Profilbild von Lilli33

Lilli33

Lesejury Star
offline

Lilli33 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lilli33 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2019

Ein Mutmachbuch

Norbert Nobody oder Das Versprechen
0

Broschiertes Taschenbuch: 248 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. November 2002)
ISBN-13: 978-3423707329
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Originaltitel: Feather Boy
Übersetzung: Uwe-Michael ...

Broschiertes Taschenbuch: 248 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. November 2002)
ISBN-13: 978-3423707329
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Originaltitel: Feather Boy
Übersetzung: Uwe-Michael Gutzschhahn
Preis: 9,95 €

Ein Mutmachbuch

Inhalt:
Robert wird von allen nur Norbert Nobody oder noch Schlimmeres genannt und hat sich mit seiner Rolle als Versager schon fast abgefunden. Immer wieder muss er Sticheleien und Pöbeleien seiner Mitschüler über sich ergehen lassen. Und auch Kate, auf die er ein Auge geworfen hat, scheint sich mehr für seinen Erzfeind Niker zu interessieren.

Alles ändert sich, als die Klasse ein Projekt in einem Altenheim durchführt und Norbert Nobody der alten Edith Sorrell zugeteilt wird. Die schrullige Dame ringt dem Jungen das Versprechen ab, Chance House zu besuchen, auch wenn er nicht weiß, was er dort soll. Doch nach und nach kommt er dahinter …

Meine Meinung:
Die ersten fünfzig Seiten fand ich etwas langatmig, hier passiert noch nicht allzu viel. Doch dann konnte mich die Geschichte immer mehr fesseln. Gemeinsam mit Robert bekam ich heraus, was in dem alten, verfallenen Haus vor langer Zeit passiert ist. Und es war toll mit anzusehen, wie aus dem Außenseiter eine starke Figur wird, denn Robert entwickelt sich im Lauf der Zeit sehr positiv. Er lernt, sich seinen Ängsten zu stellen und für sich und Edith einzutreten. Dies läuft nicht immer ohne Probleme ab, denn oft fehlen ihm die Worte, um zum Beispiel seiner Mutter oder seinen Lehrern zu erklären, warum er etwas Bestimmtes tun muss.

Das Buch ist in der Ich-Form aus der Perspektive des Protagonisten geschrieben. Dadurch ist man als Leser ganz nah an diesem Charakter dran, kann an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben und versteht so natürlich auch seine gegenüber Außenstehenden zum Teil abstrus anmutenden Verhaltensweisen.

Auch wenn am Ende nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, kann dieses Buch Mut machen, denn es zeigt auch, dass nicht immer alles perfekt sein muss, um gut zu sein.

★★★★☆

Veröffentlicht am 22.01.2019

Spannender Abschluss der Trilogie

Pheromon 3: Sie jagen dich
0

Inhalt:
Der große Kampf gegen die außerirdischen Invasoren steht bevor. Jake und seine Mitstreiter müssen in der Gegenwart alles vorbereiten, damit es in der Zukunft geschehen kann. Und Giovanella muss ...

Inhalt:
Der große Kampf gegen die außerirdischen Invasoren steht bevor. Jake und seine Mitstreiter müssen in der Gegenwart alles vorbereiten, damit es in der Zukunft geschehen kann. Und Giovanella muss in der Zukunft lernen, welche Rolle ihr zugeschrieben ist.

Meine Meinung:
Die Vorgängerbände sollte man unbedingt vorher gelesen haben, um der Handlung folgen zu können, da hier ein Band auf dem anderen aufbaut und die Handlung fortgeführt wird.

Wie schon zuvor gibt es zwei Zeitstränge, die 2018 (geschrieben von Rainer Wekwerth) und 2118 (geschrieben von Thariot) spielen. Da zum Teil dieselben Personen vorkommen und sich die Schreibstile der beiden Autoren nicht gravierend unterscheiden, kann der Perspektivwechsel manchmal verwirrend sein. Man muss wirklich auf die Angaben über dem jeweiligen Kapitel achten.

Nach und nach werden in diesem Band nun alle Fragen beantwortet, die bisher aufgekommen sind. Die Verknüpfung von Gegenwart und Zukunft ist dabei gut gelungen. Man erfährt immer wieder kleine Häppchen, die bestimmte Ereignisse erklären, leider nicht immer ganz chronologisch. So kommt es vor, dass im 2118er Handlungsstrang erzählt wird, was 2018 geschehen ist und erst danach wird es im Gegenwartsstrang erzählt. Dadurch geht ein wenig von der Spannung verloren. Allerdings bleibt auch noch genügend Spannung übrig, denn den Protagonisten werden allerlei Knüppel zwischen die Beine geworfen, sodass die Handlung kaum vorhersehbar ist und immer wieder überraschende Wendungen bereithält.

