Profilbild von Liz2910

Liz2910

Lesejury Star
offline

Liz2910 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Liz2910 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2020

Eine schöne Liebesgeschichte mit Nerdigkeit, College Feeling und liebenswerten Figuren♥

Wir sind das Feuer
0

Zitate
"Und ich dachte mir, dass so ein Leben als Hobbit mir gefallen würde, mit Freunden wie Sam, Merry und Pippin und mindestens sechs Mahlzeiten am Tag." Seite 161
Inhalt:
„Würde ich an einer Krankheit ...

Zitate
"Und ich dachte mir, dass so ein Leben als Hobbit mir gefallen würde, mit Freunden wie Sam, Merry und Pippin und mindestens sechs Mahlzeiten am Tag." Seite 161
Inhalt:
„Würde ich an einer Krankheit leiden, dann hieße sie Philophobia. Die Angst, sich zu verlieben, die Angst, zu lieben. Ein schönes Wort, doch eines mit einer traurigen Bedeutung.“ Seite 266
Für viele ist das College ein Neubeginn – so auch für Lousia. Es gibt viel schreckliches, was sie hinter sich lassen will und fürs erste scheint das auch so funktionieren. Denn am College findet sie nicht nur Freunde, sondern trifft auch Paul, der vermeidliche Bad Boy der in ihr längst vergessene Gefühle weckt. Und auch Paul fühlt sich zu Louisa hingezogen, aber ebenso wie sie hat er etwas, vor dem er davonläuft und dieses Geheimnis könnte sie beide zerstören …
Meinung:
In den letzten zwei Tagen habe ich diesen Debüt Roman gelesen und sehr gemocht. Lousia, kurz Lou, trifft am College ein, lernt ihren Mitbewohner Adrian und dessen beste Freundin Trish kennen. Die zwei nehmen sie bereitwillig in die Gang auf, Trish verschafft Lou einen Job in demselben Café, wo auch sie arbeitet und dann ist da natürlich noch ein Kerl. Paul gehört ebenfalls zur Gang, ein Kerl, ein Ruf und die Funken sprühen schnell zwischen den Beiden. Doch dann ist da noch der Kodex zwischen Paul und Adrian, dass Mitbewohner tabu sind …
Denn Liebe bedeutet immer einen Teil von sich zu verschenken. Und ich war schon ein Puzzle ohen Teile. Seite 93
Sophie Bichon hat ein super cooles College Setting geschaffen, mit liebevollen Charakteren und genau dem richtigen Feeling. Es gibt die leicht bescheuerte beste Freundin, die vor Energie nur so sprudelt, den Mitbewohner für einen Serien Marathon, der dir Kaffee bringt, die leise Nerdigkeit, die immer mal wieder durchklingt und das große Geheimnis, was seinen Schatten wirft. Beide Figuren haben sehr mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Ich fand es gut, das immer wieder ein bisschen was verraten wurde und man nicht das ganze Buch lang auf diese Enthüllung hin fiebert, die dann komplett in einem Rutsch passiert. So gibt eine angenehme Grundspannung, aber auch viel Platz zum Durchatmen und abschalten (:
Mir hat "Wir sind das Feuer" wirklich gut gefallen, auch wenn mir der Love Interest manchmal ein kleines bisschen zu cool und zu sehr von sich überzeugt war. Aber ich mochte Lou für ihren Namen und ihre Leidenschaft für Worte dafür umso mehr. Lou hat ein Buch in dem sie ihre liebsten Worte sammelt, was einfach in meinen Augen ein wunderschönes Hobby ist! Dazu gibt es auch eine Gestaltung im Buch, die mir richtig gut gefallen hat. ♥
"Man kann sich seine Familie nicht aussuchen. Aber man kann für das kämpfen, was einem am Herzen liegt." Lou Seite 143
Das Ende war für mich persönlich sehr heftig, weil ich mit den Geschehnissen meine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen habe und ich muss sagen, dass es mich doch etwas aus der Bahn gebracht habt. Darum, wenn ihr etwas habt, was euch "triggert", dann informiert euch gerne vorher bei Freunden, die das Buch kennen und mich könnt ihr auch gerne anschreiben. Jetzt heißt es warten, bis im Mai der zweite Band erscheint, der definitiv bei mir einziehen muss!

