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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2023

Ein Must-Read für Thriller Fans

Die Verborgenen
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Mit seinem neuen Thriller „Die Verborgenen“ setzt sich Autor Linus Geschke auf jeden Fall thematisch von sonst üblichen Settings ab und beweist das Hochspannung auch in Deutschland aufkommen kann. Dabei ...

Mit seinem neuen Thriller „Die Verborgenen“ setzt sich Autor Linus Geschke auf jeden Fall thematisch von sonst üblichen Settings ab und beweist das Hochspannung auch in Deutschland aufkommen kann. Dabei gefielen mir sowohl die Idee, wie auch die Umsetzung, denn die Spannung und der Gruselfaktor waren durchgehend hoch. Der große Nervenkitzel besteht dabei wie ich finde in der überaus erschreckenden Realitätsnähe. Ich für meinen Teil konnte mich auf jeden Fall gut in die Handlung einfühlen und die Geschichte packte mich auch deshalb total. Die Perspektiven ergänzen sich gut und gerade die Einblicke in die Phrogger-Sicht waren auf den Punkt geschrieben. Diese wechseln sich mit Kapiteln aus Sicht der Familienangehörigen ab. Der Wechsel und die temporeiche Handlung sorgen für einen annehmen Lesefluss. Der Schreibstil ist wie gewohnt fesselnd und sorgt für bildhafte Darstellungen und Gänsehautmomente. Mehrmals konnte mich die Handlung überraschen und langweilig wurde das Buch wirklich an keiner Stelle. Ein besondere Twist verschob zum Beispiel die Atmosphäre auf eindrucksvolle Weise und auch sonst versteht es der Autor mit psychologischen Finessen zu spielen. Insgesamt entsteht so, eine äußerst stimmige Geschichte mit einem gelungen überraschenden Ende. Da ich absolut nichts zu kritisieren habe, vergebe ich gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.05.2023

Absolut Empfehlenswert – Großartige Botschaften, gut verpackt!

Anti-Girlboss
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An „ Anti-Girlboss Den Kapitalismus vom Sofa aus bekämpfen“ von Nadia Shehadeh mochte ich wirklich alles. Den herrlich leichten, erzählenden Schreibstil, welcher mit Humor nicht spart, aber auch die Ernsthaftigkeit ...

An „ Anti-Girlboss Den Kapitalismus vom Sofa aus bekämpfen“ von Nadia Shehadeh mochte ich wirklich alles. Den herrlich leichten, erzählenden Schreibstil, welcher mit Humor nicht spart, aber auch die Ernsthaftigkeit nicht verliert und natürlich auch den Inhalt. Besonders toll fand ich dabei, dass die Autorin einen sehr umfassenden Blick auf soziale Gegebenheiten mitbringt und eigene Privilegien benennt und einordnet. Dies macht sie mindestens genauso sympathisch, wie ihre beeindruckende Offenheit. Denn das Buch ist kein Sachbuch im klassischen Sinn. Vielmehr erzählt Nadia Shehadeh aus ihrem eigenen Leben und erklärt wie sie zum Anti-Girlboss wurde und was dies für sie bedeutet. Keineswegs konnte sie sich selbst, stets zu hohen Idealen und dem vorherrschenden Leistungsdruck entziehen und so war es auch für sie selbst kein einfacher Lernprozess. Mit ihrer Geschichte, macht sie anderen Frauen Mut und plädiert für einen solidarischen Feminismus, der wirklich für alle Menschen die Umstände verbessern möchte. So kann man in ihrem Werk, politisches, wie auch persönliches mitnehmen. Empowerend, nachvollziehbar, aber niemals mit erhobenem Zeigefinger wird argumentiert und auch wenn die Kapitel sich eher anekdotisch aneinanderreihen, ist doch ein roter Faden erkennbar. Für mich hätte das Buch auch mehr als 5 Sterne verdient, da ich mich hier wiederfinden, aber auch etwas dazulernen konnte. Deshalb gibt es natürlich eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.05.2023

Erneute Ermittlungen in Belgien, wenn auch mit nachlassendem Ermittler

Belgische Schatten
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„Belgische Schatten“ von Stephan Haas ist bereits der dritte Band rund um den Ermittler Piet Donker, wobei ihn diesmal seine Arbeit ins belgische Eupen führt. Obwohl der Fall in sich abgeschlossen ist, ...

