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Veröffentlicht am 06.07.2020

Das war nicht mein Fall

Never Let Me Down
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Ich habe das neue Buch von Sarina Bowen sehnsüchtig erwartet und ich sage vorab schon mal, ich lese ihre Bücher weiter, und zwar alle. Aber zum ersten Mal seit sämtlichen älteren Büchern bin ich mit ihrer ...

Ich habe das neue Buch von Sarina Bowen sehnsüchtig erwartet und ich sage vorab schon mal, ich lese ihre Bücher weiter, und zwar alle. Aber zum ersten Mal seit sämtlichen älteren Büchern bin ich mit ihrer Geschichte nicht zufrieden.

ACHTUNG! Angedeutete Details, die spoilern könnten sind diesmal vorhanden!


Der Einstieg in die Geschichte um die fast 18 – Jährige Rachel fiel mir nicht leicht, doch dadurch, dass man schon zu Beginn des Buches ins Geschehen geworfen wird, war ich sehr sehr neugierig. Ich verstehe, dass der Tod der Mutter alles aus dem Gleichgewicht bringen kann und man Dinge tut, die man sonst nicht tun würde. Das man Redaktionen zeigt, die fragwürdig sind.

Als Rachel dann ihren Rockstarvater Frederik kennen lernt, ist mir auch klar, dass sie sich erst austesten müssen. Die beiden kennen sich nicht, haben jeder eine völlig unterschiedliche Sichtweise vom Leben, aber puh. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.

Schnell erklärt als erstes, ist die fast nicht vorhandene Liebesgeschichte. Es baute sich für mich nämlich nichts wirklich auf. Es gab ein paar Treffen, die ich als sichtlich freundschaftlich erachtete und dann bumm… war da plötzlich Verliebtheit. Aber eigentlich kam da emotional gar nichts für mich an. Es gab keine Reifung in der Verbindung. Keine liebevollen Gesten. Nur ein paar Kennenlern – Emails vorab.

Das Buch handelt grundsätzlich von der missratenen, sich erst aufbauenden Beziehung zwischen Vater und Tochter. Sie wollen etwas kitten und reden dabei aber bis auf die letzten circa 5 Kapitel fast nur über Unwichtiges miteinander. Mir ist der Verlauf einfach nicht nachvollziehbar, wie man als 18 Jährige den Mund so gar nicht aufmachen kann, um mal die Wahrheit zu sagen. Jeder Mensch ist anders, und ich kapiere, dass es ihre Art von Bewältigung ist, aber das ist so unglaubwürdig. Sie wirkt so unecht und nebenbei leider ziemlich unsympathisch. Ihre Gedanken waren oft ermüdend und ihre Verhaltensweise anstrengend. Wie ein kleines zickiges Mädchen. Dabei hat sie eine verärgerte Sichtweise in sich. Nur leider wird diese “Stimme” immer wieder unterdrückt. Es war recht seltsam.

Sicher. Frederik ist ein Idiot als Vater. Man darf ihn nicht entschuldigen. Zu Gute halten kann man ihm die ständigen Versuche der Annäherung und das er jetzt versucht alles für sie zu tun, dass in seiner Macht steht. Aber warum reißt seine Tochter ihm nicht mal den Kopf ab für so manche Ignoranz ihres Daseins. Er macht manchmal Dinge, bei denen ich ausgeflippt wäre und erinnert eher an ein bockiges Kleinkind.

Dazu kommt leider auch die Vorhersehbarkeit der Story. Das mit der neuen Freundin von Frederik und die Behandlung dieses Themas hat mich die Hände vor den Kopf zusammen schlagen lassen. Es bringt nichts Vergangenes neu aufzurollen und dann den richtigen Weg aufzuzeigen. Das macht den Vater nicht aufrichtiger oder stellt am Ende alles in ein gutes Licht.

Leider konnten auch die Nebencharaktere nicht überzeugen. Mitbewohnerin Aurora bleibt platt, trotz ein paar angedeuteten Problemen im Hintergrund.

Jake, der Loveinterest, ist für mich leider nur eine Nebenfigur geblieben. Das fand ich besonders schade, weil mir sein sonniges Wesen in diesem Buch viel mehr Positives hätte bringen können. Die Geschichte wäre durch ihn mehr aufgebrochen worden und ich finde gerade er als Person hat viel zu wenig Raum bekommen.

Die Sache mit Haze hat mich wütend gemacht. Vor allem ein Detail, bei dem ich wirklich fast an die Decke gesprungen wäre. Ich sag mal so. Die Entschuldigung von Rachel an Haze zeigt ganz falsche Signale. Im Gegenteil, sie hätte vorher etwas unternehmen müssen! War Haze zu Beginn etwas vereinnahmen, hatte er gegen Ende alle Sympathiepunkte verloren.

Ich kann nachvollziehen, was Sarina Bowen mit “Never let me down” eigentlich erzählen wollte, aber ich finde leider, dass das nicht ganz geglückt ist. Daraus wurde eine gewollt tiefgängige Story mit zu viel Druck dahinter und falsch angesetzten sozialen Signalen. Einzig die Schreibweise und die Neugier auf die “Auflösung” des Ganzen hat mich bei Stange gehalten.

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Überraschend anders!

I choose you, Sweetie
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Na, da überraschte mich Corey Winter mal am meisten von den drei Footballspielern, die einst so richtig dumme Jungs waren. Ich finde es schon ziemlich witzig, wie er zu Beginn des Buches noch so derb über ...

Na, da überraschte mich Corey Winter mal am meisten von den drei Footballspielern, die einst so richtig dumme Jungs waren. Ich finde es schon ziemlich witzig, wie er zu Beginn des Buches noch so derb über seine Kumpels redet, und das die ja jetzt unter der Fuchtel stehen. Es dauert keine 3 Kapitel, da wird ihm plötzlich so einiges geboten und sein Leben verändert sich sehr.

Gin hat weitaus andere Sorgen, als Partys oder Männer. Sie hat ein Ziel und musste schon früh verantwortungsvoll werden, um dieses auch erreichen zu können. Was genau sie umtreibt möchte ich euch nicht verraten. Ich war doch ziemlich erstaunt, als es raus kam.

Natürlich sind auch die anderen Pärchen am Start und ich hab viel gelacht. Allerdings gibt es eine Sache, die ich aus Coreys Sicht sowas von nachvollziehen kann: Meine Güte können Jill und Amber nerven. Ich bewundere ihn echt, dass er bei so viel Einmischung nicht ausgeflippt ist.

Ein paar verrückte Tussis sind auch wieder am Start und es wird kurzzeitig richtig gefährlich, aber endlich kriegen auch die ihr Fett weg.

Der dritte Band der Reihe ist eine runde Sache und beschert uns eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Hier zeigt sich doch mal wieder, was das Erscheinungsbild so alles verstecken kann. Ich wurde total abgeholt und habe mitgefiebert, ob der berüchtigte Corey Winter mit seiner plötzlichen Veränderung seine Angebetete überzeugen kann, oder es schlussendlich vergeigt.

Lest selbst!

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Toller Kontext

I want you, Babe
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Ungefähr zur gleichen Zeit, als Amber und Blake aus Band 1 ihre Geschichte erleben, kommt es auch zu dieser verrückten Abmachung zwischen Jill und Nick. Schon vorher war ich so neugierig drauf, was sich ...

Ungefähr zur gleichen Zeit, als Amber und Blake aus Band 1 ihre Geschichte erleben, kommt es auch zu dieser verrückten Abmachung zwischen Jill und Nick. Schon vorher war ich so neugierig drauf, was sich da abspielt.
Jetzt weiß ich es, und ich habe so lachen müssen.

Nick hatte eine irre Stalkerin und nun die ideale Möglichkeit gefunden Jill nach drei Jahren intensiver Begutachtung auf sich aufmerksam zu machen. Glaubt er zumindest. Eigentlich ist Nick ein kluger, aufrichtiger Mensch, aber hier verzettelt er sich total.

Dass das mit einem Mädchen, welches eh schon ein verzerrtes Selbstbild hat, und an allem zweifelt, schief gehen könnte, hat er nicht auf dem Schirm. Jill ist einfach keines der knochigen Hohlbirnenmädels an der Uni. Sie hat das auch nicht nötig, denn Jill ist wunderschön, wie sie ist und dazu besitzt sie noch Köpfchen.

Aber im Grunde sind die zwei, was das betrachten der Tatsachen angeht, genauso blöd und blind, wie die jeweils besten Freunde, und so nimmt das Drama voller Missverständnisse seinen Lauf.

Es war echt witzig und dazu noch sehr authentisch, da man sich total in beide Charaktere mit ihren aufgedrückten Klischees reinversetzen kann. Ich fand das toll, dass Emma Smith wieder ein ernstes Thema mit verarbeitet, und uns Leser sich dieses Mal mit “Schubladendenken” auseinandersetzen lässt. Echt und greifbar, mit Verzweiflung, aber auch mit einer Spur Humor.

Wer mich dieses Mal sehr sehr neugierig gemacht hat, ist Corey Winter. In dem Kerl steckt richtig viel Scharfsinn und ich freu mich schon irre auf Band 3.

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Super witzig und gefühlvoll

I hate you, Honey
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Amber und Blake sind wie Feuer und Wasser. 3 Jahre lang beschimpfen sie sich wie die Blöden und bekämpfen sich verbal immer wieder. Während Nerd Amber zu den Guten gehört, ist Quarterback Blake der Fraktion ...

