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Veröffentlicht am 14.11.2020

Liebe auf den zweiten Blick

The Brooklyn Years - Was von uns bleibt
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Mit „The Ivy Years“ hat Sarina Bowen bereits das Eishockey-Team und einige Charaktere vorgestellt. So war Leo Trevi bis jetzt nur als Nebencharakter bekannt. Sehr schön, dass er nun seine eigene Geschichte ...

Mit „The Ivy Years“ hat Sarina Bowen bereits das Eishockey-Team und einige Charaktere vorgestellt. So war Leo Trevi bis jetzt nur als Nebencharakter bekannt. Sehr schön, dass er nun seine eigene Geschichte erzählen darf. Der Roman spielt einige Jahre nachdem Leo das College abgeschlossen hat. Er hat bereits seine Eishockey-Karriere in einer Minor League Mannschaft gestartet und hat nun die Möglichkeit in die NHL aufzusteigen. Er ist der Erfüllung seiner Träume nahe, wenn da nur nicht die neue Pressesprecherin und Ex-Freundin Georgia Worthington wäre, die ihm nur Probleme bereitet und sein Aus in der Mannschaft bedeuten könnte. Nach all den Jahren kann Leo noch immer nicht verstehen, warum sie damals mit ihm Schluss gemacht hat und kann auch immer noch nicht seine Gefühle für sie ignorieren.

Das neue Setting mit den etwas älteren Charakteren hat mir sehr gut gefallen. In „True North“ hat die Autorin schon bewiesen, dass sie auch Geschichten für Erwachsene schreiben kann. Ein bisschen hat mir jedoch in diesem Buch die Tiefgründigkeit gefehlt. Bei allen anderen Romanen hatten die Hauptfiguren immer eine bewegte Vergangenheit oder andere Probleme, die sie bewältigen mussten. In dieser Geschichte wird so eine Thematik lediglich angedeutet. Es gibt hier zwar eine Triggerwarnung, die ich jedoch in diesem Fall überhaupt nicht nachvollziehen kann. Die beiden Hauptpersonen sind sehr sympathisch sowie realistisch dargestellt. Sie haben Vorlieben, eine eigene Persönlichkeit und auch kleine Macken. Ich mochte, dass sie so detailliert ausgearbeitet sind, aber sie sind keine Quelle für tiefgründige Probleme.

Bei dem Roman mochte ich wieder die geschaffene Atmosphäre und den Schreibstil. Ich hatte das Gefühl wie Leo auch ein Mitglied der Brooklyn Bruisers zu sein und war ähnlich gestresst wie Georgia, wenn ich mir vorstellen musste, was sie noch alles für die ganzen Pressetermine erledigen musste. Da hatte ich die ganze Zeit ein Kopfkino und konnte mit den beiden Charakteren mitfühlen. Das Buch hat mich magisch angezogen und ich konnte es wirklich kaum aus der Hand legen. So ist es nicht verwunderlich, dass ich es innerhalb eines Tages ausgelesen hatte.

In meinen Augen sind die anderen beiden Reihen der Autorin etwas stärker und tiefgründiger, aber es ist wieder ein sehr unterhaltsamer Roman. Ich mochte das Setting sehr und freue mich schon jetzt auf die anderen Teile über die anderen Teammitglieder. Vielleicht haben diese Figuren dann ja auch wieder eine komplexere Hintergrundgeschichte. In jedem Fall lohnt es sich auch wieder dieses Buch zu lesen.

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Veröffentlicht am 07.11.2020

Entwicklung zu einer wahren Königin

Protect the Prince
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Es ist schon ein paar Monate her, dass ich „Kill the Queen“ gelesen habe und musste mir auch erst noch einmal die Handlung in Erinnerung rufen, aber mit der ersten Seite von „Protect the Prince“ war ich ...

Es ist schon ein paar Monate her, dass ich „Kill the Queen“ gelesen habe und musste mir auch erst noch einmal die Handlung in Erinnerung rufen, aber mit der ersten Seite von „Protect the Prince“ war ich wieder in der Geschichte drinnen. Die ganzen Intrigen aus dem ersten Teil war mir noch recht präsent. Die Fortsetzung startet wenige Wochen nach dem Ende vom Auftakt beziehungsweise nach der Krönung von Everleigh Blair zur Königin von Bellona. Ihre Gefährten aus der Gladiatorengruppe und auch Lucas Sullivan sind noch an ihrer Seite, sodass der Leser vielen bekannten Gesichtern wiederbegegnet.

