Zwei Schwestern und der Apfelgarten am Meer
Der alte ApfelgartenAuf einer kleinen Farm an Schottlands Küste sind Bette und Nina aufgewachsen. Doch sie trennt nicht nur ein großer Altersunterschied, sondern auch eine gegensätzliche Lebensplanung. Während Bette als Anwältin ...
Auf einer kleinen Farm an Schottlands Küste sind Bette und Nina aufgewachsen. Doch sie trennt nicht nur ein großer Altersunterschied, sondern auch eine gegensätzliche Lebensplanung. Während Bette als Anwältin in London lebt und nie wieder einen Fuß auf die elterliche Farm setzen wollte, wohnt Nina mit ihrem 6-jährigen Sohn dort und hält alles am Laufen. Als der Vater stirbt vererbt er beiden Töchtern gemeinsam die Farm und einen Berg Schulden mit dazu. Bette, die eigentlich sofort zurück nach London wollte, bleibt eine Weile und versucht zu retten was möglich ist. Zufällig entdeckt sie einen alten Apfelgarten. Ist das die Rettung für die Farm?
Mit dem Roman „Der alte Apfelgarten“ habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt. Sie wird abwechselnd aus der Sicht beider Schwestern erzählt, so dass man Bette und Nina gut kennen lernt und versteht was sie bewegt. Beide Hauptcharaktere durchlaufen im Roman eine interessante Entwicklung. Bette merkt wie sehr sie Heimat und Familie vermisst hat, Nina beginnt die große Schwester zu verstehen. Am meisten mochte ich aber Ninas kleinen Sohn Barnaby, er ist ein richtiger kleine Held.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen, Personen, Orte und Situationen sind bildhaft beschrieben. Mehrfach nimmt die Geschichte eine überraschende Wende, besonders kurz vor dem Ende wird es noch ein mal spannend. Ich habe so sehr mit Nina und Bette gehofft, dass sie die Farm behalten können… Und ich würde sehr gern den alten Apfelgarten besuchen an Schottlands Küste besuchen.
Mir hat der Roman entspannte Lesestunden geschenkt. Gern empfehle ich das Buch weiter.