„Belgische Schatten“ von Stephan Haas ist bereits der dritte Band rund um den Ermittler Piet Donker, wobei ihn diesmal seine Arbeit ins belgische Eupen führt. Obwohl der Fall in sich abgeschlossen ist, halte ich es für sinnvoll die Vorgängerbände zu kennen. Im Vergleich mit diesen ist der neue Kriminalroman aber etwas schwächer als gewohnt. Obwohl ich mich über das Wiedersehen gefreut habe, war das Buch in meinen Augen nicht wirklich rund. Zunächst einmal legt Piet zu Beginn einen regelrechten Absturz hin, durch seine Vorgeschichte nicht ganz überraschend, aber eben auch nicht sonderlich schön mitzuerleben. Vor allem deshalb da die Alkohol- und Spieleskapaden auch seinen sonst so genialen Spürsinn im weiteren Verlauf der Handlung trüben. Immer wieder erschienen mir seine Entscheidungen unstimmig, ein Gefühl was aber auch andere Aspekte der Handlung bei mir auslösten. Ganz ungewohnt hatte ich außerdem schon einen sehr frühen Verdacht, welcher sich letztendlich als richtig erwies. Richtig vorhersehbar ist die Handlung zwar nicht, Wendungen greifen aber oft auf eine übermäßige Dramatik zurück, welche mir etwas zuviel wurde. Dabei liest sich der Schreibstil aber gewohnt flüssig und auch der eingebaute Lokalkolorit ist wiedermal großartig gelungen. Bildhaft vorstellbar, lebendig geschildert, aber nicht zu sehr im Vordergrund, wurde Eupen hier äußerst ansprechend vorgestellt. Auch die drei gewählten Perspektiven waren gut aufeinander abgestimmt und sorgten für ordentlich Spannung. Vergangenheit und Gegenwart greifen so gekonnt ineinander und sind auch gut nachzuvollziehen. Alles in allem spielt der Krimi immer noch auf einem hohen Niveau. Deshalb vergebe ich schlussendlich gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für die Reihe!

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Veröffentlicht am 04.05.2023

Hält genau was es verspricht – Erfrischend neuer Blick auf „Un“-Kräuter

Megalästig – megalecker – megagesund
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Im Büchlein „Megalästig – megalecker – megagesund“ von Janine Hissel geht es um Brennnessel, Löwenzahn und Giersch. Alles drei bekannte und gern verfluchte Gartenunkräuter, welche man definitiv auch sinnvoll ...

Im Büchlein „Megalästig – megalecker – megagesund“ von Janine Hissel geht es um Brennnessel, Löwenzahn und Giersch. Alles drei bekannte und gern verfluchte Gartenunkräuter, welche man definitiv auch sinnvoll nutzen kann. Die Aufmachung des Buchs gefiel mir richtig gut. Jeder der drei Pflanzen wurde ein eigenes Kapitel gewidmet. Zunächst gibt es darin eine Charakterisierung, dann erklärt die Autorin wo Verwechslungsgefahr besteht und nachfolgend gibt es passende Koch- und Kosmetik-Rezepte. Die gesamte Gestaltung ist übersichtlich, modern und zahlreiche Fotos ergänzen das gesamte Buch inhaltlich perfekt. In Bezug auf die Rezepte finde ich es besonders toll das man die darin verwendeten Kräuter fast immer nahtlos miteinander austauschen kann. Auf jeden Fall ermutigt die Autorin durchgehend zum Ausprobieren und vermittelt einen gesunden und cleveren Umgang mit Brennnessel, Löwenzahn und Giersch. Einen Stern Abzug gibt es von mir deshalb, da eins meiner ausprobierten Rezepte mit der vorliegenden Anleitung so nicht geklappt hat und mich auch nicht alle Ideen begeistern konnten. Man merkt stellenweise das die Expertise der Autorin beim Kräuterwissen liegt und sie eben keine professionelle Köchin ist. Dennoch finde ich die Idee und auch die Gestaltung super und vergebe deshalb immer noch gute 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 03.05.2023

