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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Spannender Elsass-Krimi mit kleinen Schwächen

Elsässer Verfehlungen
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„Elsässer Verfehlungen“ aus dem Piper Verlag punktet schon optisch: Das bunte Cover mit den farbenfrohen Fachwerkhäusern am Fluss ist ein echter Hingucker und vermittelt sofort die richtige Stimmung für ...


„Elsässer Verfehlungen“ aus dem Piper Verlag punktet schon optisch: Das bunte Cover mit den farbenfrohen Fachwerkhäusern am Fluss ist ein echter Hingucker und vermittelt sofort die richtige Stimmung für einen Regionalkrimi.

Der Einstieg hingegen wirkt etwas holprig. Die beiden Frauenfiguren – die Ex und die aktuelle Partnerin des Protagonisten – fand ich eher seltsam und unnötig kompliziert, was den Lesefluss zu Beginn etwas bremst.

Sobald der eigentliche Kriminalfall an Fahrt gewinnt, zeigt das Buch jedoch seine Stärken. Die Ermittler sind sympathisch, die Atmosphäre stimmig, und der Flammkuchenwettbewerb bringt eine charmante, regionale Note ins Geschehen. Die Spannung ist solide, allerdings habe ich recht früh durchschaut, worauf die Handlung hinausläuft. Dadurch wirkte das Ende für mich leider wenig überraschend und etwas enttäuschend.

Insgesamt ein unterhaltsamer Krimi mit schönem Setting und guten Figuren, aber erzählerischen Schwächen am Anfang und einem vorhersehbaren Finale. 4 Feensternchen

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Eine Autorin, die ich sehr schätze – doch dieser Roman hat mich überrascht

Das letzte Kind hat Fell
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Ich lese Tessa Hennig seit vielen Jahren mit großer Freude, weil ihre Bücher warmherzig, humorvoll und voller Urlaubsflair sind. Umso schwerer fällt mir diese Rezension, denn Das letzte Kind hat Fell fühlte ...

Ich lese Tessa Hennig seit vielen Jahren mit großer Freude, weil ihre Bücher warmherzig, humorvoll und voller Urlaubsflair sind. Umso schwerer fällt mir diese Rezension, denn Das letzte Kind hat Fell fühlte sich für mich ungewohnt anders an. Der Schreibstil wirkt deutlich flapsiger als sonst, mit vielen Halbsätzen und jugendlicher Sprache, die für mich nicht zu ihrem üblichen Ton passt. Auch die zahlreichen sexuellen Anspielungen empfand ich als untypisch und etwas zu viel.

Das E‑Book selbst machte das Lesen zusätzlich mühsam: Rechtschreibfehler, eingeblendete Zahlen auf fast jeder Seite und fett unterstrichene Abkürzungen störten meinen Lesefluss erheblich. Auch die vielen englischen Passagen irritierten mich – in einem Portugal‑Roman hätte ich eher portugiesische Begriffe erwartet.

Inhaltlich zog sich der Anfang für mich sehr in die Länge, bis Sandra und ihr Sohn endlich in Portugal ankommen. Danach überschlägt sich die Handlung plötzlich, fast zu rasant, sodass ich kaum Zeit hatte, in der Geschichte anzukommen. Der Portugal‑Flair blieb für meinen Geschmack zu blass; vieles wirkte eher aufgezählt als atmosphärisch. Die Figuren – besonders Sandra und ihr Sohn – konnten mich diesmal nicht überzeugen, und das moderne Thema rund um den Enkel fühlte sich für mich bemüht und nicht besonders glücklich umgesetzt an.

Humor und liebevolle Charakterzeichnung, sonst ein Markenzeichen der Autorin, kamen für mich deutlich zu kurz. Es gab nur wenige Szenen zum Schmunzeln, und echte Highlights fehlten mir. Das Cover hingegen ist sehr schön und passt optisch zu ihren anderen Büchern – inhaltlich konnte mich dieser Roman jedoch leider nicht erreichen.

Nach vielen Jahren als treue Leserin gebe ich selten so niedrige Bewertungen, doch hier bleiben für mich nur zwei Sterne – mit großem Respekt für eine Autorin, deren frühere Werke ich weiterhin sehr schätze.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Solider Band, aber für mich einer der schwächeren

Treibholz
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Treibholz bietet vertraute Figuren und einen unblutigen, gut nachvollziehbaren Kriminalfall, doch für mich fehlte diesmal der besondere Funke. Die Atmosphäre wirkt zwar vorhanden, aber eher routiniert: ...

Treibholz bietet vertraute Figuren und einen unblutigen, gut nachvollziehbaren Kriminalfall, doch für mich fehlte diesmal der besondere Funke. Die Atmosphäre wirkt zwar vorhanden, aber eher routiniert: viel Aufzählung von Straßen und Geschäften, wenig echtes Sylt‑Gefühl. Stellenweise erinnerte mich das eher an Werbung als an lebendigen Insel‑Flair.

