Mein erster Suter und gleich ein Knüller
MelodyGanz kurz zum Inhalt: Der betagte Dr. Stotz beauftragt den Anwalt Tom Elmer, seinen Nachlass zu ordnen. Schnell ist klar, dass es sich nicht nur um den Nachlass dreht, sondern auch um die große, geheimnisvolle ...
Ganz kurz zum Inhalt: Der betagte Dr. Stotz beauftragt den Anwalt Tom Elmer, seinen Nachlass zu ordnen. Schnell ist klar, dass es sich nicht nur um den Nachlass dreht, sondern auch um die große, geheimnisvolle Liebe des Dr. Stotz. Mithilfe der Großnichte Laura will Tom die Wahrheit um Melody herausfinden.
Suter schafft es, mich als Leserin zu verwirren. Wann erzählt Stotz die Wahrheit, wann spinnt er seinen Hörer*innen etwas vor?
Melody ist Liebesgeschichte, Krimi und zeitgenössische Literatur in einem. Ganz ruhig und sanft werden die Geschehnisse nach und nach aufgedeckt bis sie sich wie in einem Sturm enthüllen. Tröpfelt die Geschichte am Anfang noch langsam vor sich hin, bricht sie am Ende über einen zusammen.
Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, aber es fällt nicht leicht, einen Mann wie Stotz zu mögen, wenn man das ganze Buch gelesen hat. Ich habe geschwankt zwischen Missbilligung, Mitleid und Neugier. Ein Mann der sein Leben lang sehnt, liebt, trauert. War dieser Lebensweg verdient, vorherbestimmt oder eine Strafe? Ein Leben ohne Entbehrungen, von der einen Liebe abgesehen.
Über Melody grübele ich immer noch. Da ich nicht spoilern möchte, für die , die das Buch noch nicht gelesen haben, halte ich mich mit meinen Gedanken zurück. Schreibt mir aber gern Eure Meinung, falls ihr es doch schon gelesen habt.
Ein interessantes Gedankenspiel und Gesellschaftsportrait und tatsächlich mein erstes Buch von Martin Suter.