Neuer Blick auf Elternschaft und die neurologisch damit verbundenen Auswirkungen

Mutterhirn. Was mit uns passiert, wenn wir Eltern werden
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Nach der Lektüre von „Mutterhirn – Was mit uns passiert, wenn wir Eltern werden“ von Chelsea Conaboy, fühle ich mich definitiv informierter und gestärkter und bin deshalb auch froh dieses wunderbare Werk ...

Nach der Lektüre von „Mutterhirn – Was mit uns passiert, wenn wir Eltern werden“ von Chelsea Conaboy, fühle ich mich definitiv informierter und gestärkter und bin deshalb auch froh dieses wunderbare Werk entdeckt zu haben. Das Buch ist nicht nur für (werdende) Eltern interessant, sondern prinzipiell für alle Erwachsenen. Allerdings dachte ich im Vorhinein nicht, wie sehr die Autorin fachlich doch in die Tiefe gehen wird. Prinzipiell kam ich selbst gut damit zurecht, ganz ohne Vorwissen in Biologie und den Neurowissenschaften stelle ich mir die Lektüre aber durchaus herausfordernd vor. Sprachlich gibt sich die Autorin zwar große Mühe verständlich zu schreiben, man merkt es dem Text aber einfach an wie tief sie selbst seit Jahren in der Materie ist und deshalb manche Begrifflichkeiten als Vorwissen einfach voraussetzt. Auch ihre inhaltlichen Gliederung könnte strukturierter sein. Es gibt im Buch neun Kapitel, alle mit mehr oder weniger kryptischen Titeln. Innerhalb der Kapitel findet sich jeweils ein durchgehender Fließtext, in welchem sich die Informationen nur so ballen. Hier etwas wiederzufinden oder nochmal nachzulesen ist leider nahezu unmöglich. Aus diesem Grund wären verständliche Kapitelüberschriften und mehrere Unterkapitel meiner Meinung nach sinnvoll gewesen!

Ansonsten bin ich aber wirklich begeistert von diesem umfassenden und wissenschaftlich fundierten Werk. Es ist wirklich beeindruckend wie viele Quellen die Autorin anführt. Dabei legt sie Wert auf detaillierte Studienbeschreibungen und gibt so ganz Nebenbei noch wertvolle Einblicke in die wissenschaftliche Forschung. Aber auch Interviews und persönliche Erlebnisberichte werten das Ganze auf. Wichtig zu wissen ist es außerdem, dass die Autorin US-Amerikanerin ist und sich deshalb oft auf die Situation in den USA bezieht. Aber auch andere Ländern, insbesondere innerhalb Europas, visiert sie in ihren Betrachtungen an. Insgesamt entsteht so ein wertvoller neuer Blick auf Elternschaft. Dieser ermutigt, endlich alte Klischees und weitverbreitete Mythen, wie der des Mutterinstinkts, loszuwerden und neue Perspektiven zuzulassen. Auch, aber nicht nur, für Frauen eine bestärkende Aussicht! Wer also Lust hat, in die Tiefen der Neurowissenschaft einzutauchen und dabei jede Menge Neues zu lernen, ist hier goldrichtig! Von mir gibt es für dieses ausführliche Sachbuch 4 Sterne und eine Empfehlung.

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