Wem kannst du vertrauen, wenn nicht einmal dir selbst?
Happy EndCover und Klappentext des Buchs „Happy End“ von Sarah Bestgen haben mich sofort angesprochen wie auch der Rest dieser Geschichte.
Isa lebt mit ihrem Sohn Ben und ihrem Mann in einer kleinen Siedlung. Genau ...
Cover und Klappentext des Buchs „Happy End“ von Sarah Bestgen haben mich sofort angesprochen wie auch der Rest dieser Geschichte.
Isa lebt mit ihrem Sohn Ben und ihrem Mann in einer kleinen Siedlung. Genau an dem Tag als sie ein kleines Fest mit den Nachbarn ausrichten möchten, um sie besser kennen zu lernen, verschwindet Ben auf unerklärliche Weise aus ihrem Haus.
Von nun beginnt ein wahrer Albtraum für die Eltern. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln, der zuständige Kommissar will den Fall jedoch nicht ruhen lassen, auch nicht, als Ben nach 8 Monaten plötzlich wieder gefunden wird.
Isas Freude über Bens Rückkehr will sich nicht so recht einstellen, da Ben ihr gegenüber sehr abweisend reagiert und er viel mehr Bezug zu ihrem Mann zu haben scheint. Sie kann die intensive Verbindung zwischen ihr und ihrem Sohn nicht mehr fühlen.
Die Geschichte ist fesselnd geschrieben, auch die kurzen Kapitel sind mir sympathisch, obwohl sie eigentlich nicht nötig gewesen wären, da dieses Buch nach ein paar kurzen Längen einen Suchtfaktor entwickelt hat und sich nicht mehr weglegen ließ.
Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, so konnte man mit Isa mitfühlen, mittrauern und mitzweifeln. Wer Thriller mit psychologisch ausgeklügelten Feinheiten sucht, kommt hier voll auf seine Rechnung.
Auch die weiteren Protagonisten wurden überzeugend dargestellt und machten teilweise eine dramatische Wandlung durch. Obwohl man bald erahnt in welche Richtung diese Geschichte geht, ist das Ende doch überraschend und höchst spannend.
Ich kann dieses Buch, das weitgehend ohne blutrünstige Darstellungen auskommt, aber durch seinen psychologischen Nervenkitzel brilliert, nur wärmstens empfehlen.
Unbedingt lesen!