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Veröffentlicht am 12.09.2020

Wenig überraschend, aber spannend

Beastmode 2: Gegen die Zeit
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Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Planet! (13. August 2020)
ISBN-13: 978-3522506311
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Wenig überraschend, aber spannend

ACHTUNG: ...

Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Planet! (13. August 2020)
ISBN-13: 978-3522506311
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Wenig überraschend, aber spannend

ACHTUNG: Meine Rezension kann SPOILER zu Band 1 enthalten.

Inhalt:
Fünf außergewöhnlich begabte Jugendliche sind unterwegs, um die Welt zu retten - nicht nur im Raum, sondern auch in der Zeit. Ein mysteriöses Energiefeld bedroht die Menschheit und muss gestoppt werden.

Meine Meinung:
Den ersten Band sollte man unbedingt zuvor gelesen haben, um zu verstehen, worum es hier geht, denn die Handlung schließt praktisch nahtlos daran an, ohne groß etwas davon zu wiederholen.

War im ersten Teil die Geschichte noch absolut neu, bietet der zweite weit weniger Überraschungen. Damals führte die Reise zu Amandas und Damons Ursprüngen; so war zu vermuten, dass es diesmal zu den Anfängen von Malcolm, Wilbur und Jenny geht, wobei einiges davon aber schon von Band 1 bekannt ist. Die Figuren erhalten hier immer mehr Tiefe, man erfährt viel über ihren Hintergrund und ihre Vergangenheit, was ihnen einige Sympathiepunkte bringt - dem einen mehr, der anderen weniger

Besonders gelungen fand ich die Figur des Damon, der ja Ende des 1. Bandes im 18. Jahrhundert beschworen wurde und sich daher nicht mehr an die Ereignisse bzw. sein Wissen in der Gegenwart erinnern kann. So stolpert er etwas unbedarft durch die Gegend und macht immer wieder recht naive Bemerkungen, über die man einfach schmunzeln muss. Einige der Dialoge sind echt klasse!

Auch wenn vieles vorherzuahnen ist, versteht Rainer Wekwerth seine Geschichte sehr spannend zu erzählen, indem er immer wieder kleine Highlights einflicht, die dann doch überraschend wirken. Der Schreibstil ist einfach und flott zu lesen und Spannung durchweg vorhanden. Auch einige emotionale Momente werden beschrieben. In der Summe hat mir auch der zweite Band dieser Dilogie gut gefallen.

Die Dilogie:
1. Es beginnt
2. Gegen die Zeit

★★★★☆

Veröffentlicht am 12.09.2020

Very British

Mord in Highgate
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Inhalt:
Der Anwalt Richard Pryce wurde mit einer super teuren Flasche Wein erschlagen. Hat die Schriftstellerin Akira Anno ihre Drohung, die sie ein paar Tage zuvor in der Öffentlichkeit ausgestoßen hatte, ...


Inhalt:
Der Anwalt Richard Pryce wurde mit einer super teuren Flasche Wein erschlagen. Hat die Schriftstellerin Akira Anno ihre Drohung, die sie ein paar Tage zuvor in der Öffentlichkeit ausgestoßen hatte, wahr gemacht? Scotland Yard zieht den Ex-Polizisten und jetzigen Privatdetektiv Daniel Hawthorne hinzu. Der wiederum zitiert den Autor Anthony Horowitz an seine Seite, damit er ein Buch über Hawthorne und den Fall Pryce schreiben kann.

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 2. gemeinsame Fall von Hawthorne und Horowitz. Man kann ihn jedoch gut ohne Vorkenntnisse lesen, auch wenn immer wieder andere Werke des Autors erwähnt werden. Inhaltlich spielen diese aber praktisch keine Rolle.

