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Veröffentlicht am 01.12.2018

Was für eine wunderschöne Liebesgeschichte und noch viel mehr

Jeder von uns ist ein Rätsel
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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Carlsen (1. November 2018)
ISBN-13: 978-3551583796
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: When My Heart Joins the Thousand
Übersetzung: Annette von der Weppen
Preis: ...

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Carlsen (1. November 2018)
ISBN-13: 978-3551583796
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: When My Heart Joins the Thousand
Übersetzung: Annette von der Weppen
Preis: 18,00 €
auch als E-Book erhältlich

Was für eine wunderschöne Liebesgeschichte und noch viel mehr

Inhalt:
Die siebzehnjährige Alvie lebt allein, allerdings unter der Obhut des Staates. So schnell wie möglich will sie die vorzeitige Mündigkeit erreichen, um endlich tun und lassen zu können, was sie mag. Doch dazu muss sie beweisen, dass sie normal ist, dass sie sich im Griff hat. Und das fällt einem Menschen mit Asperger-Syndrom manchmal sehr schwer. Schon immer hatte das Mädchen Probleme mit sozialen Interaktionen; Gefühle und Verhaltensweisen von Menschen sind für sie meist schwer zu durchschauen. Da verhalten sich Tiere doch wesentlich klarer, und so ist es kein Wunder, dass sie ihren Job im Zoo sehr gerne ausübt. Bei ihren Mitmenschen eckt sie immer wieder an - nicht so bei Stanley, den sie eines Tages im Park kennenlernt, natürlich ganz auf Alvie-Art. Ihn hat Alvie dazu auserkoren, mit ihr zu schlafen. Denn auch wenn sie es mit Gefühlen nicht so hat, der Akt des Beischlafs sollte wohl kein Problem darstellen. Schließlich hat Alvie sich Anschauungsmaterial besorgt …

Meine Meinung:
Ich mag Protagonisten, die aus der Masse herausstechen, die etwas ganz Besonderes sind, die Probleme haben, die der größte Teil der Menschheit nicht hat. Mit Alvie und Stanley haben wir hier genau zwei solche Charaktere. Beide sind vielschichtig angelegt und sehr tiefgründig ausgearbeitet. Ich konnte ihre Handlungsweisen immer gut nachvollziehen, auch wenn es einem im ersten Moment etwas verquer vorkommen mag. Äußerst einfühlsam beschreibt A.J. Steiger die beiden jungen Menschen, ihre Probleme und Ängste, ihre Hoffnungen und Wünsche. Dabei gefiel mir vor allem die trockene Art, wie Alvie über verschiedene Verhaltensweisen spricht. Hier wird alles auf eine rein naturwissenschaftliche Ebene herabgebrochen, was einen schon zum Schmunzeln bringen kann, obwohl die Geschichte eigentlich sehr ernst ist. Aber gerade diese Mischung macht den Reiz des Romans aus. Ich habe viel über Asperger und Stanleys Gebrechen gelernt, mich aber auch immer wieder amüsiert.

Beide Protagonisten habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie hatten und haben es nicht leicht im Leben, sind aber Kämpfer, die sich alle Sympathien des Lesers verdienen. Und schnell wird auch klar, dass in der Vergangenheit etwas passiert sein muss, das Alvie heute noch zu schaffen macht. So ist die Geschichte auch sehr spannend. Super gefühlvoll ist sie auch, denn auch wenn Alvie Gefühle nicht deuten kann, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht selbst welche hat. Es ist einfach wunderschön, diese beiden auf ihrem komplizierten Weg zueinander zu begleiten.

Fazit:
Ein warmherziger, gefühlvoller und lehrreicher Jugendroman, der genauso gut Erwachsene begeistern kann. Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!

