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Veröffentlicht am 27.10.2025

Das Geheimnis der silbernen Tür

Die Buchreisenden - Eine Tür aus Silber und Lügen
4

Nachdem im April 2025 der erste Band der Reihe „Die Buchreisenden „Ein Weg aus Tinte und Magie“ erschienen ist, hat Akram El-Bahay nun sein Werk „Die Buchreisenden „Eine Tür aus Silber und Lügen“, dass ...

Nachdem im April 2025 der erste Band der Reihe „Die Buchreisenden „Ein Weg aus Tinte und Magie“ erschienen ist, hat Akram El-Bahay nun sein Werk „Die Buchreisenden „Eine Tür aus Silber und Lügen“, dass im Oktober 2025 im Lübbe – Verlag erscheint, vorgelegt. Mit großer Begeisterung habe ich den vorherigen Band gelesen und wartete voller Neugierde und Ungeduld auf die Fortsetzung. Jetzt endlich geht es mit Adam und Elisa weiter

Wer schon das eine oder andere Buch von Akram El-Bahay gelesen hat, weiß den flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Dieser Punkt ist nicht nur dafür verantwortlich, dass ich die Bücher des Autors so sehr liebe. Hier spielt kraftvolle Erzählstil eine große Rolle, der mir bei jedem seiner Werke ein wahres Kopfkino bereitet. Jedes Mal, wenn ich ein Buch von ihm beendet habe, denke ich: das kann man nie und nimmer toppen, aber der Autor beweist es immer wieder, dass er es kann. Ein großes Kompliment! Hinzu kommen noch die facettenreichen und außergewöhnlichen Charaktere, die die Geschichten so einzigartig machen. Das Buch vorzeitig aus den Händen zu legen fiel mir erneut sehr schwer, da ich zu jedem Zeitpunkt wissen möchte, wie es mit Adam und Elisa weitergehen wird.

Mit einem fiesen Cliffhanger wurden wir Leser in eine ungewisse Wartezeit geschickt, aber eines kann ich jetzt schon verraten: sie hat sich definitiv mehr als nur gelohnt! So spannend wie es aufgehört hat, so geht es auch weiter. Elias Mutter bleibt weiterhin verschwunden, aber Adam und ihre Tochter Elisa wollen sie unbedingt finden, um sie in ihre Welt zurückzubringen. So einfach wird dies nicht. Die mysteriöse Tür, die sie im Der Vampyr gefunden haben, lässt sich nicht so leicht öffnen. Um hinter ihr Geheimnis zu kommen, müssen sie sich erneut in literarische Werke reinlesen. Dieser Plan klingt recht einfach, doch droht an jedem dieser Orte die Gefahr. Ob die beiden es tatsächlich schaffen, die entsprechenden Codes zu finden, um die Tür öffnen zu können, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: auf der Suche müssen sie gefährliche und spannende Abenteuer überstehen, die wahrlich nicht ungefährlich sind. Was mich sehr gefreut hat, dass Kobold Luthin erneut an ihrer Seite ist. Ich liebe seine flapsige Art und Weise mit samt seiner coolen Sprüche, die mich immer wieder zum Lachen gebracht haben. Wer jetzt meint, dass nur die Guten zurück kehren der irrt. Adams Widersacher sind ebenfalls mit von der Partie und sie sind gefährlicher als je zu vor. Leider waren die 349 Seiten viel zu schnell ausgelesen, aber der Epilog hat mich versöhnlich gestimmt.
Mit seinem Buch „Die Buchreisenden – Die Tür aus Silber und Lügen“ hat Akram El-Bahay erneut bewiesen, dass er einer der großen Autoren in Sachen Fantasy ist. Für mich schreibt er nicht nur Geschichten, nein, er lässt seine Leserschaft in eine magische und geheimnisvolle Welt eintauchen, die man so nie kennenlernt. (Zu gerne würde ich mal in das eine oder andere Buch reisen, aber dies ist in der reellen Welt nicht möglich). Dank des Autors ist dies für zwei Bände möglich und lässt der Fantasie freien Lauf.