Aber letzte Nacht war ich mir auch sicher gewesen, dass ich endlich meine eigene Geschichte würde schreiben können, stattdessen fühlte ich mich jetzt wie der Cliffhanger einer Netflix-Serie. Seite 73

Urteil: Eine schöne Liebesgeschichte mit Nerdigkeit, College Feeling und liebenswerten Figuren♥

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Eine spannende Geschichte, deren Handlung hier und da etwas ausführlicher hätte sein können

Die Sünden aus der Vergangenheit
0

Zitat:
„Dieser Mann versucht unsere Leiche zu stehlen.“
„Also haben Sie beschlossen, ihn mit einem Mopp aufzuhalten?“
Seite 35


Inhalt:
Griffin McCray will seine Vergangenheit hinter sich lassen, denn ...

Zitat:
„Dieser Mann versucht unsere Leiche zu stehlen.“
„Also haben Sie beschlossen, ihn mit einem Mopp aufzuhalten?“
Seite 35


Inhalt:
Griffin McCray will seine Vergangenheit hinter sich lassen, denn sie birgt zu viel Schmerz. Er kündigt seinen Job als Scharfschütze und wird Park Ranger. Jetzt sind die historischen Schlachtfelder von Gettysburg sein Revier, eine ruhige Arbeit. Bis plötzlich eine Leiche auftaucht, die eindeutig kein Opfer der längst vergangenen Schlachten ist.

Dr. Finley Scott ist forensische Anthropologin und wird von Griffin als Unterstützung angefordert. Die Arbeit mit dem grummeligen Ranger ist gar nicht so leicht, doch Finley fühlt sich trotzdem zu ihm hingezogen und dass zum ersten Mal seit sehr langer Zeit. Doch als die Beiden immer mehr Details über die Leiche herausfinden, geraten sie plötzlich selber ins Fadenkreuz eines gefährlichen Schützen.

Meinung:

Vielen Dank an den francke Verlag und an Lovelybooks für dieses Leserunden-Exemplar. Ich kenne die Autorin schon durch ihre Alaska Reihe und war sehr gespannt. Das Cover ist eher düster und hat mich nicht so sehr angesprochen, ebenso wie der sehr harte Titel. Es waren tatsächlich Autorin und Verlag, die mich neugierig gemacht haben (:

Die Autorin zögert nicht lange sondern stürzt den Leser gleich kopfüber in einen nächtlichen Wald und den Moment, wo Griffin die Leiche findet. Ihm ist schnell klar, dass das Opfer noch nicht so lange tot ist, wie es sich für eine Leiche aus dem Krieg gehört. Also ruft er Finnley, um sicher zu gehen. Schnell ist auch Parker Mitchell mit im Team, ein Gerichtsmediziner und alter Freund von Griffin. Als nächstes schaltet sich Declan Gray, vom FBI ein. Die drei Männer sind eng miteinander verbunden, doch hat sie der Verlust von zwei geliebten Menschen auseinander gerissen. Gemeinsam arbeiten sie mit Finnley an dem Fall und stoßen schon bald auf brisante Informationen. Als dann Finnleys Wohnung plötzlich verwanzt und auf Declan und Griffin geschossen wird, ist klar, dass sie es hier mit einem sehr mächtigen Gegner zu tun haben.

Ich bin wirklich kein Fan von Krimis und Thrillern, aber an Büchern von Dany Pettrey oder auch Dee Henderson fasziniert mich einfach immer wieder das Setting und besonders die Personen Konstellationen. Jede Figur hat eine Geschichte in diesem Buch, für meinen Geschmack durchsetzt mit sehr viel Grausamkeit, aber vielleicht können die Figuren genau deshalb so gut miteinander umgehen. Ich liebe die Art, wie sie zusammenhalten, füreinander da sind und sich umeinander sorgen. Aber auch das Problem, dass die drei Männer mit sich herumtragen und der Konflikt, der hier aufkommt war sehr gut gemacht und spannend. Ich hoffe, dass hier in den Folgebüchern auf jeden Fall drauf eingegangen wird.