Mit ihrer Krönung ist Everleigh nun vollends im Fokus aller Intrigen am Hof geworden. Bis dato hatte sie diese eher alle aus dem Hintergrund mitbekommen, aber nun muss sie sich selber davor schützen nicht hintergangen zu werden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie auch in den Fokus von Attentätern wird. Die Attentate auf sie gliedern das Buch, so ist auch die Geschichte selber in drei Abschnitte eingeteilt, die jeweils erstes, zweites oder drittes Attentat heißen. Als ich das in der Kapitelübersicht gesehen habe, dass das Buch so aufgebaut ist, habe ich mich erste einmal gefragt, ob das nicht total langweilig und repetitiv wird. Ich kann ehrlich sagen, das ist nicht der Fall. Die Attentate geben vielleicht die Struktur für die Kapitel, aber nicht für den roten Faden. Dieser entwickelt sich auch so weiter.

Begeistert hat mich auch, dass die Handlung eigenständig ist und andere Probleme beziehungsweise Themen enthält als der erste Teil. Es ist somit nicht eine ähnliche Geschichte in einem anderen Gewand, sondern eine wirkliche Weiterentwicklung. So bleibt es weiterhin spannend zu lesen, wie es mit Everleigh weitergeht und vor allem auch wie sie ihre neue Rolle als Königin ausfüllt.

Ebenfalls neu ist, dass die Hauptcharaktere in ein angrenzendes Königreich reisen. Somit lernt der Leser noch mehr von der Welt und den verschiedenen Bräuchen kennen. Ein bisschen rücken jedoch die Beschreibungen der Umgebung in den Hintergrund, da Emotionen etwas wichtiger werden. Everleigh wird dazu gedrängt eine Hochzeit – im besten Fall eine strategisch günstige Hochzeit – einzugehen. Da muss sie sich fragen, was sie eigentlich möchte und ob sie ihre Pflicht vor ihr Herz stellen kann.

Wie bereits im Auftakt wirkt die Handlung in sich abgeschlossen. Jedoch bleiben auch noch ein paar Fragen offen, die Lust auf mehr machen und noch genug Material für eine weitere Fortsetzung liefern. Ich hoffe sehr, dass die Autorin noch viele Bücher in diesem Setting schreiben wird und freue mich schon auf das nächste Buch von ihr. Das ist definitiv eine Reihe, die High Fantasy Fans lesen sollten.

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Veröffentlicht am 07.11.2020

Über Hoffnung und Träume

Wenn aus Funken Flammen werden
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In letzter Zeit werden immer mehr vermeidliche Tabuthemen in Romanen thematisiert und damit auch etwas enttabuisiert. Das Hauptthema ist hier eine mögliche Unfruchtbarkeit und wie sich dies auf die Partnerwahl ...

In letzter Zeit werden immer mehr vermeidliche Tabuthemen in Romanen thematisiert und damit auch etwas enttabuisiert. Das Hauptthema ist hier eine mögliche Unfruchtbarkeit und wie sich dies auf die Partnerwahl auswirkt. Kristen leidet seit ihrer Jugend extreme Probleme mit ihrer Periode, sodass es ihr fast unmöglich wird ein normales Leben zu führen. Da ist es nur verständlich, dass sie überlegt dieses Thema ein für alle Male zu beenden. Schwierig wird diese Entscheidung erst als sie Josh kennenlernt, der in jedem Fall eine große Familie und eigene Kinder haben möchte.

Zunächst ist der Kinderwunsch erst einmal ein Randthema, viel stärker geht es darum, dass sich Josh und Kristen kennenlernen. Kristen präsentiert sich von der ersten Seite an als schlagfertiger und humorvoller Charakter. Die Unterhaltungen zwischen den beiden haben mich ausgesprochen gut unterhalten und ich mochte auch die kleinen Streiche, die die beiden ihren Freunden gespielt haben. Es hat einfach nur Spaß gemacht diese Geschichte.

