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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2025

Sommerurlaub

Drei Wochen im August
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Elena greift den Vorschlag ihrer Chefin und Freundin Ali auf und macht sich auf den Weg nach Frankreich in deren abgelegenes Ferienhaus. Ihr Mann bleibt daheim, er muss angeblich arbeiten. Mit kommen ihre ...

Elena greift den Vorschlag ihrer Chefin und Freundin Ali auf und macht sich auf den Weg nach Frankreich in deren abgelegenes Ferienhaus. Ihr Mann bleibt daheim, er muss angeblich arbeiten. Mit kommen ihre beiden Kinder und Babysitterin Eve, obwohl die Kinder keinen Babysitter mehr brauchen. Ihrer Tochter Linn erlaubt sie zudem, eine Freundin mitzunehmen. Es ist heiß, die Erwartungen der Urlauber groß, der Frust nimmt zu.

Erzählt wird im Wechsel zwischen Elena und Eve. Der Schreibstil ist sehr abgehackt und das war mein größtes Problem an diesem Buch. Es liest sich wie ein Sachbuch. Fakt für Fakt wird abgehandelt, ohne Gefühl, ohne Abwechslung. Man folgt durchweg den Gedankengängen von Elena und Eve, es gibt keine schönen Dialoge. Man hat durchweg das Gefühl, gleich passiert was Schlimmes, weil Elena und Eve ihre unterschiedlichen Eindrücke mitteilen. Aber es kommt irgendwie nichts, außer immer mehr ungebetene Gäste. Die Figuren bleiben distanziert, man kann sich in keinen reinversetzen, da keine Emotionen transportiert werden. Mir erschien jeder Charakter, der auftaucht, ein Problemfall zu sein, der eine Therapie bräuchte. Ich kann mit so nüchternen Büchern, die nur runtererzählt werden, nichts anfangen und fand keinen Zugang zu dieser Geschichte!

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Hinterfragt

In einem Zug
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Eduard Brünhofer ist Autor von Liebesromanen und fährt mit dem Zug von Wien nach München, um einen Geschäftstermin wahrzunehmen. Als sich eine Frau in sein Abteil setzt, hofft er, dass sie schnell wieder ...

Eduard Brünhofer ist Autor von Liebesromanen und fährt mit dem Zug von Wien nach München, um einen Geschäftstermin wahrzunehmen. Als sich eine Frau in sein Abteil setzt, hofft er, dass sie schnell wieder aussteigt. Doch sie hat was anderes vor. Sie fährt nämlich auch nach München und fängt an den Autor auszufragen. Catrin Meyr fängt Eduard an zu hinterfragen, über seine Bücher, sein Leben und die Liebe, ungeniert und indiskret. Was bezweckt sie damit?

Das Hörbuch wird von Christian Berkel gesprochen, den ich als Schauspieler auch sehr gerne mag. Er haucht dem Hörbuch Leben ein, indem er die Dialoge sehr moduliert vorträgt. Das Setting ist einfach, man setzt zwei Menschen in ein Zugabteil und lässt sie sich unterhalten. Stellenweise fand ich die Gespräche etwas langatmig und habe ich gefragt, was das Ganze überhaupt soll. Aufgegliedert wurde die Geschichte, indem sie den verschiedenen Bahnhofhaltestellen zugeordnet wurde. Catrin fängt immer wieder mit einem neuen Thema an und fragt Eduard penetrant aus. Was Eduard am Ende erfährt, erklärt die ganze Fahrt und dann machen die ganzen ausführlichen Gespräche natürlich total Sinn! Das Ende hat es bei mir auch rausgerissen, ansonsten hätte mir das Buch nicht so gut gefallen. Ich wurde mit den beiden Charakteren nicht so warm und fand die Geschichte nicht so ansprechend und zu Herzen gehend, wie z.B. bei Gut gegen Nordwind. Alles in allem ein kurzweiliges Hörbuch mit einem interessanten Ende.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Brisante Infos

Von Schafen und Wölfen
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Der Deutschen Allgemeinen Zeitung werden brisante Informationen zugespielt, die ihnen helfen könnten, den wirtschaftlichen Ruin abzuwenden. Leidet der Ex-Präsident wirklich an einem potenziell tödlichen ...

Der Deutschen Allgemeinen Zeitung werden brisante Informationen zugespielt, die ihnen helfen könnten, den wirtschaftlichen Ruin abzuwenden. Leidet der Ex-Präsident wirklich an einem potenziell tödlichen Gendefekt? Kann man das öffentlich machen, damit er nicht mehr wiedergewählt wird? Dieser ist darüber nicht erfreut und hetzt ihnen seine Leute auf den Hals.

