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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2026

Ein erster Schritt aus der Jammerfalle

Achtsam jammern
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Das Buch „Achtsam jammern“ von Daniela Nagel und Heike Abidi zeigt auf ebenso humorvolle wie kluge Weise mögliche Auswege aus der Jammerfalle auf.
Jede und jeder kennt solche Situationen: Man trifft jemanden ...

Das Buch „Achtsam jammern“ von Daniela Nagel und Heike Abidi zeigt auf ebenso humorvolle wie kluge Weise mögliche Auswege aus der Jammerfalle auf.
Jede und jeder kennt solche Situationen: Man trifft jemanden und kaum hat das Gespräch begonnen, setzt auch schon die Jammerei ein, meist ganz unbewusst. Dass man damit andere herunterzieht oder sogar riskiert, künftig gemieden zu werden, ist fast vorprogrammiert.
Ohne erhobenen Zeigefinger stellen die Autorinnen verschiedene Strategien vor, wie man sich selbst reflektieren und erkennen kann, wie häufig man tatsächlich jammert. Gleichzeitig geben sie hilfreiche Impulse, wie man einem jammernden Gegenüber begegnet, ohne es zu verletzen oder nicht ernst zu nehmen.
Klar strukturiert und angereichert mit lebensnahen Beispielen ist das Buch ein alltagstauglicher Ratgeber, zu dem man immer wieder greifen kann, besonders dann, wenn man merkt, dass man gerade in eine Jammerfalle tappt.
An einigen Stellen habe ich mich durchaus selbst ertappt gefühlt. Vieles lässt sich auch gut im Umgang mit Kolleginnen oder Freundinnen anwenden. Mit einem Augenzwinkern liest sich das Buch leicht und unterhaltsam, greift dabei jedoch auch ernstere Themen auf.
Im Umschlag findet sich ein witziger Test zum Thema „Welcher Jammertyp bist du?“
Ich kann diesen Ratgeber nur wärmstens empfehlen, denn nur wenn einem bewusst ist, was man falsch macht, kann man auch beginnen, etwas daran zu ändern.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Ein kleiner Mäuserich erobert das Herz

Eine Maus namens Merlin
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Das Cover von „Eine Maus namens Merlin“ von Simon Van Booy hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die kleine Maus, die selig in einem Pantoffel eingekuschelt schläft, ist einfach herzallerliebst und genauso ...

Das Cover von „Eine Maus namens Merlin“ von Simon Van Booy hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die kleine Maus, die selig in einem Pantoffel eingekuschelt schläft, ist einfach herzallerliebst und genauso herzerwärmend ist auch der Roman selbst.
Um ihren Lebensabend zu verbringen, kehrt die 83-jährige Helen Cartwright in das Haus ihrer Kindheit zurück. Einst war sie eine äußerst erfolgreiche Kinderherzchirurgin in Australien, doch nach dem Tod ihres Mannes und dem Verlust ihres Sohnes David scheint nichts mehr ihrem Leben Sinn zu geben. Ihre Tage sind still und von Einsamkeit geprägt, bis sie eines Nachts ein ausrangiertes Aquarium vom Sperrmüll mitnimmt, in dem sich allerlei Krimskrams befindet. Und plötzlich ist sie nicht mehr allein. Ein winziger Mitbewohner ist eingezogen, nämlich eine Maus.
Ihr erster Impuls führt sie in die Kurzwarenhandlung, wo sie eine Mausefalle kaufen will, um den ungebetenen Gast schnell wieder loszuwerden. Doch die Klebefalle erweist sich als wenig hilfreich, stattdessen bleiben ausgerechnet ihre eigenen Pantoffeln daran haften. Auch der Tierschutz fühlt sich nicht zuständig für den neuen Hausgenossen.
Also beginnt Helen, sich in der Bücherei über Mäuse zu informieren. Dabei kommt sie wieder mit Menschen ins Gespräch, unter anderem mit dem Besitzer der Kurzwarenhandlung, der sich als ehemaliger Schüler ihres Vaters entpuppt. Schritt für Schritt wagt sie sich zurück ins Leben, verlässt das Haus nicht mehr nur für das Nötigste, sondern öffnet sich neuen Begegnungen. Und ganz allmählich erobert die kleine Maus, die sie Merlin nennt, ihr Herz.
Als Merlin eines Tages plötzlich unter Atemnot leidet, zögert Helen keine Sekunde. Es beginnt eine dramatische Rettungsaktion, an der zahlreiche Menschen beteiligt sind. Menschen, die nicht nur echtes Interesse an der kleinen Maus, sondern auch an Helen selbst zeigen.
Was zunächst widerwillig begann, entwickelt sich für Helen zu einem unerwarteten Geschenk. Die Begegnungen schenken ihr neue Nähe, neue Hoffnung und neuen Lebensmut.
Ich kann dieses Buch von Herzen empfehlen. Es strahlt eine wunderbare Zuversicht aus, ist warmherzig, humorvoll und zugleich tief berührend geschrieben. Ich habe es regelrecht verschlungen und bin mit einem rundum guten Gefühl daraus hervorgegangen.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Ein Wettlauf um Liebe und Freiheit

