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Veröffentlicht am 05.10.2020

Folgen eines One-Night-Stands

Lessons from a One-Night-Stand (Baileys-Serie 1)
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„Eigentlich habe ich den One-Night-Stand nicht bereut – bis jetzt zumindest.“

„Lessons from a One-Night-Stand“ ist ein Liebesroman von Piper Rayne. Er ist der Auftaktband der „Baileys“-Reihe und erschien ...

„Eigentlich habe ich den One-Night-Stand nicht bereut – bis jetzt zumindest.“

„Lessons from a One-Night-Stand“ ist ein Liebesroman von Piper Rayne. Er ist der Auftaktband der „Baileys“-Reihe und erschien im Juni 2020 Im Forever Verlag.
Als Holly ihren Job als Rektorin einer kleinen Highschool in Alaska antritt, ahnt sie nicht, dass ihr One-Night-Stand vom letzten Wochenende in der Kleinstadt große Wellen schlagen wird. Doch leider ist der unglaublich attraktive Mann, mit dem sie eine Nacht verbracht hat, einer der bekanntesten Menschen in Lake Starlight. Und als wäre das nicht schon genug, ist er auch noch einer ihrer Kollegen in der Highschool, schlimmer hätte der neue Job eigentlich nicht beginnen können…

Das Autorenduo Piper Rayne schreibt eine Lovestory außerhalb der üblichen College- und Highschoolromane und macht die Geschichte damit authentischer – denn mal ehrlich, wie viele Jugendromanzen bleiben wirklich ein ganzes Leben bestehen…?
Neben der wirklich gut umgesetzten Handlung haben mir ebenso der flüssige und leichte Schreibstil sowie die wechselnde Ich-Perspektive von Austin und Holly gefallen. Gefühle und Gedanken werden dadurch für beide Protagonisten eindeutig beschrieben und man kann sehr gut mit den Figuren leiden und lachen. Zusätzlich zur Ich-Perspektive enthält der Erzählstil aber auch erzählende Abschnitte, in denen Holly als Erzähler auftritt und ihre Gedanken und Handlungen dem Leser direkt erklärt. Diese Textpassagen binden den Leser noch mehr in die Handlung ein und haben mir sehr gut gefallen. Auch an humorvollen Szenen mangelt es nicht und gerade die Darstellung von „Klatsch und Tratsch“ in einer Kleinstadt hat mir gut gefallen. Austin und Holly als Protagonisten haben mir sehr zugesagt. Austin imponiert mir sehr, denn nicht viele junge Männer würden ihre Karriere und ihre größten Träume aufgeben, damit sie die Erziehung ihrer Geschwister übernehmen können. Verständlich ist es daher auch, dass er sich weiterhin wünscht aus der Kleinstadt hinauszukommen und als Trainer einer Collegebaseballmannschaft anzufangen. Seine Geschwister verurteilen ihn teilweise für diesen Wunsch, doch für mich scheint es selbstverständlich, dass man an seinen Träumen festhält und sich selbst auch mal an die erste Stelle setzt.
Hollys Art fand ich zwar zunächst ein bisschen schwierig, ich fand sie kindisch und überheblich, dieses Gefühl legte sich aber schnell, als ich mehr über Hollys wahre Gedanken erfuhr.
Die Beziehung zwischen Holly und Austin ist auf wunderschöne Art und Weise beschrieben, an erotischen und heißen Szenen mangelt es nicht, sie nehmen aber auch keine Überhand. Mir hat gefallen, dass das Kennenlernen der beiden authentisch und realitätsnah ist und nicht überstürzt eingefädelt wird. Dass eine Beziehung der beiden jedoch nicht auf Dauer sein kann, steht für beide schnell fest. Denn trotz der offensichtlichen Anziehung zwischen ihnen, werden sich ihre Wege bald trennen. Holly wird nur vorübergehend Rektorin an der Schule sein, Austin wird die Kleistadt verlassen, daher lassen sie sich auf einen Deal ein: „Keine Übernachtungen, kein Dinner, keine Dates, keine Blumen.“ – kurzum, eine Affäre zum Spaß haben.
Verwirrende Gefühle sind hierbei jedoch vorprogrammiert und so beginnt für beide ein Spießrutenlauf zwischen Gefühlen, Wünschen und der Erkenntnis, dass sich Träume verändern können...
Insgesamt haben mir aber alle Charaktere in der Geschichte gefallen und wie man dem Charme der Familie Bailey widerstehen soll, ist mir ein Rätsel. Die tragische Familiengeschichte legt dabei zwar einen kleinen Schatten auf das Leben der sieben Geschwister, wird aber zum Glück nicht häufiger als notwendig thematisiert und fügt sich so mühelos in die Handlung ein. Zeitgleich macht das Schicksal der Familie deutlich, dass man den Moment genießen sollte und dankbar für das sein sollte, was man hat. Viel zu schnell kann alles vorbei sein…

