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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2021

Spannendes Jugendbuch in ungewöhnlicher Aufmachung

Perfect Storm
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Die Themen aus „Perfect Storm“ vom Autoren Dirk Reinhardt sind aktuell, wie auch brisant zugleich, denn das Jugendbuch beschäftigt sich mit der Frage wie weit Einzelne gehen dürfen, um große Ungerechtigkeiten ...

Die Themen aus „Perfect Storm“ vom Autoren Dirk Reinhardt sind aktuell, wie auch brisant zugleich, denn das Jugendbuch beschäftigt sich mit der Frage wie weit Einzelne gehen dürfen, um große Ungerechtigkeiten aufzudecken. Als Vorbild dienen hierbei bekannte Whistleblower wie Edward Snowden und Julian Assange. Eine weitere Besonderheit ist die Aufmachung des Buches, denn im gewöhnlichen Fließtext wird nur relativ wenig erzählt. Vielmehr bekommt der Leser die einzelnen Informationen anhand eines Dossiers präsentiert, wobei sich Chatverläufe, Emails und Berichte abwechseln. Auch wenn es auf den ersten Blick nach trockenen Akten klingt, liest sich die Handlung wirklich abwechslungsreich und flüssig. Gelungen fand ich außerdem den Wechsel von Schreibstil und Sprache des Autors, je nach Charakter und Situation. Gerade die Jugendsprache und jeweiligen Besonderheiten der Charaktere wirken authentisch. Auf 410 Seiten ergibt sich so ein stimmiges Bild der Hackergruppe, ihrer Beweggründe und Aktionen und natürlich auch des Gegenspielers, einer großen Organisation mit drei Buchstaben.
Mein Fazit: „Perfect Storm“ ist spannend, vielseitig und regt zum Nachdenken an. Ein wirklich gelungenes Jugendbuch das auch gut von Erwachsenen gelesen werden kann!

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Veröffentlicht am 29.01.2021

Ungewöhnlicher Fall

Schwabentod
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Der Krimi „Schwabentod“ von Sybille Baecker überzeugte mich nicht nur durch seine zahlreichen regionalen Bezügen, sondern auch durch den hochspannenden und außergewöhnlichen Fall. Schon zum neunten Mal ...

Der Krimi „Schwabentod“ von Sybille Baecker überzeugte mich nicht nur durch seine zahlreichen regionalen Bezügen, sondern auch durch den hochspannenden und außergewöhnlichen Fall. Schon zum neunten Mal ermitteln die Kommissare Brander und Persephone „Peppi“ Pachatouride in Zusammenarbeit mit einem interessanten Team im schönen Schwabenland. Die vorhergehenden Bände muss man als Leser*in allerdings nicht unbedingt kennen, denn auch für Neueinsteiger ist die Handlung gut verständlich. Ungewöhnlich wird der Fall vor allem durch lebensechte Silikonpuppen, welche auch noch sprechen können. Es gibt zahlreiche Verdächtige und viele Fährten, so dass es dem Leser richtig schön schwer gemacht wird zu erraten, worin das Ganze gipfeln wird. Außerdem merkt man der Handlung eine gründliche Recherche an, die Autorin schafft es äußerst geschickt immer wieder technische und wissenschaftliche Erklärungen in den Text einfließen zu lassen. Fazit: „Schwabentod“ ist für alle Krimifreunde definitiv einen Blick wert. Auch ohne blutige Handlung kommt hier Spannung und Lesevergnügen auf!

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Veröffentlicht am 26.01.2021

Ruhige Geschichte mit witzigen Momenten

Die Erfindung des Dosenöffners
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Junger Lokaljournalist, trifft auf alte Dame mit Geheimnis. Und um an einen tollen Bericht für seine Zeitung zu gelangen, würde Hauptprotagonist Timur Aslan, fast alles tun. So begibt er sich mit ihr ...