Limerick Love. Win Your Heart
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Das Cover zu Kristin MacIvers Roman Limerick Love. Win Your Heart hat mich neugierig gemacht, es ist wunderschön gestaltet und zeigt verkreuzte Ruder mit wunderschönen Wellen im Hintergrund. Passt perfekt ...

Das Cover zu Kristin MacIvers Roman Limerick Love. Win Your Heart hat mich neugierig gemacht, es ist wunderschön gestaltet und zeigt verkreuzte Ruder mit wunderschönen Wellen im Hintergrund. Passt perfekt zum Thema Historischer Roman trifft Sports Romance
Es ist zwar der zweite Band dieser Reihe, ich konnte ihn jedoch gut ohne Vorkenntnis des ersten Bands lesen, da die wesentlichen Details gut in die Handlung eingeflochten waren.
Als Sláine in ihr Heimatdorf zurückkehrt findet sie dort Callum, ihren besten Freund aus Kindheitstagen als geächteten Mann wieder. Er soll seine Tante getötet haben und wird von allen gemieden.
Inzwischen bietet sich für Sláine die Chance Rian zu heiraten, den Sohn des Reeve, womit alle Geldsorgen der Familie aus dem Weg geräumt wären. Rian ist Sláine freundschaftlich zugetan, jedoch auch sein Herz schlägt für jemand anderen.
Während Sláine und Callum sich näherkommen, tauchen Piraten auf, die es auf Callum und alle, die er liebt, abgesehen haben, da er sich von ihnen abgespalten hat und auch einen Goldschatz gestohlen hat. Ausgerechnet Callums Vater ist der Anführer der Piratenbande.
Als letzten Ausweg sehen die Freunde einen Gewinn des Ruderwettbewerbs, da hier vom O`Brian ein Wunsch in Aussicht gestellt wird. Doch kann einem ehemaligen Piraten vergeben werden?
Die Personen sind allesamt gut charakterisiert und vor allem bei Sláine ist man im Zwiespalt, ob man ihr eine sichere Zukunft mit Rian wünschen soll oder ein Leben auf der Flucht mit Callum. Das Setting ist im malerischen Irland im fünfzehnten Jahrhundert angesiedelt, das jedoch auch seine grausamen Seiten hatte.
Zu Beginn hatte ich ein wenig mit den irischen Namen zu kämpfen, was sich jedoch im Laufe der Erzählung gelegt hat. Für alle, die Romantik und Abenteuer suchen, die in eine ganz andere Zeit eintauchen lassen, ist diese Geschichte absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Wenn Schweinehundi das Kommando übernimmt

Schweinehundi
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Das Cover des Buches „Schweinehundi“ von Juli Wind und Meike Töpperwien zeigt einen tatsächlich sehr süßen und schrecklich unwiderstehlichen Hund, der sofort neugierig macht.
Bei Familie Bauer-Matis ist ...