Der zweite Mord fühlte sich unnötig an und traf eine Figur, deren Schicksal für mich eher ungerecht als spannend wirkte. Auch der Humor blieb deutlich hinter früheren Bänden zurück. Violetta konnte mich nicht überzeugen – ihre Darstellung schwankt so stark, dass ich als Leserin nicht mitgehen konnte. Der Running Gag mit der Haustür und der Katze ist inzwischen etwas überstrapaziert, und Mamma Carlotta hätte für meinen Geschmack öfter bei der Nachbarin auftauchen dürfen.

Das Cover passt für mich ebenfalls nicht: niedliche Robben, aber kein Bezug zur Geschichte und kaum Sylt‑Atmosphäre. Es könnte jede x‑beliebige Nord- oder Ostseeinsel sein.

Positiv hervorheben möchte ich die Rezepte am Ende – die gefallen mir sehr gut, und einige davon möchte ich unbedingt ausprobieren.

Insgesamt ein Band, der Fans der Reihe sicher unterhält, für mich aber nicht an die stärkeren Teile heranreicht.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Für Anfänger mit viel Platz – aber nichts für mich.

Nie wieder Chaos!
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Nie wieder Chaos von Cynthia Townley Ewer

Das Buch verspricht Ordnung, liefert aber vor allem Konzepte für Menschen mit Einfamilienhaus, Keller, Waschküche und mehreren Kindern. Wer wie ich in einer Zwei-Zimmer-Wohnung ...

Nie wieder Chaos von Cynthia Townley Ewer

Das Buch verspricht Ordnung, liefert aber vor allem Konzepte für Menschen mit Einfamilienhaus, Keller, Waschküche und mehreren Kindern. Wer wie ich in einer Zwei-Zimmer-Wohnung lebt, stößt schnell an räumliche und praktische Grenzen.

Die Aufräumbilder zeigen Schränke, die rechts perfekt sortiert sind – während links das Chaos liegt. Aber vieles, was „rechts“ sein soll, passt bei mir gar nicht in den Schrank. Die Tipps zur Wäscheorganisation (mehrere Körbe für jede Wäscheart, farblich sortiert pro Familienmitglied) sind schlicht nicht umsetzbar – wo soll ich all diese Körbe hinstellen?

Auch die Tests zur Wohnungsordnung wirken wie aus einem amerikanischen Neubauhaushalt. Die Waschmaschinentipps sind auf US-Standards ausgelegt (max. 49 Grad), was hierzulande kaum relevant ist. Die „Katastrophenpläne“ für Familien sind gut gemeint, aber im Ernstfall wohl kaum abrufbar.

Viele Vorschläge – wie das Falten von Badetüchern oder das Beziehen eines Bettes mit einfachem Laken – wirken aus der Zeit gefallen. Wer nutzt das heute noch? Und die Bekleidungstipps ignorieren Lebensrealitäten: Krankheit, wechselnde Kleidergrößen, begrenztes Budget. Kleidung aufhängen wie im Showroom? Dafür fehlt mir schlicht der Platz.

Besonders ärgerlich: Die Haltung zu Büchern. Ungelesene Bücher sollen weg, nur „zeitgemäße“ dürfen bleiben. Die Empfehlung, Bücher nur noch auszuleihen, grenzt für mich an Hobbyabschaffung. Ich lese, was mich interessiert – nicht, was die Bücherei gerade vorrätig hat.

Karen Kingston hat – meiner Meinung nach – das deutlich bessere Buch geschrieben. Ihre Tipps sind umsetzbar, auch in kleinen Wohnungen. Nach ihrer Lektüre habe ich wirklich ausgemistet – und dabei sogar anderen eine Freude gemacht, etwa mit Krimi-Paketen für meine Brieffreundin.

Fazit: Nie wieder Chaos ist ein Buch für Haushaltsanfänger mit viel Platz und wenig Erfahrung. Für alle anderen: lieber Finger weg – oder gleich zu Karen Kingston greifen.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

🥐 Rezension: Provenzalischer Stolz – ein Krimi mit Herz und Heimat

Provenzalischer Stolz
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Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen – und schon beim Cover war klar: Das ist wieder mit Liebe gemacht. Der Plan von Saint-Valérie, die Infos zur Autorin, die französischen Vokabeln hinten im Buch ...

Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen – und schon beim Cover war klar: Das ist wieder mit Liebe gemacht. Der Plan von Saint-Valérie, die Infos zur Autorin, die französischen Vokabeln hinten im Buch – all das zeigt, wie viel Sorgfalt in diesem Band steckt. Für jemanden wie mich, der das Französische liebt, aber vieles vergessen hat, ist das ein Geschenk.

Der Krimi selbst? Spannend wie immer. Pierre Durand ist nicht nur Ermittler, sondern Teil der Dorfgemeinschaft. Ich mochte besonders, wie das Dorf zusammenhält, wie man ihn als „Dorfpolizisten“ verteidigt, obwohl der Bürgermeister keine Intrige auslässt. Die Charaktere sind lebendig, das Flair ist zum Eintauchen schön, und die Rezepte am Ende machen Lust, gleich den Marktkorb zu packen.

🌟 Fazit: 5 Feensternchen
Ein liebevoll gestalteter Krimi mit Spannung, Atmosphäre und Herz. Für alle, die Provence, gutes Essen und starke Figuren lieben – une lecture délicieuse!

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