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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2020

Forschergeist

Miss Bensons Reise
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Es ist das Jahr 1950 und Margery Benson entschließt sich mit 46 Jahren endlichen ihren Traum, eine Forschungsreise nach Neukaledonien, wahr werden zu lassen. Das dann natürlich nicht alles so abläuft wie ...

Es ist das Jahr 1950 und Margery Benson entschließt sich mit 46 Jahren endlichen ihren Traum, eine Forschungsreise nach Neukaledonien, wahr werden zu lassen. Das dann natürlich nicht alles so abläuft wie geplant liegt nicht nur an der scheinbar unpassendsten Assistentin die man sich vorstellen kann. Auch wenn der Roman „Miss Bensons Reise“ von Rachel Joyce, in der Vergangenheit spielt, war er für mich keine klassischer historischer Roman. Vielmehr stehen zwei mutige Frauen und deren Lebensträume im Fokus. Dabei entwirft die Autorin nicht nur äußerst authentische Protagonistinnen, sondern lässt den Leser auch ahnen, wie beschwerlich eine Expedition tatsächlich ist. Aber auch die schönen Seiten der Insel und des Urwalds, werden gut vermittelt. Der Schreibstil liest sich dabei auch noch sehr angenehm, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Wer also wieder mal Lust auf eine besondere Abenteuergeschichte hat und in Gedanken gerne ans andere Ende der Welt verreisen möchte, dem kann ich „Miss Bensons Reise“ nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Lebensentwürfe

Als hätten sie Land betreten
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Im Roman „Als hätten sie Land betreten“ gelingt es der Autorin Claudia Sammer auf wenigen Seiten, gelungene Porträts und Lebensgeschichte sechs unterschiedlicher Frauen darzustellen. Nicht alle kennen ...

Im Roman „Als hätten sie Land betreten“ gelingt es der Autorin Claudia Sammer auf wenigen Seiten, gelungene Porträts und Lebensgeschichte sechs unterschiedlicher Frauen darzustellen. Nicht alle kennen sich und doch gibt es verschiedene Berührungspunkte, so dass die Erzählung, obwohl sie über Generationen hinweg geht, trotzdem stimmig wirkt. Der Schreibstil ist literarisch, voller Sprachbilder und liest sich nicht immer leicht. Um die ganze Fülle an Bedeutungen zu erfassen, braucht es als Leser*in etwas Konzentration. Obwohl die Protagonistinnen, teils nur kurz skizziert werden, wirken diese trotzdem charaktervoll mitsamt ihren Schwächen und Stärken. Ein Roman der sowohl durch Sprache als auch durch seinen Inhalt anders ist, dafür aber umso lesenswerter.

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Veröffentlicht am 28.12.2020

Thriller mit hoher Spannung und schnellem Tempo

Als die Nacht begann
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„Als die Nacht begann“ von Alexander Hartung ist bereits der 7. Band der Jan-Tommen-Reihe, aber auch als Neueinsteigerin gelang es mir gut in die Serie reinzukommen. Das Team ist untereinander sehr eingespielt ...

„Als die Nacht begann“ von Alexander Hartung ist bereits der 7. Band der Jan-Tommen-Reihe, aber auch als Neueinsteigerin gelang es mir gut in die Serie reinzukommen. Das Team ist untereinander sehr eingespielt und manche der Witze und Andeutungen, würde man durch Vorkenntnisse der anderen Bänder, sicherlich leichter Verstehen. Für denn Fall an sich muss man die Vorgängerbände aber definitiv nicht kennen.

Die Handlung spielt in Berlin und der regionale Bezug, mitsamt vieler bekannter Orte, gefiel mir sehr gut. Der Schreibstil liest sich leicht und ist oft einfach und beschreibend gehalten. Von Beginn an werden die Ermittlungen in hohem Tempo durchgeführt, wodurch es nie langweilig wurde. Auch der Spannungsbogen mitsamt seinem fulminanten Finale gefiel mir äußerst gut. Das Team ist durch seine besondere Zusammensetzung (nicht alle arbeiten bei der Polizei) außergewöhnlich, aber erlangt dadurch auch so manchen Vorteil. Die gewählten Methoden sind nicht immer legal und wer auf völlig authentische Ermittlungen hofft, wird diese hier nicht finden. Für mich stand allerdings das Lesevergnügen im Vordergrund, weshalb ich den packenden Thriller auch gerne mit 5 von 5 Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 26.12.2020

Ich hatte mir mehr versprochen

Rosenstich
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Die Autorin Anastasia Wiebe hat sich in ihrem Roman „Rosenstich“ ein schwieriges Thema vorgenommen. Der Klappentext verspricht einen „brisanten Roman über die Liebe, Vertrauen, Verlust und Gewalt in einer ...

Die Autorin Anastasia Wiebe hat sich in ihrem Roman „Rosenstich“ ein schwieriges Thema vorgenommen. Der Klappentext verspricht einen „brisanten Roman über die Liebe, Vertrauen, Verlust und Gewalt in einer Beziehung“. Leider hat mich die Geschichte dann etwas enttäuscht. Die meisten Protagonisten blieben für mich blass und wenig ausgearbeitet und auch die Handlung an sich war an einigen Stellen schwer nachzuvollziehen und chaotisch. Einzig die Liebesgeschichte zwischen der Protagonistin Lejla und ihrem (neuen) Freund Fabi, las sich schön. Hier gab es tolle romantische Momente und spannende sexuelle Abenteuer zwischen den Beiden. Das eigentliche Thema, das Stalking durch Lejlas Exfreund, wurde wenig nachvollziehbar in sehr kurzen Episoden erzählt. Für diesen Roman, der meiner Meinung nach noch viel Luft nach oben hat, vergebe ich deshalb leider nur 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.12.2020

Kein gewöhnlicher Thriller

Die treue Freundin
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„Die treue Freundin“ von Lisa Unger war für mich kein Thriller im klassischen Sinn, den von den Ermittlungen rund um die Mordfälle bekommt man hier relativ wenig mit. Von Beginn an sind die Kapitel abwechselnd ...

„Die treue Freundin“ von Lisa Unger war für mich kein Thriller im klassischen Sinn, den von den Ermittlungen rund um die Mordfälle bekommt man hier relativ wenig mit. Von Beginn an sind die Kapitel abwechselnd zur Protagonistin Rain, auch aus Sicht des Täters geschrieben. Dadurch kann man als Leser relativ schnell erahnen wer hinter der Maske des Rächers steckt. Trotzdem gelang es der Autorin eine subtile Spannung, über das gesamte Buch hinweg, aufzubauen und den Leser trotz allem mit der ein oder anderen Besonderheit zu überraschen. Toll herausgearbeitet wurden die Herausforderungen die Rain als junge Mutter, die gleichzeitig aber auch als Journalistin arbeiten will, beschäftigen. Auch das umfassende psychologische Fachwissen, welches in die Handlung eingewebt war, machte die Geschichte für mich interessant. Der Schreibstil las sich angenehm leicht und passte gut zum Genre. Alles in allem war „Die treue Freundin“ sicher nicht der allerbeste Thriller, welchen ich je gelesen habe. Gerade auch durch seine besonderen Schwerpunkte, bewegt er sich für mich aber im guten Mittelfeld und ist für Fans des Genres sicherlich einen Blick wert.

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