⭐ Tod auf Hohenzollern – Spannung zwischen Tradition, Adel & Abgründen
Tod auf HohenzollernIn diesem Krimi von Yvette Eckstein geht es um Vertrauen, alte Freundschaften und die Frage, wie gut man die Menschen kennt, die einen seit Jahren begleiten. Die Geschichte spielt auf der Burg Hohenzollern, ...
In diesem Krimi von Yvette Eckstein geht es um Vertrauen, alte Freundschaften und die Frage, wie gut man die Menschen kennt, die einen seit Jahren begleiten. Die Geschichte spielt auf der Burg Hohenzollern, wo Hannah und ihr Vater Wolfgang Kramer arbeiten. Die beiden sind dort nicht zufällig – ihre Liebe zur Burg und zu diesem besonderen Ort hat sie dorthin geführt.
Gleich zu Beginn wird der Sicherheitsmann tot in der Kirche gefunden – ein Mann, der nicht nur Kollege, sondern ein sehr guter Freund von Wolfgang war. Ausgerechnet dort, wo Wolfgang so oft den Blick zum farbigen Fenster richtet, das ein altes Geheimnis seiner Familie birgt. Dieser Fund trifft ihn tief und lässt ihn nicht los.
Kurz darauf verschwindet Hannahs Freundin Clara, und ab diesem Moment wird klar, dass hier vieles zusammenhängt, was lange im Verborgenen lag.
Es geht um Erpressung, zu viel Alkohol, alte Verletzungen und falsche Loyalitäten. Manche Figuren zeigen Seiten, die man ihnen nicht zugetraut hätte – und genau das macht den Krimi eher dramatisch.
Was mir persönlich gefallen hat:
Es ist einfach schön, dass so viel auf der Burg Hohenzollern spielt. Nicht übertrieben, aber nah genug, dass man sich alles gut vorstellen kann. Und weil die Burg für mich ein Stück Vergangenheit ist – Schulausflug, Verwandte in der Nähe, und später oft am Fuß der Burg gesessen, gegessen, hinaufgeblickt und die Gedanken schweifen lassen – wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Dieses stille Wiedererkennen hat mir gefallen.
📚 Mein – Lesezeichenfees – Fazit
Tod auf Hohenzollern ist ein Krimi, der ernste und dramatische Töne anschlägt – eigentlich nicht das, was ich sonst gern lese. Aber Hannah, Wolfgang und die Burg haben mich durch die dunkleren Momente getragen. Die Figuren wirken menschlich, ihre Verbundenheit ist spürbar, und die Burg gibt der Geschichte etwas Eigenes, das mich angesprochen hat.
Nicht jede Wendung sitzt perfekt, aber vieles hat mich berührt: die Freundschaften, die Zweifel, die kleinen Einblicke in das Burgleben und die Frage, wie gut man die Menschen kennt, die einen seit Jahren begleiten.
Und das Ende hat mich überrascht, was ich an einem Krimi immer schätze.
Ein Buch, das mich vor allem durch seine Atmosphäre und meinen eigenen Bezug zur Burg erreicht hat – freundlich, leise und auf eine persönliche Weise.