Schade nur, dass es sich hierbei auch schon um den Abschlussband handelt. Den einen oder anderen Teil hätte ich noch gerne gelesen, aber so freue ich mich auf sein neues Werk und bin gespannt, welche Ideen er dann umgesetzt hat.

Dieser Band reiht sich definitiv in die Liste meine Lesehighlights 2025 ein.

Eine spannende und fantasievolle Geschichte, die den Leser magisch in seinen Bann zieht.
5 von 5 Sternen! Wer Fantasie, Bücher und mystische Wesen liebt ist hier bestens aufgehoben!!!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 25.10.2025

Eine magische Buchreise

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
5

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. die Bibliotheks – Trilogie oder die Magische-Bilder-Dilogie) hat Akram El-Bahay nun sein neustes Werk „Die Buchreisenden „Ein Weg aus Tinte und Magie“, dass ...

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. die Bibliotheks – Trilogie oder die Magische-Bilder-Dilogie) hat Akram El-Bahay nun sein neustes Werk „Die Buchreisenden „Ein Weg aus Tinte und Magie“, dass im Mai 2025 im Lübbe – Verlag erscheint, vorgelegt. Ich liebe seine mystischen Geschichten und als ich von dieser Buchreihe erfuhr, wusste ich, dass ich auch diese lesen muss. Allein schon das Cover und die dazugehörige Leseprobe zogen mich magisch an.

Wer schon das eine oder andere Buch von dem Autor gelesen hat, weiß den leichten und flüssigen Schreibstil zu schätzen. Aber nicht nur dieser kann mich begeistern, sondern auch sein bildhaften Erzählstil. Bereits nach der ersten Seite hat mich die Handlung regelrecht in seinen Bann gezogen. So einfach dieses Buch aus der Hand zu legen fällt mir immer sehr schwer. Zu jedem Zeitpunkt muss ich wissen, wie es weitergehen wird. Zudem entsteht beim Lesen auch ein herrliches Kopfkino, dass mich in die Geschichte hinein katapultiert. Dies sind nur zwei Punkte, die mich begeistern. Hinzu kommen noch die fabelhaften und einzigartigen Charaktere und Geschöpfe, die diese Handlung so lebendig gestalten. Was mir persönlich sehr gut gefällt, dass einige der Figuren, wie z.B. die Ifriten immer auftauchen.

Nun zur Handlung: Nahe der Charing Cross Road liegt eine unscheinbare Buchhandlung. Die Besonderheiten dieses Ladens sind: es gibt keine regulären Öffnungszeiten zudem kann man keine Bücher kaufen. Dafür kann man bei Libronautic Inc. Buchreisen kaufen, d.h. man gelangt an Orte, die normalerweise nie sehen bzw. bereisen kann. Für diese Reise benötigt man das entsprechende Buch, wohin man reisen möchte und einen Erzähler, der einen herausliest. Adam ist so ein Erzähler und er hat auch schon einige dieser Ausflüge gemacht, aber auf der letzten Tour kommt es zu Problemen. Ein Gast hält sich nicht an die Regeln und weicht einfach von dem vorgegebenen Weg ab. Adam und sein Begleiter suchen ihn und bemerken, dass der Reisende etwas sucht. Nur was? Völlig unerwartet stehen die drei vor einer Tür, die mitten im Wald steht. Eines steht fest: diese gehört definitiv nicht nur bereisten Geschichte. Nur was hat es mit der Tür auf sich? Eine abenteuerliche Reise steht Adam bevor, denn er will unbedingt hinter das „Tür“- Geheimnis kommen.

