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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2021

An den Wurzeln der Familiengeschichte - Doch wie viel willst du wirklich wissen?

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Als Hannah bei ihrer Großmutter einen Brief aus Israel findet, indem es um gestohlene Kunstwerke in der NS-Zeit geht, fängt diese an zu recherchieren und taucht damit ein in die Geschichte ihrer Urgroßmutter ...

Als Hannah bei ihrer Großmutter einen Brief aus Israel findet, indem es um gestohlene Kunstwerke in der NS-Zeit geht, fängt diese an zu recherchieren und taucht damit ein in die Geschichte ihrer Urgroßmutter Senta und deren Ehemann Julius Goldmann. Das Buch hat mich vor allem durch seine Vielschichtigkeit beeindruckt. Die Autorin Alena Schröder erzählt in ihrem Roman „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ nämlich nicht nur die Sichtweise einer jüdischen Familie, sonder auch die von kleineren und größeren Sympathisanten des NS-Regimes. Eindrücklich arbeitet sie dabei Facetten heraus, welche mir davor noch nie bewusst waren. Und so zeigt sich, es ist eben nicht immer so einfach die Welt in schwarz und weiß zu unterteilen. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm und die Geschichte wird auch durch wechselnde Perspektiven und Zeitsprünge aufgewertet. Ein Buch das zum Nachdenken anregt und eine Geschichte die bewegt! Jeder sollte dieses Buch lesen, um danach vielleicht sogar den Mut aufzubringen sich mit der eigenen Familiengeschichte zu befassen. Darum gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.01.2021

Eintauchen ins Mittelalter

Die Jüdin von Magdeburg
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Auch wenn ich normalerweise eher selten historische Romane lese, konnte mich „Die Jüdin von Magdeburg“ auf ganzer Linie überzeugen. Die Geschichte, war gerade auch durch die Vielzahl an unterschiedlichsten ...

Auch wenn ich normalerweise eher selten historische Romane lese, konnte mich „Die Jüdin von Magdeburg“ auf ganzer Linie überzeugen. Die Geschichte, war gerade auch durch die Vielzahl an unterschiedlichsten Protagonisten, von Anfang bis Ende fesselnd und nie langweilig. Auch wenn der Schreibstil viele alte Begriffe, Flüche, Redewendungen, usw. enthielt, las er sich trotzdem leicht und angenehm. Ein weiterer positive Aspekt war für mich die gute Recherchearbeit des Autors Ruben Laurin, der im Nachwort dann auch noch genau erklärt, welcher Teil der Handlung historischen Fakten entspricht und welcher eigene Dichtung ist.

Durch die wechselnden Sichtweise und Orte, sowie gekonnt gesetzte Zeitsprünge, ergibt sich die einmalige Gelegenheit die Protagonisten über viele Jahre hinweg auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Erschreckend für mich war der damals schon stark vorherrschende Judenhass, welchen die junge Jüdin Esther und ihre Familie, immer wieder zu spüren bekamen. Auch deshalb stellt sich bis zu Letzt die Frage kann der christlich erzogene Ritter Wolfram ihr Herz erobern? Wer also Lust hat sich auf auf ein actionreiches Abenteuer, in längst vergangene Zeiten entführen zu lassen, dem kann ich das Buch „Die Jüdin von Magdeburg“ nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 02.01.2021

Liebesroman, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Drama

Zuckerfee 2.0
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Im Buch „Zuckerfee 2.0“ von Megan McGary kommt keine Langeweile auf, denn die Geschichte dreht sich nicht nur um das Kennenlernen von Café-Besitzerin Eve und Army-Captain Mac, sondern noch um Einiges mehr. ...

Im Buch „Zuckerfee 2.0“ von Megan McGary kommt keine Langeweile auf, denn die Geschichte dreht sich nicht nur um das Kennenlernen von Café-Besitzerin Eve und Army-Captain Mac, sondern noch um Einiges mehr. Nicht nur die detailverliebten Beschreibungen des Cafébetriebs, sondern auch die beschriebenen leckeren Backkreationen, gefielen mir hierbei besonders gut. Zwischen Eve und Mac sprühen nicht nur ordentlich die Funken, sondern es fliegen auch noch regelmäßig die Fetzen und so streiten und lieben sich die Beiden durch über 450 Seiten. Als Leserin war es mir stellenweise dann doch etwas zu viel Hin und Her. Auch der Schreibstil mit seinen oft sehr langen Sätzen liest sich nicht ganz so leicht, wie ich mir das gewünscht hätte. Da die Geschichte aber trotzdem abwechslungsreich und wenig vorhersehbar war gibt es von mir gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 31.12.2020

Anders als erwartet

Tausche Ehe minus gegen Freundschaft plus
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Wer sich von „Tausche Ehe minus gegen Freundschaft plus“ eine lustige Geschichte rund um das Thema Dating und Beziehungen erwartet, der wird (so wie ich) leider enttäuscht werden. Stattdessen bekommt der ...

Wer sich von „Tausche Ehe minus gegen Freundschaft plus“ eine lustige Geschichte rund um das Thema Dating und Beziehungen erwartet, der wird (so wie ich) leider enttäuscht werden. Stattdessen bekommt der Leser eine wilde Reise nach und durch China geboten, wobei die Handlung nach und nach immer verrückter und skurriler wird. Der Humor, besonders auch die zwischengeschobenen Kommentare (z.B. von Gott, Donald Trump, Hugo dem Dackel, usw.), gefiel mir trotzdem sehr gut. Wer auf verrückte Reisegeschichten steht, ist mit diesem Buch auf jeden Fall gut beraten. Denn die Autoren versprechen nicht zu viel wenn sie im Klappentext schreiben: „Alles in diesem Buch ist wirklich so passiert, zu 110 %. Also fast. Jedenfalls haben wir viel weniger gelogen als sonst.“ Mich konnte die Geschichte letztendlich nicht ganz überzeugen, weswegen ich auch nur 3 von 5 Sternen vergeben kann.

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Veröffentlicht am 31.12.2020

Forschergeist

Miss Bensons Reise
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Es ist das Jahr 1950 und Margery Benson entschließt sich mit 46 Jahren endlichen ihren Traum, eine Forschungsreise nach Neukaledonien, wahr werden zu lassen. Das dann natürlich nicht alles so abläuft wie ...

Es ist das Jahr 1950 und Margery Benson entschließt sich mit 46 Jahren endlichen ihren Traum, eine Forschungsreise nach Neukaledonien, wahr werden zu lassen. Das dann natürlich nicht alles so abläuft wie geplant liegt nicht nur an der scheinbar unpassendsten Assistentin die man sich vorstellen kann. Auch wenn der Roman „Miss Bensons Reise“ von Rachel Joyce, in der Vergangenheit spielt, war er für mich keine klassischer historischer Roman. Vielmehr stehen zwei mutige Frauen und deren Lebensträume im Fokus. Dabei entwirft die Autorin nicht nur äußerst authentische Protagonistinnen, sondern lässt den Leser auch ahnen, wie beschwerlich eine Expedition tatsächlich ist. Aber auch die schönen Seiten der Insel und des Urwalds, werden gut vermittelt. Der Schreibstil liest sich dabei auch noch sehr angenehm, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Wer also wieder mal Lust auf eine besondere Abenteuergeschichte hat und in Gedanken gerne ans andere Ende der Welt verreisen möchte, dem kann ich „Miss Bensons Reise“ nur weiterempfehlen.

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