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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2026

Etwas zu politiklastig und insgesamt eher erdrückend

Wir in zehn Jahren
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Leider bin ich nach dieser Lektüre doch etwas enttäuscht. Auch da die Ausrichtung von „Wir in zehn Jahren“ der Autorin Jessica Stanley anders war als erwartet. Das Buch erzählt zwar auch eine Beziehungsgeschichte, ...

Leider bin ich nach dieser Lektüre doch etwas enttäuscht. Auch da die Ausrichtung von „Wir in zehn Jahren“ der Autorin Jessica Stanley anders war als erwartet. Das Buch erzählt zwar auch eine Beziehungsgeschichte, welche voller Höhen und noch mehr Tiefen ist und durchaus zu fesseln weiß. Inhaltlich taucht die Handlung aber detailverliebt und für meinen Geschmack viel zu tief in die britische Politik ein. Letztlich ist es stellenweise fast schon eine Biografie der letzten Wahlkämpfe, sowie des Brexits. Zwar bekommt man dadurch auch Einblicke in gesellschaftlich relevante Themen, trotzdem langweiligten mich diese politischen Passagen eher. Die gemeinsame Geschichte von Coralie und Adam, umfasst zehn Jahre ihrer Beziehung und wirkt auf jeden Fall authentisch. Gerade der ehrliche Blick auf die Herausforderungen des Mutterseins mitten in einer zutiefst patriarchalen Gesellschaft, gefiel mir gut. Wobei ich mit Coralie durchaus haderte und sie und Adam auch nicht die sympathischsten Charaktere sind. Auch deshalb ist die vorherrschende Atmosphäre eher gedrückt und stellenweise richtig deprimierend. Insgesamt schwankte ich lange zwischen 3 und 4 Sternen, ein Punkt führte aber letztendlich zum deutlichen Abzug. Die Autorin lässt ihre Protagonistin nämlich zweimal in der Schwangerschaft Alkohol trinken, was erwiesenermaßen schädlich für das Kind ist. Eine solche Verharmlosung in Büchern ärgert mich wirklich sehr und ist für den Handlungsverlauf auch absolut unnötig. Empfehlen mag ich den Roman aber auch aufgrund des ausschweifend Politischen, nicht wirklich und so kann ich am Ende nur festhalten. „Wir in zehn Jahren“ war einfach nicht mein Buch.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Emotional und abenteuerlich - Ein wirklich besonderer Roman

Die Ozeanschwimmerin
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„Die Ozeanschwimmerin“ von Charlotte Tarnowski hat mich wirklich ganz und gar ergriffen und mit so einer authentischen und zutiefst bewegenden Geschichte hatte ich ehrlich gesagt gar nicht gerechnet. Die ...

„Die Ozeanschwimmerin“ von Charlotte Tarnowski hat mich wirklich ganz und gar ergriffen und mit so einer authentischen und zutiefst bewegenden Geschichte hatte ich ehrlich gesagt gar nicht gerechnet. Die einzigartige Mischung aus innerer und äußerer Reise gefiel mir dabei besonders gut. Alle Charaktere, insbesondere Sophie wirken unfassbar authentisch und ich hatte wirklich das Gefühl ich lese von einer echten Person. Gerade die Charakterentwicklung war aber auch stets glaubhaft und nachvollziehbar. Aber auch die sportlichen Herausforderungen und wunderschönen Orte an welche die Geschichte uns entführt beschreibt Autorin Charlotte Tarnowski sehr bildhaft. Obwohl Trauer ein durchaus beherrschendes Thema der Handlung ist, zieht das Gelesene keinesfalls nach unten und es gibt auch jede Menge Momente zum staunen und mitfiebern. Der tolle Schreibstil machte es mir dabei leicht und zog mich von Beginn an mitten ins Geschehen. Wie ihr sicherlich merkt bin ich von „Die Ozeanschwimmerin“ einfach nur begeistert. Es fällt mir nun nicht leicht mich vom liebgewonnenen Team zu verabschieden. Zum Glück ist das Ende äußerst zufriedenstellend und stimmig und rundete das Leseerlebnis perfekt für mich ab. „Die Ozeanschwimmerin“ bekommt von mir verdiente 5 Sterne und eine ganz große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.05.2026

So toll! - Wut kindgerecht besprechen

Schwimm, kleines Boot. Wut darf sein!
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Ich bin einfach nur begeistert! „Schwimm, kleines Boot. Wut darf sein!“ eignet sich wirklich perfekt für alle Familien die bemüht sind Bindungs- und Bedürfnissorientiert zu erziehen. Selten ist mir eine ...

Ich bin einfach nur begeistert! „Schwimm, kleines Boot. Wut darf sein!“ eignet sich wirklich perfekt für alle Familien die bemüht sind Bindungs- und Bedürfnissorientiert zu erziehen. Selten ist mir eine Geschichte für Kleinkinder begegnet, welche einerseits so kindgerecht und andererseits so pädagogisch durchdacht ist. Die Geschichte behandelt eine ganz alltägliche und für alle nachvollziehbare Situation. Wenn Selbermachen nicht auf Anhieb klappt, kommt es eben zu berechtigter Wut. Dies anzuerkennen und auch noch ruhig zu begleiten ist nicht immer einfach. Umso wichtiger durch diese Geschichte mit dem Kind darüber ins Gespräch zu kommen.

