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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

🐰 Hasenfuß – Eine Idee, die für mich leider nicht gezündet hat

Hasenfuß
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„Hasenfuß“ von Hesse und Wirth hat mich zunächst wegen seines originellen Titels und vor allem wegen des wirklich tollen Covers mit dem niedlichen Hasen neugierig gemacht.

Kurz zum Inhalt:
Der Mord steht ...


„Hasenfuß“ von Hesse und Wirth hat mich zunächst wegen seines originellen Titels und vor allem wegen des wirklich tollen Covers mit dem niedlichen Hasen neugierig gemacht.

Kurz zum Inhalt:
Der Mord steht direkt am Anfang der Geschichte. Als drei Frauen im Kommissariat zusammentreffen, sorgt die Kommissarin dafür, dass ans Licht kommt, dass sie alle eine Beziehung zu demselben Mann – Schlaphysen – hatten, der jede von ihnen nur einen Tag in der Woche trifft.

Bis Seite 144 von 285 habe ich gelesen, dann habe ich das Buch abgebrochen. Was mich beim Lesen zunehmend gestört hat, war weniger die Figur Schlaphysen selbst, sondern die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Für mich fehlte schlicht die Spannung. Vieles wird rückblickend erzählt und aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert – aus Sicht der Kommissare, der Frauen und auch von Schlaphysen selbst – wodurch sich für mich keine richtige Dynamik entwickeln konnte.

Interessant fand ich dabei, dass Schlaphysen aus seiner eigenen Perspektive fast harmlos wirkt. Er verspricht den Frauen weder Ehe noch große Zukunftspläne, sondern gibt ihnen Aufmerksamkeit und einen festen Tag in der Woche. Die Frauen wirken zunächst sogar zufrieden mit diesem Arrangement. Erst als herauskommt, dass es mehrere von ihnen gibt, kippt die Stimmung – und die Situation entwickelt sich zu einer regelrechten Hetzjagd auf ihn.

Gerade diese Darstellung der Frauen fand ich schwierig. Sie werden im Verlauf der Geschichte sehr negativ gezeichnet, und die Dynamik zwischen ihnen, der Kommissarin und Schlaphysen wirkte auf mich teilweise eher gehässig als spannend. Dazu kommen immer wieder Rückblicke auf den „Teufelsclub“ der Frauen, was für mich den Lesefluss zusätzlich gebremst hat.

Dabei stellt sich für mich auch die Frage, ob Schlaphysen tatsächlich in die klassische Kategorie eines Heiratsschwindlers passt. Seine Masche ist zwar fragwürdig, aber gleichzeitig verlangt er nichts direkt – vieles entsteht erst dadurch, dass die Frauen für ihn bezahlen, wenn seine Karte angeblich nicht funktioniert. Für mich blieb diese moralische Einordnung deshalb eher offen.

Am Ende war mir leider einfach egal, wer den Mord begangen hat, weil mich die Geschichte bis dahin nicht mehr packen konnte.

⭐ Fazit

Ein Krimi mit einer interessanten Ausgangsidee und einem wirklich großartigen Cover, der mich durch die eher spannungsarme Erzählweise und die Figurenkonstellation nicht überzeugen konnte. Nach gut der Hälfte habe ich das Buch deshalb abgebrochen.

⭐⭐ 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Verliebt in Rosa – Ein Roman, der einfach glücklich macht

Verliebt in Rosa
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Mit „Verliebt in Rosa“ von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki ist ein Roman gelungen, der schon beim ersten Blick ein Lächeln ins Gesicht zaubert – und dieses Gefühl hält auch beim Lesen an.
Bereits das ...