★★★★★

Veröffentlicht am 28.11.2018

Ein hochinteressanter Fall für Sebastian Bergman

Die Opfer, die man bringt
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Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Wunderlich (11. Oktober 2018)
ISBN-13: 978-3805250887
ASIN: 3805250886
Originaltitel: En högre rättvisa
Übersetzung: Ursel Allenstein und Ulla Ackermann
Preis: 22,95 ...

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Wunderlich (11. Oktober 2018)
ISBN-13: 978-3805250887
ASIN: 3805250886
Originaltitel: En högre rättvisa
Übersetzung: Ursel Allenstein und Ulla Ackermann
Preis: 22,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein hochinteressanter Fall für Sebastian Bergman

Inhalt:
Um Sebastian aus dem Weg zu gehen, hat Vanja bei der Polizei in Uppsala angeheuert. Zu dumm, dass ihre Chefin, Anne-Lie, ausgerechnet Sebastian zu einem Fall hinzuzieht. Schließlich bittet sie auch noch die Reichsmordkommission um Hilfe. So ist das den Lesern der Reihe bekannte Team dann wieder komplett.

Ein Vergewaltiger treibt sein Unwesen in Uppsala und anderswo. Zwei der Opfer kennen sich offensichtlich und scheinen etwas zu verbergen …

Meine Meinung:
Die beiden Autoren haben mit diesem 6. Band der Reihe das Rad zwar nicht neu erfunden, sorgen aber trotzdem von Zeit zu Zeit für eine Überraschung. Der aktuelle Fall ist in sich abgeschlossen und die wichtigsten personalen Hintergründe werden noch einmal erklärt. Daher könnte man getrost mit diesem Band in die Reihe einsteigen. Mehr Spaß macht es allerdings sicher, wenn man die Ermittler von Anfang an auf ihrem Weg durch das Privat- und Arbeitsleben begleitet.

Sebastian Bergman gibt sich diesmal alle Mühe, in Vanjas Achtung zu steigen. Dass es nicht immer klappt, ist vorhersehbar, das macht aber gar nichts. Mir gefielen seine Anstrengungen und Überlegungen. Auch zum Fall hat er einiges beizutragen - sein Scharfsinn ist faszinierend.

Daneben spielt Billy mit seinem dunklen Geheimnis eine große Rolle. Er ist ziemlich im Stress, und das liegt nicht nur an dem Fall der Vergewaltigungen, die dem Team ein Rätsel aufgeben.

Mich konnte „Die Opfer, die man bringt“ absolut fesseln. Ich fand diesen Kriminalroman von Anfang bis Ende sehr spannend und habe die Ermittlungen und die verschiedenen privaten Entwicklungen gebannt verfolgt.

Gekonnt hat das Autorenduo die einzelnen Handlungsfäden miteinander verwoben, sodass am Ende eine runde Sache daraus wird. Ein kleiner Cliffhanger lässt den nächsten Band herbeisehnen, auf den ich jetzt schon gespannt bin.

Die Reihe:
1. Der Mann, der kein Mörder war
2. Die Frauen, die er kannte
3. Die Toten, die niemand vermisst
4. Das Mädchen, das verstummte
5. Die Menschen, die es nicht verdienen
6. Die Opfer, die man bringt

★★★★★

Veröffentlicht am 27.11.2018

Leider nicht mein Fall

Die Ballade von Max und Amelie
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Inhalt:
Die einäugige Hündin Narbe lebt mit ihrem Rudel auf einer Müllkippe. Ihr Tag besteht aus dem ständigen Kampf ums Überleben. Bis eines Tages der schwarze Hund Max auf die Müllkippe kommt. Max ist ...

Inhalt:
Die einäugige Hündin Narbe lebt mit ihrem Rudel auf einer Müllkippe. Ihr Tag besteht aus dem ständigen Kampf ums Überleben. Bis eines Tages der schwarze Hund Max auf die Müllkippe kommt. Max ist ein Haustier, das seine Familie sucht. In freier Wildbahn könnte der sanfte Rüde wohl kaum überleben, und so nimmt sich Narbe seiner an. Zusammen machen sie sich auf eine abenteuerliche Reise zu Max’ Familie.

