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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2023

Humoriger Landkrimi

Salzburger Männerherzen
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Die Autorin nimmt den Leser wieder mit in das schöne Flachgauer Land.
Genauer gesagt in das Dorf Koppelried bei Salzburg.
Die Einwohner haben es in sich. Es sind starke, teilweise etwas
skurrile Charaktere, ...


Die Autorin nimmt den Leser wieder mit in das schöne Flachgauer Land.
Genauer gesagt in das Dorf Koppelried bei Salzburg.
Die Einwohner haben es in sich. Es sind starke, teilweise etwas
skurrile Charaktere, bis in die Nebenrollen, sehr liebevoll gezeichnet.
Auch in diesem Band überzeugt wieder der wunderbare, etwas schräge
Humor. Die Mischung zwischen Ermittlungen und privaten Verwicklungen
ist sehr gut gelungen.
Durch den atmosphärisch dichten und mitreißenden Erzählstil
entsteht ein wunderbares, sehr humorvolles Leseerlebnis, das einen
oft zum Schmunzeln bringt
Das Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Der Spannungsbogen ist gekonnt gesetzt.
Es gibt zahlreiche Wendungen und auch falsche Fährten.
Ein Knäuel aus losen Fäden, gespickt mit viel Familienverwicklungen und
Geheimnissen, wird zu einem überraschenden Ende verknüpft.
Erstklassige Milieubeschreibungen mit sehr gelungenen Lokalkolorit
machen den Krimi zu einem Leseerlebnis.
Der Schreibstil ist nicht nur fließend und sehr detailliert.
Er ist auch pointiert und scharfsinnig, einfach umwerfend.
Dadurch wird alles sehr intensiv und besonders realistisch.
Vor allem, wenn Mundart gesprochen wird.
Ich habe ich mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt,
habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.
Besser geht es nicht!
Erwähnenswert ist noch das Glossar am Ende des Buches.

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Veröffentlicht am 15.04.2023

Die Pankhofers

Träume aus Eis
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Erna und Josef Pankofer können endlich ihr kleines Eiscafé eröffnen.
Ein lang gehegter Traum. Der fahrende Eiswagen ist endlich Vergangenheit geworden.
Josef hat große Pläne. Er träumt davon, ein Eis am ...

Erna und Josef Pankofer können endlich ihr kleines Eiscafé eröffnen.
Ein lang gehegter Traum. Der fahrende Eiswagen ist endlich Vergangenheit geworden.
Josef hat große Pläne. Er träumt davon, ein Eis am Stiel zu entwickeln.
Neue Geschäftsfelder zu erschließen. Aber die Zeiten sind nicht leicht. Die
Weltwirtschaftskrise wirft ihre dunklen Schatten.
Bald kommen finanzielle Probleme auf die Familie zu. Eine Tochter
verliebt sich in den Sohn des größten Konkurrenten.
Wird sich Josefs Traum erfüllen?

Die im bayerischen Dialekt geführten Dialoge bringen die bayerische Lebensart sehr schön auf die Seiten.
Die Schreibweise ist fließend, aber nicht besonders fesselnd.
Weil die Handlung viele Brüche hat, wirkt diese Geschichte etwas unrund.
Gerade die Zeit zwischen den Jahren 1920 - 1930 bietet so viel Erzählstoff, bleibt aber leider sehr ober flächig.
Die Charaktere, am Anfang noch recht interessant, verlieren sehr an Tiefe.
So bleibt es ein leichter historischer Familienroman
mit viel bayerischen Lokalkolorit.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Achtung Suchtgefahr

Schnappt Scholle
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Das Cover ist gewohnt wunderschön und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Wer schon ein mal in Fredenbüll war weiß, dass es wie ein kleines nach Hause kommen ist.
Der amüsante, lockere und lebendige ...

Das Cover ist gewohnt wunderschön und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Wer schon ein mal in Fredenbüll war weiß, dass es wie ein kleines nach Hause kommen ist.
Der amüsante, lockere und lebendige Schreibstil unterstreicht dieses Lebensgefühl zusätzlich.
Man merkt dem Roman an, dass der Autor viel Menschenkenntnis in seine Geschichte gepackt hat, Land und Leute kennt und vor allem liebt!
Auch in diesem Band überzeugen wieder der wunderbare friesische Humor und die originellen Charaktere.
Der Wortwitz und die Situationskomik ist einfach nur wunderbar.
Skurril, temporeich und gespickt mit köstlich witzigen Dialogen.
Man hat das Gefühl, dabei zu sein. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Die Spannung kommt dabei auch nicht zu kurz.
Ich habe ich mich mit diesem Buch wieder sehr gut unterhalten gefühlt, habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.
Ein richtig guter Küsten-Krimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit, der sich unheimlich gut liest, spannend ist und Spaß macht.
Eine Leseempfehlung! Achtung Suchtgefahr!

