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Veröffentlicht am 10.05.2021

Kein klassischer Krimi, dafür vielen ungeklärten Fragen sowie übernatürlichen Elementen

Imperator
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Von Kai Meyer kannte ich bis dato nur die fantastischen Jugendbücher, aber die Vorstellung dieses Krimis klang ebenfalls spannend. Außerdem mag ich es immer Autoren in einem neuen Genre kennenzulernen. ...

Von Kai Meyer kannte ich bis dato nur die fantastischen Jugendbücher, aber die Vorstellung dieses Krimis klang ebenfalls spannend. Außerdem mag ich es immer Autoren in einem neuen Genre kennenzulernen. Zu dem Buch habe ich mir vorab den Klappentext, die Entstehungsgeschichte sowie die Vorstellung in einer Leserunde durchgelesen und hatte danach das Gefühl zu wissen, worauf ich mich mit dem Buch einlasse. Ich lag damit komplett falsch.

Meine Vorstellung war, dass ich einen in sich abgeschlossenen Krimi lesen, der in den sechziger Jahren in Rom spielt. Damit war für mich eindeutig, dass es sich um eine erfundene, aber realistische Geschichte handelt. Jeder andere Leser sollte wissen, dass es sich hier nur um einen Auftakt handelt und die Geschichte damit nicht in sich abgeschlossen ist. Außerdem ist es ein fantastischer Krimi. Es gibt somit Elemente in der Handlung, die sich nicht mit einer irdischen Logik erklären lassen. Ich glaube, dass ich das Buch anders bewertet hätte, wenn ich besser gewusst hätte, worauf ich mich einlasse.

Zunächst war ich sehr positiv überrascht, um die tolle Beschreibung der Atmosphäre. Ich konnte mir sehr gut vorstellen wie glamourös die Filmsets in den sechziger Jahren in Rom waren. Es ist die italienische Lebensart gemischt mit Hollywood. Das hat mir sehr gut gefallen. Durch die bildlichen Beschreibungen bin ich leicht in die Geschichte reingekommen. Auch die Wechsel zwischen den beiden Erzählperspektiven ist mir leicht gefallen.

Die Handlung wird aus zwei Sichten geschildert. Einmal aus der Sicht von Anna, die nach Rom zu ihrem Onkel zieht und mit ihm als Paparazzo umherzieht, und einmal aus der Perspektive des Privatdetektivs Gennaro Palladino. Die beiden Leben sind zunächst sehr konträr und zeigen keine Parallelen. Beide Persönlichkeiten sind auch interessant, jedoch kamen sie mir auch unnahbar vor. Sie werden zwar beschrieben, aber meistens ohne Emotionen. Ich konnte nicht in ihren Kopf schauen oder wirklich einschätzen. Bis zum Ende hatte ich keine Idee, was eigentlich ihre Träume, Vorlieben oder Interessen sind. Als Charakterdarstellung waren sie mir etwas zu flach.

Der Mordfall war spannend geschildert, aber als Leser hat man hier leider keine Möglichkeit mitzuraten. Es kommen immer mehr neue Informationen und Handlungsstränge dazu. Außerdem wusste ich auch zum Teil nicht, ob es hierfür eine logische Lösung geben sollte oder ob ich hier auch übernatürliche Alternativen mit einbeziehen sollte. Im Übrigen hatte ich nicht das Gefühl, dass es hier eine wirkliche Lösung gibt. Um die komplette Aufklärung zu lesen, muss man wohl auf die Fortsetzung warten.

Ehrlich gesagt konnte ich mich mit den fantastischen Elementen nicht anfreunden. Um einmal ein Beispiel zu nennen, taucht plötzlich in der Handlung ein magischer Hut auf, aus dem Vögel geflogen kommen oder der keinen Boden hat. Warum dieser Hut auftaucht ist mir bis heute noch nicht klar. In meinen Augen sind diese Dinge nicht für die Handlung notwendig. Andere Leser haben mir versichert, dass dies typisch für Kai Meyer ist. Wer sonst bei anderen Krimis seinen Stil mochte, der wird dieses Buch wohl auch mögen. Mir hat es nicht zugesagt.

Auch wenn der Schreibstil und die Atmosphäre wirklich schön sind, konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ich mag lieber realistische Krimis, die auch am Ende aufgelöst werden. Die tatsächliche Aufklärung in der Fortsetzung werde ich nicht mehr lesen, dafür haben mich die fantastischen Elemente hier zu sehr gestört.