Mein Fazit: Hollys und Austins Geschichte ist originell und häufig humorvoll, gleichzeitig aber auch bewegend und zeitweise sogar traurig: Wiedermal ein wundervoller Roman des Autorenduos Piper Rayne. Ein Roman zum Dahinschmelzen, Wohlfühlen und Genießen – ich vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.10.2020

Die Unberührbare

Versuchung zum Aperitif
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„Immer in Bewegung bleiben.“

„Versuchung zum Aperitif“ ist ein Liebesroman und der fünfte Band der „Diesmal für immer“-Reihe von Catherine Bybee. Obwohl er der fünfte Band der Buchreihe ist, kann er problemlos ...

„Immer in Bewegung bleiben.“

„Versuchung zum Aperitif“ ist ein Liebesroman und der fünfte Band der „Diesmal für immer“-Reihe von Catherine Bybee. Obwohl er der fünfte Band der Buchreihe ist, kann er problemlos einzeln gelesen werden. Er erschien im Mai 2020 im Montlake Verlag von Amazon Publishing.
Sasha Budanov ist Bodyguard und dabei knallhart, unabhängig und unberührbar. Sie arbeitet alleine und verzichtet auf nahezu jede Freundschaft, denn Familie und Freunde machen einen angreifbar und verletzlich und sind damit zu gefährlich in ihrem Job. Als sie jedoch, momentan ohne Job und eher perspektivlos, an ihre alte Schule zurückkehrt, lernt sie AJ kennen. Dieser benötigt ihre Hilfe und unbewusst beginnt Sasha ihre Prinzipien zu vergessen, dies jedoch könnte lebensgefährlich sein…