Meine Meinung:
Ich lese die Bücher von David Safier recht gerne, aber dieses hier war nicht so ganz mein Fall. Es ist eine ziemlich ernste Geschichte, die aus der Sicht einer wilden Hündin erzählt wird. Und obwohl ich diese Tierperspektive eigentlich mag, habe ich mich hier ab und zu damit quälen müssen. Manches kam mir einfach zu albern vor. Auch wurden Begriffe, die Narbe für Menschendinge benutzt, nicht immer konsequent verwendet. Da wurde dann plötzlich zwischendurch doch mal das normale Wort benutzt.

Die Hündin Narbe war mir anfangs nicht sonderlich sympathisch, doch das ist kein Wunder. Sie ist misstrauisch und aggressiv. Sie muss erst lernen zu vertrauen, lernen, dass sie liebenswert ist und geliebt wird. Im Lauf der Geschichte entwickelt sie sich in dieser Hinsicht enorm weiter. Ihre positive Veränderung lässt sich Seite für Seite erlesen. Auch Max bleibt während des Roadtrips der beiden nicht derselbe. Der Rüde, der sich zu Beginn nicht zu wehren weiß, entwickelt einen heldenhaften Mut, den er in manch spannender Szene beweisen kann.

Die Sprache wirkt zuweilen etwas poetisch und lädt zum Träumen ein, doch dafür muss man sich ganz auf diese tierische Geschichte einlassen können.

"Darauf sahen wir beide zum Himmel, zu den Sternen, bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter. Und angesichts der Unendlichkeit fiel es uns beiden nicht mehr schwer, an das Unmögliche zu glauben." (S. 211)

Reinkarnation ist bei Safier ja häufiger das Thema, aber hier war es mir zu viel. Die entsprechenden Einschübe zerhacken die eigentliche Handlung unnötig. Mir hätte es besser gefallen, der Autor hätte sich auf die Ereignisse in der Gegenwart beschränkt und diese noch interessanter ausgeführt.

Fazit:
„Die Ballade von Max und Amelie“ ist eine nette Geschichte über die Liebe zweier Hunde, eine Geschichte über Vertrauen und Freundschaft, die sich natürlich auch auf Menschen übertragen lässt, mich aber leider nicht wirklich erreichen konnte.

Veröffentlicht am 24.11.2018

Klasse aufgebauter Kriminalroman voller Spannung

Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
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Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover (19. November 2018)
ISBN-13: 978-3550081033
Preis: 22,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Klasse aufgebauter Kriminalroman voller Spannung

Inhalt:
Die ...

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover (19. November 2018)
ISBN-13: 978-3550081033
Preis: 22,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Klasse aufgebauter Kriminalroman voller Spannung

Inhalt:
Die Polizei wird zu einem Todesfall gerufen. Zufällig entdecken die Beamten auf dem Grundstück außerdem die sterblichen Überreste von drei Frauen, die dort vergraben waren. War der Tote etwa ein Serienmörder?

Pia Sander, Oliver von Bodenstein und ihr Team müssen weit in der Vergangenheit suchen, um das Rätsel um die Knochen zu lösen.

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 9. Band der Reihe um die Hofheimer Kommissare Oliver von Bodenstein und Pia Sander. Da der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist, kann man ihn aber auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Was im Privatleben der Ermittler von Bedeutung ist, wird hier noch einmal erwähnt.

Ich mag die Taunuskrimis von Nele Neuhaus sehr gerne, und der vorliegende Band ist für mich einer der besten. Die verschiedenen Handlungsstränge sind derart gekonnt miteinander verwoben, dass es der Autorin gelingt, die Lesenden lange Zeit über den Täter im Unklaren zu lassen, am Ende aber doch alles absolut schlüssig erscheint.

