Kelly Moran schreibt fürs Herz!
Der Auftaktband der Reddwood-Love-Reihe fühlt sich an, wie heimkommen. Die Seiten fliegen nur so dahin und es handelt sich einfach um eine wunderschöne Lovestory mit authentischen ...
Kelly Moran schreibt fürs Herz!
Der Auftaktband der Reddwood-Love-Reihe fühlt sich an, wie heimkommen. Die Seiten fliegen nur so dahin und es handelt sich einfach um eine wunderschöne Lovestory mit authentischen Protagonisten, charmanter Kleinstadtkulisse und humorvollen Einwohnern
Einige Jahre lag dieser Roman auf meinem SuB und ich weiß gar nicht warum!
Auch der zweite Band der Buchreihe ist einfach eine wunderschöne Friends-to-Lovers-Story. Mit viel Gefühl und ohne übertriebenes ...
Einige Jahre lag dieser Roman auf meinem SuB und ich weiß gar nicht warum!
Auch der zweite Band der Buchreihe ist einfach eine wunderschöne Friends-to-Lovers-Story. Mit viel Gefühl und ohne übertriebenes Drama! Absolut zum Wohlfühlen!
„Die Vergangenheit ist, wie sie ist, sie lässt sich nicht ungeschehen machen. Ich will mir nicht anhören, dass es nie wieder vorkommen wird“
„Die Nacht der Bärin“ ist ein Roman von Kira Mohn, welcher ...
„Die Vergangenheit ist, wie sie ist, sie lässt sich nicht ungeschehen machen. Ich will mir nicht anhören, dass es nie wieder vorkommen wird“
„Die Nacht der Bärin“ ist ein Roman von Kira Mohn, welcher sich mit häuslicher Gewalt in mehreren Facetten beschäftigt. Meines Erachtens ist daher unbedingt eine Triggerwarnung erforderlich, welche jedoch im Buch fehlt.
Der Roman erschien im August 2024 im HarperCollins Verlag.
Bedrückend, atmosphärisch, erschütternd. Das sind die ersten Worte, die mir zu „Die Nacht der Bärin“ einfallen. Kira Mohn schafft mit ihrem Schreibstil eine bild- und emotionsgewaltige Geschichte, die einem Gänsehaut und ein schweres Gefühl im Magen bereitet.
Gleichzeitig rüttelt der Roman wach und zeigt, wie häusliche Gewalt in der Gesellschaft kleingeredet wird und oft bei den Opfern selbst Schamgefühle auslöst. Nur selten wird darüber gesprochen, die Täter schaffen es, die Opfer klein zuhalten, zu manipulieren und immer wieder zu sich zurückzuholen. Ausbrechen ist schwer und darüber sprechen ebenfalls.
Der Roman spielt in zwei Zeitebenen und thematisiert neben dem Hauptthema auch Familie und Freundschaft. In der Gegenwart ist die Ich-Perspektive von Jule gewählt, welche nach einem Streit mit ihrem Freund bei ihren Eltern Zuflucht sucht. Unerwartet stirbt ihre Großmutter und gemeinsam mit ihrer Mutter begibt sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit, die viele Fragen aufwirft und unerwartete Tatsachen ans Licht bringt.
Die Handlung in der Vergangenheit wird dabei aus der personalen Erzählperspektive von Maja als Kind geschrieben. In die reale Handlung mischen sich so kindliche Ansichten und Phantasien, die schlimme Erlebnisse verschleiern bzw. eben mit Kindesaugen erklären. Deutlich wird durch diese Perspektive, wie sich häusliche Gewalt auf Kinder auswirkt und durch die besondere Beziehung der beiden Schwestern wird auch klar, wie hier der Halt aneinander gesucht wird. Die ältere Schwester, Anna, versucht ihre jüngere Schwester zu beschützen und gerät dadurch immer weiter in die Gewaltspirale. Gleichzeitig will sie sich ihrem Vater nicht mehr beugen und erträgt die Misshandlungen täglich aufs Neue, worunter alle leiden.