Von Beginn an ist der Roman anders, als ich erwartet hatte. Ausgehend von Titel, Klappentext und Cover, dachte ich an eine klassische Liebesgeschichte. Die tatsächliche Handlung birgt dann jedoch einige Überraschungen und hat einiges mehr zu bieten als „nur“ eine Liebesgeschichte. Kurz gefasst kann man sagen: „Liebesroman trifft Agentenkrimi“. Eine Kombination, die ich einfach überhaupt nicht erwartet hatte, die mir aber sehr zugesagt hat. Durch die spannende und mitreißende Haupthandlung, bei der es um die Suche nach dem Mörder von AJs Schwester geht, hat der Roman Suchpotential. Die Spurensuche birgt für Sasha und AJ einige Gefahren und auch an überraschenden Wendungen und aufregenden Szenen, die zwar an manchen Stellen etwas übertrieben wirken, sich aber insgesamt gut in das Gesamtbild des Romans einfügen. Die Liebesgeschichte von AJ und Sasha entwickelt sich dabei nur am Rande und rundet den Roman formvollendet ab.
Beide Figuren haben mir dabei sehr gut gefallen. Sasha ist knallhart, unberechenbar und eine der Besten in ihrem Job. Nach ihrer schulischen Laufbahn auf einem Internat mit militärischem Einschlag hat sie bereits verschiedene Jobs gehabt und sich im Leben nicht nur Freunde gemacht. Um sich für ihre Feinde nicht angreifbar zu machen, verzichtet sie auf nahezu jeglichen Kontakt zu Freunden, familiäre Beziehungen besitzt sie nicht. Trotzdem gibt es Menschen, denen Sasha wichtig ist, diese vergisst sie jedoch leicht und versucht ihr Leben alleine zu meistern und nur dann um Hilfe zu bitten, wenn es unabdingbar ist. Sie ist eine Meisterin des Nahkampfs, mysteriös und unnahbar – dabei aber ebenso attraktiv und interessant für Männer. Diesen geht sie aber bisher ebenfalls aus dem Weg, denn auch Gefühle sind riskant… Doch getreu nach dem Motto „harte Schale, weicher Kern“ beschließt Sasha, Alex bei der Suche nach dem Mörder seiner Schwester zu helfen. Dass diese Entscheidung möglicherweise nicht nur objektiv sein könnte, schiebt sie dabei weit von sich weg.
Während der Suche nach dem Mörder beginnt Sasha dann zu erkennen, dass Familie und Freunde wichtig sind. Es wird klar, dass auch sie in der Lage ist, sich um andere Menschen zu kümmern und sich um sie zu sorgen. Langsam aber sicher wird aus der knallharten und unberührbaren Frau jemand, der Nähe zulassen kann und der erkennt, was es heißt, Teil einer Gruppe zu sein. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen.
Auch der Schreibstil hat mir zugesagt, denn er ist flüssig und leicht und dazu gespickt mit einer guten Portion Spannung sowie einigen witzigen Szenen und Wortspielen. Die personale Erzählperspektive ermöglicht einen guten Einblick in Sashas Gedanken und Gefühle und macht ihre Werte und Ansichten sehr deutlich.
Insgesamt hat mir der Roman daher sehr gut gefallen und mich definitiv überrascht. Obwohl ich bisher keinen weiteren Band der Reihe kenne, hatte ich keine Probleme mich in die Geschichte hineinzufinden oder Zusammenhänge zu verstehen. Schade finde ich lediglich, dass der Titel so gar nicht zu Handlung passt und damit eine völlig andere Erwartung zur Geschichte weckt.

Mein Fazit: Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen für einen lockeren Roman, der mich überrascht und wahnsinnig gut unterhalten hat. Sympathische und interessante Figuren in einer Liebesgeschichte, die sich eher als Agentenroman entpuppt und dabei an Spannung, Intrigen und Überraschungen nicht spart.

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Veröffentlicht am 30.09.2020

Famiglia

Belmonte
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„Ich finde aber trotzdem, dass man versuchen sollte, sich die Welt nach seinen Wünschen zu formen, und nicht, seine Wünsche den Gegebenheiten anzupassen.“

„Belmonte“ ist eine Familiensaga von Antonia ...

„Ich finde aber trotzdem, dass man versuchen sollte, sich die Welt nach seinen Wünschen zu formen, und nicht, seine Wünsche den Gegebenheiten anzupassen.“

„Belmonte“ ist eine Familiensaga von Antonia Riepp. Sie erschien im Juni 2020 im Piper Verlag und ist in sich abgeschlossen.
Als Simonas „Nonna“ stirbt, erfährt sie, dass sie ein Haus in den Marken Italiens erbt, von dessen Existenz sie bisher nichts wusste. Kurzentschlossen und dem letzten Willen ihrer Großmutter folgend begibt sie sich auf eine Reise dorthin. In Italien angekommen, beginnt dann die Suche nach Simonas eigenen Träumen und ihrer Familiengeschichte...