Ganz im Stil von Sherlock Holmes und Dr. Watson oder Hercule Poirot und Captain Hastings begeben sich hier Hawthorne und Horowitz auf Verbrecherjagd - der eine ein brillanter Kopf, der andere immer auf der falschen Fährte. Was schon bei Arthur Conan Doyle und Agatha Christie funktionierte, gelingt auch bei Anthony Horowitz sehr gut. Hier kommt hinzu, dass der Autor sich selbst in seine eigene Geschichte geschrieben hat, was dieser den besonderen Pfiff gibt.

Der Kriminalroman lebt von den gegensätzlichen Protagonisten, die sich nicht ganz entscheiden können, ob sie einander grün sind oder nicht. Immer wieder kommt es zu kleinen Reibereien, sehr zum Vergnügen der Leserschaft.

Scheint der Fall anfangs schon fast zu einfach, erweitert sich der Zahl der Verdächtigen bald schon stark, zumal noch ein weiterer Todesfall hinzukommt, der mit dem ersten in Verbindung stehen könnte - oder auch nicht. Die Verflechtungen zwischen der verschiedenen Verdächtigen sind nicht leicht zu durchschauen und so ist es auch nicht leicht, den Täter zu ermitteln. Am Ende löst sich jedoch alles logisch auf - bis auf die Geheimnisse, die hinter Hawthorne stecken. Hier muss man wohl auf den nächsten Band hoffen.

Mir hat dieser Krimi mit seinem feinen Humor sehr gut gefallen. Ein wenig mehr Spannung hätte zwar nicht geschadet, aber die Story war auch so ganz unterhaltsam.

Die Reihe:
1. Ein perfider Plan
2. Mord in Highgate

Veröffentlicht am 07.09.2020

Ich hatte mehr erwartet

Es war einmal ein blauer Planet
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Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Penguin Verlag (10. August 2020)
ISBN-13: 978-3328601067
Originaltitel: Il était une fois une planète bleue
Übersetzung: Ralf Pannowitsch
Preis: 20,00 €
auch als E-Book ...

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Penguin Verlag (10. August 2020)
ISBN-13: 978-3328601067
Originaltitel: Il était une fois une planète bleue
Übersetzung: Ralf Pannowitsch
Preis: 20,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ich hatte mehr erwartet

Inhalt:
Robin lebt in einer Kolonie auf dem Mars. Die Menschen mussten nach der Apokalypse die Erde verlassen. Nun soll geprüft werden, ob wieder Leben auf dem blauen Planeten möglich ist. Eine Expedition von Kämpfern ist nicht von der Erde zurückgekehrt. Daher wird Robin ausgeschickt, um nach ihnen zu sehen. Er trifft auf der Erde nicht nur auf seine Mitbewohner vom Mars, sondern auch auf Menschen, die in unterschiedlichsten Gesellschaftsformen leben - mehr oder weniger glücklich.

Meine Meinung:
Als großer Fan von Hector musste ich natürlich auch Robins Abenteuer lesen. Es konnte mich leider bei Weitem nicht so sehr begeistern wie die Hector-Romane. Ähnlich wie bei diesen wirkt der Protagonist ein wenig naiv, ist es aber nicht wirklich. Er ist ein sehr liebenswürdiger Typ, den man einfach gernhaben muss. So machte ich mich denn frohgemut auf in das Abenteuer, die Erde mit neuen Augen zu entdecken.

Robins Reise zur Erde bzw. was er dort erlebt, fand ich leider nicht so spektakulär und neu. Er lernt verschiedene Völker kennen, die unter ganz unterschiedlichen natürlichen Bedingungen leben und entsprechende Gesellschaftsformen gegründet haben. Es dreht sich vieles um die Frage, wie man am besten glücklich leben kann, wie die inneren Voraussetzungen des Einzelnen dafür sein müssen, aber auch welche Gesellschaftsform für das größtmögliche Glück sorgt. Robins ganze Überlegungen dazu sind zwar gut und richtig, beinhalten aber keine neuen Erkenntnisse.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 06.09.2020

Intensiv und berührend

Alte Sorten
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Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG (26. Juni 2019)
ISBN-13: 978-3832183813
Preis: 20,00 €
auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Intensiv und berührend

Inhalt:
Sally ...