Durch die kindliche Sichtweise passiert es allerdings auch, dass manche Geschehnisse nicht eindeutig erklärt werden und ich die Lösung eines der Hauptkonflikte nicht vollständig verstanden habe. Die Bärin hier als Metapher zu nutzen ist zwar geschickt gewählt und verleiht dem Roman eine philosophische Art, für mich war es aber schwer, hinter diese Metapher zu blicken und so war ich ehrlich gesagt recht verwirrt. Ich mag es nicht, wenn ich mir solche Dinge selbst überlegen soll und sie insgesamt ein wenig offen bleiben!
Insgesamt hat der Roman mich aber gepackt und eingesogen. Ich konnte mich der Handlung kaum entziehen, auch wenn es insgesamt wirklich keine leichte Unterhaltungslektüre mehr ist!
Mein Fazit: Kira Mohn greift in ihrem Roman ein unglaublich wichtiges Thema auf und verarbeitet es zu einer emotionalen und ergreifenden Geschichte. Gänsehautmomente sind dabei garantiert und „Die Nacht der Bärin“ ist definitiv ein einzigartiger Roman, den man nicht so schnell vergisst! Für mich war der Roman an manchen Stellen aber leider etwas zu verworren, sodass ich nur 4 von 5 Sternen vergebe. Eine Leseempfehlung spreche ich aber trotzdem klar aus - wenn ihr euch mit diesem Thema auseinander setzen könnt und wollt!
„Nur einmal in meinem Leben wollte ich nicht darauf warten, dass alles perfekt war, um endlich wirklich glücklich zu sein.“
„Mein Herz bei ihr“ ist ein historischer Liebesroman und der Debutroman von ...
„Nur einmal in meinem Leben wollte ich nicht darauf warten, dass alles perfekt war, um endlich wirklich glücklich zu sein.“
„Mein Herz bei ihr“ ist ein historischer Liebesroman und der Debutroman von Rosina Grün. Er erschien im Oktober 2024 bei Books on Demand und ist der erste Band der „Mein Herz-Reihe“.
Endlich reist Mayla mal wieder zu ihrer Großmutter nach Norwegen. Das erste Mal ist ihr Freund Leander dabei und sie freut sich so sehr, ihm ihre Oma sowie das wunderschöne Land vorzustellen. In Norwegen angekommen finden sie eine Kiste mit Liebesbriefen - von Betty an Emma. Doch, wie kann das sein? Emma ist Maylas Großmutter und hat doch wohl ihren Großvater geliebt! Oder? Mayla konfrontiert ihre Oma mit den Briefen und diese beginnt von ihrer Vergangenheit zu erzählen…
Der Roman spielt dabei entsprechend auf zwei Zeitebenen. Die Gegenwart ist in der personalen Erzählperspektive geschrieben, während die Vergangenheit aus der Ich-Perspektive von Maylas Großmutter Emma dargestellt ist.
Zunächst hatte ich etwas Schwierigkeiten in den Roman hineinzukommen, ich empfand den Schreibstil anfangs als etwas zäh und die gehäufte Nutzung bzw. den Wechsel zwischen Namen und Spitznamen („Lee“ und „May“) mochte ich nicht so gern. Ebenso wirkte alles ein wenig überhastet, Mayla findet die Briefe und die Konfrontation mit ihrer Großmutter folgt sofort. Relativ schnell geht es also in die Handlung in der Vergangenheit über, was dann auch den größten Teil der Handlung ausmacht. Mehrere Zeitenwechsel gibt es nicht.
In der Vergangenheit beginnt dann die eigentliche Haupthandlung und hier waren Schreibstil und Handlung deutlich flüssiger. Ich konnte mich komplett in die Handlung fallen lassen und war unglaublich positiv überrascht von der Tiefe der Geschichte. Ich konnte den Roman nun kaum noch aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen.