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Spannend und gut recherchiert

Mord in Bordeaux (Claire Molinet ermittelt 2)
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Auch der zweite Band, der sehr gut unabhängig vom ersten Band gelesen
werden kann, besticht durch ein sehr gutes Hintergrundwissen.
Man merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat.
Der Schreibstil ...

Auch der zweite Band, der sehr gut unabhängig vom ersten Band gelesen
werden kann, besticht durch ein sehr gutes Hintergrundwissen.
Man merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr mitreißend und wird durch die
eingestreuten französischen Wörter sehr authentisch.
Macht das französische Lebensgefühl greifbar und lässt den Leser so richtig in
die Geschichte eintauchen.
Die etwas andere Art der Ermittlungen durch den Commandant Raoul Chénier und der
pfiffigen Bloggerin und Privatdetektivin Claire Molinet geben den Ermittlungen Schwung.
Die beiden ergänzen sich perfekt und es menschelt so herrlich zwischen ihnen.
Auch sind alle Elemente, die für einen klassischen Kriminalroman wichtig sind
vorhanden. Rätselhafte Verbrechen, die psychologischen Momente,
die den Verbrecher antreiben, die sehr guten Milieubeschreibungen.
Die Figuren sind bis in die Nebenrollen sehr liebevoll gezeichnet, dass
man ganz schnell Sympathien oder auch Antipathien hegt.
Sie alle haben ihre guten und schlechten Eigenschaften.
Und genau diese Fehler und Macken lassen sie so natürlich und echt wirken.
Ich habe ich mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten
gefühlt und ein tolles Kopfkino gehabt.
Ein Krimi, der sich sehr gut liest, spannend ist und Spaß macht,
mit sehr viel Lokalkolorit und sehr unterhaltsamen Charakteren.

Mir hat dieser Ausflug nach Frankreich sehr gut gefallen.
Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen!

Unbedingt erwähnenswert sind noch das Glossar, das Personenregister und die Playliste
am Ende des Buches.
Das kleine Kapitel Essen & Trinken rundet das ganze ab.

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Veröffentlicht am 21.03.2023

Der große Traum

Die Reporterin - Zwischen den Zeilen
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München in den 1960er Jahren.
Die junge Marie Graf genannt Malou möchte unbedingt Reporterin
werden. Um ihren großen Traum wahrzumachen, liegt erst einmal ein harter
Weg vor ihr. Gegen den Willen der Eltern ...

München in den 1960er Jahren.
Die junge Marie Graf genannt Malou möchte unbedingt Reporterin
werden. Um ihren großen Traum wahrzumachen, liegt erst einmal ein harter
Weg vor ihr. Gegen den Willen der Eltern entscheidet sie sich
für eine berufliche Kariere und beginnt ein Praktikum bei einer neu gegründeten
Zeitung. Das ist nicht leicht in einer Männerdomäne.
Auch ihr Liebesleben leidet darunter. Malou aber gibt nicht auf
und kämpft sich nach oben.

Beeindruckend feinfühlig und klug schreibt Teresa Simon
über das Leben in seinen verschiedenen Facetten.
Der Schreibstil ist warmherzig und mitreißend.
Die Charaktere sind alle sehr liebevoll gezeichnet und wachsen einem
schnell ins Herz.
Mit sehr lebendigen, fast bildhaften Worten wird erzählt, wie Malou
versucht ihren Traum zu leben.
Die schwierige Zeit für junge Frauen in den 1960er Jahre wird hier
so eindrucksvoll wiedergegeben. Der 2. Weltkrieg ist noch nicht lange
her, seine Schatten sind noch allgegenwärtig.
Nicht nur das Leben in Deutschland in den 60er Jahren wird wunderbar
reflektiert, sondern auch der Aufbruch zu einem neuen Frauenbild.
Das Ganze wird aufgelockert durch Personen der Zeitgeschichte
bzw. historischen Ereignisse.
Die leichte und lockere Schreibweise, die tollen Charaktere dieses Romanes
und der zusätzliche Tiefgang machen dieses Buch zu einem Leseerlebnis.
Eine sehr gelungene Zeitreise, spannend, emotional und mit einem überraschenden Ende.

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