Die Sprache ist sehr einfach, nicht bildreich oder ausgeschmückt, sondern nüchtern. Nichts desto trotz vermittelt sie eine unheimliche Spannung, die sich durch das ganze Buch hindurch zieht. In der Szene, wo Finnleys Haus verwanzt wurde, hatte ich totale Gänsehaut! Hier und da hätte mir etwas mehr Ausschmücken gut gefallen. Ich muss sagen, dass ich anfangs von den Figuren verwirrt war, ich wusste nicht wer wer ist und wo jeder Einzelne einzuordnen ist. Einige Szenen hätten noch ein paar Sätze mehr vertragen können, sie wirkten abgehakt und ein bisschenhektisch. Zusätzlich versinkt mir Griffin zwischendurch zu sehr im Selbstmitleid und bei Finnley habe ich irgendwie nicht ganz verstanden wo sie jetzt eigentlich herkommt. Am Anfang wird ihre Mum erwähnt, aber dann gibt es irgendwie nichts mehr dazu. Aber der christliche Part gefällt mir gut, sehr sanft und natürlich durch diese kleinen inneren Gebete (:

Die Auflösung der Geheimnisse ist schön verteilt, was ich wirklich gut war. Von Griffin erfährt man einiges recht schnell, so dass nicht am Ende plötzlich alles aufgeklärt wird, sondern schon im Laufe der Geschichte. Am Anfang wird nur aus der Sicht von Griffin und Finley erzählt, später kommen noch Perspektiven hinzu, die ich ehrlich gesagt überflüssig fand. Gleichzeitig führen sie aber (vermutlich) die Personen des Folgebandes ein, was ja auch eine gute Sache ist. Trotzdem hätte ich diese Perspektiven nicht gebraucht, gespannt war ich auch so schon (:
Die Auflösung hat mich leider nicht ganz überzeugt. Die Idee hatte ja was, dass die quasi die ganze Zeit auf der falschen Fährte waren und so. Aber irgendwie hat es für mich nicht richtig gepasst.

Trotz der Kritik freue ich mich sehr auf den Folgeband und werde ihn auf jeden Fall lesen. Ich bin unheimlich gespannt, ob eine gewissen Person dort wieder auftauchen wird und was das Geheimnis einer gewissen anderen Person ist ^-^

Urteil: Eine spannende Geschichte, deren Handlung hier und da etwas ausführlicher hätte sein können und mit einem eher schwachen Ende, aber sehr tollen Charakteren, die Lust auf mehr machen. Von mir gibt es fette drei Sterne mit Leseempfehlung (:

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Für mich bisher der schwächste Band der Reihe, der trotzdem einige starke Momente hatte

Elfenlicht
0



Inhalt:

Die Trolle rücken immer weiter vor und bedrängen die Elfen, die einst die mächtigsten Wesen der Welt waren. Streit und Missgunst entzweit die Elfen, Emerelle und ihr Schwertmeister Ollowein ...



Inhalt:

Die Trolle rücken immer weiter vor und bedrängen die Elfen, die einst die mächtigsten Wesen der Welt waren. Streit und Missgunst entzweit die Elfen, Emerelle und ihr Schwertmeister Ollowein kämpfen einen verzweifelten Kampf. Emerelle will alles tun, um ihr Volk zu retten und begeht dabei einen schwerwiegenden Fehler.

Auch die Menschen leiden unter den Plünderungen der Trolle. Alfadas ist König geworden, sein Sohn ein großer Krieger. Doch Beide leiden unter dem Verlust ihrer Familie und Urd unter seinem Ruf, als Wiedergänger. Als die Trolle immer näher rücken, müssen die Beiden eine schwere Entscheidung treffen.

Meinung:

Elfenlicht erzählt die Geschichte von Elfenwinter beinahe nahtlos weiter. Noch immer wüten die Trolle und versuchen ihre Erzfeinde, die Elfen zu vernichten. Ihrer Schamanin ist es gelungen einen Albenpfad zu öffnen, der sie direkt ins Herzland bringen soll. Doch Emerelle weiß von diesem Plan und zerstört in einem Akt der Verzweiflung den Pfad. Doch damit bietet sie dunklen Schattenwesen eine Möglichkeit in das Herzland einzudringen. Und bisher ist es keinem Elfen gelungen eins dieser Wesen zu besiegen.