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG (26. Juni 2019)
ISBN-13: 978-3832183813
Preis: 20,00 €
auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Intensiv und berührend

Inhalt:
Sally ist 17 Jahre alt, als sie aus einer Klinik abhaut. Sie hat es satt, dass ihr ständig Vorschriften gemacht werden, dass jeder besser zu wissen scheint, was gut für sie ist. Sie trifft auf die ältere Liss, die allein einen Hof bewirtschaftet und hinter deren Fassade es ebenso brodelt wie bei Sally. Zaghaft freunden sich die beiden Frauen an, geben sich Halt und etwas wie Glück.

Meine Meinung:
Ein kleiner, aber sehr feiner Roman über zwei ungleiche Frauen, die doch viele Gemeinsamkeiten haben, vor allem Verletzungen in ihrem bisherigen Leben. Ewald Arenz bringt einem die Protagonistinnen behutsam, aber intensiv näher. Mir fiel es leicht, mich mit beiden zu identifizieren, obwohl ich beileibe nicht dasselbe erlebt habe wie sie. Nach und nach dringt man in immer tiefere Ebenen der Psyche der beiden mir sympathischen Frauen Liss und Sally vor.

Besonders beeindruckend fand ich, wie die beiden Frauen sich gegenseitig so akzeptieren, wie sie sind. Die sie umgebende Dorfgemeinschaft bzw. Familie schafft das leider nicht. Die beiden sind in gewisser Weise Rebellinnen, die sich nicht den gesellschaftlichen Zwängen unterordnen wollen. Ein Leben im Einklang mit der Natur schafft ihnen dagegen eine solide Basis.

Mich hat dieser Roman stark berührt. Er ist feinfühlig und interessant, locker zu lesen und sehr tiefgründig. Absolute Leseempfehlung!

Triggerwarnung (bei Bedarf bitte rückwärts lesen:

TLAWEG EHCILSUEAH THCUSREGAM NEZTIR

★★★★★

Veröffentlicht am 05.09.2020

Eine Liebeserklärung an Rom - irgendwie

Quattro Stagioni
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Taschenbuch: 298 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
ISBN-13: 978-3548284026
Preis: 10,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Eine Liebeserklärung an Rom - irgendwie

Inhalt:
Als Stefan Ulrich ...

Taschenbuch: 298 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
ISBN-13: 978-3548284026
Preis: 10,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Eine Liebeserklärung an Rom - irgendwie

Inhalt:
Als Stefan Ulrich mit seiner Familie von München nach Rom zieht, ist er Korrespondent der Süddeutschen Zeitung und überglücklich, als sein lang gehegter Traum endlich wahr wird. Doch das „dolce vita“ muss die Familie erst suchen. Zunächst gibt es zahlreiche Hürden zu überwinden.

Meine Meinung:
In lockerem Plauderton erzählt Stefan Ulrich von seinem ersten Jahr in Rom, von Problemen mit der Elektrizitätsgesellschaft, mit dem Telefonanbieter, dem Einwohnermeldeamt, den Nachbarn und und und. Demgegenüber stehen die wunderbaren Momente, wenn die deutsche Familie in dem Palazzo, den sie sich mit vielen anderen teilt, in die große italienische Familie aufgenommen wird.

Für uns Deutsche mutet die italienische Bürokratie, die ganz eigenen Regeln zu folgen scheint, sehr seltsam an. Ohne Vitamin B funktioniert anscheinend gar nichts. Dies führt für Ulrich immer wieder zu ermüdenden Situationen, die hier aber humorvoll geschildert werden. Man muss die Italiener im Allgemeinen und die Römer im Besonderen einfach nehmen, wie sie sind. Dann ist das „dolce vita“ nicht weit.

★★★★☆