Schöne Geschichte mit bildhafter Sprache
Träume aus FeuerIn dem Buch „Träume aus Feuer“ beschreibt Florian Illies bildhaft eine Zeit im Barock zwischen Reichtum des Kurfürsten und einem Glasmacher, der unmögliches möglich machen soll.
Die Geschichte spielt 1685 ...
In dem Buch „Träume aus Feuer“ beschreibt Florian Illies bildhaft eine Zeit im Barock zwischen Reichtum des Kurfürsten und einem Glasmacher, der unmögliches möglich machen soll.
Die Geschichte spielt 1685 in Brandenburg.
Damit dies gelingen kann, schenkt der Kurfürst dem Glasmacher Johannes Kunckel die Pfaueninsel. Hier soll er in Ruhe und Abgeschiedenheit Glas herstellen, das es so bislang noch nicht gab.
Rot und funkelnd, eben ein Traum aus Feuer. Kunckel benötigt die Abgeschiedenheit um zu träumen,
um kreativ sein Glas herstellen zu können.
Die einzelnen Kapitel steigern sich mit den Aggregatzuständen von „Kalt“ bis „zu Heiß“. Die Bewegungsenergie nimmt zu und das ist auch in der Geschichte so. Letztendlich geht es um den Aufstieg und den Fall des Alchimisten Johannes Kunckel, dem am Ende der Neid einiger Personen zum Verhängnis wird.
Das Buch ist sehr schön geschrieben, sehr bildhaft, sehr beschreibend. Die Pfaueninsel wird mit ihrer Fauna und Flora ausführlich beschrieben. Ich hatte den Eindruck, dass man direkt mit Kunckel über die Insel gelaufen ist.
Gerade die Hauptprotagonisten wie der Kurfürst und seine Gemahlin werden ausführlich dargestellt. Die Szene wo das Ehepaar von seinem Bett aus regiert, fand ich sehr gut beschrieben und war wohl zu dieser Zeit bei höher gestellten Personen normal.
Im Weiteren das Verhältnis des Kurfürsten zu Kunckel. Ich hatte das Gefühl, dass sich der Kurfürst auf eine Ebene zu dem Alchimisten begeben hat, er hat ihm vertraut. Hier konnte er auch der normale Mensch sein und nicht nur der Kurfürst.
Dann aber auch die andere Ebene, dass seine Neider, gerade Eberhard Danckelmann ihm den Ruhm nicht gönnen und am Ende zu seinem Fall beitragen, als sich ihm die Gelegenheit bietet, nach dem Tod des Kurfürsten.
Den letzten Satz finde ich sehr schön.
„Ein Traum, im Feuer geboren. Ein Traum, im Feuer verloren
oder wie gewonnen so zerronnen würde man heute sagen.