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Veröffentlicht am 02.05.2021

Eine schöne, emotionale Geschichte über die Liebe, Ängste und Zweifel

The Story of a Love Song
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„Ich kann trotzdem nicht damit umgehen.“ – „Damit liegst du falsch. Du kannst alles schaffen, was du dir in den Kopf setzt, oder in diesem Fall eben nicht in den Kopf setzt. Halte deinen Kopf da raus und ...

„Ich kann trotzdem nicht damit umgehen.“ – „Damit liegst du falsch. Du kannst alles schaffen, was du dir in den Kopf setzt, oder in diesem Fall eben nicht in den Kopf setzt. Halte deinen Kopf da raus und lass dich einfach treiben, von einem Augenblick in den nächsten. Sitz da und lass all die Gefühle der Panik auf dich einwirken, ohne zu fliehen.“

Im ersten Moment klingt dieses Buch wie eine klassische Rockstar-Romanze, um ehrlich zu sein hatte ich eine solche mehr oder weniger auch erwartet als ich die erste Seite aufgeschlagen habe, aber das ist sie nicht. Der Grund dafür ist die Hauptperson Luca und wie sich die beiden kennengelernt haben. Auch wenn Griffin und Luca sich nie vorher begegnet sind, sind sie bereits Freunde seit ihrer Kindheit. Ihre Freundschaft hat mit einem Briefwechsel angefangen und durch die Anonymität sind sie sich nähergekommen als es sonst wohl passiert wäre. Sie vertrauen sich Geheimnisse an, die sie sich wohl nie erzählt hätten, wenn sie sich gegenübergestanden hätten und bekommen wichtige Meilensteine des anderen mit.

Ein paar von diesen Briefen sind auch in die Handlung eingebunden und ich habe sie echt geliebt. Sie sind so locker geschrieben und geben einem einen guten Einblick in den jeweiligen Charakter. So hatte ich schnell das Gefühl Griffin, Luca und ihre Beziehung zu verstehen. Ich muss sagen, die beiden sind mir schnell ans Herz gewachsen – Griffin, weil er einfach so gutherzig, witzig sowie hilfsbereit ist und Luca, weil sie eine wahre Kämpferin ist.

Für mich war Luca das Highlight in Buch. Sie hat mit vielen Ängsten sowie Panikattacken zu kämpfen. Allein schon die Fahrt zur Zoohandlung oder dem das Einkaufen im Supermarkt sind für sie ein Stresstest, dennoch lässt sie sich davon nicht unterkriegen und versucht ihre Grenzen zu erweitern. Die meisten Menschen werden wohl ihren Alltag ohne die Einschränkungen durch Phobien oder ähnliches ausleben können. Ich denke, dass wir uns sehr glücklich schätzen können und gar nicht verstehen können, was es bedeutet solche Ängste zu haben. Wie würde der Alltag aussehen, wenn man nicht einfach in den Zug bzw. ins Auto steigen oder Besorgungen machen könnte? Genau diese Einschränkungen werden hier sehr deutlich.

Die Handlung ist eigentlich eher ruhig. Es gibt nicht besonders viel Spannung oder actionreiche Beschreibungen. In dem Buch geht es vor allem um die Beziehung der beiden sowie deren Charakterentwicklung. Es hat mir sehr gefallen, dass hier einmal die Charaktere im Vordergrund stehen. Das hebt das Buch von anderen Rockstar-Romanzen ab. Natürlich kommen auch die Fans von heißen Rockstars auf ihre Kosten. Es gibt hier auch ein paar denkwürdige Bühnenmomente sowie einige tolle Lieder. Von mir gibt es hier eine eindeutige Leseempfehlung für diese wunderschöne, emotionale Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Eine süße, sehr gut geschriebene Geschichte, die nur leider nicht besonders tiefgründig ist

Feuer fängt mit Funken an
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„Ich bin cool!“, rufe ich erneut in den Raum hinein und breite die Arme dramatisch aus. „Ich, Jamie Loira Alistair, bin cool und meine besten Freunde sagen, dass ich hübsch bin, ganz egal ob bei meiner ...

