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Veröffentlicht am 02.05.2024

Komplexes Sci-Fi Abenteuer mit vielen Sichten, aber auch einigen Längen

Star Bringer
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Auch wenn die Crave-Reihe von Tracy Wolff mit vielen anderen Büchern verglichen wurde und mit Sicherheit nicht perfekt ist, so hat sie mich dennoch in ihren Bann gezogen und zum Weiterlesen motiviert. ...

Auch wenn die Crave-Reihe von Tracy Wolff mit vielen anderen Büchern verglichen wurde und mit Sicherheit nicht perfekt ist, so hat sie mich dennoch in ihren Bann gezogen und zum Weiterlesen motiviert. Auf eine ähnlich fesselnde Storyline hatte ich mich auch bei Star Bringer gefreut, obwohl mir natürlich bewusst war, dass es sich hier um ein anderes Genre handelt und eine Kooperation mit der Autorin Nina Croft. Zunächst einmal bin ich begeistert, dass dies wohl eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit war, da ich nicht sagen konnte, welche Abschnitte von welcher Autorin geschrieben wurden. Was den Spannungsbogen angeht, so war die Zusammenarbeit von nicht ganz so viel Erfolg gekrönt. In meinen Augen gab es hier zu viele Länge und die Handlung war an vielen Stellen ziemlich zäh.

Zu Beginn habe ich relativ lange gebraucht, um mich in der Geschichte zurecht zu finden. Die ganzen Sichten konnte ich zunächst nicht auseinander halten. Vielleicht wäre dies besser gewesen, wenn ich das Buch gelesen und nicht gehört hätte, sodass ich mir zumindest auch die Namen hätte besser merken können. So habe ich einige Kapitel benötigt, bis ich die Stimmen und damit auch die Charaktere auseinander halten konnte. Mit der Zeit habe ich jedoch die unterschiedlichen Sichten immer mehr gemocht. Jeder Charakter ist wirklich individuell ausgearbeitet und hat eine komplexe Hintergrundgeschichte. Eigentlich mochte ich auch alle Figuren, bis auf Kali. Leider war sie die Hauptperson und am häufigsten Zentrum des Geschehens.

Kali mochte ich an vielen Stellen nicht, da sie für mich unauthentisch war. Sie ist mit dem goldenen Löffel geboren worden und musste sich nie um etwas kümmern. Somit ist es nur nachvollziehbar, dass sie es schwierig hat sich in ein Leben außerhalb des Palastes einzufinden. In einer Situation ist sie sehr unselbständig und in der nächsten spült sie gerne an. Das passt in meinen Augen nicht zusammen. Kali hat zu schnell neue Fähigkeiten gelernt und sich richtig zum Übermenschen entwickelt. Dass hat mir nicht gefallen.

Es ist zwar ein Reihenauftakt mit einem relativ offenem Ende. Allerdings konnte mich diese Roman so wenig fesseln, dass ich diese Reihe nicht weiterlesen möchte.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Was sich liebt, das neckt sich

Infinity Falling - Change My Mind
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Holly und Ruben sind genauso wie das Sprichwort beschreibt. Was sich liebt, das neckt sich. Bereits nach einem gemeinsamen Abend auf einer Gala wissen sie, dass zwischen ihnen die Funkeln sprühen können. ...

Holly und Ruben sind genauso wie das Sprichwort beschreibt. Was sich liebt, das neckt sich. Bereits nach einem gemeinsamen Abend auf einer Gala wissen sie, dass zwischen ihnen die Funkeln sprühen können. Allerdings können die beiden eine Beziehung nicht zulassen, da sie Einfluss auf ihre Zusammenarbeit hätte. Durch den Auftakt der Serie weiß der Leser, dass die beiden als Manager für die beiden Schauspieler Avend und Hayes arbeiten. Sie müssen somit häufig zusammenarbeit und da dürfen keine Gefühle dazwischen kommen.

Diesen zweiten Teil könnte man wahrscheinlich unabhängig vom Auftakt lesen, allerdings hilft es dieses Buch zu kennen. Das Schauspielerpärchen hat immer noch eine große Rolle und ihre Probleme haben einen Einfluss auf die Handlung. So problemgeladen wie der erste Band ist dieser nicht mehr. Das fand ich allerdings etwas Schade, da er so weniger komplex oder tiefgründig war. Die Auswahl der Themen hatte mir in Vorgänger besonders gefallen. So ist es immer noch eine nette Geschichte, die jedoch nicht an die Emotionalität und Vielschichtigkeit anknüpfen kann.