Ollowain bricht zu Biblothek Iskendria auf, um nach einer Lösung zu forschen. Begeleitet wird er von der Lutin Ganda, ein Fuchswesen. Die Konstellation der Beiden sorgt für Humor in dieser Geschichte. Ganda und Ollowain sind völlig verschieden und verspüren außerdem keine Sympathie zueinander. Trotzdem hat das Geschehen sie zu Gefährten gemacht und ihre Mission ist von größter Wichtigkeit.

Alfadas ist inzwischen König des Fjordlands geworden und lebt mit Ulric in Firnstayn. Ulrich hat Halgard geheiratet, die Beiden werden von den Menschen als Wiedergänger beschimpft und gefürchtet, was ihnen sehr zu schaffen macht. Auch Kadlins Verlust wiegt schwer, doch dann kehrt diese als junge Frau mit ihrem Ziehvater Kalf nach Firnstayn zurück, um das Herr der Menschen als Bogenschützen zu unterstützen. Kalf ist nicht begeistert, doch Kadlin lässt sich nicht umstimmen. Sie weiß nicht, dass Kalf nicht ihr wahrer Vater ist und dem alten Jarl gelingt es dies auch weiterhin zu verheimlichen. Ich muss sagen, dass mich dieser Handlungsstrang sehr verwirrt hat. Kadlin hat auffällige rote Haare und trägt noch immer ihren Namen. Trotzdem erkennen weder Alfadas noch Urc sie bzw. sie finden schon, dass die Ähnlichkeit seltsam ist, forschen aber nicht weiter nach. Das fand ich nicht wirklich nachvollziehbar, nachdem man ihre Charaktere in dem letzten Band so gut kennengelernt hat. Auch, dass Alfadas nie auf Kalf zugegangen ist und gefragt hat, wo er plötzlich nach all den Jahren herkommt, fand ich unverständlich.

Der Leser trifft viele bekannte Charaktere wieder, was unheimlich schön war. Es kommen aber auch neue dazu und einige gehen leider sehr unter. Besonders von Alfadas war ich in diesem Buch sehr enttäuscht. War seine Familie im vorherigen Band sehr wichtig, so geht sie hier eher verloren. Der dritte Band ist sehr viel düsterer und hat noch mehr Längen als Band zwei. Die Kapitel aus Sicht der Trolle fand ich besonders anstrengend, ebenso wie die von Emerelle. Nichtsdestotrotz bleibt die Spannung. Werden die Elfen einen Weg finden, ihre Feinde zu besiegen? Was wird aus dem Fjordland? Auch sprachlich ist dieser Band ein klein wenig schwächer, als die anderen Beiden, aber immer noch gut.

Urteil: Für mich bisher der schwächste Band der Reihe, der trotzdem einige starke Momente hatte und mich noch weiter in das Fjordland geführt hat. Ich freue mich auf das Finale!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Eine sehr gute Fortsetzung, mit tollen neuen Charakteren, viel Handlung und einer komplexen Welt.

Elfenwinter
0

„Meine Männer sind ein wenig durch den Berg gelaufen. Man muss ja schließlich wissen, was man verteidigt.“, sagte er entschuldigend.
„Und man muss wissen, wo die Weinvorräte lagern.“
„Ich sehe, wir sind ...

„Meine Männer sind ein wenig durch den Berg gelaufen. Man muss ja schließlich wissen, was man verteidigt.“, sagte er entschuldigend.
„Und man muss wissen, wo die Weinvorräte lagern.“
„Ich sehe, wir sind verwandte Seelen.“ Seite 553

Inhalt:

Das Fest der Lichter ist in Albenmark das wichtigste Ereignis für die Elfen. Hier versammeln sich ihre Fürsten, um Emerelle der Königin erneut die Treue zu schwören. Doch unter den Elfen herrscht keine Einheit mehr. Neid und Missgunst brodeln unter der Oberfläche. Und dann wird ein Mordanschlag auf Emerelle verübt, der die Elfen ins Chaos stürzt.