Amber und Blake sind wie Feuer und Wasser. 3 Jahre lang beschimpfen sie sich wie die Blöden und bekämpfen sich verbal immer wieder. Während Nerd Amber zu den Guten gehört, ist Quarterback Blake der Fraktion “Die Supercoolen” zugehörig. Das ist auch genau das Problem, denn Blake und seine zwei besten Freunde finden es lustig anderen Studenten böse Streiche zu spielen, nur weil sie eher Streber als beliebt sind. Nach drei Jahren “Vorspiel” beginnt sich etwas zu ändern, denn es ist eben nicht immer alles Gold, was glänzt und dumme Jungs müssen auch mal erwachsen werden…

Blake spürt es schon länger, dass ihn Leute umgeben, die ihm langsam auf die Nerven gehen. Oberflächliche Menschen, die nur mit ihm befreundet sein wollen, weil er ein Starsportler ist. Viele hübsche Frauen, die zwar attraktiv sind, aber kein Hirn im Kopf haben. Dabei steckt in ihm ein echt großes Herz und er ist auch klüger als man meint. Plötzlich machen ihm sogar die Schlagabtäusche Spaß, die er mit Amber täglich führt.

Die junge Frau aber fällt aus allen Wolken, als vom heißesten Kerl der Uni plötzlich nicht mehr der gleiche Hass kommt, wie von ihr. Sie hat auch andere Probleme, möchte sich ohne großes Aufsehen um ihre autistische Schwester kümmern. Amber kann sich jetzt nicht damit befassen, warum Blake sie beinahe täglich um ein Date bittet, und warum ihr Herz bei dem Gedanken verrückt spielt. Denn wer glaubt schon daran, dass mobbende Arschlöcher sich verändern können?

Emma Smith hat mich wieder mitgerissen. Dieses Mal ist das Thema “Mobbing” eingearbeitet, wie ihr unschwer schon erkennen konntet, und ich finde das klasse, dass die Autorin immer ein tiefgründiges Problem der Gesellschaft mit ihren wundervollen Charakteren verstrickt. Ihre Persönlichkeiten machen oft eine Weiterentwicklung durch und auch wenn es zu Beginn ernst und hart war, schafft es Emma Smith auf authentische Weise zu zeigen, dass Menschen, die wirklich bereit dazu sind, auch andere Wege einschlagen können. Es wäre so wichtig, wenn das in der Realität mehr passieren würde und ich bin froh, dass es Autoren gibt, die solche Probleme aufgreifen.

Das Drumherum war leicht und witzig, frech und greifbar dar gestellt. Ich mag das Setting und wie die Nebencharaktere schon plastischer gezeichnet wurden, damit wir Leser gleich noch neugierig auf die anderen Bücher werden. Denn jede wichtige Person hat ja dann auch noch ihre eigene Geschichte zu erzählen, so z. B. Jill, Nick oder auch Winter. Ihre Auftritte tragen auch passend zur Handlung bei und gerade Jill und Nick sind so sympathisch.

Ich werde auf jeden Fall zum nächsten Buch greifen und bin schon gespannt, was Emma sich da für uns ausgedacht hat.

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Veröffentlicht am 10.06.2020

Kurz und knackig rezensiert - Hammer!

Wrong Number, Right Guy (College Love 1)
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In letzter Zeit passiert es mir ständig, dass ich spontan zu Büchern greife, die ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm hatte, oder später lesen wollte, und voilà … ich bekomme die geilsten Geschichten ...

In letzter Zeit passiert es mir ständig, dass ich spontan zu Büchern greife, die ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm hatte, oder später lesen wollte, und voilà … ich bekomme die geilsten Geschichten serviert.

Wenn man es so nimmt, ist “Wrong Number, Right Guy” schnell zusammen gefasst. Mädchen bekommt eine WhatsApp, denkt es wäre ihr Bruder, der ständig seine Handys verliert, antwortet und stellt einen Tag später fest, dass ein fremder Brummbär am Telefon ist.
Das aber aus diesem Zufall die witzigste Messagestory wird, die ich je gelesen habe, hätte ich nie erwartet. Ich hab so doll lachen müssen, dass mir die Tränen gekommen sind!!!

Teagan Hunter hat einen dermaßen witzigen Schreibstil und damit so schräge Protagonisten entworfen… ich war und bin sprachlos. Diese Tatsache gepaart mit einer heißen Portion knisternder Liebesgeschichte, ein bisschen Drama und sogar einer Portion Verletzlichkeit, und die Geschichte zur ultimativen Unterhaltung ist perfekt abgerundet.

Ich hatte so viel Spaß und will echt nichts verraten. Das muss man selbst lesen.
Ich wurde perfekt unterhalten und hätte gerne mehr davon!

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