Nicht nur Kerstin, sondern auch Josh hat eine spannende Hintergrundgeschichte. Nach einigen gescheiterten Beziehungen ist er nun bereit mit einer Frau sesshaft zu werden und eine Familie zu gründen. Er ist in jedem Fall ein interessanter und vor allem auch sympathischer Charakter. Einige Kapitel sind auch aus seiner Sicht geschrieben, jedoch würde ich sagen, dass seine Präsenz in dem Roman nicht so groß ist wie die von Kristen. Sie ist hier stärker im Fokus.

Im Verlauf der Handlung habe ich immer wieder auf ein Happy End gehofft, aber war mir gar nicht sicher, ob dies überhaupt möglich ist. Ich möchte das Ende nicht verraten, daher sage ich nur, dass es mich zufrieden gestellt hat. Im ersten Augenblick dachte ich, dass es etwas zu übertrieben ist, aber dann habe ich es etwas sacken lassen und habe vor allem auch das Nachwort der Autorin gelesen. Das kann ich jedem nur nahelegen, da er hier noch ein paar Hintergrundinformationen zu der Geschichte und zu der Thematik gibt. Das hat mir auch noch einmal geholfen das Ende in dem richtigen Licht zu sehen.

Mir haben diese Thematik und die Geschichte zum Nachdenken gegeben, sie hat mich emotional berührt und sehr gut unterhalten. Den Roman habe ich regelrecht verschlungen und es hat vollkommen meine hohen Erwartungen erfüllt. Ich hatte sehr viel Spaß Kristen bei ihrer Entscheidungsfindung zu begleiten. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für dieses außergewöhnliche Buch.

Veröffentlicht am 07.11.2020

Perfekter Weihnachtsurlaub in den Rocky Mountains

Eine Weihnachtshochzeit im Schnee
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Ein neuer Weihnachtsroman von Sarah Morgan gehört mittlerweile für mich schon zu Adventszeit dazu, daher habe ich mich sehr gefreut, dass die Autorin sich selber treu geblieben ist und mir auch dieses ...

Ein neuer Weihnachtsroman von Sarah Morgan gehört mittlerweile für mich schon zu Adventszeit dazu, daher habe ich mich sehr gefreut, dass die Autorin sich selber treu geblieben ist und mir auch dieses Jahr den perfekten Einstieg in die kalte Jahreszeit geliefert hat. Der Klappentext verrät, dass der Roman in einem Hotel in Aspen spielt und insgeheim habe ich darauf gehofft vielleicht eine besonders sympathische Familie wiedersehe, aber mit den bisherigen Romane hat dieser leider nichts zu tun.

Eine weitere Überraschung war für mich direkt das erste Kapitel, als ich von einer Frau in den mittleren Jahren gelesen habe, die bereits zwei Kinder und einen großen Haufen an Eheproblemen hat. Sonst waren die Hauptpersonen immer deutlich jünger. Das Mysterium hat sich schnell geklärt, da dieser Roman aus drei Sichten geschrieben ist. Der Leser lernt Maggie kennen, die die Mutter von Katie und Rosie sind. Alle drei Frauen haben eine spannende Hintergrundgeschichte und tragen dazu bei, dass dieser Roman sehr tiefgründig ist.

Wer bei den anderen Büchern vielleicht manchmal etwas kritisiert hat, dass es romantische, aber auch sehr leichte Geschichten sind, der wird hier überrascht werden. Es wird thematisiert, wie schwer es ist als Paar wieder zueinander zu finden, wenn beide Kinder ausgezogen sind. Es wird über Selbstzweifel gesprochen und wie man aus dem Schatten der größeren Schwester ausbrechen kann. Und es wird auch deutlich, wie viel Mut man benötigt, wenn man merkt, dass der Job einen aktuell nicht mehr glücklich macht und man die ganze Jobwahl sowie gegebenenfalls sogar einen gesamten Neuanfang überdenken muss.