Mein Zweieinhalb Jähriger hat absolut aufmerksam gelauscht und vor allem beim "Nein, Nein, Nein!" war er richtig nachdenklich. Die Erkenntnis dass auch Große sich gegenseitig helfen, hat uns Beiden gut gefallen. Aber auch das natürliche Setting im Wald gefiel uns super. Auf allen 20 Seiten gibt es nämlich heimische Tiere und Pflanzen zu entdecken. Aber auch die Illustrationen kann ich nur loben. Detailliert, aber nicht überladen und stets ist der emotionale Ausdruck im Gesicht von Oma und Enkelin sehr gelungen festgehalten. So kann man das Thema Wut nicht nur Anhand der Situation und des Textes besprechen, sondern auch mithilfe der bildhaften Mimik. Da ich wirklich nichts zu kritisieren habe und das Buch auch schon mehrfach vorlesen sollte, vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Wimmeliges Wohlfühlbuch zum Schmunzeln

In einem Häuschen krumm und klein
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„In einem Häuschen krumm und klein“ ist als Bilderbuch perfekt geeignet für neugierige 2 bis 3 Jährige welche sich gerne an Geschichten beteiligen. Jede Doppelseite hält nämlich neben der Erzählung in ...

„In einem Häuschen krumm und klein“ ist als Bilderbuch perfekt geeignet für neugierige 2 bis 3 Jährige welche sich gerne an Geschichten beteiligen. Jede Doppelseite hält nämlich neben der Erzählung in Reimform, auch eine Aufgabe bereit. Nicht jede konnte meinen Sohn begeistern, andere dafür umso mehr. Die sehr detailreichen Illustrationen gefielen ihm auf Anhieb. Auch bei mehrmaligem lesen entdeckt man nämlich immer etwas Neues. Der Text ist für Kleinkinder leicht verständlich, aber auch nicht zu profan. Die Reime lassen sich zudem mühelos vorlesen und haben einen schönen Klang. Warum das Buch als Gute-Nacht-Geschichte bezeichnet wird, erschließt sich mir nicht so ganz. Die meisten Szenen spielen sich tagsüber ab, nur am Ende wollen die Mäuschen dann ins Bett. Unserer Meinung nach kann man dieses tolle Bilderbuch zu jederzeit anschauen und erleben. Mir als Mama gefällt zudem die hochwertige und Schadstofffreie Verarbeitung ausgesprochen gut. Auch deshalb schaue ich mich gerne regelmäßig beim neunmalklug Verlag um. Nun vergebe ich aber zunächst sehr gerne 5 Sterne und eine Empfehlung für dieses liebevoll gestaltete Bilderbuch. Diese amüsante Geschichte voller Alltagssituationen, wird sicher den meisten Kindern gut gefallen und bekommt einen festen Platz im Bücherregal.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Informativ und interessant, aber pädagogisch nicht meine Linie

Kinder brauchen Dopamin
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„Kinder brauchen Dopamin“ teilt sich für mich ganz klar in zwei Bereiche. In einem Teil der Kapitel recherchiert Autorin Michaeleen Doucleff sehr gründlich neurologische und psychologische Wirkweisen von ...

„Kinder brauchen Dopamin“ teilt sich für mich ganz klar in zwei Bereiche. In einem Teil der Kapitel recherchiert Autorin Michaeleen Doucleff sehr gründlich neurologische und psychologische Wirkweisen von Medien und hochverarbeiteten Lebensmitteln auf uns und unsere Kinder. Dabei wird sehr deutlich, dass es uns diese Magnete sehr schwer machen sie links liegen zu lassen. Welche Prinzipien dafür sorgen, klärt Michaeleen Doucleff mit unterschiedlichen Expert:innen ab und genau diese wissenschaftlich begründeten Kapitel empfand ich als sehr wertvoll. Im Gegensatz dazu waren die Kapitel in welchem die Autorin praktische Ratschläge gibt, für eine gesündere Ernährung und eine minimale Bildschirmzeit, pädagogisch betrachtet so gar nicht mein Fall.
Ja die Autorin hat nur die besten Absichten für ihre Tochter, um sie aber zu bestimmten Verhaltensweisen zu bekommen, schreckt sie vor wenig zurück. Krasse Regeln, fortlaufende Manipulationen und nur wenig Empathie für die kindliche Perspektive, so würde ich ihren Stil beschreiben. Zunächst einmal wird in ihrem Konzept erst Jugendlichen überhaupt Mitsprache und Autonomie zugestanden. Jüngere Kinder sollen die neuen Regeln einfach so vorgesetzt werden, teilweise ohne zu verraten worauf das alles abzielt. Wer wie wir bemüht ist Bindungs- und Bedürfnissorientiert zu erziehen, wird sich in diesem Buch nicht wohlfühlen. Auch deshalb kann ich insgesamt leider nur 3 Sterne vergeben.

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