Alfadas lebt unter seinem Volk, ohne wirklich einer von ihnen zu sein. Jeden Tag kämpft er um Anerkennung und darum sich als Mensch zu beweisen. Bis plötzlich sein alter Schwertmeister vor seiner Tür auftaucht und ihn erneut in die Geschicke der Elfen entführt.

Meinung:

Elfenwinter ist der zweite Roman der Reihe „Die Elfen“ von Bernhard Hennen und spielt nur wenige Jahre nach dem ersten Band. Alfadas hat jetzt eine Frau und Kinder. Er lebt in dem Dorf seines Vaters, das er als Jarl anführt. Man nennt ihn den „Elfenjarl“, sagt ihm magische Kräfte nach und behandelt ihn immer etwas anders. Alfadas macht dies zu schaffen, doch in seinem Innersten spürt er eine Sehnsucht nach dem Reich der Elfen, die ihn verwirrt.
Als Emerelle am Fest der Lichter angegriffen wird und aus Albenmark fliehen muss, entschließt Ollowain ihr Schwertmeister sich dafür, bei Alfadas Schutz zu suchen. Erneut wird ein Mensch in die Geschickte der Elfen mit hineingezogen, doch Alfadas weiß, dass dieser neue Gegner nicht vor der Menschenwelt halt machen wird. Er kämpft für das Volk der Elfen, aber auch um sein eigenes zu retten.

„Bis jetzt war es gut, einen Herzog zu haben, der seine Männer in den Schlachten beschützt hat, wo immer es ging. Jetzt brauchen Sie einen Mann, der sie gut zurück nach Hause bringt. Einen Mann, wie dich.“ Alfadas Seite 671

Der Anfang des Buches war für mich recht zäh. Die Beschreibung des Festes und dann das Attentat, haben sich sehr in die Länge gezogen. Als Alfadas sein erstes Kapitel bekam, war ich jedoch sofort gefesselt. Er und Ollowain sind die Erzähler mit den meisten in Kapiteln in dieser Geschichte, wobei mir Alfadas immer lieber war, weil es sich bei Ollowain öfter zieht. Trotzdem ist das Buch insgesamt sehr spannend. Man trifft auch tolle Charaktere, wie zum Beispiel die Zentauren oder die Elfen, die Ollowain begleiten oder auch den Mann mit der halben Nase, der an Alfadas Seite kämpft. Auch die Kinder von Alfadas mochte ich sehr gerne, sie haben der Geschichte etwas besonderes gegeben.
Sprachlich ist es gewohnt Bernhard Hennen, er hat es halt einfach drauf (: Die Welt, die er hier erschafft ist riesig, komplex und gut durchdacht. Es braucht eine Weile, aber dann findet man sich gut darin zu Recht und kann stundenlang zwischen den Seiten, dieses doch recht dicken Buches verschwinden.

Wie man es von Hennen gewohnt ist, macht er jedoch mit den schweren Schicksalen keineswegs vor Lieblingscharakteren halt. Wenn euch das stört, ist dieser Autor eher nichts für euch. Allen Fans von klassischer, komplexer und guter High Fantasy, kann ich diese Reihe aber sehr empfehlen.

Mit seinem Haus, war es wie mit ihm. Es lag am Rand des Dorfes, nicht in dessen Herz. Si wie er geachtet wurde, aber nicht den Weg in die Herzen der Menschen fand. Er blieb der Fremde. – Alfadas Seite 77

Urteil: Eine sehr gute Fortsetzung, mit tollen neuen Charakteren, viel Handlung und einer komplexen Welt. Allen Fans von klassischer, komplexer und guter High Fantasy, kann ich diese Reihe sehr empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

für mich leider zu grausam

Hexenlied
0

Zitate

"Du weinst", sagte sie.
"Das ist nur der Regen", wisperte er. "Es regnet gerade jetzt hier an dieser Stelle des Zimmers, hast du es nicht gemerkt?"
Seite 113


Inhalt:

Tim ist ein ganz normaler ...