Romantische Gefühle und gemütliche Abende zu zweit kommen natürlich auch nicht zu kurz. Es macht mich ein bisschen neidisch, was Aspen alles für Möglichkeiten im Winter bietet. Fahrten mit dem Hundeschlitten, Schneespaziergänge, Abende vor dem Kamin oder auch einfach nur ein Candle Light Dinner. Hier hat es in jedem Fall sehr viel geknistert und ich habe etwas Fernweh bekommen. Das Buch ist wie eine heiße Tasse Kakao, die einem ein wunderschönes, warmes Gefühl im Bauch zaubert.

Es war wieder ein wunderschöner, ein bisschen kitschiger Liebesroman, der mich umgehend in eine weihnachtliche Stimmung versetzt hat. Ich träume jetzt von einer weißen Weihnacht und dem Duft von Plätzchen. Es ist das perfekte Buch für die dunkle Jahreszeit und jeder, der einen kleinen Winterurlaub unternehmen möchte, sollte dieses Buch lesen.

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Veröffentlicht am 07.11.2020

Größte Enttäuschung des Jahres

Die dunklen Pfade der Magie
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Der Klappentext von „Die Dunklen Pfade der Magie“ verspricht eine sehr spannende Geschichte über eine junge Frau, die eine lebenswichtige Entscheidung treffen muss. Soll sie sich selber opfern oder in ...

Der Klappentext von „Die Dunklen Pfade der Magie“ verspricht eine sehr spannende Geschichte über eine junge Frau, die eine lebenswichtige Entscheidung treffen muss. Soll sie sich selber opfern oder in die Dienste eines Magiers treten? Das klang für mich nach dem Hauptmotiv, aber auch nach einer interessanten Geschichte mit viel Magie. Ich hätte erwartet einiges über dieses Weltenkonstrukt zu erfahren, in dem junge Frauen immer wieder einem Gott geopfert werden sollen.

Dem Leser wird der Einstieg in das Buch nicht leicht gemacht. Es gibt keine Einführung in diese Welt, dass man erfährt, welche Fähigkeiten die Menschen haben oder was es alles für Wesen gibt. Selbst die Hauptperson wird zunächst äußerlich nicht beschrieben, sodass ich sehr überrascht war, dass ich irgendwann gelesen habe, dass sie Hauer im Gesicht und eine graue Hautfarbe hat. In meinen Augen sollte so etwas direkt beschrieben werden, da es direkt die Fantasy des Lesers beeinflusst. Auch andere Wesen werden viel zu wenig beschrieben, sodass es für mich kein Kopfkino gab und ich eher blind durch diese Welt gelaufen bin.

Zu den fehlenden Beschreibungen kommt noch hinzu, dass die ganzen Namen gleich klingen und nur schwer auszusprechen sind. Csorwe, Sethennai und Shuthmili sind hier nur ein paar Beispiele. So fiel es mir zunächst schwer auch die ganzen Personen zu sortieren und zuzuordnen. Nach einer Zeit wird dies zumindest leichter. Da musste ich nicht mehr mit den Namen, aber mit anderen Sachen kämpfen. Die Geschichte ist aus vielen Sichten beschrieben, was die Komplexität eindeutig erhöht. Zunächst finden die Perspektivwechsel nur selten und zum Kapitel statt. Nach einer Zeit werden diese jedoch immer häufiger und dann wechseln die Sichten auch in einem Kapitel, was es fast unmöglich macht irgendwann einmal in der Handlung anzukommen.

Der Klappentext und das beschriebene Motiv verrät lediglich den ersten Abschnitt. Danach erzählt beinahe jeder Abschnitt eine eigene Geschichte, sodass ein roter Faden nicht erkennbar war. Was das Ziel oder die Kernaussage dieses Romans sein sollte, ist mir selbst nach der letzten Seite nicht klar. Für mich hat so jede Spannung gefehlt und ich hatte vor allem in der zweiten Hälfte eigentlich gar keinen Spaß mehr beim Lesen. Da habe ich viele Seiten quer gelesen, nur um das Buch zu beenden.

In meinen Augen ist dieses Debüt von A. K. Larkwood leider eine große Enttäuschung gewesen. Sichtwechsel, viele Zeitsprünge und ein fehlender roter Faden haben dazu geführt, dass ich nie in der Handlung angekommen bin. Obwohl ich Fantasy lieben, kann ich dieses Buch leider nicht guten Gewissens weiterempfehlen.

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