Die Buchreisenden „Ein Weg aus Tinte und Magie“ ist erneut ein Lesehighlight. Bei jedem beendetem Buch denke ich: das kann man nicht toppen! Doch und zudem bin ich immer tief beeindruckt, was für fantatsievolle Geschichten Akram El-Bahay erschafft. Nicht nur Adam schickt er auf eine Abenteuerreise, nein, seine Leserschaft ebenso. Dank der zahlreichen Wendungen passieren so viele magische und mystische Momente, die ich einfach nur genossen habe. Wer schon das eine oder andere Buch des Autors kennt, weiß, dass er sich gerne Schauplätze aus bekannten Werken annimmt. Auch Adam darf einige davon bereisen, so wie z.B. Alice im Wunderland oder die Nibelungensaga. Zwar kenne ich einige davon nicht, aber das stört meinen Lesefluss nicht im Geringsten. Eher das Gegenteil ist der Fall. Es sehr interessant und macht Lust auf das eine oder andere Buch. Mit einem Cliffhanger muss der Leser sich vorerst von den Buchreisen verabschieden.

Leider waren die 384 Seiten viel zu schnell ausgelesen und es blieben auch noch einige (viele) Fragen offen. Tja, jetzt heißt mal wieder, sich in Geduld üben. Der zweite Teil soll im Oktober 2025 erscheinen.

5 von 5 Sternen


  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 19.10.2025

Ein gefühlvoller und weihnachtlicher Roman, der einen tief berührt

Der Weihnachtssee
0

Inhaltsangabe:

Wie alle Jahre zuvor will Jana auch dieses Weihnachtsfest wieder bei ihren Eltern im Bayrischen Wald verbringen. Allerdings hat sie die Pläne ohne ihre Schwester gemacht und genau jene ...

Inhaltsangabe:

Wie alle Jahre zuvor will Jana auch dieses Weihnachtsfest wieder bei ihren Eltern im Bayrischen Wald verbringen. Allerdings hat sie die Pläne ohne ihre Schwester gemacht und genau jene hat für die Eltern eine ganz spezielle Überraschung geplant, die aber ohne Jana stattfinden soll. Jetzt will Jana die Feiertage in ihrer Münchner Wohnung verbringen und als sie dorthin aufbricht, setzt ein heftiger Schneesturm ein. Ihre Reise endet vorzeitig im Graben. Ihre Rettung ist ein abgelegenes Haus, wo sie auf den ehemaligen Schulfreund Tom und dessen Neffen Finn trifft. Allerdings bleibt sie nicht der einzige Gast. Während des Tages stranden noch vier Personen bei Tom und einer unter ihnen ist ihr Ex- Verlobter Stephan, denn sie seit der Trennung nie wiedergesehen hat. Dank des schlechten Wetters ist ein vorzeitiger Aufbruch unmöglich und so müssen alle den Heilig Abend zusammen verbringen. Nicht nur für Jana wird Weihnachten zu einem ganz besonderen Erlebnis werden.

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. „Das Weihnachtsherz“ oder „Das Weihnachtslied“) hat Angelika Schwarzhuber nun ihr neues Werk „Der Weihnachtssee“, dass im September 2025 im Blanvalet - Verlag erschienen ist, vorgelegt. Seit Jahren gibt es für mich nichts Schöneres als die Vor- Weihnachtszeit mit einem stimmungsvollen Roman von dieser Autorin einzuläuten. Letztes Jahr gab es leider nicht die Möglichkeit und das war für mich wie ein Weihnachtsfest ohne Weihnachtsbaum. Meine Freude war riesengroß, als ich erfuhr, dass es diesmal wieder ein Weihnachtsroman gibt und so ging meine Reise in den bayrischen Wald, der mit einer einmaligen tiefverschneiten Winterwunderlandschaft beindruckte.