Mit „Verliebt in Rosa“ von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki ist ein Roman gelungen, der schon beim ersten Blick ein Lächeln ins Gesicht zaubert – und dieses Gefühl hält auch beim Lesen an.
Bereits das aufwändig und wunderschön gestaltete Cover ist ein absoluter Blickfang. Die verspielten Rosatöne und das liebevolle Design passen perfekt zur Geschichte und machen sofort Lust, in das Buch einzutauchen. Es wirkt einfach unglaublich stimmig und transportiert genau die Atmosphäre, die einen im Inneren erwartet: warm, romantisch und voller guter Gefühle.
Doch nicht nur äußerlich ist das Buch ein Highlight. Auch die Charaktere sind wunderbar gelungen. Sie wirken lebendig, charmant und so authentisch, dass man sie schnell ins Herz schließt. Beim Lesen fühlt es sich an, als würde man alte Freunde begleiten – mitfiebern, schmunzeln und manchmal auch ein bisschen träumen.
Besonders schön ist, dass dieses Buch einfach glücklich macht. Die Geschichte liest sich leicht und fließend, versprüht viel Herz und sorgt immer wieder für kleine Wohlfühlmomente. Es ist genau die Art von Roman, die man aufschlägt und dabei sofort merkt: Das wird eine richtig schöne Lesezeit.
Leider hatte das Ganze nur einen kleinen „Nachteil“: Das Buch war viel zu schnell gelesen! Die Seiten fliegen nur so dahin, und ehe man sich versieht, ist man schon am Ende angekommen – am liebsten würde man sofort noch länger in dieser Welt bleiben.
⭐ Mein – Lesezeichenfees – Fazit
„Verliebt in Rosa“ ist ein rundum wunderbarer Wohlfühlroman, der mit liebenswerten Figuren, viel Herz und einem traumhaft schönen Cover überzeugt. Ein Buch, das beim Lesen einfach glücklich macht und viel zu schnell endet.
⭐⭐⭐⭐⭐ 5 von 5 Sterne – absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Wenn ein vermeintlich kleiner Fall plötzlich große Wellen schlägt

Die Wahrheit ruht im Sempachersee
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In dem Krimi Die Wahrheit ruht im Sempachersee von Monika Mansour begleitet der Leser den Ermittler Cem Cengiz. Nach einem schweren persönlichen Verlust ist er nicht mehr derselbe. Seine Frau, eine Staatsanwältin, ...

In dem Krimi Die Wahrheit ruht im Sempachersee von Monika Mansour begleitet der Leser den Ermittler Cem Cengiz. Nach einem schweren persönlichen Verlust ist er nicht mehr derselbe. Seine Frau, eine Staatsanwältin, ist während einer Ermittlung verschwunden und bis heute nicht wieder aufgetaucht. Seitdem wird er eher zu vermeintlich einfachen Fällen geschickt.
Sein neuer Auftrag führt ihn an den Sempachersee. Dort sorgt ein rätselhaftes Vogelsterben für Aufsehen. Was zunächst nach einem kleinen Umweltfall aussieht, entwickelt sich schnell zu einer deutlich größeren Geschichte rund um einen möglichen Umweltskandal.
Leseeindruck
Am Anfang bin ich ehrlich gesagt nicht richtig mit Kommissar Cem Cengiz und seinem Umfeld warm geworden. Deshalb habe ich das Buch sogar kurz zur Seite gelegt und erst einmal einen anderen Krimi aus dem Emons Verlag gelesen.
Als ich mich dann ein zweites Mal an das Buch gesetzt habe, ging es plötzlich richtig schnell voran. Die Handlung wurde immer rasanter und spannender. An manchen Stellen hätte ich mir allerdings ein Personenverzeichnis gewünscht, da doch einige Figuren vorkommen und man leicht den Überblick verlieren kann.
Zum Ende hin nahm die Spannung enorm zu. Die Highlights hörten gefühlt gar nicht mehr auf und es fiel mir wirklich schwer, das Buch wegzulegen und erst am nächsten Abend weiterzulesen.
Besonders gut gefallen haben mir die aktuellen Themen wie Vogelsterben und Umweltskandal, die in die Geschichte eingebaut wurden. Gleichzeitig spielen auch die persönlichen Probleme des Kommissars eine wichtige Rolle. Die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben, sodass ich sie mir gut vorstellen konnte.
Während des Lesens hatte ich allerdings öfter ein kleines Déjà-vu. Ich hatte immer wieder das Gefühl, eine ähnliche Geschichte schon einmal gelesen zu haben. Der Krimi erinnerte mich stellenweise auch ein wenig an Bücher der Schweizer Autorin Gabriela Kasperski. Da ich seit meiner Kindheit viele Bücher verschlinge, kann das durchaus gut möglich sein, dass ich ein ähnliches Buch gelesen habe.
Was mir außerdem positiv aufgefallen ist: Es gibt in diesem Krimi nicht übermäßig viele Tote – etwas, das ich persönlich angenehm fand.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit
Nach einem etwas holprigen Einstieg hat mich das Buch am Ende doch voll abgeholt. Die Mischung aus spannendem Kriminalfall, aktuellen Umweltproblemen und den persönlichen Herausforderungen des Ermittlers hat mir gut gefallen. Besonders das packende Ende hat mich sehr versöhnt mit der Geschichte.
⭐⭐⭐⭐✨ (4,5 von 5 Sternen)
Auf Seite 60 wurde mir mit dem Wintersalat den Mund wässrig gemacht. Da fehlte mir ein Rezept.
Seite 151 Der Song von Meat Loaf gefiel mir an dieser Stelle sehr gut. (I'd do anything for love)