Zitate

"Du weinst", sagte sie.
"Das ist nur der Regen", wisperte er. "Es regnet gerade jetzt hier an dieser Stelle des Zimmers, hast du es nicht gemerkt?"
Seite 113


Inhalt:

Tim ist ein ganz normaler Junge. Scheinbar. Lilith dagegen ist offensichtlich die klassische Außenseiterin. Immer im Abseits übernimmt sie plötzlich in der Theatergruppe die Hauptrolle und spielt eine Hexe, la bruja. Doch in ihrer Anwesenheit geschehen seltsame Dinge, immer wieder verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Theaterstück. Ist Lilith wirklich eine Art Hexe?

Meinung:

Als großer Fan von Antonia Michaelis, habe ich mich riesig gefreut, als ich dieses Buch in der Lovelybooks Leserunde gewonnen habe!

Ich fand den Einstieg ein bisschen schwierig. Es gibt sehr viele Figuren, die alle auf einmal auftauchten und ich brauchte eine Weile, bis ich zu jedem ein Bild hatte. Außerdem ist die Stimmung von Anfang an sehr düster, irgendetwas Schlimmes liegt in der Luft, eine Spur Hoffnungslosigkeit. Das hat mir nicht so gut gefallen und mich im Lesen auch etwas gehemmt.
Das wurde zwischendurch besser, der Leser lernte die Figuren, besonders Lilith besser kennen und aus der Hoffnungslosigkeit wurde eher etwas wie Melancholie, die ich von anderen Büchern der Autorin schon gewohnt war.

"Hast du mal versucht, bei Wind ein Ikea-Teelicht anzuzünden? Im Ikea ist es windstill. Im Leben nicht."
Seite 109

Tim ist in einer festen Clique, doch Tim ist gar nicht so sehr wie die Anderen. Etwas in seiner Vergangenheit belastet ihn sehr, er nennt es die Eiszeit, ein Ereignis, das seine Familie hart getroffen hat. Was genau seine Freunde wissen oder nicht ist ganz klar, aber sie akzeptieren ihn auf jeden Fall als einen der ihren. Das Abitur steht bald an, noch ein letztes Theaterstücke, bevor es an das große Büffeln geht. Doch dieses Theaterstück ist nicht wie sonst.

Lilith war nie Teil einer Gruppe. Mager und schlecht gekleidet, mit abgekauten Nägeln und einem seltsamen Verhalten war sie immer eine Außenseiterin. Bis sie sich der Theatergruppe anschließt und die Hauptrolle bekommt. Dass sie schauspielern kann ist unbestritten, ihre Anwesenheit zieht die anderen wären der Proben in einen seltsamen Bann. Doch sobald sie daraus erwachsen flammt das Misstrauen wieder auf. Auch ihre Rolle im Stück ist eine Außenseiterin, eine Hexe umrankt von schlimmen Gerüchten.

"Wenn es ein Märchen wäre, wurde ich sagen, der Hund verwandelt sich ab und zu", sagte Tim. "In einen Prinzen." "Aber ich bin allergisch gegen Prinzen", erwiderte sie ernst. Tim nickte. "Möglicherweise bin ich allergisch gegen Prinzessinnen." Seite 323


Antonia Michaelis ist für mich eine wunderbare Autorin. Ich liebe ihren ganz besonderen Schreibstill (verstehe aber auch, warum der für manche gewöhnungsbedürftig ist) und habe mir auch in diesem Buch wieder einige schöne Zitate markiert. Sie versteht es Momente in Worte zu kleiden und die Dinge unheimlich gut zu beschreiben. In diesem Buch verschwimmt Wahrheit und Theater auf eine super gruselige und gekonnte Art miteinander. Ich finde das Buch wirklich gut geschrieben. Aber mir persönlich ist es viel zu grausam, zu trostlos und zu düster. Ich mag die Lehre nicht, die man daraus ziehen kann, das Ende nicht und überhaupt die Handlung besonders in den letzten Kapiteln.

"Aber Gerüchte sind wie Quecksilbertropfen. Wenn sie den Boden berühren, teilen sie sich, rollen und fließen in Lücken und Spalten, vermehren sich, winzig, beinahe unsichtbar... giftig." (s. 36)

Urteil: Ein sehr gut geschriebenes Buch mit vielen starken Worten, dass mich mit seiner Grausamkeit und Trostlosigkeit aber sehr abgeschreckt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere