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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2025

Anspruchsvoll

Wohin du auch gehst
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"Wohin du auch gehst" von Christina Fonthes ist ein fesselnder Roman, der die Schicksale zweier Frauen aus Kinshasa über mehrere Generationen hinweg beleuchtet. Die Autorin verwebt geschickt die Lebenswege ...

"Wohin du auch gehst" von Christina Fonthes ist ein fesselnder Roman, der die Schicksale zweier Frauen aus Kinshasa über mehrere Generationen hinweg beleuchtet. Die Autorin verwebt geschickt die Lebenswege von Mira und Bijoux, wodurch der Leser die komplexen Zusammenhänge ihrer Erfahrungen und Herausforderungen nachvollziehen kann.

Die Erzählung thematisiert die Schwierigkeiten, die Frauen in patriarchalischen Gesellschaften erfahren, und beleuchtet die Auswirkungen von Machtmissbrauch, Vorurteilen und religiösen Normen. Fonthes gelingt es, politische und soziale Kontexte einzubinden, die das Leben der Protagonistinnen prägen. Der flüssige Schreibstil und die abwechselnden Perspektiven halten die Spannung hoch und ermöglichen ein tiefes Eintauchen in die Materie.

Die emotionalen Schilderungen der Charaktere und ihrer Lebensumstände sind eindringlich und bleiben im Gedächtnis. Das Buch ist zwar leicht zu lesen, behandelt jedoch komplexe und schmerzhafte Themen, die zum Nachdenken anregen. "Wohin du auch gehst" ist eine bedeutende Erzählung, die die Realität vieler Frauen in Kinshasa widerspiegelt und eine absolute Leseempfehlung darstellt.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Wunderbarer Einstieg

Till the End of the Moon 1
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"Till the End of the Moon- Verdorbenes Herz" von Teng Luo Wei Zhi ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe von vier Bänden. Ich war erstmal recht skeptisch, weil Romantasy mit angesprochen wird, allerdings ...

"Till the End of the Moon- Verdorbenes Herz" von Teng Luo Wei Zhi ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe von vier Bänden. Ich war erstmal recht skeptisch, weil Romantasy mit angesprochen wird, allerdings steht das wirklich nicht im Vordergrund.
Li Susu, die Tochter des Oberhaupts der Hengyang-Schule und die Protagonistin reist 500 Jahre in die Vergangenheit, um den mächtigen Dämongott, der in ihrer Zeit die Welt vernichtet, an seinem Beginn zu zerstören. Der Dämon ist Tantai Jin, sie selber fährt in den Körper von Ye Xiwu, der mit ihm sogar verheiratet ist.
Die Geschichte fesselt von Beginn an, es gibt eine Menge Intrigen, wenn man sich erstmal an die Namen gewöhnt hat, kann man der Handlung gut folgen. Zeitsprünge sind immer gut erkennbar. Es gibt hier auch ein sehr gutes Glossar, Namensverzeichnis und Hilfen zur Aussprache.
Das Buch geht tief in die chinesischen Gebräuche und Gefüge familiärer und politischer Art. Es ist sehr interessant das zu lesen, auch die verschiedenen Fantasy-Gestalten und magischen Elemente, die eingefügt sind.
Es ist eine handfeste und spannende Fantasy-Geschichte, die mich absolut überzeugen konnte, ich warte schon sehr gespannt auf die folgenden Teile, die ich auch weiter verfolgen werde.
Der Schreibstil ist eingängig und bildhaft, Romanzen drängen sich nicht in den Vordergrund und auch Gewalt wird nur gezeigt, wo es für die Handlung notwendig ist.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Für Fans der Reihe

Die Auferstehung
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Ich habe bereits viele großartige Bücher von diesem Autor gelesen, weshalb ich unbedingt "Die Auferstehung" von Andreas Eschbach zur Hand nehmen musste.

Es ist zweifellos ein gutes Buch, spannend und ...

Ich habe bereits viele großartige Bücher von diesem Autor gelesen, weshalb ich unbedingt "Die Auferstehung" von Andreas Eschbach zur Hand nehmen musste.

Es ist zweifellos ein gutes Buch, spannend und strukturiert, aber mir fehlt ein wenig die Verbindung zu den Figuren und den Geschichten, die als Grundlage dienen.

Die Hauptcharaktere aus „Die drei ? ? ? " sind inzwischen nicht nur erwachsen geworden, sondern nähern sich sogar bereits dem Seniorenalter. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews haben sich nicht nur auseinandergelebt, sie wurden durch einen tragischen Unfall auch voneinander getrennt, was ihre Freundschaft für immer verändert hat.

Die Erzählung darüber, was damals vorgefallen ist und wie die drei wieder zueinander finden, fand ich fast fesselnder als den Kriminalfall selbst.

In der Handlung kehrt eine Frau nach sieben Jahren aus dem brasilianischen Regenwald zurück und behauptet, sie sei von den Toten auferstanden. Sie kommt aus reichem Haus und ihr Vater ist überglücklich. Doch nicht alles wirkt nachvollziehbar, und nicht jeder ist bereit, ihr zu glauben, was Zweifel und Fragen aufwirft.

Zunächst ermitteln unsere drei Helden unabhängig voneinander, jeder aus eigenen Beweggründen, bevor sie sich schließlich gemeinsam auf die Suche nach Lösungen begeben.

Ich habe das Buch gerne gelesen, es ist ein angenehmer Krimi, der allerdings meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Zäher Einstieg

Die Schrecken der anderen
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In „Die Schrecken der Anderen“ von der Autorin Martina Clavadetscher folgen wir mehreren Erzählsträngen in der Gegenwart. Zunächst entsteht der Eindruck, als würde man als Leser eine Vielzahl völlig unterschiedlicher ...

In „Die Schrecken der Anderen“ von der Autorin Martina Clavadetscher folgen wir mehreren Erzählsträngen in der Gegenwart. Zunächst entsteht der Eindruck, als würde man als Leser eine Vielzahl völlig unterschiedlicher Geschichten verfolgen, jedoch eröffnet sich nach und nach eine zusammenhängende Erzählung, die auf unerwartete Weise packt und dem Leser einen spannenden Kriminalroman offeriert.
Mir wurde zwar schon relativ früh klar, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln wird, jedoch war der Weg dahin außerordentlich gut geschrieben.
Die Charaktere sind überzeugend und realistisch dargestellt, jedoch finde ich, dass ihnen an einigen Stellen die nötige Tiefe fehlt. Das ist wirklich bedauerlich, da der Roman ansonsten durch seine Bildsprache ein faszinierendes Gesamtbild erzeugt.
Die Auseinandersetzung mit einer dunklen Geschichte, die nicht nur fiktiv daherkommt, ist der Autorin besonders gut gelungen. Dieser Roman ist eine gelungene Mischung aus Belletristik, Kriminalroman und Geschichtsbuch.
Sprachlich lässt „Die Schrecken der Anderen“ die Fähigkeiten der Autorin deutlich erkennen. Gerade deshalb ist es ein wahrer Genuss, diesen Roman zu lesen.
Die Autorin möchte aufzeigen, dass alle Handlungen miteinander verknüpft sind und man sich nicht so einfach seiner familiären Vergangenheit entziehen kann. Sie verdeutlicht auch, dass jede noch so kleine Handlung Konsequenzen hat, egal ob gut oder schlecht.
Ich finde, dass jeder diesem Roman eine Chance geben sollte. Ich weiß, dass nicht jeder Leser von Anfang an begeistert sein wird, aber das Dranbleiben lohnt sich in jedem Fall. Die Geschichte bleibt mir noch lange im Gedächtnis.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Blieb mir fremd

Die Spur der Vertrauten
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"Die Spur der Vertrauten" von Christelle Dabos ist schon ein Buch, welches mir länger im Kopf bleiben wird. Vor allem die Hauptfigur, Claire, hat bei mir Eindruck hinterlassen.
Claire ist eine Jugendliche, ...

"Die Spur der Vertrauten" von Christelle Dabos ist schon ein Buch, welches mir länger im Kopf bleiben wird. Vor allem die Hauptfigur, Claire, hat bei mir Eindruck hinterlassen.
Claire ist eine Jugendliche, die anders ist und das unbedingt verbergen muss. Es geht dabei um viel. Die Welt ist anders aufgebaut, sie ist in Sektoren eingeteilt und die Menschen nach ihren Instinkten. Das ist sowas wie eine Berufung, teilweise sehr zwanghaft.
Es gibt die Tugendhaften, mehrfache Lebensretter, die viel regeln und reglementieren.
Claire bemerkt, dass Schüler verschwinden und auch Goliath, ein Lebensretter steht ihr zur Seite. Beide sind sehr verschieden, arbeiten aber irgendwie zusammen und werden Freunde.
Die Geschichte geht um Gemeinschaft und Individualität, den Willer aller gegen Einzelschicksale, es geht um Entwicklung und den Einfluss darauf.
Das Worldbuilding empfand ich als sehr spannend, leider blieb hier vieles noch offen, hier hätte ich gerne noch mehr erfahren.
Die Protagonisten lernt man schon besser kennen, ihre Gedanken und Gefühle, auch wenn sie mir oft unverständlich bleiben.
Ich mag Dystopien, aber hier habe ich mehrfach überlegt, das Buch abzubrechen, weil ich nicht ganz verstand, wo die Geschichte hin möchte.

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