neuen Land gefunden hat.

Fazit: „Inside“ ist ein sehr persönlicher Einblick in ein Leben eines ehemaligen Tennisspielers, dem die Welt zu Füssen lag. Einst hochgejubelt und dann der tiefe Fall. Ich bin der Meinung, dass dieses Buch (vor allen Dingen für Boris Becker) sehr wichtig ist. Es gibt den Leser die Möglichkeit, ein wenig hinter die Kulissen von Boris Beckers Leben zu schauen. Auch wenn einiges vielleicht nicht nachvollziehbar ist, so scheint Boris Becker seinen Weg gefunden zu haben. Die Haft hat ihm die Möglichkeit zu geben, um über vieles nachzudenken und allen voran zu überdenken. Ich hoffe, dass er seine Gedanken, Wünsche oder gar Träume irgendwann umsetzt, um, mit den Menschen, die ihm wirklich wichtig sind, ein ruhigeres Leben führen zu können. Alles Gute Boris Becker!

Dieses Buch konnte einige Fragen beantworten, aber die eine oder andere blieb offen.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Mads Madsen erster Fall

Über die Toten nur Gutes
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Inhalt:

Mads Madsen ist Trauerredner und liebt seinen Beruf. Als sein damaliger Jugendfreund Patrick plötzlich stirbt, soll Mads ihm eine Rede schreiben. Nur über was schreibt man, wenn seit Jahren Funkstille ...

Inhalt:

Mads Madsen ist Trauerredner und liebt seinen Beruf. Als sein damaliger Jugendfreund Patrick plötzlich stirbt, soll Mads ihm eine Rede schreiben. Nur über was schreibt man, wenn seit Jahren Funkstille zwischen den beiden herrscht? Kurzerhand beschließt Mads einige von Patricks Freunden zu befragen, aber dies ist keine gute Lösung. Alle mit denen er über den Verstorbenen sprechen will, reden nur schlecht über den Toten. Warum? Berufsbedingt ist Mads Neugierde sehr ausgeprägt und gerade die ist es, die ihn antreibt, hinter den Grund kommen zu wollen. Je weiter er das Geheimnis lüftet, desto tiefer bringt er sich in Gefahr. Mit welchen Leuten hat sich Patrick angelegt und wird Mads das langgehegte Geheimnis lüften können, ohne dass er selbst mit dem Tod bezahlen muss?

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. „Kein guter Mann“ oder die „Wege der Zeit“- Reihe) hat Andreas Izquierdo nun sein neustes Werk „Über die Toten nur Gutes“, dass im September 2025 im Dumont – Verlag erschienen ist, vorgelegt. Mit großer Begeisterung habe ich schon einige Romane des Autors gelesen. Als ich erfuhr, dass er nun seinen ersten Krimi herausgebracht hat, wuchs meine Neugierde. Das Cover und auch der dazugehörige Klapptext trugen dazu bei, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. So startete ich (buchtechnisch) meine Reise nach Glücksburg

Wer den einen oder anderen Roman des Autors schon gelesen hat, weiß den flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Bereits auf den ersten Seiten zieht der schwarze Humor seine Bahnen und ließ mich hier und da auflachen. Die dazugehörige Situationskomik bescherte mir ein Kopfkino der allerfeinsten Art. Großes Kompliment an Andreas Izquierdo, denn besser hätte man dies nicht umsetzen können. Selbst bei den Charakteren bewies der Autor ein sehr gutes Händchen. Jede einzelne Figur bereichert auf seine eigene Art und Weise die Geschichte. Hinzu kommt noch die detaillierte Kulissenbeschreibung, die dazu trägt, dass man meint, man sei mitten im Geschehen.

Die Handlung ist ein wirklich gut durchdachter und humorvoller Krimi, der wirklich Lust auf mehr macht („Niemals geht man so ganz“ – Band 2 soll im September 2026 erscheinen). Während des Lesens merkte ich wieviel Herzblut er in diesen Krimi gesteckt hat. Seine intensiven Recherchen über die Berufe Trauerredner, Bestatter oder Anwalt zahlen sich aus. Geschickt lässt er seine Informationen in die Geschichte einfließen und dadurch wirkt die Szenerie mehr als authentisch. Obwohl Patricks Tod und dessen Leben hier eine sehr große Rolle spielt, so erfährt der Leser auch eine Menge über Mads Leben, dass genauso interessant ist, wie der eigentliche Fall. Ein perfektes Zusammenspiel, dass dem Leser die Möglichkeit gibt, die Hauptfiguren näher kennenzulernen. Die zahlreichen Wendungen sorgen dafür, dass es ein völlig unerwartetes Ende gibt.

Schon heute freue ich mich schon auf ein Wiedersehen mit Mads Madsen und (hoffentlich) auch mit Mills, der schlecht gelaunten Kommissarin.

4 von 5 Sternen und wer schwarzen Humor liebt, der ist hier bestens aufgehoben!

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