Die Charaktere sind zwar sehr interessant, was ihre speziellen Fähigkeiten angeht. Ich hätte mir allerdings noch mehr Tiefe gewünscht, mehr Informationen über ihren Hintergrund und ihre Beweggründe.

Im Großen und Ganzen ist der Abschluss der Reihe aber gut gelungen. Auch das Ende konnte mich überzeugen.

Die Trilogie:
Pheromon 01. Sie riechen dich
Pheromon 02. Sie sehen dich
Pheromon 03. Sie jagen dich

★★★★☆

Vielen Dank an den Planet! Verlag und NetGalley für das Resezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 21.01.2019

Fesselnde Dystopie

Davor und Danach
0

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Dressler (21. Januar 2019)
ISBN-13: 978-3791501000
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: The Survival Game
Übersetzung: Birgit Salzmann
auch als E-Book erhältlich

Fesselnde ...

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Dressler (21. Januar 2019)
ISBN-13: 978-3791501000
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: The Survival Game
Übersetzung: Birgit Salzmann
auch als E-Book erhältlich

Fesselnde Dystopie

Inhalt:
Durch den Klimawandel ist Wasser knapp geworden. Nur im Norden gibt es noch genug. Die vierzehnjährige Mhairi, die einige Jahre mit ihren Eltern im Sudan gelebt hat, ist auf der Flucht nach Schottland, nach Hause zu ihrer Großmutter. Unterwegs trifft sie auf einen kleinen Jungen. Nimmt sie ihn mit, kommt sie langsamer voran. Lässt sie ihn allein zurück, wird er wohl sterben. Eine von vielen schweren Entscheidungen, die das Mädchen treffen muss, nur um am Ende festzustellen, dass auch in Schottland nicht mehr alles so ist, wie es mal war …

Meine Meinung:
Schon äußerlich ist dieses Buch ein Kleinod: ein wunderschönes Cover, bei dem die hintere Klappe so gearbeitet ist, dass sie um die Seiten herumliegt und diese schützt. Außerdem ist hier die Hälfte des Titels aufgedruckt, während auf dem eigentlichen Buchrücken die andere Hälfte steht. Dadurch kann man das Buch entweder mit dem „Davor“ oder mit dem „Danach“ ins Regal stellen.

Auch inhaltlich lässt das Buch kaum etwas zu wünschen übrig. Die Geschichte einer Flucht wird aus Mhairis Perspektive in der Ich-Form erzählt, und zwar sehr authentisch. Man ist ganz nah an Mhairis Gedanken und Gefühlen dran, zumindest an denen, die sie nicht tief in sich, in der FESTUNG, eingeschlossen hat. Dort sind die Erlebnisse, die einfach zu schlimm sind, um sie herauszulassen, begraben. Aber nach und nach kommen sie natürlich ans Licht.

Mir gefiel Mhairis Entwicklung sehr gut. Was sie auf ihrer beschwerlichen Reise erlebt, ähnelt stark dem, was auch die realen Flüchtlinge bei uns mitmachen müssen, Schikanen, Übergriffe, Diebstähle und vieles mehr. Es prägt sie in besonderer Weise. Immer wieder stellt sich die Frage, was Menschlichkeit ausmacht, ob man es sich leisten kann, Mitgefühl zu zeigen und zu helfen, oder ob man besser nur an sich denken sollte.

Nicky Singers Schreibstil mit den recht kurzen, klaren Sätzen spiegelt Mhairis Zerrissenheit und Verzweiflung perfekt wider. So kommen die Emotionen direkt beim Leser an und man kann sich problemlos in die Protagonistin hineinversetzen.

Fazit:
„Davor und danach“ ist eine fesselnde Dystopie, die leider gar nicht so weit von unserer heutigen Welt entfernt erscheint. Das Buch gibt eine Menge Denkanstöße, lässt sich dabei aber locker lesen.

★★★★★

Veröffentlicht am 17.01.2019

Interessante Idee, aber zu ausschweifend erzählt

Der Sommerdrache
0

Broschiert: 657 Seiten
Verlag: FISCHER Tor (25. April 2018)
ISBN-13: 978-3596298600
Originaltitel: The Summer Dragon
Übersetzung: Franca Fritz und Heinrich Koop
Preis: 16,99 €
auch als E-Book erhältlich

Interessante ...