Wer schon das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß den leichten und flüssigen Schreibstil sehr zu schätzen. Hinzu kommt noch der bildhafte Erzählstil, der mein Kopfkino anwarf. Bereits ab der ersten Seite war ich so tief in die Handlung versunken, wie Janas Auto, dass im Straßengraben stand. Diesen Roman einfach so aus den Händen war einfach schier unmöglich, seine magische Anziehungskraft wusste dies zu verhindern. Während des Lesens hatte ich zudem das Gefühl, ein Teil der Geschichte sein zu dürfen. Nicht nur dass die Handlung so lebendig erzählt worden ist, nein, auch die authentischen und sehr lebensnahen Charaktere und die bezaubernde Kulissenbeschreibung trugen sehr viel dazu bei. Leider durfte ich nur buchtechnisch dabei sein, aber so ein improvisiertes Fest würde ich gerne auch mal erleben.

Zu der Handlung möchte ich nicht mehr schreiben, sonst würde ich vermutlich viel zu viel verraten. Dennoch kann ich verraten, dass es hier um Freundschaft, Liebe, Trauer, Vertrauen, Zusammenhalt und Familie geht und obendrauf gibt es ein stimmiges und wundervolles Happy End!!!

Mit „Der Weihnachtssee“ hat Angelika Schwarzhuber erneut bewiesen, dass sie zu Recht zum Kreis der Bestsellerautorinnen gehören darf. Für mich erzählt sie keine Geschichten, nein, sie nimmt ihre Leserschaft auf eine emotionale und stimmungsvolle Reise mit, die wirklich jedes, aber auch jedes Herz zu tiefst berührt und dies nicht nur zu Weihnachten. Jedes Mal, wenn ich einen ihrer Romane gelesen habe, denke ich mir, dass kann Angelika Schwarzhuber nie und nimmer toppen, aber sie kann. Auch wenn ich letztes Jahr auf ihren Roman verzichten musste, so hat sich die Warterei mehr als nur gelohnt. Für mich hat dieses Buch alle bisherigen Romane in den Schatten gestellt und ist für mich das Lesehighlight 2025 (auch wenn das Jahr noch nicht vorüber ist!!!)

Wer nach dem Lesen Lust auf das eine oder andere Gericht haben sollte, der findet am Ende des Buches diverse Rezepte, die man ausprobieren kann. Wünsche gutes Gelingen!!!

5 von 5 Sternen (gefühlte 10 Sterne) und ein absolute Leseempfehlung. Wer Weihnachtsgeschichten liebt, wird diese hier ebenfalls lieben.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Der Traum vom Rosenhag geht weiter

Die Frauen vom Rosenhag. Sehnsucht nach Freiheit
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Inhaltsangabe:
Marlene und Liv haben es geschafft ihren Traum wahr werden zu lassen. Mit dem Haus Rosenhag haben sie eine Zufluchtsmöglichkeit für Frauen erschaffen, wo ihnen nicht nur geholfen wird, sie ...

Inhaltsangabe:
Marlene und Liv haben es geschafft ihren Traum wahr werden zu lassen. Mit dem Haus Rosenhag haben sie eine Zufluchtsmöglichkeit für Frauen erschaffen, wo ihnen nicht nur geholfen wird, sie helfen sich auch untereinander. Doch der Traum währt nicht lange, denn Livs Ehemann versucht mit allen Mitteln dieses Haus zurückzubekommen. Wird er sein Ziel erreichen? Obwohl bei Marlene, dank Oskar, der Himmel voller Geigen hängt, ziehen dunkle Wolken über das Liebesglück. Ein unbekannter Mann, der ihr aber sehr vertraut erscheint, bringt ihr Leben mächtig ins Wanken. Nur wer ist diese Person und was will er in Karlskrona?

Nach zahlreichen Veröffentlichungen hat Corina Bomann nun ihr neustes Werk „Die Frauen vom Rosenhag – Sehnsucht nach Freiheit“, dass im August 2025 im Penguin-Verlag erschienen ist, vorgelegt. Bereits im März dieses Jahres durfte ich den ersten Teil dieser grandiosen Dilogie lesen und seitdem wartete ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Endlich war es so weit und reiste (buchtechnisch) nach Karlskrona.