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Ein Mord mit Wurzeln in der Vergangenheit

Stiller Bach
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Inhaltsangabe
Kinder entdecken im Stillen Bach eine Leiche, woraufhin Kommissar Maibach aus Friedrichshafen die Ermittlungen in Weingarten übernimmt. Während der Ermittlungen wird deutlich, dass die Ursache ...

Inhaltsangabe
Kinder entdecken im Stillen Bach eine Leiche, woraufhin Kommissar Maibach aus Friedrichshafen die Ermittlungen in Weingarten übernimmt. Während der Ermittlungen wird deutlich, dass die Ursache des Mordes weit in die Jugend der Beteiligten zurückreicht.
Rezension
Der Krimi Stiller Bach von Regina Riest ist ein eher ruhiger, „stiller“ Krimi, der sich zu Beginn viel Zeit nimmt, um die Figuren und ihr Umfeld vorzustellen. Dadurch dauert es etwas, bis die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt, da man zunächst die Charaktere und ihre Beziehungen kennenlernt.
Kommissar Maibach aus Friedrichshafen übernimmt die Ermittlungen in Weingarten. Früher hat er in Ravensburg gearbeitet, sodass er mit der Region bereits vertraut ist. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus seiner Sicht, zusätzlich gibt es Kapitel aus der Perspektive des Mörders sowie eines Zeugen, wodurch sich verschiedene Blickwinkel auf die Ereignisse ergeben.
Die Autorin versucht Spannung unter anderem über ein wiederkehrendes Rätsel aufzubauen: Bereits auf Seite 69 taucht das Wort „Graffito“ auf. Kommissar Maibach recherchiert die Bedeutung im Internet, doch dem Leser wird die Erklärung lange vorenthalten – erst auf Seite 299 wird schließlich aufgelöst, was genau dahintersteckt.
Relativ schnell lässt sich erahnen, warum der Mord geschehen ist, da das Motiv in der Vergangenheit und besonders in der Jugend der Beteiligten liegt. Beim Täter bleibt es dagegen länger offen; beim Lesen hat man durchaus mehrere Verdächtige im Blick und kann eigene Vermutungen anstellen.
Das Lokalkolorit bleibt eher zurückhaltend. Zwar spielen Ravensburg und Weingarten eine Rolle, und besonders die Feste in beiden Städten sorgen für regionale Atmosphäre. An anderen Stellen – etwa bei den Mahlzeiten der Ermittler – hätte die Handlung jedoch genauso gut an einem anderen Ort spielen können.
Der Schreibstil ist gut lesbar und solide. Insgesamt bleibt der Krimi ruhig erzählt, mit einem klaren Highlight im Verlauf der Handlung, aber ohne durchgehend hohes Spannungstempo. Trotzdem liest sich das Buch flüssig und ist insgesamt stimmig aufgebaut.
Fazit
Stiller Bach ist ein ruhiger Kriminalroman, der stärker auf Figuren und Hintergründe setzt als auf schnelle Action. Wer leise Krimis mit regionalem Bezug und einem Rätsel aus der Vergangenheit mag, wird hier gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Viel Durcheinander in Endstation Fichtelgebirge