Denn die Geschichte geht unter die Haut. Emmas Geschichte ist fröhlich und unendlich traurig zugleich. Das Schicksal der jungen Frau, die sich in eine andere Frau verliebt. Eigentlich doch etwas Schönes, aber 1965 noch überhaupt nicht typisch. Der gesellschaftliche Druck ist groß, Emmas familiäre Verpflichtungen und die Liebe zu ihren Eltern sind es ebenso. Trotzdem lässt sie sich auf die Liebe zu Betty ein und erlebt eine wunderschöne Zeit mit ihr.
Die Hauptfiguren sind dabei gut und authentisch charakterisiert. Auch die Nebenfiguren, gerade der Fischhändler Sven, haben mir sehr gefallen.
Der Zeitgeist der 60er-Jahre ist realistisch eingefangen und die gesellschaftlichen Ansichten zur Homosexualität werden deutlich herausgearbeitet und auch Emmas Gedanken und Gefühle sind unglaublich gut dargestellt. Leider gibt es noch große Vorbehalte gegen Menschen, die das eigene Geschlecht lieben und obwohl eine gewisse Aufklärung beginnt, müssen Emma und Betty sich als Freundinnen, nicht als Paar, ausgeben. Während Betty die Gefühle recht leicht und selbstverständlich anzunehmen scheint, kämpft Emma deutlich mehr mit sich. In ihr sind die gesellschaftlichen Ansichten tief verwurzelt, die negativen Ansichten bezüglich der Homosexualität haben ihre Erziehung mitgeprägt. Umso schwerer fällt es ihr, die Gefühle zu Betty zuzulassen und anzunehmen. Ihr innerer Konflikt ist dabei greifbar und ich konnte ihre Emotionen spüren. Als weiterer Konflikt kommt die Eifersucht ihres besten Freundes Chris hinzu. Dieser ahnt, dass mehr hinter der Freundschaft der Frauen stecken könnte und und lässt kaum eine Gelegenheit aus, fies zu Betty zu sein.
Der Roman endet schließlich mit einem Cliffhanger und lässt viele Fragen offen.
Mein Fazit: Ein unglaublich emotionaler und mitreißender Liebesroman mit großen Gefühlen und überraschenden Wendungen! Ich freue mich riesig auf Band 2 und die Fortsetzung von Emmas Geschichte! Für diesen Band gibt es eine Leseempfehlung sowie 4,5 von 5 Sternen!
„Nichts ist umsonst, Iwa! Denn jede Erfahrung zählt! -und was du dir eines Tages denken wirst, wenn du aufwachst, kannst du heute noch gar nicht wissen.“
„Im Takt des Herzens“ ist ein historischer Roman ...
„Nichts ist umsonst, Iwa! Denn jede Erfahrung zählt! -und was du dir eines Tages denken wirst, wenn du aufwachst, kannst du heute noch gar nicht wissen.“
„Im Takt des Herzens“ ist ein historischer Roman von Clara Langenbach. Er erschien im November 2023 im Fischer Taschenbuch Verlag. Er ist der erste Band einer Dilogie, aber in sich abgeschlossen und einzeln lesbar.
München, ab 1919. Iwa hat einen Traum. Sie möchte tanzen. Doch obwohl die Frauen nach dem Krieg selbständiger geworden sind, ist ein solcher Wunsch in den Kreisen von Iwas Familie untragbar. Die Pläne für sie sind eindeutig - einen Mann aus gutem Haus heiraten und ihm eine brave und treue Ehefrau sein. Dies jedoch ist für Iwa undenkbar. Heiraten? Alle Rechte aufgeben und vom Ehemann abhängig sein? Nein, es muss einen anderen Weg geben. Dieser bedeutet jedoch, dass sie fliehen und alles hinter sich lassen muss. Ist Iwa dafür bereit?
Iwa ist 20 Jahre alt, als sie schließlich merkt, dass die Wünsche ihrer Familie nicht ihre eigenen sind. Lange hat sie mehr oder weniger die brave Tochter bzw. Enkeltochter gemimt, doch als ein Heiratskandidat feststeht, sieht die Lage doch nochmal ganz anders aus. Iwa wird bewusst, dass sie tanzen möchte. Auf der Bühne sieht sie ihre Zukunft und sie ist bereit, dafür zu kämpfen.