Wer schon das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß ihren flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Aber nicht nur dieser kann überzeugen, sondern auch ihr bildhafter Erzählstil, der mich immer wieder in seinen Bann ziehen kann. Obwohl seit dem ersten Teil einige Monate vergangenen sind, so habe ich, dank des nahtlosen Übergangs, sofort in die Geschichte hineingefunden. Alles wirkte wieder so vertraut: die authentischen und lebensnahen Charaktere, ihr Leben samt Schicksal und auch die vertraute Umgebung. Bereits mit den ersten Zeilen entfachte das Kopfkino, dass bis zum letzten Satz anhielt. Was ich an Corina Bomann so schätze, ist, dass man mit den Personen mitfiebern darf. Alle guten und schlechten Momente waren auch die meine. Dies ist nur ein weiterer Punkt warum ich die Romane so liebe. Allerdings besitzen sie auch Suchtpotenzial. Kaum das ich mit diesem Buch begonnen habe, fiel es mir sehr schwer, den Roman vorzeitig aus den Händen zu legen. Was natürlich auch an den kurzen Kapiteln lag, die mich irgendwie dazu „überredeten“ immer noch das eine oder andere dran zu hängen. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es hier mit Marlene und Liv weitergehen wird. Während des Lesens entstand das Gefühl, dass ich nicht nur Leserin bin, sondern ein Teil dieser Geschichte wäre.

Mit „Die Frauen vom Rosenhag – Sehnsucht und Freiheit“ hat Corina Bomann es geschafft, ihre Dilogie genauso packend weiterzuschreiben, wie sie im ersten Teil endete. Mit bereitete es große Freude Marlene und Liv auf ihren steinigen Weg begleiten zu dürfen und ihnen dabei zu zusehen, wie sie, trotz all der aufkommenden Widrigkeiten, ihr Ziel verfolgten. Ob sie es tatsächlich geschafft haben oder nicht, wer ich nicht verraten, aber eines kann ich schreiben: die Reise ist es mehr als wert, sie zu starten.

Schade nur, dass die 600 Seiten so schnell ausgelesen waren und dies der letzte Teil dieser Reihe war. Wenn es nach mir ginge, hätte es hier auch noch einen dritten Band geben können, aber so heißt es Abschied nehmen vom Rosenhag.

5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Wer emotionale, historische und auch spannende Frauenromane lesen will, der ist hier bestens aufgehoben.


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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 06.10.2025

Das Kamelienhaus - der Auftakt

Das Kamelienhaus
5

Inhaltsangabe:
Lucinde „Lucy“ Riwall kehrt nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium wieder auf die Kamelieninsel zurück, wo sie in die Kosmetikfirma ihrer Mutter einsteigen soll. Kaum ist sie zurück, ...

Inhaltsangabe:
Lucinde „Lucy“ Riwall kehrt nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium wieder auf die Kamelieninsel zurück, wo sie in die Kosmetikfirma ihrer Mutter einsteigen soll. Kaum ist sie zurück, taucht auch schon das erste Problem auf: das dringend benötigte Tsubaki – Öl wird nicht mehr geliefert. Ihre Mutter Sylvia will deshalb nach Japan fliegen, um sich vor Ort zu erkundigen, warum es zu diesem Lieferengpass kommt. Ein familiärer Grund lässt ihre Reise platzen und Lucy muss fliegen. Auf dem Flug lernt Lucy sie den attraktiven Finn kennen und verbringt sogar einen wunderschönen Tag mit ihm. Hals über Kopf hat sie sich in ihn verliebt, aber ist er wirklich der Mann, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellen kann? Aber auch beruflich ziehen dunkle Wolken auf, denn die Kamelienölmanufaktur steht vor dem Aus. Wie wird es nun für Lucys Familie weitergehen? Bedeutet dies auch das Aus für die Kosmetikfabrik?