Junger Lokaljournalist, trifft auf alte Dame mit Geheimnis. Und um an einen tollen Bericht für seine Zeitung zu gelangen, würde Hauptprotagonist Timur Aslan, fast alles tun. So begibt er sich mit ihr auf eine ungewöhnliche Reise. Die Geschichte an sich ist gar nichts so Besonderes. Was sie allerdings von Anderen abhebt, ist ihre ruhige aber schöne Erzählweise und eingebaute kluge, zeit weilen selbstkritische Gedanken, zu den Phänomenen unsere Zeit. Beginnend beim stundenlang perfekte inszenierten „zufällige“ Foto für die Sozialen Medien, bis hin zum Gefühl alle Anderen haben mehr erreicht, als man selbst.

Geschrieben wurde „Die Geschichte des Dosenöffners“ vom jungen Podcaster, Comedy-Autoren und Journalisten Tarkan Bagci. Und ja, stellenweise lässt die Geschichte autobiografischen Zusammenhänge mit dem Hauptprotagonisten vermuten. Vielleicht wirkt dieser gerade deshalb besonders nahbar. Aber auch die weiteren Protagonisten sind durchweg authentisch, interessant und damit sehr gelungen. Der Schreibstil ist jung, witzig und liest sich so leicht, das die 252 Seiten viel zu schnell ausgelesen waren. Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass ich stellenweise die Handlung, doch etwas zu vorhersehbar fand. Ansonsten kann ich nichts kritisieren und empfehle den Roman gerne weiter.

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Veröffentlicht am 22.01.2021

Nicht zeitgemäß

Killing Kryptonite
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Das Problem bei dieser Lektüre war, ich hatte mir eindeutig etwas anderes versprochen. Denn der Titel "Killing Kryptonite - Krafträuber erkennen und entmachten" las sich für mich modern und so dachte ...

Das Problem bei dieser Lektüre war, ich hatte mir eindeutig etwas anderes versprochen. Denn der Titel "Killing Kryptonite - Krafträuber erkennen und entmachten" las sich für mich modern und so dachte ich es geht darum Stärke für das eigene Leben zu finden und Krafträubern keine Macht zu geben. Schnell zeigte sich aber, dass der Autor John Bevere seine Leser*innen in eine völlig andere Richtung führt. Weg vom Individuum, hin zur Gemeinschaft. Der Schreibstil ist dabei mitreißend, wortgewandt und wirklich sehr ansprechend. Trotzdem merkte ich schnell das die von ihm vertreten Thesen, in meinen Augen nicht in unsere moderne Zeit passen. Manches wie zum Beispiel, ob man erst nach der Hochzeit zusammenziehen kann, mag jeder Gläubige für sich entscheiden. Andere Aussagen, wie seine strenge Verurteilung von Homosexualität, kann ich in keiner Weise akzeptieren und empfand daher das Buch stellenweise als äußerst diskriminierend und völlig aus der Zeit gefallen. Auch wenn es immer wieder auch ansprechende Passagen gab, kann ich das Buch aus dem eben genannten Grund nicht weiterempfehlen und vergebe deshalb auch nur 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.01.2021

Ein Thriller auf hohem Niveau

Hinter diesen Türen
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Schon die Inhaltsbeschreibung von „Hinter diesen Türen“ klang unglaublich spannend und interessant, doch die eigentliche Handlung hat diese für mich dann nochmal übertroffen. Dies war mein erster Thriller ...

Schon die Inhaltsbeschreibung von „Hinter diesen Türen“ klang unglaublich spannend und interessant, doch die eigentliche Handlung hat diese für mich dann nochmal übertroffen. Dies war mein erster Thriller von Ruth Ware und ich bin begeistert! Die Autorin schaffte es mich mich von Beginn an zu fesseln, so dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen wollte. Ihre Erzählung ist eindringlich und erreicht gleichzeitig, dass man sich als Leser gruselt, aber auch unbedingt wissen möchte, wie es nun für Rowan und die Kinder weitergeht. Sowohl Handlungsort als auch die Protagonisten sind dabei authentisch und gut vorstellbar. Mich überzeugten außerdem die vielen kleinen Details (welche alle miteinander verflochten sind) und die logische Handlung. Eine gelungene Verknüpfung von modernen Technik (Smart Home) und klassischer Spukerzählung. Das Ende habe ich so wirklich nicht kommen sehen und doch macht alles Sinn, was wiederum für die Qualität spricht. Für dieses wunderbare Lesevergnügen kann ich natürlich nur 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung vergeben!

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