„Belmonte“ – mal wieder eine Familiensaga ganz nach meinem Geschmack. Die Geschichte entführt den Leser ins wunderschöne Italien der Gegenwart und der Vergangenheit, in dem es zur damaligen Zeit wohl allerdings nicht immer allzu schön war. Trotzdem ist der Autorin eine großartige Kulisse für ihren Roman gelungen, der mich mit drei starken Frauen und einer insgesamt ein bisschen verrückten, aber liebenswerten Familie begeistert hat.
Als Simonas Großmutter stirbt, hinterlässt sie der nichtsahnenden jungen Frau ein Haus in Italien. Kurzentschlossen reist Simona in den Süden und beginnt damit nicht nur die Suche zu ihren familiären Wurzeln, sondern auch eine Suche nach ihren eigenen Wünschen und Zielen im Leben. Hierbei hat mir sehr gut gefallen, dass nicht, wie meistens bei solchen Romanen, Briefe von Simonas Großmutter auftauchen, sondern aufgenommene Kassetten, in denen Franka ihrer Enkelin ihre Geschichte erzählt. Dies ist, wie ich finde, eine sehr originelle und schöne Idee. Zudem haben mir neben der Geschichte von Simonas Vorfahrinnen auch Simonas eigene Geschichte sowie ihre persönliche Entwicklung im Roman sehr gut gefallen. Sie selbst erkennt durch ihre Italienreise was für sie im Leben zählt und wofür sie kämpfen möchte, sie beginnt zu verstehen, dass sie selbst auch eine Stimme hat und dass sie ihre eigene Meinung aussprechen kann und darf. Das Ende des Romans hat mich dann auch überrascht, denn es geschieht etwas, das für dieses Buchgenre doch eher untypisch ist. Trotzdem hat es gut in die Gesamthandlung gepasst und gezeigt: „Heimat ist da, wo das Herz ist.“
Simona hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, imponiert haben mir aber auch oder gerade ihre Vorfahrinnen. Jede der drei Frauen ist für sich etwas Besonderes. Sie haben versucht ihr Leben zu leben und für ihre Wünsche zu kämpfen, scheiterten dabei jedoch leider zu häufig am traditionellen Gedankengut und der noch nicht so weit fortgeschrittenen Emanzipation. Das Schicksal dieser Frauen ist bewegend und zeigt, was für starke Frauen es gibt. Auch Simona selbst ist eine solche Frau, auch wenn sie ihren eigenen Weg erst noch finden muss. Insgesamt sind sie, ebenso wie die anderen Figuren, authentisch dargestellt. Gerade die italienische Großfamilie, die Simona bei ihrer Suche kennenlernt, habe ich sehr ins Herz geschlossen.
Der Schreibstil des Romans ist flüssig und unkompliziert. Die personale Erzählperspektive, kombiniert mit den hauptsächlich durch die Kassetten dargestellten Rückblicke, ermöglicht dem Leser einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle von Simona und ihren Vorfahrinnen. Neben der fiktiven Geschichte werden zudem historische Aspekte, italienische Traditionen und die Emanzipation der Frau betrachtet und dargestellt. Dies rundet die Handlung ab und hat mir sehr gut gefallen.

Mein Fazit: „Belmonte“ ist eine gelungene und interessante Familiensaga vor italienischer Traumkulisse. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen für einen lockeren und leichten Roman der neben der Haupthandlung auch wichtige Themen wie den Nationalsozialismus und die Emanzipation anschneidet.

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Veröffentlicht am 23.09.2020

Dominosteine

Die Mädchenwiese
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„Dinge passieren einfach, ob Sie wollen oder nicht, und sie setzen Ereignisse in Gang, gegen die Sie noch viel weniger ausrichten können.“

„Die Mädchenwiese“ ist ein Thriller von Martin Krist. Er erschien ...