„Ich bin cool!“, rufe ich erneut in den Raum hinein und breite die Arme dramatisch aus. „Ich, Jamie Loira Alistair, bin cool und meine besten Freunde sagen, dass ich hübsch bin, ganz egal ob bei meiner Körbchengröße noch Luft nach oben ist! Ich bin verdammt noch mal liebenswert und lustig und sexy, und es nervt ohne Ende, dass kein einziger Mann auf dieser Welt der gleichen Meinung ist!“

Von dem Klappentext her klang dies nach einem fabelhaften und vielleicht sogar auch echt tiefgründigen Buch. Ich war selbst lange single und konnte es sehr gut nachvollziehen, dass das Dating-Leben anstrengend sowie frustrierend sein kann. Schnell können da einem Zweifel kommen, dass man selbst nie genug ist oder dass es auch kein Gegenstück für einen gibt. Etwas enttäuscht war ich da, dass diese Episode in dem Buch relativ kurz ist. Es wird zwar in der Beschreibung angekündigt, allerdings gibt es hier nur wenige Dates oder Friendzone-Momente.

Danach verläuft das Buch einigermaßen gradlinig. Jamie lernt Viktor kennen, der selbst nur wenig Zeit für eine Beziehung hatte, da er sich um seine Tochter Ella kümmern muss. Auch hier hätte ich mir mehr Gedanken gewünscht. Wie ist denn für eine Frau in den Zwanzigern einen alleinerziehenden Vater zu daten? Fühlt sie sich bereit ein Mutterersatz zu werden? In meinen Augen wird hier die Geschichte viel zu seicht erzählt und viel zu wenig Aufmerksamkeit auf das Innenleben der Charaktere gelegt. Es macht in jedem Fall Spaß den Roman zu lesen und er ist sehr unterhaltsam geschrieben, aber es ist eben keine Geschichte, die einem zum Nachdenken anregt oder bewegt.

Leider war mir auch Viktor nicht sonderlich sympathisch. Ich hatte bei ihm nie das Gefühl, dass man ihm wirklich vertrauen kann oder dass er wirklich offen ist. Es kümmert sich zwar hingebungsvoll um seine Tochter und gibt sich dabei alle größte Mühe, aber trotzdem hat er sich mit einer lieben Art nicht in mein Herz geschlichen. Ich konnte dadurch nicht so richtig für ihn und Jamie mitfiebern.

Positiv ist zu vermerken, dass das Buch ohne übermäßiges Drama auskommt. Es gibt keine übertriebenen Missverständnisse, um die beiden auseinander zu treiben. Ich mochte es, dass dieser Teil zumindest so wie im wahren Leben ist. Es gibt schon genug Hürden und Schwierigkeiten, da müssen nicht noch künstlich welche gefunden werden.

Insgesamt ist das Buch ganz nett zu lesen und vor allem auch amüsant geschrieben. Allerdings sind die Handlung sowie die Charaktere nicht so tiefgründig oder komplex, wie ich basierend auf dem Klappentext angenommen hätte. Die Geschichte sorgt für ein paar schöne Lesestunden, aber nachdem die letzte Seite gelesen ist, beschäftigt es einen nicht mehr weiter.

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Veröffentlicht am 07.04.2021

Ein echter Wohfühlroman

The Brooklyn Years - Wer wenn nicht wir
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Mit den bisherigen Bänden hat mich die Autorin vollkommen überzeugt und auch wenn ich kein großer Eishockey-Fan bin, liebe ich die Brooklyn Bruisers sehr. Ich könnte mir selbst sehr gut vorstellen in diesem ...

Mit den bisherigen Bänden hat mich die Autorin vollkommen überzeugt und auch wenn ich kein großer Eishockey-Fan bin, liebe ich die Brooklyn Bruisers sehr. Ich könnte mir selbst sehr gut vorstellen in diesem Team zu arbeiten, falls sie irgendwann einmal jemand neues in der Buchhaltung suchen. Die Geschichte von Mike und Lauren hat diesen Eindruck nur noch gefestigt. In meinen Augen war dies ein wahrer Wohlfühlroman und eine schöne Geschichte für einen verregneten Nachmittag auf der Couch.

Lauren war bereits als Eislady bekannt. Hier fand ich sehr schön, dass der Leser nun einen Einblick hinter ihre frostige, unnahbare Fassade erhält. Es ist eben doch nicht jeder so, wie er zunächst scheint. So kompliziert ist sie eigentlich gar nicht, aber komplex genug, um einen vielschichtigen Charakter darzustellen. Am Anfang war sie mir noch echt unsympathisch, aber hier finde ich die Autorin einfach nur genial, dass sie es schafft den ersten Eindruck des Lesers zu verändern. Am Ende ist sie mir wirklich ans Herz gewachsen und ich mochte sie sehr.

