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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2026

Wimmeliges Wohlfühlbuch zum Schmunzeln

In einem Häuschen krumm und klein
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„In einem Häuschen krumm und klein“ ist als Bilderbuch perfekt geeignet für neugierige 2 bis 3 Jährige welche sich gerne an Geschichten beteiligen. Jede Doppelseite hält nämlich neben der Erzählung in ...

„In einem Häuschen krumm und klein“ ist als Bilderbuch perfekt geeignet für neugierige 2 bis 3 Jährige welche sich gerne an Geschichten beteiligen. Jede Doppelseite hält nämlich neben der Erzählung in Reimform, auch eine Aufgabe bereit. Nicht jede konnte meinen Sohn begeistern, andere dafür umso mehr. Die sehr detailreichen Illustrationen gefielen ihm auf Anhieb. Auch bei mehrmaligem lesen entdeckt man nämlich immer etwas Neues. Der Text ist für Kleinkinder leicht verständlich, aber auch nicht zu profan. Die Reime lassen sich zudem mühelos vorlesen und haben einen schönen Klang. Warum das Buch als Gute-Nacht-Geschichte bezeichnet wird, erschließt sich mir nicht so ganz. Die meisten Szenen spielen sich tagsüber ab, nur am Ende wollen die Mäuschen dann ins Bett. Unserer Meinung nach kann man dieses tolle Bilderbuch zu jederzeit anschauen und erleben. Mir als Mama gefällt zudem die hochwertige und Schadstofffreie Verarbeitung ausgesprochen gut. Auch deshalb schaue ich mich gerne regelmäßig beim neunmalklug Verlag um. Nun vergebe ich aber zunächst sehr gerne 5 Sterne und eine Empfehlung für dieses liebevoll gestaltete Bilderbuch. Diese amüsante Geschichte voller Alltagssituationen, wird sicher den meisten Kindern gut gefallen und bekommt einen festen Platz im Bücherregal.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Informativ und interessant, aber pädagogisch nicht meine Linie

Kinder brauchen Dopamin
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„Kinder brauchen Dopamin“ teilt sich für mich ganz klar in zwei Bereiche. In einem Teil der Kapitel recherchiert Autorin Michaeleen Doucleff sehr gründlich neurologische und psychologische Wirkweisen von ...

„Kinder brauchen Dopamin“ teilt sich für mich ganz klar in zwei Bereiche. In einem Teil der Kapitel recherchiert Autorin Michaeleen Doucleff sehr gründlich neurologische und psychologische Wirkweisen von Medien und hochverarbeiteten Lebensmitteln auf uns und unsere Kinder. Dabei wird sehr deutlich, dass es uns diese Magnete sehr schwer machen sie links liegen zu lassen. Welche Prinzipien dafür sorgen, klärt Michaeleen Doucleff mit unterschiedlichen Expert:innen ab und genau diese wissenschaftlich begründeten Kapitel empfand ich als sehr wertvoll. Im Gegensatz dazu waren die Kapitel in welchem die Autorin praktische Ratschläge gibt, für eine gesündere Ernährung und eine minimale Bildschirmzeit, pädagogisch betrachtet so gar nicht mein Fall.
Ja die Autorin hat nur die besten Absichten für ihre Tochter, um sie aber zu bestimmten Verhaltensweisen zu bekommen, schreckt sie vor wenig zurück. Krasse Regeln, fortlaufende Manipulationen und nur wenig Empathie für die kindliche Perspektive, so würde ich ihren Stil beschreiben. Zunächst einmal wird in ihrem Konzept erst Jugendlichen überhaupt Mitsprache und Autonomie zugestanden. Jüngere Kinder sollen die neuen Regeln einfach so vorgesetzt werden, teilweise ohne zu verraten worauf das alles abzielt. Wer wie wir bemüht ist Bindungs- und Bedürfnissorientiert zu erziehen, wird sich in diesem Buch nicht wohlfühlen. Auch deshalb kann ich insgesamt leider nur 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Starker Beginn, weichgezeichnetes Ende

Mit anderen Augen
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Während „Mit anderen Augen“ von Jane Tara mich im ersten Drittel noch voll überzeugen konnte, ließ die Begeisterung dann leider schnell nach. Frech und plakativ geht die Autorin das Thema Unsichtbarkeit ...