„Dinge passieren einfach, ob Sie wollen oder nicht, und sie setzen Ereignisse in Gang, gegen die Sie noch viel weniger ausrichten können.“

„Die Mädchenwiese“ ist ein Thriller von Martin Krist. Er erschien erstmalig 2012 im Ullstein Verlag und wurde 2019 bei R&K neuaufgelegt.
Im beschaulichen Finkenwerda verschwindet ein Mädchen. Während die Polizei noch daran glaubt, dass das Mädchen weggelaufen ist, steht für den ehemaligen Kommissar Lindner bereits fest: Der Serienmörder, der ihm vor einigen Jahren entkam, ist zurück…

Brutal. Fesselnd. Grausam – „Die Mädchenwiese“ ist definitiv nichts für schwache Nerven.
Spannend und nervenaufreibend beginnt die Suche nach der verschwundenen Lisa und nur langsam reiht sich Puzzlestück an Puzzlestück. Auf geschickte Art und Weise verknüpft Martin Krist unterschiedliche Erzählstränge und -perspektiven miteinander und lässt den Leser in eine grausame Welt, unweit von Berlin, eintauchen. Im Laufe des Romans entsteht dabei ein Gesamtbild, das den Täter aber bis zum Schluss verschleiert. Die Spannung bleibt dabei während der gesamten Handlung auf einem hohen Niveau, die Geschichte unvorhersehbar.
Geschickte Wendungen und ein unglaublich guter Handlungsverlauf stellen eine rhetorische Meisterleistung des Autoren dar und obwohl die Geschehnisse für meinen Geschmack teilweise etwas zu detailliert geschildert wurden, hat der Thriller mich gefesselt und auf makabre Weise gefesselt.
Nicht nur einmal musste ich beim Lesen schlucken und hätte mir am liebsten die Augen zu gehalten und umgeschaltet. Schonungslos werden die Handlungen des Täters beschrieben, gnadenlos die Geschehnisse beschildert, die den Täter erst zu dem machten, was er ist.
Dabei gibt es nicht nur ein Opfer, sondern gleich mehrere, die aus ihrer Rolle einfach nicht herauskommen, wodurch neben dem verschwundenen Mädchen auch das Thema Missbrauch in der eigenen Familie thematisiert wird.
Martin Krist schafft es, den Leser zu fesseln und emotional zu berühren. Obwohl der Thriller an vielen Stellen unglaublich brutal scheint, ist gerade diese Brutalität und Gnadenlosigkeit ein Teil dessen, was dem Thriller sein geniales Auftreten verleiht.
Neben dem gut gestalteten Plot sind auch die Figuren authentisch dargestellt und gut charakterisiert. Konflikte, Sorgen und Gefühle sind anschaulich beschrieben, die Perspektivwechsel zeigen deutlich, wie unterschiedlich Menschen in Stresssituationen reagieren und wie wenig Erwachsene Kindern manchmal zuhören.
Lisas Bruder Sam tat mir an vielen Stellen einfach nur Leid und ich habe mir so sehr gewünscht, dass ihn jemand mal ernst nimmt und sich in der Art um ihn kümmert, wie er es verdient hätte…
Auch mit Berta hatte ich unglaubliches Mitleid und konnte kaum begreifen, wie viel Pech man im Leben haben kann…

Mein Fazit: „Mädchenwiese“ ist definitiv kein Thriller für schwache Nerven, aber unglaublich spannend und rhetorisch geschickt geschrieben - mit garantiertem Gänsehautfaktor. Obwohl ich mich beim Lesen teilweise tatsächlich etwas unwohl gefühlt habe und manche Passagen mit ihrer Schonungslosigkeit jenseits meiner Wohlfühlzone lagen gebe ich dem Thriller 5 von 5 Sternen, da ich ihn für ein großartiges Buch halte, das definitiv für eingefleischte Thrillerfans geschrieben wurde.

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Veröffentlicht am 20.09.2020

Ewig wir

Feel My Soul
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„Unsere Lippen berühren sich, voller Sehnsucht und Leidenschaft. Ich will nichts als Tad. Und das will ich so sehr.“

„Feel my Soul“ ist ein New Adult-Roman von Michelle Schrenk und Emily Ferguson. Er ...

