Erwachsenwerden in dieser Welt
𝗪𝗼𝗿𝘂𝗺 𝗴𝗲𝗵𝘁'𝘀?
Jara verbringt den Sommer fast nur mit ihrer Freundin Anto. Ihre gemeinsame Zeit verbringen sie mit Alkohol, Partys und Baseballschlägern. Denn neben ihrer tiefen Freundschaft füreinander ...
𝗪𝗼𝗿𝘂𝗺 𝗴𝗲𝗵𝘁'𝘀?
Jara verbringt den Sommer fast nur mit ihrer Freundin Anto. Ihre gemeinsame Zeit verbringen sie mit Alkohol, Partys und Baseballschlägern. Denn neben ihrer tiefen Freundschaft füreinander empfinden sie eine tiefgreifende Wut. Gerade Anto durchschaut die Machtstrukturen und die Ungerechtigkeiten um sie herum viel früher, als es gut für sie ist und ist Jaras treibende Kraft.
Ein Buch über Freundinnenschaft, das Aufwachsen und die Kraft der eigenen Wut.
𝗪𝗶𝗲 𝘄𝗮𝗿'𝘀?
Ooh Leute, das war ein intensives Buch, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.
Ich hatte erst ein paar Anlaufschwierigkeiten, denn Mascha Unterlehberg verwendet keine Kennzeichnung für die wörtliche Rede. Wenn man sich daran erstmal gewöhnt hat und es zulässt, dass wörtliche Rede und Gedanken ineinander übergehen, fühlt sich der ganze Schreibstil so echt und lebendig an.
Dazu kommen die nostalgischen 2000er Vibes. Ich war wieder 16.
Und so schön sich das anfangs vielleicht anfühlt, ist dieses Buch alles andere als romantisierend. Es ist erschreckend real.
Mascha Unterlehberg schildert die Situationen sehr intensiv, sodass Jaras Wut schmerzhaft deutlich wird. Ich saß beim Lesen da und war zeitweise einfach nur wütend. Wütend darüber, wie Mädchen in Rollen gedrängt werden und wie schwer es ist, daraus auszubrechen.
Generell fand ich Jaras Gefühle von Unzulänglichkeit und Unsicherheit gegenüber Anto und in der patriarchialen Gesellschaft so nachvollziehbar und wie wichtig für sie der Halt durch Anto. Ihre Freundinnenschaft ist tief und prägend, gleichzeitig auch immer wieder toxisch.
Das war ein Buch über Freundschaft, das Aufwachsen und die Kraft der eigenen Wut. Ein Buch, das wehtut und eindringlich schildert, warum wir manchmal eben nicht einfach nur lächeln wollen.