Das Cover des Buches „Schweinehundi“ von Juli Wind und Meike Töpperwien zeigt einen tatsächlich sehr süßen und schrecklich unwiderstehlichen Hund, der sofort neugierig macht.
Bei Familie Bauer-Matis ist der Alltag klar strukturiert und streng durchgetaktet. Woche für Woche wird Mamas Liste abgearbeitet, was natürlich nicht immer für Begeisterung sorgt.
Doch eines Tages klingelt plötzlich ein abgemagerter, zuckersüßer Hund mit Ringelschwänzchen an der Tür. Und nicht nur das. Er kann sprechen und stellt sich als Schweinehundi vor. Für die Kinder Oskar und Neneh ist er eine willkommene Abwechslung vom durchgeplanten Familienleben.
Mit treuherzigem Blick und erstaunlich schlagfertigen Argumenten schafft es dieser charmante Vierbeiner sogar, die Mutter davon zu überzeugen, dass „SpongeBob“ eine pädagogisch wertvolle Fernsehsendung sei und dass Ausnahmen schließlich die Regel bestätigen.
Was harmlos beginnt, gerät jedoch schnell außer Kontrolle und Schweinehundi übernimmt das Kommando. Der Rasen bleibt ungemäht, im Haus breitet sich Chaos aus, statt gemeinsam zu kochen gibt es Pizza, und während Schweinehundi immer runder wird, wird die Familie zunehmend träger.
Schließlich sind es ausgerechnet die Kinder, die merken, dass mit ihrem neuen Mitbewohner etwas nicht stimmt. Doch wie wird man einen so liebenswerten, und zugleich äußerst überzeugenden, Schweinehundi wieder los?
Das Buch vermittelt seine Botschaft auf humorvolle und dennoch eindringliche Weise: Wie oft ist es bequemer, den gemütlichen Weg zu wählen, statt den inneren Schweinehund zu überwinden? Kindern wird anschaulich gezeigt, dass Aufschieben keine dauerhafte Lösung ist, denn was man verdrängt, holt einen irgendwann ein und macht alles nur noch mühsamer.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Monster zum Verlieben

Ninas Monster. Falsch geliefert
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Ninas Monster. Falsch geliefert von Rüdiger Bertram richtet sich an Kinder ab 8 Jahren.
Nina wird in der Schule gehänselt und ist oft allein zu Hause, weil ihre Eltern viel arbeiten müssen. Sie wünscht ...

Ninas Monster. Falsch geliefert von Rüdiger Bertram richtet sich an Kinder ab 8 Jahren.
Nina wird in der Schule gehänselt und ist oft allein zu Hause, weil ihre Eltern viel arbeiten müssen. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein Monster, das sie beschützt und mit dem sie kuscheln kann. Eines Tages weht ihr während eines Sturms ein geheimnisvoller Katalog entgegen, in dem die unterschiedlichsten Monster angepriesen werden. Nach einigem Überlegen entscheidet sich Nina für Walter, ein riesiges Monster mit einem Herz aus Gold. Zumindest verspricht das der Katalog.
Doch Walter ist leider ziemlich teuer. Also versucht Nina, sich mit verschiedenen Jobs das nötige Geld zu verdienen, was sich als ausgesprochen mühsam erweist. Zum Glück gibt es da noch ihre Oma, die nicht nur einen eigenen TikTok-Kanal betreibt, sondern auch eine geniale Idee hat.
Endlich ist das Geld beisammen, die Bestellung abgeschickt, und Nina wartet sehnsüchtig auf die Lieferung. Doch die Überraschung ist groß: In einem riesigen Paket steckt kein gewaltiger Walter, sondern ein winziges Monster namens Mimi. Und Mimi ist das genaue Gegenteil von dem, was Nina sich vorgestellt hat, sie ist noch ängstlicher als Nina selbst.
Zunächst möchte Nina den Irrtum unbedingt aufklären und Mimi gegen Walter umtauschen. Doch während sie sich um das kleine Monster kümmert, wächst sie über sich hinaus und wird immer mutiger. Mimi schleicht sich mehr und mehr in ihr Herz.
Gerade als Nina erkennt, wie wichtig ihr Mimi geworden ist, wird ein weiteres riesiges Paket geliefert, zwar mit Walter. Und plötzlich ist Mimi verschwunden. Ob Nina es schafft, ihr kleines Monster zurückzubekommen? Und was geschieht mit Walter, der eigentlich ebenfalls liebenswert ist?
Ninas Monster ist eine turbulente, warmherzige und sehr unterhaltsame Geschichte, bei der der Lesespaß garantiert nicht zu kurz kommt. Das Buch eignet sich sowohl zum Selberlesen als auch wunderbar zum Vorlesen.
Bleibt nur zu hoffen, dass es bald eine Fortsetzung gibt!

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