Der Plot ist gut aufgebaut, da merkt man schnell, dass sich der Autor mit Drehbüchern auskennt. Das Buch könnte ein spannender Film werden! Gleich zu Beginn macht der Autor klar: Dies ist eine wahre Geschichte. Nichts ist wirklich davon passiert. Diese zwei Sätze sind mir durchweg durch den Kopf gegangen. Durch den Sturm aufs Kapitol und anderer offensichtlichen Parallelen zum amerikanischen Wahlkampf und dessen Kandidaten, ist es gar nicht so leicht, die Geschichte als Fiktion anzusehen. Es geht durchweg spannend zu, mit zahlreichen Charakteren. Ich habe mir ein bisschen schwer getan, den Überblick zu behalten, wer mit wem was zu tun hatte. Ich empfand die Handlung als sehr komplex und man musste aufpassen, nichts zu verpassen. Das Ende und die ganze Auflösung ist dem Autor sehr gelungen und war schlüssig dargelegt. Mir hat der klare, aber sehr aussagekräftige Schreibstil sehr gefallen. Ein spannender Politthriller!

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Betrogene

Blumen im Schuh
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Elisabeth erwischt ihren Mann dabei, dass er sie mit einer anderen betrügt. Sie flüchtet Hals über Kopf zu ihrer Schwägerin Anja, um sicherzugehen, dass Wolfgang sie nicht findet. Denn dort würde er sie ...

Elisabeth erwischt ihren Mann dabei, dass er sie mit einer anderen betrügt. Sie flüchtet Hals über Kopf zu ihrer Schwägerin Anja, um sicherzugehen, dass Wolfgang sie nicht findet. Denn dort würde er sie niemals vermuten. Anja ist das krasse Gegenteil von Elisabeth, chaotisch, lustig und sie hat immer ein offenes Ohr für alle, die zu ihr kommen. So kann Elisabeth in Ruhe überlegen, wie es weitergeht.

Die Geschichte beschreibt den Weg einer Frau, die ohne eigenes Einkommen und völlig abhängig von ihrem Mann, plötzlich mittellos dasteht und schauen muss, wie sie überlebt. Mir hat sehr gut gefallen, wie die Autorin Elisabeths bisheriges Leben beschreibt und was für ein Schock es für so jemanden ist, so hintergangen worden zu sein. Sie beschreibt die Selbstzweifel Elisabeths, aber auch die Manipulation, die Wolfang all die Jahre an ihr ausgeübt hat. Sie hat gar kein richtiges Selbstbild mehr. Der Leser wird mitgenommen auf eine Reise der Selbstfindung und der Loslösung von eingefahrenen Strukturen. Man erlebt mit, wie Elisabeth wieder aufblüht und ihr Selbstvertrauen zurückerlangt und erkennt, was alles in ihr steckt. Die Charaktere sind bunt gemischt, da sich bei Anja viele Freunde und Bekannte einfinden. Das macht die Geschichte sehr bunt und lebendig. Anja hat mit ihrer lustigen, unkonventionellen Art viel Unterhaltung in den Roman gebracht und trotzdem wurde die Ernsthaftigkeit des Grundthemas gewahrt. Ein sehr bewegender Roman über die Neufindung einer Frau, die jahrzehntelang von ihrem Mann klein gehalten wurde.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Endlosschleife

Wackelkontakt
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Zunächst einmal ist das Cover eine große Herausforderung für meine Augen! Passend zum Thema, aber echt anstrengend anzuschauen. Die Geschichte an sich, ist dem Autor super gelungen. Die Idee mit zwei Lebensgeschichten ...

Zunächst einmal ist das Cover eine große Herausforderung für meine Augen! Passend zum Thema, aber echt anstrengend anzuschauen. Die Geschichte an sich, ist dem Autor super gelungen. Die Idee mit zwei Lebensgeschichten zu beginnen, die sich immer mehr verstricken, finde ich genial! Das Buch liest sich wie eine Endlosschleife, weil es keine Kapiteleinteilungen gibt und der Text einfach fortlaufend weitergeführt wird. Zu Beginn fand ich die Geschichte recht übersichtlich. Doch im Verlauf muss man sehr aufpassen, wer gerade spricht. Es wird von einem Satz zum anderen die Perspektive gewechselt und das gleiche wieder zurück. Anstrengend, aber es hat auch irgendwie total Spaß gemacht, die Geschichte der beiden Protagonisten kennenzulernen. Sowohl Franz Escher als auch Elio Russo fand ich durchaus sympathisch, mit guten Eigenschaften. Es passiert so einiges in ihrem Leben. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, weil allerlei unvorhergesehene Dinge passieren, sie ist humorvoll und zum Ende hin sogar noch spannend. Mir hat das Buch sehr gefallen, weil immer was passiert ist und es dadurch sehr abwechslungsreich war.

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