„Unsere Lippen berühren sich, voller Sehnsucht und Leidenschaft. Ich will nichts als Tad. Und das will ich so sehr.“

„Feel my Soul“ ist ein New Adult-Roman von Michelle Schrenk und Emily Ferguson. Er erschien im Januar 2020 im Montlake Verlag von Amazon Publishing und ist der erste Band der New York Dreams-Reihe.
Als Mary in ihrer Jugend Tad kennenlernt, ist sofort klar, dass er die Liebe ihres Lebens sein wird. Doch nachdem gemeinsamen Sommer bleibt Mary allein zurück und was ihr bleibt, sind lediglich Erinnerungen. Trotzdem hält sie an ihrem Traum von einer Musikerkarriere fest und wird nach ihren ersten Erfolgen von einem anonymen Kunden gebucht. Dieser möchte unerkannt bleiben, sodass Mary mit verbundenen Augen spielen muss…

„Feel my Soul“ ist ein New Adult Roman mit viel Gefühl und Tiefgang. Obwohl die Handlung im Jugendalter von Mary und Tad beginnt, spielt sich das Geschehen hauptsächlich im jungen Erwachsenenalter von Mary ab. Rückblicke in die Vergangenheit gibt es nur ein paar, mit welchen man die Geschichte vollständig verstehen kann.
Dieser Erzählzeitpunkt hat mir sehr gut gefallen, denn an Highschool- und Universitätsspielorten mangelt es in diesem Genre ja nun wirklich nicht. ;)
Mary ist eine sympathische junge Frau, die weiß, wie das Leben spielen kann. Gegen den Wunsch ihrer Eltern hat sie sich für eine Musikerkarriere entschieden und kämpft nun hart für ihren Traum. Ein Vertrag fliegt nämlich leider nicht vom Himmel und um bekannt zu werden, braucht es leider mehr als reines Können und Leidenschaft. Ich bewundere Mary für ihren Ehrgeiz und das Greifen nach den Sternen. Obwohl ihre Jugendvision nach dem gemeinsamen Sommer mit Tad in viele Scherben zerbrach, ist sie ihren Weg gegangen und hat an ihren Zielen festgehalten. Sie ist jemand, der Verantwortung übernimmt und für andere einsteht und sie unterstützt. Aber auch jemand, der für sich selbst kämpft.
Als sie in New York von einem anonymen Kunden gebucht wird, weckt dieser Gefühle in Mary, die sie eigentlich längst vergessen hatte. Doch warum will der Kunde nicht erkannt werden, was ist sein Geheimnis und was will er verstecken?
Durch die Ich-Perspektive von Mary kann der Leser ihre Gedanken und Gefühle gut verstehen. Auch der flüssige und leichte Schreibstil bringt einiges an Lesefreude, sodass ich mich regelrecht in der Geschichte verlieren konnte und das Buch an einem Tag durchgelesen habe.
Die Liebesgeschichte von Tad und Mary der beiden ist etwas Besonderes und eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst. Neben der typischen New Adult-Liebesgeschichte werden weitere Themen, über die wohl jeder von uns schon nachgedacht hat, angerissen und beleuchtet. Neben der Suche nach sich selbst, der großen Liebe und dem eigenen Weg im Leben, geht es um Familie, Freundschaft und um Vertrauen aber auch um Verantwortungsbewusstsein und um die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Der Roman lehrt einen, das Leben positiv anzugehen und nie den Mut zu verlieren. Es lohnt sich, für seine Wünsche zu kämpfen, auch wenn der Weg zu ihnen manchmal steinig ist!

Mein Fazit: „Feel my Soul“ war für mich eine wunderschöne Liebesgeschichte mit ausreichend Tiefgang und viel Gefühl. Der Roman hat mich überrascht und überzeugt, ich freue mich auf den nächsten Band der Reihe und werde wohl auch weitere Bücher der Autorinnen lesen! Ich vergebe 5 von 5 Sternen!

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