Mike ist hier ein schöner Gegensatz. Als Torhüter muss er in jeder Situation die Ruhe bewahren und wirkt ausgeglichen. Er mag kein perfekter Vater zu sein, aber definitiv ein liebenswerter. In seinem Leben gibt es viel Chaos und auch viel Drama, da hatte ich zwischenzeitlich die Sorge, dass auch der Liebesroman in Drama endet, aber dem ist nicht so. Es ist keine langweilige Handlung, aber eine realistische. Ich habe mich riesig gefreut, dass es keine Eifersucht, falsch interpretierten Aussagen oder Ähnliches gibt. Es ist der Beginn einer erwachsenen Beziehung und so wird sie auch dargestellt.

Das Buch ist vielleicht nicht das tiefgründigste oder das emotionalste, aber es ist dennoch wunderschön. Es ist einfach eine schöne Geschichte, in die der Leser leicht hereinfindet. Es ist wie ein ruhiges, langes Bad. Man taucht in das warme Wasser ein, genießt einen entspannten Abend und kann danach gut schlafen. Mich hat die Handlung gepackt und ich habe das Buch innerhalb eines Tages ausgelesen. Der nächste Teil enthält eine Geschichte, auf die ich mich schon sehr lange freue – Beccas und Nates Geschichte. Da stellt sich gar nicht die Frage, ob ich das Buch lesen werde. Das Erscheinungsdatum im Sommer ist schon vorgemerkt.

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Veröffentlicht am 26.03.2021

Ein langatmiges Abenteuer, dem leider die Magien und Spannung fehlt

A Whisper of Stars
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Von Tami Fischer habe ich bereits einiges gehört, aber hatte bis dato noch nie ein Buch von ihr gelesen oder gehört. „A Whisper of Stars“ versprach eine magische Reise mit zwei guten Freunden zu werden, ...

Von Tami Fischer habe ich bereits einiges gehört, aber hatte bis dato noch nie ein Buch von ihr gelesen oder gehört. „A Whisper of Stars“ versprach eine magische Reise mit zwei guten Freunden zu werden, bei der der Leser auf eine sonnige Insel entführt wird. Da reisen aktuell ja leider nicht möglich ist, klang dies nach einem fantastischen, imaginären Urlaub. Ich habe somit gerne gedanklich meine Koffer gepackt und bin nach Hawaiki gereist.

Meine Ankunft auf Hawaiki war recht unspektakulär. Ich bin langsam in die Geschichte hineingerutscht und habe ein bisschen mit Liv die Insel erkundet. Der Klappentext verrät, dass ein Fremder auf der Insel auftauchen würde, womit die Inhaltsangabe schon recht weit vorweggegriffen hat. Ich habe sehr lange darauf gewartet, dass der Fremde auftaucht oder dass einfach irgendetwas spannendes passiert. Anschließend passiert zwar etwas, aber die Spannung wurde mir komplett genommen, da ich nun mit Informationen überhäuft wurde.

Bei mir hat es etwa die Hälfte des Buches gebraucht bis ich das Gefühl hatte einen roten Faden in der Geschichte zu finden. Es ist danach etwas besser und etwas spannender geworden, allerdings konnte mich die Handlung bis zum Ende nicht sonderlich fesseln. Es gab nur wenige überraschende Wendungen und der Verlauf ist eher linear geblieben. Auch konnte ich mich nicht sonderlich mit den Charakteren identifizieren. Bis zum Schluss hatte ich das Gefühl Finn und Liv nicht wirklich zu kennen. Ihre Beschreibungen sind eher rudimentär geblieben und es gab hier kaum tiefgründige Motive.

Die Geschichte habe ich als Hörbuch gehört. Hier war leider auch die Sprecherin nicht förderlich für die Spannung in dem Buch. Ihre Stimme war eher monoton und sehr langsam. Auch klangen alle Charaktere bei ihr mehr oder weniger gleich. Ich habe sehr lange gebraucht, um mich in ihre Stimme reinzuhören. Mehrfach kam mir gerade in der ersten Hälfte der Gedanke das Hörbuch abzubrechen. Letztendlich habe ich es nur weitergehört, weil ich es überhaupt nicht mag, etwas unvollendet zu lassen.

Rückblickend hat es sich für mich nicht gelohnt das Ende zu erfahren. In meinen Augen war diese keine sonderlich spannende Geschichte und die Magie, die ich erwartet hatte, habe ich leider vermisst. Vielleicht ist das Buch eher für eine jüngere Leserschaft geeignet. Für mich war es in jedem Fall nicht die richtige Geschichte.

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