Nach zahlreichen Buchreihen (wie z.B. „Die Rosenholzvilla“ oder „Die Seidenvilla“) hat Tabea Bach nun ihr neustes Werk „Das Kamelienhaus“, dass im Oktober 2025 im Lübbe Verlag erschienen ist, vorgelegt. Wer sich jetzt fragt: Kamelien? da war doch schon mal was, dem gebe ich recht. Dies ist die Fortsetzung der Trilogie „Die Kamelieninsel, die 2018/19 (ebenfalls im Lübbe- Verlag) erschienen ist. Tipp: Die Reihen kann unabhängig voneinander lesen! Da ich schon seit Jahren ein großer Fan dieser Autorin bin, freute ich mich auf das neuste Werk von ihr. Ihre Romane sind eine schöne Reise in ferne Länder mit Wohlfühlgarantie und so begab ich mich buchtechnisch in die Bretagne bzw. nach Japan.

Allein das Cover und der dazugehörige Farbschnitt des Buches sind ein wahrer Eyecatcher. Nur irgendwie blöd, wenn man es ins Regal stellen will, denn dann hat man auch nichts vom farbenfrohen Buchschnitt. Aber was soll´s. Schön ist er dennoch.

Wer schon das eine oder andere Buch von Tabea Bach gelesen hat, weiß ihren flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Ab der ersten Seite zog er mich auch diesmal in seinen Bann und die Seiten flogen nur so davon. Ihre bildhaften und detaillierten Kulissenbeschreibungen machen die Lesestunden zu wahren Highlights. Für mich schreibt Tabea Bach keine Geschichten, nein, sie nimmt ihre Leserschaft auf eine unvergessliche Reise mit. Sie hat mir die japanische Mentalität, Kultur und natürlich auch die Natur sehr nah gebracht. Einzigartig wie auch brillant sie das Ganze eingefangen und wieder gespiegelt hat. Was mich ein wenig störte, waren die zahlreichen japanischen Begriffe, die man zwar im Glossar (Ende des Buches) nachlesen kann. Natürlich kann ich auch Tabea Bach verstehen, die mit diesen Begriffen die Authentizität der Geschichte unterstreichen will. Mein Lesefluss wurde dadurch ein wenig gestört. Bei den Charakteren bin ich mir diesmal sehr unschlüssig, denn ihre Handlungsweisen haben mich ein wenig kopfschüttelt zurückgelassen. Besonders Lili, die beste Freundin von Lucy hat mich mit ihrem pubertären Verhalten mehr als nur genervt. (Ich bin mir noch nicht im Klaren, welche Rolle sie letztendlich hier spielt).

Der Fokus der Handlung ist Lucy samt japanischer Kamelienölmanufaktur und im Großen und Ganzen ein toller Stoff für einen wunderbaren Wohlfühlroman. Diesmal muss ich leider zugeben, dass mir die Umsetzung nicht so gut gefallen hat, wie bei den vorherigen Büchern, die die Autorin bereits veröffentlich hat. Mir ist schon klar, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichten handelt, aber ein wenig realitätsnah dürfen sie dennoch sein. Einige Situationen liefen mir zu glatt ab. Kaum war ein Problem da und schwups wurde es auch schon gelöst, bzw. war die Lösung greifbar. Irgendwie fehlte mir das berühmte i-Tüpfchen. Da es sich hierbei um eine Trilogie handelt, hätte ich gerne einen Cliffhanger gehabt, der mich neugierig auf den Folgeband macht. Selbst das fehlte mir. Insgesamt finde ich es sehr schade, dass mich die Story nicht so mitnahm, wie z.B. bei der „Rosenholzvilla“.

Trotz alle dem werde ich die beiden Bände, die, wahrscheinlich nächstes Jahr veröffentlicht werden, lesen. Irgendwie möchte ich doch wissen, wie es mit Lucy und Co enden wird.
31/2 Sterne.

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