Sie ist eine starke junge Frau mit großem Verstand und großem Herz. Sie ist gebildet und klug, gleichzeitig lässt sie ihre Meinung nicht klein reden und eckt durch ihre eigene Meinung gerade bei ihrer Großmutter immer wieder an.
Ausschlaggebend für den Wunsch zur Flucht aus München ist schließlich der Chauffeur Wilhelm, der am Klavier wundervolle Musik erschafft und damit nicht nur Iwas Herzen zum tanzen bringt.
Iwa ist eine sympathische Figur, mit der ich schnell eine Verbindung aufbauen konnte. Ihr Leben hat mich an einen Glaspalast erinnert, in dem sie alles sehen, aber nicht erreichen kann. Absolut nachvollziehen kann ich entsprechend ihre Flucht und habe gebannt verfolgt, wie sie fortan um ihren Traum kämpft. Natürlich gestaltet sich dabei nicht alles super leicht und an einigen Stellen ist die Spannung zum Luft anhalten groß. Auch an Emotionen mangelt es nicht!
Überrascht hat mich dabei die Brutalität einer Figur, die Iwa um jeden Preis aufhalten will. Ich hatte diese nicht in der Form als Antagonisten erwartet, umso besser gefiel mir die Rolle dann allerdings.
Nach einer entsprechend unglaublich spannenden ersten Buchhälfte konzentriert sich die Handlung mehr auf Iwas Traum und wird damit auch ein wenig ruhiger. Kurz vorm Ende gibt es weitere spannende Szenen, an die Anfangsszenen kamen diese für mich jedoch nicht mehr heran. Dies macht aber nichts, denn insgesamt war der Roman mitreißend, spannend und authentisch.
Die Figuren sind gut gezeichnet und charakterisiert, die Handlung vielfältig und interessant. Die Vielfalt spiegelt sich auch in den Figuren wieder und so ist wirklich jeder individuell und Abweichungen vom klassischen Rollenbild tauchen immer wieder auf. Gerade den Mops Whisky mochte ich natürlich sehr gern!
Clara Langenbach webt historische Begebenheit und Figuren in ihre fiktive Handlung ein und lässt diese dadurch umso realer erscheinen. Gleichzeitig greift sie verschiedene Themen wie die Rolle der Frau/die Emanzipation der Frau, den Ausdruckstanz sowie die Anfänge des Nationalsozialismus auf, ohne sie langweilig wirken zu lassen. Etwas unsicher bin ich im historischen Kontext lediglich ein auftretender Nebenkonflikt in der zweiten Romanhälfte. Iwa tritt hier sehr stark für eine ihrer Mittänzerinnen ein und macht deutlich, wie respektlos, übergriffig und teilweise narzisstisch Männer gegenüber Frauen auftreten. Iwa positioniert sich hier deutlich und weist auch auf das unangebrachte Verhalten des Mannes hin, ich finde dies grundlegend sehr gut, für mich war es aber im Handlungskontext fraglich, ob diese Gedanken in den 20er Jahren bereits authentisch sind. Wichtig ist aber auch dieses Thema ungemein und insgesamt fügt sich auch dieser Konflikt gut in die Handlung ein.
Der flüssige und leichte Schreibstil hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen und die bereits beschriebenen Spannungskurven laden ebenfalls stets zum Weiterlesen ein.
Mein Fazit: Clara Langenbach schreibt mit „Im Takt des Herzens“ einen emotionalen und authentischen historischen Roman. Sie thematisiert stark die Rechte der Frauen und schafft mit Iwa eine durchaus ungewöhnliche Protagonistin, die im Vergleich zu anderen historischen Roman für mich einmalig ist! Sie entscheidet sich aktiv für ihren Traum und gegen das klassische Familienbild und ist damit in meinen Augen unglaublich stark und selbstbewusst. Wir können uns alle eine Scheibe von Iwa abschneiden. Von mir bekommt der Roman 4,5 von 5 Sternen.