Endstation Fichtelgebirge
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Mit Endstation Fichtelgebirge legt Jacqueline Lochmüller einen weiteren Regionalkrimi vor, erschienen im Emons Verlag. Leider konnte mich dieser Band nur bedingt überzeugen.
Der Einstieg ist zwar nicht ...

Mit Endstation Fichtelgebirge legt Jacqueline Lochmüller einen weiteren Regionalkrimi vor, erschienen im Emons Verlag. Leider konnte mich dieser Band nur bedingt überzeugen.
Der Einstieg ist zwar nicht langweilig, aber ich hätte mir dringend ein Personenverzeichnis gewünscht. Es tauchen unglaublich viele Figuren in kurzen, wechselnden Handlungssträngen auf, sodass es lange dauert, bis man halbwegs sortiert hat, wer eigentlich wer ist – und wer welchen „Dreck am Stecken“ hat. Gefühlt hat beinahe jede Figur ihre dunklen Geheimnisse. Dieses permanente Springen zwischen den Perspektiven und die vielen kurzen Kapitel haben bei mir eher für Verwirrung als für Spannung gesorgt.
Was mich besonders gestört hat: In diesem Buch nuscheln gefühlt unheimlich viele Personen. Das zieht sich durch die gesamte Handlung und wurde für mich mit der Zeit richtig anstrengend. Auch die Dialoge der beiden Ermittler haben mich irritiert. Sie bleiben beim förmlichen „Sie“. Dadurch entstehen immer wieder steife Begrüßungsszenen mit „Herr Breuer“ und „Frau Herbich“, die auf Dauer eher befremdlich als authentisch wirken. Und wenn dann Frau Herbich mal ans Du denkt, wird das einfach wieder abgeblasen.
Der Altenpfleger war für mich eine der wenigen Figuren, mit denen ich wirklich mitgefühlt habe. Er stolpert von einem Schlamassel ins nächste – man leidet fast durchgehend mit ihm. Allerdings gab es auch hier Unplausibilitäten: Sein verletzter Fuß scheint nach einem Tag plötzlich wieder so in Ordnung zu sein, dass er arbeiten kann. Ebenso wenig nachvollziehbar war für mich, warum er das hochgradig traumatisierte Kind nicht sofort mitgenommen hat. Das Kind spricht kaum, ist sichtlich belastet, und die Balkontür lässt sich nicht einmal richtig schließen – das hat mich ehrlich gesagt ziemlich geärgert. Natürlich, dramaturgisch wäre der Krimi sonst schneller vorbei gewesen, aber es wirkte konstruiert. Vor allem, das Kind hat nicht wirklich begriffen, was es getan hat.
Auch die Vielzahl an Schauplätzen hat mich eher ermüdet. Die Figuren sind gefühlt überall in Süddeutschland unterwegs, doch echtes Lokalkolorit wollte bei mir nicht aufkommen. Einige Szenen – etwa rund um die Bäckerei – erschienen mir zudem nicht immer ganz plausibel.
Insgesamt hatte ich oft das Gefühl, mich in einem großen Durcheinander zurechtfinden zu müssen. Trotz aller Kritikpunkte habe ich das Buch zwar zu Ende gelesen, aber wirklich gepackt hat es mich nicht.
Fazit
Ein Krimi mit interessanten Ansätzen und einzelnen berührenden Figuren, der jedoch unter zu vielen Handlungssträngen, überladenen Ortswechseln und teilweise unplausiblen Entwicklungen leidet. Die häufig nuschelnden Figuren und die steifen Dialoge haben mein Lesevergnügen zusätzlich geschmälert.
Sagen wir so: Das wird nicht meine Lieblingsemonsserie.

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