Broschiert: 657 Seiten
Verlag: FISCHER Tor (25. April 2018)
ISBN-13: 978-3596298600
Originaltitel: The Summer Dragon
Übersetzung: Franca Fritz und Heinrich Koop
Preis: 16,99 €
auch als E-Book erhältlich

Interessante Idee, aber zu ausschweifend erzählt

Inhalt:
Maia lebt mit ihrer Familie in einem Aery, dem Ort, wo Drachen gezüchtet werden. Sie hofft, beim nächsten Nesttag ein eigenes Drachenküken zu bekommen, doch dann erfährt sie, dass das Militär alle Küken einziehen wird. Mit ihrem Bruder Darian hat sie im Wald ein schönes und erschreckendes Erlebnis: Der Sommerdrache Getig erscheint ihnen - ein Omen, nur wofür? Außerdem finden die Jugendlichen ein totes Drachenweibchen. Maia setzt es sich in den Kopf, dass irgendwo ein wildes, mutterloses Jungtier sein könnte und begibt sich in ein gefährliches Abenteuer.

Meine Meinung:
Die Idee hinter dieser Geschichte fand ich sehr interessant, aber es fiel mir sehr schwer, mich in diese Fantasiewelt hineinzuversetzen, obwohl sie sehr detailreich beschrieben wird. Oder gerade wegen der vielen Details, die zu einem großen Teil nichts zur Handlung beitragen und mich immer wieder nach dem roten Faden suchen ließen. Auch die Sprache fand ich nicht immer gelungen, manche verwendeten Wörter passen für mich einfach nicht in diese Welt. So hatte die Geschichte für mich neben einigen spannenden Szenen leider auch viel Längen. 

Die Handlung ist relativ komplex und beschäftigt sich mit Familien- und Gemeinschaftskonstellationen, mit Religion und politischen Intrigen. Zum Teil fand ich es etwas verwirrend, konnte auch nicht immer den sprunghaften Charakterentwicklungen folgen. Lediglich Maias Entwicklung scheint mir logisch und hat mir gut gefallen. Im Lauf der Handlung wird aus dem einigermaßen naiven Kind eine toughe junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.

„Der Sommerdrache“ ist der Auftaktband einer epischen Drachensaga und endet zwar an einem Wendepunkt der Handlung, aber doch offen.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 13.01.2019

Ein spannender Entführungsfall

Tod im Frühling
0

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag (22. März 2017)
ISBN-13: 978-3257215663
Originaltitel: Death in Springtime
Übersetzung: Matthias Müller
Preis: 12,00 €
auch als E-Book erhältlich

Ein spannender ...

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag (22. März 2017)
ISBN-13: 978-3257215663
Originaltitel: Death in Springtime
Übersetzung: Matthias Müller
Preis: 12,00 €
auch als E-Book erhältlich

Ein spannender Entführungsfall

Inhalt:
Zwei junge ausländische Studentinnen werden in Florenz entführt, eine davon bald wieder freigelassen. Doch sie kann oder will der Polizei nicht weiterhelfen, ebenso wenig wie der Vater der immer noch Entführten.

Schnell geraten die unbeliebten Sarden in Verdacht …

Meine Meinung:
Dieser Krimi beginnt wie üblich bei Magdalen Nabb recht gemächlich, steigert sich zum Ende hin aber immer mehr, was die Spannung angeht. Hier gibt es einen Wettlauf mit der Zeit. Der Capitano kennt sich mit Entführungen aus, weiß, wie sie üblicherweise ablaufen, wann das Opfer in Gefahr ist und wann nicht. Dummerweise arbeitet der Vater der Entführten hier gegen die Polizei.

Magdalen Nabb ist offensichtlich kein Fan vieler Worte. Auf wenigen Seiten erzählt sie ihre Geschichte. Ein bisschen mehr Ausschmückung und detailliertere Einblicke in die Ermittlungen hätten nicht geschadet.

Der Fall ist in sich abgeschlossen und kann daher auch für sich gelesen werden. Allerdings wird Bezug genommen auf den ersten Band der Reihe, „Tod eines Engländers“, und hier auch der Täter genannt. Sollte man die Reihenfolge nicht einhalten, wird man also gespoilert.

Maresciallo Guarnaccia hat im dritten Band der nach ihm benannten Reihe leider nur eine Gastrolle, der Capitano und der Staatsanwalt machen ihre Sache aber auch gut.

Die Guarnaccia-Reihe:
1. Tod eines Engländers
2. Tod eines Holländers
3. Tod im Frühling
4. Tod im Herbst
5. Tod in Florenz
6. Tod einer Verrückten
7. Tod einer Queen
8. Tod im Palazzo
9. Geburtstag in Florenz
10. Das Ungeheuer von Florenz
11. Alta moda
12. Nachtblüten
13. Eine Japanerin in Florenz
14. Vita nuova

★★★★☆