Die Dialoge zwischen Holly und Ruben sind sehr gelungen. Die Kratzbürstigkeit der beiden lockert die Handlung auf und bringt eine gute Brise in das Geschehen. Außerdem hat der Leser das Vergnügen einige Mails der beiden mit einer aufgesetzten Höflichkeit zu lesen. So fließt auch noch etwas britischer Humor in den Roman ein. Sprachlich würde ich wieder nichts an dieses Buch kommen lassen. Die beschrieben Atmosphäre nimmt den Leser direkt mit und es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Alles in allem kam in meinen Augen dieses Buch nicht an den Vorgänger heran. Allerdings hat es mich trotzdem gut unterhalten, sodass ich es gerne gelesen habe. Es gibt in jedem Fall schlechtere Romane, mit denen man seine Zeit verbringen kann.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

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Mein letztes Jahr der Unschuld
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In der Schule liest man viele Bücher, bei denen man das Gefühl hat, dass sie die Auszeichnung "Prädikat wertvoll" erhalten haben. Diese Bücher möchten einem eine Lehre aufzeigen oder in irgendeiner anderen ...

In der Schule liest man viele Bücher, bei denen man das Gefühl hat, dass sie die Auszeichnung "Prädikat wertvoll" erhalten haben. Diese Bücher möchten einem eine Lehre aufzeigen oder in irgendeiner anderen Form weiterbilden. So ähnlich ging es mir beide diesem Roman auch. Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass er etwas vermittelt möchte oder da eine Moral zum Ende hin gezogen werden kann. Auf der letzten Seite musste ich mir allerdings eingestehen, dass da nicht mehr war. Somit wurde hier in Szene versucht eine Tiefgründigkeit darzustellen, die so nie existiert hat. Manchmal ist eine Pfeife eben auch einfach nur eine Pfeife.

Isabel ist in vielen Bereichen eine normale Studentin. Sie weiß noch nicht, was sie vom Leben erwartet oder was ihre Pläne sind. Eigentlich lebt sie von Tag zu Tag und engagiert sich für nichts wirklich. Wer eine willensstarke Figur sucht, der sucht hier vergeblich. Isabel lässt sich eigentlich immer nur treiben und lässt mit sich alles machen. Da ist es nur bedingt verwunderlich, daß ihr auch Dinge geschehen, die sie eigentlich nicht möchte. Sie stimmt zwar beispielsweise einer sexuellen Handlung nicht zu, aber sie sagt auch nicht nein. So wird der Leser mit einer Schuldfrage konfrontiert, die gar nicht so leicht zu klären ist.

Beim Lesen habe ich immer wieder auf den großen Aha-Moment gewartet, auf die plötzliche Wendung oder die Veränderung von Isabels Charakter. Die Handlung plätscherte weiter vor sich hin und das einschneidende Erlebnis blieb aus. Im realen Leben gibt es ja auch nicht immer die große Veränderung. Allerdings denke ich nicht, dass diese Handlung unbedingt so realistisch war. So viele Puzzleteile schienen nicht zusammen zu passen. Für mich blieb da am Ende nur noch die Frage, was ich eigentlich gelesen habe und vor allem auch warum.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Ein spannender, neuartiger Urban Fantasy Roman mit einigen coolen Wendungen

Silver & Poison, Band 1 - Das Elixier der Lügen
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Es gibt mittlerweile ein paar Fantasy Bücher mit einer Kriminalgeschichte. Somit ist die Kombination beider Genres nichts komplett Neuartiges, allerdings ist es hier besonders gut umgesetzt. Spannend ist ...

Es gibt mittlerweile ein paar Fantasy Bücher mit einer Kriminalgeschichte. Somit ist die Kombination beider Genres nichts komplett Neuartiges, allerdings ist es hier besonders gut umgesetzt. Spannend ist hier die Erzählperspektive. Als Hauptperson hat die Autorin Avery gewählt, die weder ein Opfer noch ein potenzielles Opfer ist. Sie hat eigentlich zunächst nur als eine Beobachterin mit den Mordfällen zu tun. Durch den Kontakt zu einem Cop sowie ihrer besonderen Gabe wird sie nach und nach in die Mordfälle hineingezogen. Da sie verfolgt und dabei verletzte wird, fängt sie selbst an, die Untersuchungen zu unterstützen.