Während „Mit anderen Augen“ von Jane Tara mich im ersten Drittel noch voll überzeugen konnte, ließ die Begeisterung dann leider schnell nach. Frech und plakativ geht die Autorin das Thema Unsichtbarkeit bei Frauen ab 50 zunächst an. Gut gefiel mir die gesellschaftliche Kritik, die sympathischen Figuren und die vorherrschende Diversität. Im Handlungsverlauf verrutscht der Ton dann aber leider zunehmend zu einem schlechten Lebensratgeber. Prinzipiell sind die vermittelten Botschaften zur eigenen Wahrnehmung und Selbstfürsorge sicher nicht ganz falsch. Allerdings klang es aber zunehmend danach, dass jede Person selbst für das eigene Selbstbewusstsein/Mindset verantwortlich ist. Und wenn man nur genug an sich arbeitet, dann wird alles gut. Für mich problematisch, da es eben die Lebensrealität vieler verkennt und oft eben jahrelange Therapie für Veränderungen nötig ist. Darüber hinaus überhöht die Autorin meiner Meinung nach völlig den Wert von Meditation und heilt in ihrer Geschichte damit mal eben ein Kindheitstrauma. Ein weiterer Kritikpunkt war für mich außerdem Tildas doch sehr privilegierte Situation und jegliche feministische Botschaft verliert sich sowieso im schnulzigen Happy End mit einem gutaussehenden Traummann. Was so vielversprechend begann ließ mich letztendlich enttäuscht zurück. Da ich noch mehr Kritikpunkte vorbringen könnte, wie etwa der besorgniserregende Alkoholkonsum mehrerer Charaktere, hilft es leider auch nicht viel das der Schreibstil durchaus angenehm zu lesen ist. Mit viel Wohlwollen und weil zahlreiche wichtige Themen zumindest kurz angesprochen werden, vergebe ich 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Rebellion gegen die aktuellen Zustände

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Das Känguru ist zurück und ruft diesmal direkt zur Rebellion auf. Gewohnt bissig und humorvoll positioniert sich Autor Marc-Uwe Kling mit seinem neusten Werk sehr klar. Trotz der Ernsthaftigkeit ist es ...

Das Känguru ist zurück und ruft diesmal direkt zur Rebellion auf. Gewohnt bissig und humorvoll positioniert sich Autor Marc-Uwe Kling mit seinem neusten Werk sehr klar. Trotz der Ernsthaftigkeit ist es faszinierend wie unterhaltsam sich politische Satire lesen kann. Ich hätte auf jeden Fall noch viele Seiten weiterlesen können und hoffe das es auch in Zukunft weitere kluge Bücher mit und über das Känguru geben wird. Insgesamt ist es ein bunter Streifzug durch zahlreiche aktuelle politische und gesellschaftlich relevante Themen. Auch wenn vieles witzig formuliert ist, haben die Argumente immer Hand und Fuß und werden von konkreten Zahlen untermauert. Wer also schon rein vom vermittelten Menschenbild nicht sowieso bestimmte Parteien für unwählbar hält, lässt sich vielleicht von den vorgebrachten Fakten überzeugen. Letztlich ist zu hoffen dass „Die Känguru-Rebellion“ möglichst viele Menschen erreicht. Die vermittelte Botschaft ist es auf jeden Fall wert, auch wenn der Sarkasmus stellenweise fast schon böse ist. Das Buch lässt sich übrigens auch problemlos lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. Insgesamt hat mich die Handlung richtiggehend mitgerissen und vollumfänglich überzeugt. Gerne vergebe ich dafür 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Und nun greift zum Buch und schließt euch der Rebellion an!

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Anderes als erwartet

Das Gesetz der Elite
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Leider konnte mich Sandrone Dazieri mit dem Auftakt „Das Gesetz der Elite“ zu seiner neuen Reihe leider nicht überzeugen. Der Schreibstil las sich zwar soweit in Ordnung, inhaltlich bin ich aber letztendlich ...

Leider konnte mich Sandrone Dazieri mit dem Auftakt „Das Gesetz der Elite“ zu seiner neuen Reihe leider nicht überzeugen. Der Schreibstil las sich zwar soweit in Ordnung, inhaltlich bin ich aber letztendlich enttäuscht. Obwohl das Buch als erster Band angepriesen wird, gibt es ständig Anspielungen auf andere Bücher des Autors was auch daran liegt, dass diese die Vorgeschichte der beiden jetzigen Ermittler:innen erzählen. Für bestehende Fans sind diese Details wahrscheinlich richtig toll, mich als Neueinsteigerin haben sie zunehmend genervt. Weit mehr hat mich aber dann die inhaltliche Ausrichtung bzw. die Auflösung enttäuscht. Ich will nicht Spoilern, aber Titel und Klappentext haben bei mir einfach für andere Erwartungen gesorgt und auf eine solche gesellschaftlich moralische Ebene kommt der Roman höchstens am Rande. Vielmehr ist die Handlung recht klassisch für Thriller und stellenweise etwas vorhersehbar. Insgesamt sorgt das Gelesene nicht dafür, etwas anderes des Autors lesen zu wollen. Deshalb bleibt es leider bei wenig begeisterten 3 Sternen.

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