Einmal angefangen, will man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es lässt sich aber auch sehr leicht lesen, ist fesselnd und die Personen wirken absolut authentisch. Amüsiert habe ich mich darüber, dass Neuhaus sich und ihre Leser mit kleinen Seitenhieben ein wenig auf die Schippe nimmt. Beklagten sich beim Vorgängerband „Im Wald“ viele Leser über zu viele Personen, so hat Neuhaus sich diesmal ein wenig zurückgenommen. Zwar nehmen auch hier wieder etliche Personen - tot oder lebendig - an der Handlung teil, durch ihre gute Charakterisierung behält man als Leser aber recht leicht den Überblick, wer wer ist. Auch das Personenverzeichnis zu Beginn des Romans hilft dabei.

Kleine Einschübe aus Sicht des Täters geben einen Einblick in dessen kranke Psyche, ohne zu viel von seiner Identität zu verraten. So hat der Leser ausreichend Gelegenheit, mit zu raten und schließlich herauszufinden, welcher der möglichen Verdächtigen hier sein Unwesen treibt.

Ein kleiner Wermutstropfen sind einige Logikfehler, die zwar keinen Einfluss auf die Handlung haben, mich aber trotzdem störten. Daher „nur“ 4,5 Sterne

Die Reihe:
1. Eine unbeliebte Frau
2. Mordsfreunde
3. Tiefe Wunden
4. Schneewittchen muss sterben
5. Wer Wind sät
6. Böser Wolf
7. Die Lebenden und die Toten Im Wald
8. Im Wald
9. Muttertag

★★★★☆

Veröffentlicht am 19.11.2018

Es ist Zeit, sich von Menduria zu verabschieden

Menduria (Band 4)
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Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: KRAL (5. September 2017)
ISBN-13: 978-3990246993
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,50 €

Es ist Zeit, sich von Menduria zu verabschieden

„Der Wille der Gezeiten“ ...

Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: KRAL (5. September 2017)
ISBN-13: 978-3990246993
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,50 €

Es ist Zeit, sich von Menduria zu verabschieden

„Der Wille der Gezeiten“ ist der 4. Band der Menduria-Reihe. Ich halte es für unbedingt notwendig, die Vorgängerbände zu kennen, sonst wird man mit der Handlung nicht viel anfangen können.

Ich muss vorausschicken, dass mich schon die drei vorherigen Bände nicht restlos begeistern konnten. Und auch der Abschlussband hat dies leider nicht geschafft. Offensichtlich liegt mir Ela Mangs Schreibstil einfach nicht so richtig. Für meinen Geschmack wird vieles zu trocken erzählt, irgendwie aus der Distanz. Ich konnte mich nur selten mit den Charakteren identifizieren, habe kaum mit ihnen gebangt und gehofft. Zuweilen habe ich mich richtig gequält, wollte das Buch immer wieder mal zur Seite legen. Auf der anderen Seite war ich aber doch neugierig, wie die Geschichte weitergeht bzw. endet.

In „Der Wille der Gezeiten“ spielt Aljana, die Tochter von Lina und Darian, fast die größte Rolle, was mir gut gefiel, denn ich mag die erfrischende Art des Mädchens sehr. Und mit ihren vierzehn Blutmondjahren ist sie ja praktisch schon eine junge Erwachsene, die sich nun auch verliebt, wobei die Gefühle aber doch eher im Hintergrund bleiben. Auch Aljanas bester Freund, der junge Drache Ark-Dragon, hat sich in mein Herz geschlichen. Die beiden sind ein tolles Team, und die Szenen mit ihnen oder auch die mit Aljana und Finrod haben mir am besten gefallen.

Fazit:
Inhaltlich hat mich Menduria mit allen vier Bänden zufriedengestellt, nur der Schreibstil war nicht wirklich nach meinem Geschmack. Gerade im letzten Band hätte ich mir viel mehr Gefühl und mehr Spannung gewünscht.

★★★☆☆