Das Interessante an der Geschichte ist die Charakterdarstellung von Avery. Sie ist bei weitem nicht perfekt, kommt häufig zu spät zur Arbeit und da sie nicht besonders gut auf eigenen Beinen steht, wohnt sie mit ihrem Bruder zusammen. Sie ist somit eine Person, mit der sich der Leser auf die ein oder andere Art und Weise identifizieren kann. Viele Hauptpersonen sind geradezu Übermenschen, daher ist es für mich immer erfrischend, wenn dies Mal nicht der Fall ist.

Der Fall ist spannend gestaltet und der Leser hat genug Möglichkeiten mitzuraten. Ich mochte auch die Themenvielfalt, die hier untergebracht wurde. Es geht unter anderem um Machtmissbrauch, Jugendkriminalität und vor allem der Wunsch einen Ort zu finden, an dem man akzeptiert wird, so wie man ist. Aus meiner Sicht sind dies viele schöne Botschaften für einen Jugendroman.

Neben den klassischen Krimielementen war Avery’s Macht ein cooles Story-Element. Sie kennt zwar Aspekte von ihren Fähigkeiten, aber lernt darüber noch einiges im Rahmen der Geschichte. Aber selbst ihre anfänglichen Kräfte sind schon beeindruckend. Wie cool ist es denn bitte, wenn man Cocktails mischen kann und dabei noch ein bisschen flüssiges Glück, Gelassenheit oder Zufriedenheit einfließen lassen kann. Mein Arbeitsalltag wäre in jedem Fall besser, wenn ich mir davon etwas in meinen morgendlichen Kaffee geben könnte.

Die Geschichte und vor allem die Charaktere haben mich überzeugt und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diese spannende, magische Verfolgungsjagd.

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Veröffentlicht am 19.04.2024

Eine faszinierende Persönlichkeit, die nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient hat

Queen of Fashion
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Vor diesem Buch war für mich Vivienne Westwood einfach nur die Designerin, die Carrie Bradshaw ein wunderschönes Brautkleid im ersten Sex and the City Film geschenkt hat. Neben dem Fakt, dass sie teure ...

Vor diesem Buch war für mich Vivienne Westwood einfach nur die Designerin, die Carrie Bradshaw ein wunderschönes Brautkleid im ersten Sex and the City Film geschenkt hat. Neben dem Fakt, dass sie teure Haute Couture Mode entwirft wusste ich wirklich nichts über sie. Das hat sich nun eindeutig geändert. Neben der Lektüre habe ich tatsächlich auch einige Ereignisse gegoogelt und mir viele entworfenen Kleidungsstücke angeschaut. Nun kann ich eindeutig sagen, dass Vivienne Westwood bei weitem nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hat. Sie ist nicht nur eine Modeikone, sondern hat auch eine Musikrichtung mitgeprägt und für viel Aufmerksamkeit im Kampf gegen die globale Erwärmung gesorgt. Dabei ist sie nicht mit einem goldenen Löffel geboren worden, sondern hat sich von unten hochgearbeitet und teilweise Sozialleistungen bezogen, um irgendwann auf den Laufstegen in Paris akzeptiert zu werden.

Die Autorin Stephanie Holden bringt sehr atmosphärisch die einzelnen Lebensetappen der Künstlerin dem Leser näher. Die Geschichte startet mit einem Ausblick und springt danach an den Anfang – zu einer jungen Frau, die einen ziemlich konventionellen Start ins Erwachsenenleben hat. Da sie sich in ihrer Ehe eingeengt fühlt, trennt sie sich und kämpft sich mit ihrem Kind lieber alleine durch. Es beginnt ein unkonventionelles Leben und Vivienne versucht sich so häufig wie es geht gegen Konventionen, die Regierung oder Stereotype aufzulehnen. Alles, was ihr Aufmerksamkeit beschert, ist zunächst gut. Ich konnte mich zwar mit dieser Einstellung nicht identifizieren, dennoch konnte ich die Punk Bewegung auch irgendwie verstehen.

Ich habe zwar noch nicht alle Bände der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ gelesen, aber jeder Roman, den ich davon gelesen habe, hat mich begeistert. Die Geschichten dieser Frauen müssen definitiv erzählt werden und Vivienne Westwood ist da keine Ausnahme.

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